• Olympische Spiele in Berlin? Lasst UNS entscheiden! (Flyer NOlympia Berlin)

    Unterstützen Sie das Volksbegehren für eine Abstimmung über Olympia!

    Der Berliner Senat treibt eine Bewerbung um Olympische Spiele voran. Doch wollen wir das eigentlich?

    Olympia kostet Milliarden
    » Wissenschaftliche Studien belegen: Massive Kostenüberschreitungen sind bei Olympischen Spielen die Regel, nicht die Ausnahme.
    » Schon die Kosten für die innerdeutsche Bewerbung sind rasant von 500.000 auf 6 Mio. € gestiegen.
    » Die Gesamtkosten für die Spiele werden sich auf mindestens 6 Mrd. € + X, wahrscheinlich jedoch auf bis zu 16 Mrd. € oder mehr belaufen.
    » Der Berliner Senat hat bislang keine belastbare und vollständige Kostenaufstellung vorgelegt.

    Finanzierung unsicher
    » Die Kosten für die Olympischen Wettkämpfe binden Haushaltsmittel, die an anderen Stellen wie Schulen, Krankenhäusern, Universitäten, Brücken, im ÖPNV etc. fehlen.
    » Das Internationale Olympische Komitee (IOC) übernimmt keinerlei Haftung. Egal, was passiert: Berlin trägt das volle finanzielle Verlustrisiko.
    » Der Senat spekuliert auf Zuschüsse vom Bund und IOC – aber die sind nicht sicher, und auch der »Bund hat keine magischen Geldquellen« (Ökonom Budzier).
    » Berlin ist mit über 70 Mrd. € verschuldet. Es droht eine Haushaltsnotlage. Olympia würde Berlin (und den Bund) noch tiefer in die Schuldenfalle treiben.
    » Zurückzahlen müssen die Schulden spätere Generationen: Olympische Wettkämpfe sind ein Elitenprojekt auf Kosten der Jugend Berlins.

    Olympia macht Wohnen teurer
    » Sobald eine Stadt den Zuschlag bekommen hat, wächst die Immobilienspekulation.
    » Immobilien und Mieten verteuern sich.
    » Aufwertung bedeutet immer auch Gentrifizierung.
    » Anwohner*innen werden verdrängt, ›Unerwünschte‹ werden aus dem ›Stadtbild‹ vertrieben.
    » Überwachung und Kontrolle des öffentlichen Raums wird vorangetrieben (s. Paris).
    » Der »Olympische Partner« Airbnb befeuert die Wohnungsmisere zusätzlich.
    » Ausgleichsmaßnahmen können nicht mehr finanziert werden, weil schlicht kein Geld mehr da ist.

    Olympia schadet der Sportstadt
    » Sportanlagen und Bäder schieben derzeit einen Sanierungsstau von über 1 Mrd. € vor sich her.
    » Schulsport fällt aus, jeder vierte Drittklässler kann nicht schwimmen.
    » Über 13.000 Kinder stehen auf Wartelisten von Sportvereinen.
    » Das IOC stellt Ansprüche an Sportstätten, die an den Bedürfnissen des Breitensports vorbeigehen.
    » Olympische Spiele haben insgesamt keinen positiven Effekt auf den Freizeit- und Breitensport.

    Olympia bringt keinen wirtschaftlichen Aufschwung
    » Ein Mythos ist, dass Olympische Spiele Wirtschaft und Tourismus ankurbeln. Auch neuere Analysen zeigen bestenfalls kurzfristige und sehr geringe wirtschaftliche Effekte.
    » Viele Besucher*innen meiden Städte während großer Sportveranstaltungen.
    » Die Olympiamilliarden sind nach den Wettkämpfen verbrannt und stehen für echte Wirtschaftsförderung, z. B. durch Investition in Zukunftstechnologien, nicht mehr zur Verfügung.

    Olympische Spiele sind im Kern ein riesiges Umverteilungsprojekt. Gewinne werden privatisiert. Verluste verstaatlicht.

    Olympia ist undemokratisch
    » Der Senat präsentiert Olympia als ein Angebot, das man nicht ablehnen kann. Bei Bürgerbeteiligungen fehlt durchgängig die Möglichkeit, die Spiele abzulehnen.
    » Im Olympiakonzept des Senats wird eine »tragfähige demokratische Grundlage« mit einer entsprechenden Meinungsumfrage des Mitveranstalters DOSB begründet. Umfragen von neutraleren Akteuren ergeben jedoch regelmäßig negative Ergebnisse für Olympia.
    » Auch nach der Präsentation des Olympiakonzepts betrachteten in einer Umfrage nur 32% Olympia »eher« oder »eindeutig« als eine »Chance« (Civey). Das ist weniger als ein Drittel.

    Olympia und Politik
    » Olympische Wettkämpfe haben eine nationalisierende Wirkung, daher auch ihre Beliebtheit bei autoritären Regimen.
    » Bereits bei den ersten modernen Olympischen Wettkämpfen in Athen 1896 wurde das Stadion als »Schlachtfeld der Nationen« beschrieben.
    » Auch heute noch wird der Medaillen-Spiegel als Nationen-Ranking gedeutet.

    Greenwashing: Nachhaltig sind nur die Schäden
    » Der Senat behauptet, klimapositive Olympische Wettkämpfe durchführen zu können. Doch klimapositive Spiele sind ein Widerspruch in sich. Veranstaltungen dieser Größenordnung verursachen immer erhebliche Mengen an Emissionen, benötigen große Flächen und verbrauchen viele Ressourcen.
    » Berlin verfehlt bereits heute seine Klimaziele und steht vor großen Herausforderungen beim Umwelt- und Klimaschutz.
    » Temporäre Bauten und nur auf Olympia zugeschnittene, zusätzliche Infrastruktur stehen im Widerspruch zu langfristigen Klimazielen.

    Das Volksbegehren für einen Volksentscheid

    Wir wollen eine demokratische Abstimmung über die Olympiabewerbung. Der Weg dahin führt über das Volksbegehren:

    »Für Berlin – gegen Olympia.
    Wir sagen Nein
    zu einer Bewerbung um Olympische Spiele in den Jahren 2036, 2040 und 2044!«

    Für den Antrag auf das Volksbegehren brauchen wir bis Oktober 20.000 gültige Unterschriften.

    Unterschriftenliste (pdf)
    Ausdrucken – handschriftlich ausfüllen –
    das Original per Post an die NaturFreunde Berlin

    Danach folgt das Volksbegehren, für das ca. 170.000 Unterschriften nötig sind.

    Am Ende steht der Volksentscheid, bei dem alle Wahlberechtigten Berlins abstimmen können.

    Kontakt:

    NOlympia Berlin
    c/o NaturFreunde Berlin
    Paretzer Str. 7
    10713 Berlin
    Telefon: 030 810 560 250
    Email: info@nolympia.berlin
    Website: nolympia.berlin

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    Zum druckfähigen Flyer (pdf)

  • Berliner MieterGemeinschaft: Volksbegehren gegen Olympiabewerbung hat begonnen

    Am 22. April startete das NOlympia-Bündnis mit einer Kundgebung vor dem Roten Rathaus offiziell die Unterschriftensammlung für die erste Stufe eines Volksbegehrens gegen die Bewerbung Berlins für die Ausrichtung der Olympischen Spiele in den Jahren 2036, 2040 oder 2044. Auch die Berliner MieterGemeinschaft e.V. (BMG) unterstützt diese Kampagne und legte in einem Redebeitrag auf der Kundgebung ihre Position zu der geplanten Bewerbung dar. Auch die Unterschriftensammlung wird die BMG aktiv unterstützen….

    Zum Artikel

  • Rabe Ralf: Olympia­märchen 36, 40, 44. Hundert Jahre Nazi-Spiele?

    Cartoon Bär

    »Seit mehr als 30 Jahren versuchen Berliner Senate, der Stadt die olympischen Wettkämpfe aufzudrängen. Doch allem Hurra-Olympismus der jeweiligen Bewerbungskonzepte zum Trotz blieb den Berliner*innen der olympische Elitenkult bislang ziemlich schnurzpiepe. Das ist bei der diesjährigen Kampagne für die Spiele von 2036, 2040 oder 2044 nicht anders. Auch in der jüngsten Civey-Umfrage vom 21. Mai sehen weniger als ein Drittel (32 Prozent) die Wettkämpfe ›eindeutig‹ oder ›eher‹ als ›Chance‹.

    Hundert Jahre Nazi-Spiele

    Geschmacklos wird die jetzige Bewerbung durch den mitanvisierten Termin 2036 – genau 100 Jahre nach den Nazi-Spielen von 1936, die laut dem Politikwissenschaftler und Historiker Peter Reichel einen „stimmungsmäßigen Höhepunkt nationalsozialistischer Herrschaft“ darstellten. Der Gründer des Internationalen Olympische Komitees (IOC), Pierre de Coubertin, formulierte damals in seiner Schlussrede, dass die olympische Idee 1936 ihre Weihe erhalten habe. Allein wegen der propagandistischen Beihilfe für die Hitlerdiktatur wäre eigentlich ein ewiges Betätigungsverbot für das IOC in Berlin angemessen…..«
    Zum ganzen Beitrag

  • Umfrage des DOSB ergibt: Zustimmung für Olympische Spiele in Berlin sinkt.

    Berliner Bär sitzt vor verlassenem Olympia StadionPünktlich zur Einreichung des Berliner Bewerbungskonzepts Berlin+ wurden die Ergebnisse einer neuen Umfrage des Mitveranstalters der Olympischen Spiele veröffentlicht. Der DOSB-Umfrage nach sinkt die Zustimmung für die Durchführung der Olympischen Spiele in Berlin. Neutralere Umfragen belegen ohnehin die mehrheitliche Ablehnung der Spiele. 
    Johannes Verch, Vertrauensperson des Volksbegehrens: »Wir sind davon überzeugt, dass mit dem gerade veröffentlichen Armutsbericht* die Zustimmung in Berlin weiter sinken wird. Die Berliner*innen verstehen sehr wohl, dass milliardenverschlingende Olympische Spiele die soziale Ungleichheit weiter verschärfen würden. Bei unseren Sammelaktionen kommen viele Menschen, die sich bislang nicht repräsentiert fühlten, auf uns zu und danken uns, dass wir ein Volksbegehren gestartet haben.«
    Gabriele Hiller, Vertrauensperson des Volksbegehrens erklärt: »Der Berliner Senat kann auch Bürgerbeteiligung nicht! Ergebnisoffene Gesprächsforen, faire Pro-Kontra-Diskussionen und eine wertschätzende Einbeziehung der Berliner*innen haben zu keinem Zeitpunkt stattgefunden. Auf meine schriftliche Aufforderung an den Regierenden Bürgermeister, unsere Volksbefragung zu unterstützen, reagiert Wegner nicht einmal. Stattdessen sollen bunte Computeranimationen, intransparente, kleingerechnete Kostenvoranschläge, klimageschönte Nachhaltigkeitsversprechen und vollmundiges Heraufbeschwören nationaler Mythen die Inhaltsleere und Dürftigkeit des Berlin+-Konzepts überdecken.«
    Das Bewerbungskonzept Berlins steht auf tönernen Füßen. Es wurde an den Interessen unserer Stadt vorbei entwickelt. Mit einem solchen Ansatz in das DOSB-Bewerbungsverfahren hineinzugehen, zeugt von Größenwahn und Überheblichkeit oder einfach nur von Unvermögen. Wir hoffen, dass die Verantwortlichen im DOSB dieses bemerken und entsprechend honorieren werden.
    Auf dem Umweltfestival der Grünen Liga Berlin am 7. Juni auf der Straße des 17. Juni sammeln unsere Bündnisorganisationen für das Volksbegehren »Für Berlin – gegen Olympia. Wir sagen Nein zu einer Bewerbung um Olympische Spiele in den Jahren 2036, 2040 und 2044!«
  • NOlympia-Erfolg in Hamburg: Berlin muss die Bewerbung jetzt auch stoppen

    Pressemitteilung der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus:


    Klara Schedlich
    , sportpolitische Sprecherin, sieht Rückenwind in dem klaren Votum der Menschen in Hamburg für NOlympia:

    „Das klare Votum aus Hamburg zeigt, warum der Berliner Senat einen Volksentscheid fürchtet wie der Teufel das Weihwasser. Berlin sollte die Bewerbung jetzt zurückziehen und die Millionen in marode Sportanlagen stecken.

    Gestern wurde der Berliner Bewerbung für Olympische und Paralympische Spiele der finale Stoß versetzt. NRW und Bayern haben klare Voten für eine Bewerbung. Es ist völlig abwegig zu glauben, Berlin hätte als einzige Bewerberin ohne unterstützenden Volksentscheid auch nur den Hauch einer Chance. Kai Wegner und die SPD haben sich verrannt. Weiteres Geldverbrennen muss nun ein Ende haben. In Berlin entfällt der Schulsport, weil Sporthallen marode sind, und Kinder können nicht schwimmen lernen, weil Schwimmbäder nicht genutzt werden können. Wir müssen jetzt umsteuern.“

    Zur Pressemitteilung

  • Olympia – Konzept zum Scheitern

    NOlympia Berlin Logo

    Pressemitteilung:

    Berlin, 1.6.2026: Der Berliner Senat stellt gemeinsam mit Vertreter*innen von Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Leipzig und Rostock das Bewerbungskonzept Berlin+ vor. Das Konzept soll am 4. Juni beim DOSB eingereicht werden.

    Kosten sind intransparent: Den Berliner*innen soll die Katze im Sack verkauft werden. Das Konzept enthält keine belastbare und vollständige Kostenaufstellung. Die Kosten für die Ausrichtung der Olympischen Spiele werden auf vier Bereiche verteilt. Zu zweien – dem Bereich »öffentliche Dienstleistungen« sowie zu den »zusätzlichen, nicht verpflichtenden Maßnahmen« – werden überhaupt keine Summen genannt. Auch die anderen Kalkulationen sind zweifelhaft. 
    Kostensteigerungen sind programmiert: Die Kosten für Olympische Spiele verdoppeln und verdreifachen sich erfahrungsgemäß. Bereits die Bewerbungskosten haben sich schon während des Verfahrens rasant von 500.000 € auf 6 Millionen € verzwölffacht. Insbesondere Baumaßnahmen, egal ob temporärer Neu- oder Umbau, bergen in Berlin immer die Gefahr, mit dem ›BER-Faktor‹ multipliziert zu werden. Das Konzept macht jedoch weder Aussagen zum Verlustpotenzial der Olympischen Wettkämpfe insgesamt noch dazu, wer die zu erwartenden Kostensteigerungen bis zu welcher Summe übernehmen soll. 
    Wohnen wird noch teurer: Die Wohnungsmieten verteuern sich erfahrungsgemäß bereits mit der Nominierung zur Ausrichtung der Wettkämpfe. Durch die mit Olympia regelmäßig verbundenen Gentrifizierungsprozesse wird das Wohnen noch unbezahlbarer, als es ohnehin schon ist. Das Konzept macht keine Angaben, wie es das verhindern will. An die Mieter*innen, immerhin die Mehrheit in der Stadt, denkt der Senat offenbar überhaupt nicht.
    Mangelhafte demokratische Grundlage: Der Senat präsentiert Olympia als Angebot, das man nicht ablehnen kann. Bei Bürgerbeteiligungen fehlt durchgängig die Möglichkeit, die Spiele abzulehnen. Stattdessen beruft sich das Konzept auf eine DOSB-Umfrage als Nachweis einer »tragfähigen demokratischen Grundlage«. Umfragen von neutraleren Akteuren ergeben jedoch regelmäßig negative Ergebnisse für Olympia. Nach der ersten Vorstellung des Bewerbungskonzepts sahen einer Civey-Umfrage gemäß nur 32% der Befragten in den Olympischen Wettkämpfen »eindeutig« oder »eher« eine »Chance« für Berlin. Das ist weniger als ein Drittel!
    Greenwashing: Die Aussage, »klimapositive« Spiele ausrichten zu wollen, ist reines Greenwashing. Mega-Events und Nachhaltigkeit sind ein Widerspruch in sich. Das wird nicht besser, wenn der Senat rund 80mal das Wort »nachhaltig« über sein Olympiakonzept verteilt. Berlin verfehlt bereits jetzt seine Klimaziele und steht vor großen Herausforderungen beim Umwelt- und Klimaschutz.
    »Das Hamburger Ergebnis zeigt, dass die Bürger*innen sehr gut verstehen, dass Großevents wie Olympische Spiele keine Möglichkeit darstellen, strukturelle Probleme der Städte – auch nicht von Rostock, Cottbus oder Leipzig – zu lösen. Dass dieser Hilferuf allerdings durch die Regierenden in Berlin verstanden wird, ist leider nicht zu erwarten. Das Bewerbungskonzept wird die Berliner*innen nicht überzeugen. Spätestens bei dem im April gestarteten Volksbegehren ›Für Berlin – gegen Olympia‹ wird die Olympiabewerbung in Berlin genauso krachend scheitern wie die Hamburgs«, so Gabriele Hiller, Vertrauensfrau des Volksbegehrens des NOlympia-Bündnis.
    NOlympia Berlin sammelt Unterschriften für das Volksbegehren: 
    »Für Berlin – gegen Olympia. Wir sagen Nein zu einer Bewerbung um Olympische Spiele in den Jahren 2036, 2040 und 2044!« 
    Unterschriftsliste zum Antrag auf Einleitung eines Volksbegehrens:
    Herunterladen – handschriftlich und gut lesbar ausfüllen – das Originaldokument per Post in einem frankierten Brief an die Trägerin des Volksbegehrens senden:
    NaturFreunde Berlin e.V.
    Paretzer Str. 7
    10713 Berlin
  • Hamburg sagt NOlympia! Berlin wird nachziehen!

    NOlympia Berlin Logo

    Pressemitteilung:

    Berlin, 1.6.2026: Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hat gestern die Bewerbung für die Olympischen Wettkämpfe 2036/40/44 zurückgezogen, nachdem sich eine deutliche Mehrheit in einem Referendum gegen deren Ausrichtung ausgesprochen hat.

    Wir gratulieren den Hamburger*innen zu diesem tollen Ergebnis. Trotz der kostspieligen und penetranten Olympia-Werbung hat die Vernunft gesiegt.

    Am 26. September wird der Deutsche Olympische Sportbund entscheiden, wer von den jetzt nur noch drei Bewerbern – München, Rhein-Ruhr-Region oder Berlin – den Zuschlag zur Bewerbung erhält. Diese Wahl sollte auch ohne Berlin stattfinden.

    Das NOlympia-Bündnis fordert den Regierenden Bürgermeister Kai Wegner und den CDU-/SPD-Senat auf, keine weiteren Millionen mehr zu verbrennen und die Olympiabewerbung ebenfalls zurückzuziehen!

    Das Ergebnis gibt uns Berliner*innen Rückenwind. Die meisten Umfragen sowie unsere Erfahrungen beim Unterschriftensammeln für das NOlymia-Volksbegehren zeigen, dass Olympia in Berlin noch unbeliebter ist. Auch in Berlin fehlt damit die demokratische Grundlage, um Milliarden für einen einzelnen, umstrittenen Sportevent zu verschwenden. Der Senat sollte daraus die Konsequenzen ziehen und nicht abwarten, bis ein Volksentscheid in Berlin das gleiche Ergebnis wie in Hamburg bringt.

    NOlympia Berlin sammelt Unterschriften für das Volksbegehren: 
    »Für Berlin – gegen Olympia. Wir sagen Nein zu einer Bewerbung um Olympische Spiele in den Jahren 2036, 2040 und 2044!« 
    Unterschriftsliste zum Antrag auf Einleitung eines Volksbegehrens:
    Herunterladen – handschriftlich und gut lesbar ausfüllen – das Originaldokument per Post in einem frankierten Brief an die Trägerin des Volksbegehrens senden:
    NaturFreunde Berlin e.V.
    Paretzer Str. 7
    10713 Berlin
  • NOlympia Hamburg: Oops, we did it again: Deutliche Mehrheit gegen Olympia!

    Mit einer deutlichen Mehrheit von rund 55% haben die Hamburger*innen gegen eine Hamburger Bewerbung Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 und 2044 gestimmt. Mit 50% hatte Hamburg im nationalen Vergleich gegenüber München (42%) und NRW (33%) die mit Abstand höchsten Wahlbeteiligung.

    Dazu Eckart Maudrich, Sprecher von NOlympia Hamburg: »Mit dem zweiten Nein hat Hamburg ein Zeichen für Fairplay und Teamgeist bei den Spielregeln der Olympischen Spiele gestimmt. Dieses Ergebnis zeigt: Die Hamburger*innen lieben ihre Stadt und lassen sich nicht von einer Millionen Euro teuren Werbekampagne hinter die Fichte führen. Die Versprechungen des Senats waren zu unglaubwürdig: Olympia als Heilserzählung für alles, was der Senat nicht auf die Reihe bekommt, eine magische Geldquelle für Hamburgs Bauprojekte beim Bund und auf einmal ›stabile Mieten‹, obwohl Olympia ein Mietentreiber ist. Unglaubwürdig war auch das Finanzkonzept, bei dem die milliardenschweren Kosten für Sicherheit und den Bau eines Leichtathletikstadions einfach weggelassen wurden. Dieses Votum sollte der Hamburger Politik eine Lehre sein: Die Menschen in der Stadt wollen kein weiteres Leuchtturmprojekt. Die Hamburger*innen wollen bezahlbare Mieten, gut ausfinanzierte soziale Einrichtungen, Sportplätze, Universitäten und Schulen und sie wollen nicht, dass Grundrechte wie Barrierefreiheit von einem Megaevent wie Olympia abhängig gemacht werden. Diese Probleme muss der Hamburger Senat jetzt angehen. Wir stehen für Gespräche über Hamburgs Zukunft zur Verfügung.«

    Zur Pressemitteilung

    NOlympia Berlin gratuliert den Hamburger*innen zu diesem Ergebnis ganz herzlich!

    Olympia-Referendum 2026: https://www.wahlen-hamburg.de/Olympia-Referendum_2026/

    Interview mit »NOlympia«-Sprecher Maudrich: »Die Freude ist groß« (NDR)

     

     

  • Michail Nelken (Bürgerverein Gleimviertel): Läuferzeit im Cantianstadion?

    »[…] Für Olympia 2036 ff soll das ›Kleine Stadion‹ zu einer 10.000-Zuschauer-Arena für die olympischen Hockey Wettkämpfe hochgerüstet werden. Wie das gehen soll, ist bislang ein Geheimnis der Berliner Olympiabewerber. Die Nachbarn winken beruhigend ab, Berlin hat doch ohnehin keine Chance. Aber in diesen irren Zeiten multipler Unsicherheiten, sollte man darauf nicht vertrauen.

    Olympiade in Berlin würde zumindest für viele Monate das Aus für die Freizeitläufer bedeuten. Die Zuschauertribünen sollen Rings um das Feld über der Laufbahn errichtet werden. Noch redet der Senat von einer temporären Maßnahme. Nach den Olympischen Spielen würden die Zuschauerränge wieder abgebaut. Aber es gibt sicher einige Vereine, die sich ein solches mittleres Stadion ohne Laufbahn mit steilen Zuschauerrängen sehr gut für ihre Wettkämpfe vorstellen könnten.

    Freizeitläufer, die eine langfristige Perspektive für das freie Laufen im Cantianstadion sicherstellen wollen und nicht auf die Weisheit von DOSB und IOC vertrauen, können dem Volksbegehren NOlympia ihre Stimme geben, das eine Volksabstimmung über Berlins Olympiabewerbung erreichen will. […]«

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  • NOlympia Berlin: Gigantomanie in Zeiten leerer Kassen

    Berlin, 5.5.2026: Der Berliner Senat stellt heute offiziell sein Olympiakonzept vor, mit dem er den innerdeutschen Wettbewerb gewinnen möchte. Obwohl die Berliner*innen in vielen Umfragen und auch im gerade gestartenen Volksbegehren von Nolympia Berlin ihren Widerwillen gegen den Glitzerevent deutlich zeigten und zeigen, verschleudert der Senat erneut hohe Geldsummen, während andernorts der Rotstift angesetzt wird.

    Dazu sagen die Vertrauenspersonen des Volksbegehrens und die Bürgerinitiative 100% Tempelhofer Feld:

    Prof. Dr. Johannes Verch (Sportwissenschaftler): »Die Olympiapläne zeigen, dass es dem Berliner Senat nicht um nachhaltigkeitsbezogene Investitionen in die Zukunft der Stadt geht, sondern darum, ohne Rücksicht auf Verluste ein gigantisches symbolaufgeladenes Großevent auszurichten.«

    Carmen Schultze (BUND Berlin): »Es werden uns CO2-neutrale und klimapositive Spiele versprochen. Allerdings sind die Ringe um den Fernsehturm, die temporäre Brücke aufs Brandenburger Tor oder die goldene Pyramide auf dem Tempelhofer Feld noch nicht einmal im symbolischen Sinn nachhaltig.«

    Dr. Gabriele Hiller (Die Linke Berlin): »Der Berliner Senat wünscht sich eine ›Hauptstadt der Ringe‹ und unterwirft die ganze Stadt symbolisch dem IOC. Doch Berlin ist nicht Disneyland. Hier wohnen Menschen. Und diese Menschen zahlen am Ende die Zeche!«

    Uwe Hiksch (NaturFreunde Berlin): »Schon die geplante Lichterinszenierung auf dem Tempelhofer Feld erinnert unweigerlich an Albert Speers Lichtdome und demonstriert, warum Berlin die Finger von 100 Jahre Nazi-Spiele lassen sollte.«

    Klara Schedlich (B’90/Die Grünen Berlin): »Der Senat verpulvert Milliarden für einen Event, während nicht einmal alle Kinder in dieser Stadt schwimmen lernen können? Solange es an funktionierenden Bädern und Sportstätten fehlt, darf Olympia nicht wichtiger sein als der Breitensport für unsere Kinder. Möge er erst die Schultoiletten und die Schulhallen vergolden, bevor er die Schauseite der Stadt vergoldet!«

    Christoph Witt von 100% Tempelhofer Feld e.V. fügt hinzu: »CDU und SPD lassen keinen Vorwand aus, um das Tempelhofer Feld zu bebauen – jetzt also eine goldene Pyramide für die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele. Wenn die Regierung etwas für den Sport in Berlin tun will, soll sie das Feld schützen, denn es ist der wichtigste Ort für vereinsungebundenen Breitensport in ganz Berlin.«

     

    Am 26. September wird der DOSB entscheiden, wer den Zuschlag zur Bewerbung erhält. NOlympia Berlin sammelt derzeit Unterschriften für ein Volksbegehren, mit dem die Bürger*innen selbst abstimmen dürfen, ob sie sich die Spiele ans Bein binden.

    Unterschriftsbögen für das Volksbegehren zum Download (ausdrucken-handschriftlich unterschreiben-per Post abschicken)

    https://nolympia.berlin/wp-content/uploads/2026/04/Unterschriftsliste_NOlympia.pdf

     

    Die Bündnis-Organisationen sammeln in den nächsten Wochen Unterschiften bei unterschiedlichen Veranstaltungen, so am 8. Mai beim Demokratiefest auf dem Tempelhofer Feld, am 9. Mai auf der Langen Buchnacht in der Oranienstraße, auf dem Karneval der Kulturen und am 7. Juni auf dem Umweltfestival am Brandenburger Tor.

  • BUNDjugend: Die Olympischen Spiele führen in die nächste Kürzungswelle!

    Die sozial kalten und politisch kurzsichtigen schwarz-roten Haushaltskürzungen der letzten zwei Jahre gefährden den Zusammenhalt und die Zukunftsfähigkeit Berlins. Eine mögliche Austragung der Olympischen Spiele würde die Lage ungemein verschärfen, zumal allein für die Bewerbung und unter Berücksichtigung der schlechten Aussichtschancen Berlins, zusätzliche Milliarden zum Fenster rausgeworfen werden.
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  • GRÜNE LIGA Berlin: Bündnis für Berlin, gegen die Olympischen Spiele

    NOlympia Startaktion vor demroten Rathaus in Berlin

    Seit dem 22.04.2026 sammelt das Bündnis NOlympia Berlin Unterschriften für das Volksbegehren „Für Berlin – gegen Olympia. Wir sagen Nein zu einer Bewerbung um Olympische Spiele in den Jahren 2036, 2040 und 2044!“. NOlympia Berlin ist ein Bündnis von Menschen und Organisationen, die sich gegen eine Bewerbung für die Olympischen Spiele in Berlin einsetzen. Zu diesem Bündnis gehört auch die GRÜNE LIGA Berlin.

    Ziel ist es, in den nächsten Monaten mehr als 20.000 Unterschriften zu sammeln, um ein starkes Signal an den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) zu senden, dass es aus der Bevölkerung durchaus Widerstand gegen die Bewerbung gibt. Der DOSB wird im September darüber entscheiden, wer für Deutschland zur Ausrichtung der Olympischen Spiele ins Rennen geschickt wird.

    Berlin ist schon jetzt mit 60 Milliarden € verschuldet

    Schon jetzt gibt zu wenig Gelder für Investitionen in  die soziale Infrastruktur und für den Breitensport, zum Beispiel für Schwimm- und Turnhallen. Wenn Berlin Olympiastadt werden würde, hätte dies zur Folge, dass noch weniger Gelder bereit stehen würden, aber auch, dass noch mehr Schulden aufgenommen werden.

    Wichtige Infrastrukturprojekte müssen unabhängig von Olympischen Spielen nach Dringlichkeit und Haushaltslage durchgeführt werden. Der Senat knüpft nun jedoch Zusagen zur Finanzierung von längst überfälligen Projekten in den Bezirken an eine positive Haltung gegenüber der Bewerbung Berlins für 2024 oder 2028.

    Teilt ihr unsere Meinung? Dann unterschreibt bei uns in der Geschäftsstelle, auf dem Ökomarkt am Kollwitzplatz oder am 7. Juni beim UMWELTFESTIVAL am Brandenburger Tor.

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  • Linksfraktion im Berliner Abgeordnetenhaus: Kein Blankoscheck für Olympia – Priorität für Kiez-Sanierung statt Milliarden-Roulette

    Am heutigen Mittwoch startet das Bündnis „NOlympia Berlin“ vor dem Roten Rathaus die Unterschriftensammlung für das Volksbegehren gegen die Olympia-Pläne des Senats. Die Linksfraktion im Berliner Abgeordnetenhaus unterstützt das Bündnis und fordert eine Abkehr von der Bewerbung „BERLIN+“, solange die Basisinfrastruktur des Sports in den Berliner Kiezen massiv vernachlässigt wird.

    Dazu erklärt Claudia Engelmann, sportpolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke:

    „Wir unterschreiben keinen Blankoscheck für ein milliardenschweres Olympia-Roulette. Gegen die Bewerbung des Senats sprechen vor allem drei zentrale Aspekte:

    Erstens, die völlig falschen Prioritäten: Während der Senat elitäre Luftschlösser plant, schieben wir in Berlin bei Sportanlagen und Bädern einen gewaltigen Sanierungsstau von über einer Milliarde Euro vor uns her. 13.000 Kinder stehen auf Wartelisten der Vereine. Unser Maßstab lautet: Bevor wir ein Event-Spektakel ausrichten, muss jedes Kind in dieser Stadt in intakten Bädern schwimmen lernen können.

    Zweitens, das Märchen von den Bundesgeldern: Das Argument, der Bund würde Berlin bei der Sanierung der städtischen Infrastruktur unterstützen, ist eine bewusste Nebelkerze. Die Bundesregierung hat auf unsere Nachfrage unmissverständlich klargestellt, dass sich ihre Zuständigkeit ausschließlich auf den Spitzensport beschränkt. Keine Kiez-Sporthalle zusätzlich würde dadurch entstehen und die immensen Kosten für die vom IOC geforderten Sicherheitsstandards und ÖPNV-Leistungen müsste das Land Berlin komplett allein stemmen.

    Drittens, das Recht auf demokratische Mitbestimmung: Bei einer derart weitreichenden und teuren Entscheidung müssen die Berlinerinnen und Berliner das letzte Wort haben. Wir halten den Volksentscheid für das einzig richtige Instrument und unterstützen die Unterschriftensammlung aus voller Überzeugung. Was wir vor der Wahl sagen, gilt auch danach: Mit einer Linken in Regierungsverantwortung wird es keine Olympia-Bewerbung auf Kosten des Breitensports geben.“

    Zur Pressemitteilung

  • Pressemitteilung NOlympia Berlin zum Start des Volksbegehrens: Olympische Spiele in Berlin? Lasst uns gemeinsam entscheiden!

    (Berlin, 22.4.2026) Am 22. April 2026 um 11.00 Uhr startet das Bündnis NOlympia Berlin offiziell mit der Unterschriftensammlung zur Vorbereitung eines Volksbegehrens gegen die Berliner Bewerbung um Olympische Spiele 2036, 2040 bzw. 2044.

    Ziel ist es, in den nächsten Monaten mehr als 20.000 Unterschriften zu sammeln, um ein starkes Signal an den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) zu senden, dass es aus der Bevölkerung durchaus Widerstand gegen die Bewerbung gibt. Der DOSB wird im September darüber entscheiden, wer für Deutschland zur Ausrichtung der Olympischen Spiele ins Rennen geschickt wird.

    NOlympia Berlin ist ein Bündnis von Menschen und Organisationen, die sich gegen eine Bewerbung um die Olympischen Spiele in Berlin einsetzen. Die Argumente für das Volksbegehren spiegeln die breite Kritik an der Berliner Bewerbung.

    Dazu sagen die fünf Vertrauenspersonen des Volksbegehrens:

    Prof. Dr. Johannes Verch (Sportwissenschaftler): »Der Berliner Senat treibt eine Bewerbung für Olympische Spiele voran. Doch bislang gibt es weder transparente Kostenpläne noch überzeugende Konzepte für Infrastruktur, Nachhaltigkeit oder Nutzung der Sportstätten nach den Spielen.«

    Carmen Schultze (BUND Berlin): »Ein solches Mega-Projekt hätte enorme Auswirkungen auf unsere Stadt: finanziell, sozial und ökologisch. Es geht um Milliarden an öffentlichen Geldern, um Bauprojekte, Verkehr, Flächenverbrauch und Prioritäten für die Zukunft Berlins. Das ganze Verfahren würde sich unter Umständen über fünfzehn Jahre erstrecken. Es umfasst die gesamte Entwicklung der Stadt, sowohl im finanziellen, personellen, kulturellen Bereich. Es würde die Arbeit von mindestens zwei Legislaturperioden dominieren.«

    Dr. Gabriele Hiller (Die Linke Berlin): »Eine so weitreichende Entscheidung wie die Bewerbung für Olympische Spiele und möglicherweise deren Ausrichtung kann nicht von einigen wenigen Politiker*innen und Sportfunktionären getroffen werden kann. Dieses gigantische, mit vielen Risiken behaftete Projekt muss von großen Teilen der Bevölkerung unterstützt werden.«

    Uwe Hiksch (NaturFreunde Berlin): »Darum starten wir nun mit den Vorbereitungen zu einem Volksbegehren. Wir werden in der ersten Stufe des Verfahrens bis zur Wahl im September 2026 über Zwanzigtausend Stimmen sammeln und dann in weiteren Schritten im Frühjahr 2027 einen Volksentscheid einleiten. Wir geben damit den Berliner*innen die Chance, über diese wichtige Entscheidung unserer Stadtentwicklung mitzuentscheiden.«

    Klara Schedlich (B’90/Die Grünen Berlin): »Wir fordern alle Berliner*innen auf, sich aktiv an diesem Meinungsbildungsprozess zu beteiligen. Unterschreibt unseren Antrag: »Für Berlin – gegen Olympia. Wir sagen Nein zu einer Bewerbung um Olympische Spiele in den Jahren 2036, 2040 und 2044!«

    Die Bündnis-Organisationen sammeln in den nächsten Wochen Unterschriften bei unterschiedlichen Veranstaltungen, so am 1. Mai auf dem DGB Fest und Tempelhofer Feld sowie am 7. Juni auf dem Umweltfestival am Brandenburger Tor.

    Unterschriftsbögen zum Download: https://nolympia.berlin/wp-content/uploads/2026/04/Unterschriftsliste_NOlympia.pdf

    Sammelstellen und weitere Infos unter: https://nolympia.berlin/volksbegehren/

    Pressemitteilung als PDF

    Website: nolympia.berlin
    Mail: nolympia@naturfreunde-berlin.de

    Im Bündnis NOlympia arbeiten zusammen:

  • rbb: Olympia-Anlauf stößt auf Widerstand. Bündnis NOlympia Berlin startet Unterschriftensammlung

    »Berlin und Olympia, das war schon immer eine schwierige Kombination. 1936 nutzten die Nazis die Spiele als Propaganda-Show, eine Bewerbung für das Jahr 2000 endete in einem Desaster. Jetzt will die Stadt sich erneut für die Spiele bewerben. Eine Gesamtbefragung der Berliner gibt es aus verfassungsrechtlichen Gründen nicht, stattdessen haben ausgewählte Berliner gestern Handlungsempfehlungen an den Senat übergeben. Das Bündnis NOlympia Berlin beginnt heute offiziell mit einer Unterschriftensammlung für ein Volksbegehren gegen eine Olympia-Bewerbung. darüber sprechen wir mit Gabriele Hiller, eine der Sprecherinnen und Gründungsmitglied von ›NOlympia Berlin‹.«

    Zum Beitrag

    Hier die Unterschriftsliste (pdf)

    Ausdrucken – unterschreiben – 4 weitere Unterzeichner*innen finden – Brief an NaturFreunde Berlin, Paretzer Str. 7, 19713 Berlin  schicken oder bei einer Sammelstelle abgeben 🙂

  • Martha Lippert (taz): Interview mit Uwe Hiksch (NaturFreunde Berlin und Vertrauensperson des NOlympia-Volksbegehrens): »Lasst die Finger von Berlin!«

    NOlympia setzt sich gegen eine Bewerbung Berlins als Austragungsort für Olympische Spiele ein. Das Geld werde dringend woanders benötigt, sagt Mit-Initiator Uwe Hiksch.
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  • Linksfraktion Pankow: Kostenexplosion im Jahnsportpark: Verschwendung stoppen – Breitensport schützen

    Die Linksfraktion Pankow kritisiert die jüngsten Entwicklungen zum Umbau des Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportparks scharf. Offensichtlich wird versucht, die massiven Kostensteigerungen möglichst geräuschlos durch die parlamentarischen Gremien zu bringen. Doch die Dimensionen sind politisch brisant und müssen öffentlich gemacht werden.

    Die vorliegenden Zahlen, die im Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses am 15.04. vorgestellt wurden, belegen eine eindeutige Tendenz: Aus den ursprünglich veranschlagten Gesamtkosten von rund 20 Millionen Euro sind Schritt für Schritt deutlich höhere Summen geworden. Allein im ersten Bauabschnitt sind die Kosten bereits auf 22,4 Millionen Euro angestiegen. Der Ausgangswert lag bei 14 Millionen Euro. Weitere Erhöhungen sind absehbar, da der Rückbau des Stadions noch nicht abgeschlossen ist. Damit drohen beim zweiten Bauabschnitt zusätzliche Millionenbelastungen durch Verzögerungen. Für diesen Bauabschnitt fehlt also faktisch bereits die Finanzierung.

    Dr. Jaana Stiller, sportpolitische Sprecherin der Linksfraktion Pankow, erklärt:

    „Besonders problematisch ist, dass die Finanzierungslücken offenbar durch das Verschieben und Zweckentfremden von Mitteln geschlossen werden sollen. Gelder, die eigentlich für den Schul-, Vereins- und Freizeitsport vorgesehen sind, werden so indirekt zur Kompensation der Kostenexplosion eingesetzt.“

    Die Konsequenz ist klar: Diese Politik geht auf Kosten der Bürger*innen, die auf funktionierende Sportinfrastruktur angewiesen sind. Insbesondere Schüler*innen und Vereine werden die Leidtragenden sein. Der Breitensport hat insgesamt das Nachsehen.

    „Vor dem Hintergrund der aktuellen Olympia-Debatte erhält diese Entwicklung zusätzliche Brisanz. Während über milliardenschwere Großprojekte diskutiert wird, zeigt sich am Beispiel des Jahnsportparks bereits jetzt, wie schnell Kosten aus dem Ruder laufen und wer am Ende die Rechnung dafür zahlt,“

    ergänzt Maria Bigos, Vorsitzende der Linksfraktion Pankow.

    In der kommenden Woche startet die Unterschriftensammlung für das Volksbegehren „NOlympia“. Aktuelle Prognosen zeigen, dass rund 67% der Berliner*innen gegen eine Olympia-Bewerbung sind. Die derzeitigen Vorgänge unterstreichen, wie notwendig eine kritische und öffentliche Debatte über Prioritäten in der Sport- und Investitionspolitik ist.

    Deshalb fordern wir Transparenz zu den tatsächlichen Kosten und den Einsatz öffentlicher Mittel für den Breitensport, statt für Prestigeprojekte mit unkalkulierbaren Risiken.

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  • Es ist soweit – Das Bündnis NOlympia Berlin startet mit einer Presseaktion die Unterschriftensammlung für das Volksbegehren!

    Berlin bewirbt sich aktuell um die Austragung von Olympischen Spielen. Diese bergen erhebliche finanzielle Risiken und könnten neue Kürzungen nach sich ziehen – auf Kosten sozialer und ökologischer Projekte. Daher plant das Bündnis NOlympia einen Volksentscheid, um den Senat dazu aufzufordern, die Bewerbung zurückzuziehen.
    Deshalb hier der Aufruf:
    Kommt zur Auftaktkundgebung des NOlympia Volksbegehrens!
    »Für Berlin – gegen Olympia. Wir sagen Nein zu einer Bewerbung um Olympische Spiele in den Jahren 2036, 2040 und 2044!«
    📅 Mittwoch, 22.04.2026
    🕚 11:00 Uhr
    📍 Rotes Rathaus
    Dort startet auch das Sammeln der Unterschriften und Ihr seid herzlich dazu eingeladen mitzusammeln. Bringt gerne (selbstgemalte) Banner, Schilder und viel gute Laune mit!
    Lasst uns gemeinsam ein Zeichen für ein sozial gerechtes und klimafreundliches Berlin setzen – statt für teure Olympische Spiele! Wir freuen uns, viele von euch vor Ort zu sehen!
  • Grundsätzliches. Das Problem mit der »Volksbefragung von oben«

    Grundsätzliches. Das Problem mit der »Volksbefragung von oben«

    Volksbefragungen, die von der Regierung initiiert werden, sind kein echtes Instrument der direkten Demokratie. Diese »Volksbefragungen von oben« geben der Regierung Kontrolle über Inhalt, Formulierung und Zeitpunkt – und verwandeln so ein eigentlich demokratisches Werkzeug in ein Mittel zur Stärkung ihrer eigenen Macht. Darum halten wir »Volksbefragungen von oben« für eine Demokratiesimulation – eine Form, die den Anschein von Bürgerbeteiligung erweckt, aber die Macht bei der Regierung belässt.


    Als Beispiele dienen hier drei unterschiedliche Modi von Volksbefragungen zur Olympiabewerbung 2036/2040/2044:

    🔴 Beispiel München (2025): »Volksbefragung von oben«

    Vor dem Münchner Bürgerentscheid zur Olympiabewerbung wurde von der Stadtregierung ein einseitig argumentierender Flyer mit dem Slogan »Olympiabewerbung München – Miteinander Großes schaffen!« den Wahlunterlagen beigelegt. Gegenargumente von beispielsweise NOlympia München jedoch fehlten. Eine fundierte Entscheidung war unter diesen Bedingungen kaum möglich. Am 26. Oktober 2025 stimmten über 60 % für eine Bewerbung – unter eindeutig einseitiger Informationslage.

    🟡 Beispiel Hamburg (2026): »Volksbefragung von oben« + Direkte Demokratie

    Dort setzte die Initiative NOlympia Hamburg mit direkter Demokratie (Unterschriftensammlung) durch, dass auch ihre Gegenargumente in die Wahlunterlagen für das Bürgerschaftsreferendum über die Olympiabewerbung aufgenommen werden. So können die Bürger*innen am 31. Mai 2026 eine einigermaßen informierte Entscheidung treffen.

    🟢 Beispiel Berlin (2026): »Volksbefragung von unten« = Direkte Demokratie

    In Berlin ist eine »Volksbefragung von oben« verfassungsrechtlich nicht möglich – und das ist auch gut so. Das Bündnis NOlympia Berlin startet darum mit dem Volksbegehren »Für Berlin – gegen Olympia. Wir sagen Nein zu einer Bewerbung zu Olympischen Spielen in den Jahren 2036, 2040 und 2044!« eine »Volksbefragung von unten«. Die Kontrolle bleibt weitgehend in eigenen Händen. Eine öffentliche Debatte mit Pro- und Contra-Argumenten ist gewährleistet. Die Bürger*innen haben über einen längeren Zeitraum hinweg ausreichend Gelegenheit, sich zu informieren – und können am Ende informiert abstimmen.

     

  • PM NOlympia Hamburg: »19.423 Unterschriften für ein ausgewogenes Meinungsbild in den Wahlunterlagen fürs Olympiareferendum«

    Die Initiative NOlympia [Hamburg] hat heute 19.423 Unterschriften an den Landeswahlleiter übergeben – beinahe doppelt so viel, wie erforderlich gewesen wären. Damit setzt die Initiative durch, dass den Wahlunterlagen für das Bürgerschaftsreferendum über Olympische und Paralympische Spiele in Hamburg eine olympiakritische Stellungnahme beigefügt wird.

    Dazu Clara Ihring, Pressesprecherin von NOlympia Hamburg: ›Wir sind überwältigt, wie viele Menschen in den vergangenen drei Wochen bei Minusgraden Unterschriften gesammelt haben. Wir sind dankbar für die vielen Gespräche auf der Straße. Darin wurde deutlich: Sehr viele Menschen wollen nicht, dass Milliarden für ein Megaprojekt ausgegeben werden, das Geld in die Kassen weniger spült, während die Mehrheit der Hamburger*innen unter den Folgen leidet. Hamburg gibt viele Millionen allein für die aktuelle Bewerbung aus, spart aber an anderen Stellen: Wir leben in einer Stadt mit maroden Schulen und Turnhallen, soziale Einrichtungen kämpfen ums Überleben, die Hochschulen sind unterfinanziert. Dieser Gegensatz macht viele Hamburger*innen wütend. Olympia bringt die Hamburger*innen nicht zusammen. Olympia spaltet die Stadt.‹

    Historisch ist das Bürgerschaftsreferendum 2015 entstanden. Nach der Beratung im Verfassungs- und Bezirksausschuss, die unter dem Titel ›Selbstbefassung Ausführungsgesetz zum Olympiareferendum‹ firmierte, wurde das Bürgerschaftsreferendum 2015, nach vorheriger Verfassungsänderung, in das Volksabstimmungsgesetz eingefügt und angewendet. In Bezug auf die Artikulationsrechte wurde festgehalten: ›Da der Senat selbst vorschlagsberechtigt für ein Referendum ist, darf er auch eine eigene Meinung haben zum Abstimmungsgegenstand und zu möglichen Gegenvorlagen; er darf – unter Wahrung des Sachlichkeitsgebots – auch für seine Position werben.‹ (Drs. 21/600, S.9) Die Hamburger*innen entschieden sich gegen die Olympiabewerbung. Am 31. Mai 2026 kommt das Bürgerschaftsreferendum zum zweiten Mal zum Einsatz. Damals wie heute prüft der DOSB, ob die Bevölkerung hinter der Bewerbung steht. Im Unterschied zu 2015 hat Hamburg Wettbewerber und die Münchener haben im Oktober 2025 bereits für eine Bewerbung gestimmt.

    Eckart Maudrich, Pressesprecher von NOlympia Hamburg: ›Hamburg ist nicht München. Den Münchner*innen wurde die Möglichkeit ausgewogener Information in ihren Wahlunterlagen in beschämender Weise nicht eingeräumt. Gesetzlich ist das in Hamburg anders: 19.423 Hamburger*innen und damit beinahe doppelt so viele wie gesetzlich gefordert, haben sich für ein ausgewogeneres Meinungsbild und damit für die Veröffentlichung unserer kritischen Stellungnahme in ihren Wahlunterlagen ausgesprochen. Ganz besonders haben uns beim Sammeln die Hamburger Olympiabefürworter*innen beeindruckt, die uns aus genau dieser demokratischen Überzeugung heraus ihre Unterschrift gegeben haben. Dass wir unsere Stellungnahme gesetzlich ab Einreichung am 15. Januar nicht mehr verändern dürfen, während Senat und Bürgerschaft dies bis kurz vor Druckunterlagenschluss im April dürfen, verursacht bei uns demokratische Störgefühle; vor allem auch deshalb, weil der Senat erst Mitte März sein Finanzierungskonzept und weitere Details veröffentlichen will. Überdies plant der Senat mit einem 1000-fachen unserer Spendenmittel in den Aufmerksamkeitskampf zu ziehen. Das mag man demokratisch finden. Wir finden es olympisch – also nicht Fairplay.‹«

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