• Nach offiziellem Rückzug der Bewerbung: NOlympia beendet Volksbegehren

    Nach offiziellem Rückzug der Bewerbung: NOlympia beendet Volksbegehren

    Programmiertes Scheitern der Berliner Olympiabewerbung – Fokus nun auf nachhaltiger Stadtentwicklung.

    Fast auf den Tag 33 Jahre nach dem Scheitern der Olympiabewerbung für das Jahr 2000 hat der CDU/SPD-Senat heute seinen Rückzug von der Olympiabewerbung für das Jahr 2036 bekannt gegeben. Das Olympiaabenteuer hat die Berliner*innen mindestens sechs Millionen EUR an Steuergeldern gekostet, die Stadtgesellschaft polarisiert und einen immensen Personalaufwand sowohl auf Seiten des Senats als auch des NOlympia-Bündnisses beansprucht – Ressourcen, die nun wieder für eine sozial ausgewogene und bürgernahe Politik zur Verfügung stehen.

    Dazu sagen die Vertrauenspersonen des NOlympia-Volksbegehrens:

    Prof. Johannes Verch (Sportwissenschaftler): »Die jetzige Niederlage des Senats ist umso ärgerlicher, weil sie absehbar war. Die Olympischen und Paralympischen Wettkämpfe des IOC sind nicht sonderlich populär in Berlin. Und zwar seit Jahrzehnten nicht. Vielen gelten sie als abgehobenes und überteuertes Elitenprojekt, das mit der Lebenswelt der meisten Berliner*innen nicht viel zu tun hat. Am Ende ist die Olympiakampagne an genau der Unbeliebtheit gescheitert, die von Anfang an bekannt war.«

    Carmen Schultze (BUND Berlin): »Die Angst vor der eigenen Bevölkerung prägte die Olympiakampagne von Beginn an. Wie der Olympiabeauftragte des Senats Kaweh Niroomand in einem Fernsehinterview zugab, war den Organisatoren beim Start der Kampagne bewusst, dass ein von ihnen initiierter Volksentscheid nicht zu ihren Gunsten ausgehen würde. Zwar gibt es in Berlin aus guten Gründen keinen Volksentscheid ›von oben‹*, doch hätte der Landessportbund jederzeit ein Volksbegehren starten können, so wie wir das getan haben. Stattdessen vermieden es die Olympiaorganisatoren aus Angst vor der Antwort peinlichst bei den verschiedenen Beteiligungsformaten, die Ablehnung von Olympia als Option anzubieten.«

    Die vom Bündnis kritisierte Kostenintransparenz des CDU/SPD-Senats hat sich kurz vor der Olympia-Absage in nunmehr erschreckendem Maße bestätigt. Eine Akteneinsicht hatte außerdem unlängst ergeben, dass die Kosten nicht, wie vom Berliner Senat behauptet, rund 4,8 Milliarden, sondern über 15 Milliarden betragen hätten. Das ist das Dreifache!

    Dr. Gabriele Hiller (Sportwissenschaftlerin): »Die krachende Niederlage der Senatsparteien bei der Abgeordnetenhauswahl ist nicht allein auf die Olympiabewerbung zurückzuführen, aber auch. Das Demokratiedefizit der Olympiakampagne zeigte sich nicht zuletzt in der schriftlichen Aufforderung des Olympia-Kuratoriums an die Spitzenkandidatin der Linkspartei Elif Eralp, ihr Wahlversprechen zu brechen und auf Olympiakurs zu gehen – ohne Rücksicht auf das Wähler*innenvotum sowie die zu erwartende Politikverdrossenheit, die ein solcher Schritt hervorrufen würde.«

    Uwe Hiksch (NaturFreunde Berlin, Trägerin des NOlympia-Volksbegehrens) fügt hinzu: »Seine Ignoranz gegenüber der Zivilgesellschaft zeigte der CDU/SPD-Senat ein letztes Mal. Seine Pressekonferenz zur Olympiaabsage setzte er genau eine Stunde vor der Pressekonferenz an, auf der unser NOlympia-Bündnis das Erreichen der Unterschriftenzahl für die erste Stufe des NOlympia-Volksbegehrens ankündigen wollte.
    Das Berliner NOlympia-Bündnis zeigt sich sehr erleichtert über den von ihm seit langem geforderten Rückzug der Bewerbung. Berlin sollte viele Milliarden für die Olympischen Spiele ausgeben. Wir erwarten vom neuen Senat, dass die jetzt freiwerdenden Mittel für den Ausbau der Sportstätten für den Schul- und Breitensport in Berlin eingesetzt werden.
    Der neue Berliner Senat kann sich nun wichtigeren Aufgaben widmen. Und auch unser NOlympia-Bündnis kann seine Arbeit einstellen. Das laufende Volksbegehren wird heute beendet, die gesammelten Unterschriftsblätter werden vernichtet.
    Das Bündnis dankt den Partner*innen, Vertrauenspersonen des Volksbegehrens und allen anderen Unterstützer*innen sowie Unterzeichner*innen für ihren Einsatz. Gemeinsam haben wir dazu beigetragen, von der ohnehin hochverschuldeten Stadt großen Schaden abzuwenden.«

    * Hermann Heußner: Prämie auf die Macht. Warum die Berliner CDU die Finger vom Instrument der Volksbefragung lassen sollte, in: Verfassungsblog, 1.12.2023, https://verfassungsblog.de/pramie-auf-die-macht/

    Im Bündnis NOlympia Berlin arbeite[te]n zusammen:
    NaturFreunde Berlin, BUND Berlin, GEW Landesverband Berlin, Grüne Liga Berlin, Berliner MieterGemeinschaft, BI 100% Tempelhofer Feld, Berliner Wassertisch, NABU Berlin, BUNDjugend Berlin, Kotti&Co, Roter Stern Berlin, BI A100, BI Wuhlheide, FridaysForFuture Berlin, Bündnis gegen Verdrängung und #Mietenwahnsinn, BI Jahnsportpark, Bündnis UNSERE STADT!, BerlinZusammen, Die Linke Berlin, Bündnis 90 / Die Grünen Berlin, Tierschutzpartei Berlin, Mera 25 Berlin, Grüne Jugend Berlin, Linksjugend Berlin, Jusos Berlin

  • »Berlinwahl: Olympia isch over«

    »Berlinwahl: Olympia isch over«

    (Berlin, 22. September 2026) Die Abgeordnetenhauswahl hat für die treibenden Kräfte der Berliner Olympia-Bewerbung, CDU und SPD, mit einer krachenden Niederlage geendet. Gewonnen hat die Linkspartei, die das NOlympia-Bündnis von Anfang an unterstützt und, so die Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp, die Wahl auch mit ihren »Aussagen zu Olympia gewonnen« hat.

    Es ist nicht zu erwarten, dass sich der neue Berliner Senat unnötigerweise mit der unpopulären und polarisierenden Olympiabewerbung belastet. Damit haben die Berliner*innen mit dem glücklosen CDU/SPD-Senat auch die Olympiabewerbung abgewählt – eine Woche, bevor der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) am kommenden Samstag über die deutsche Bewerberstadt für die Olympischen und Paralympischen Spiele entscheidet.

    Dazu Klara Schedlich, Bündnis NOlympia und sportpolitische Sprecherin der Grünen im Abgeordnetenhaus: »So sehr wie die Parteien, die Olympia wollten, bei der Wahl abgestraft wurden, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass sich der DOSB darauf einlassen möchte. Ich denke nicht, dass nach dieser Wahl jemand ernsthaft denken kann, dass es eine gute Idee ist, die Spiele nach Berlin zu vergeben.«

    Uwe Hiksch (NaturFreunde Berlin): »Von der zukünftigen Berliner Landesregierung erwarten die NaturFreunde, dass sie die Olympia-Bewerbung Berlins beendet und dem DOSB schnellstmöglich mitteilt, dass Berlin kein Interesse an den Olympischen Spielen in den Jahren 2036, 2040 oder 2044 hat.«

    Die Wahlniederlage der Olympiaparteien ist nicht der einzige Beweis für die Unbeliebtheit der Olympischen Wettkämpfe. Unabhängige Umfragen ergeben in der Regel keine Mehrheit für die Berliner Olympiabewerbung, selbst die DOSB-Umfragen zeigen steil nach unten. Währenddessen hat das NOlympia-Bündnis erfolgreich die erste Stufe eines Volksbegehrens gegen die Olympiabewerbung gestartet. Der auf das Volksbegehren folgende Volksentscheid wird voraussichtlich wie in Hamburg mit einem negativen Ergebnis für das IOC-Olympia enden.

    Prof. Johannes Verch (Sportwissenschaftler): »Bei den Unterschriftensammlungen stoßen wir auf ein tiefes Unbehagen darüber, dass der Senat der überschuldeten Stadt neue Milliardenausgaben aufbürden möchte, für die an anderen Stellen Gelder gekürzt werden müssen. Es ist eine weit verbreitete Ansicht, dass Olympische Spiele Berlin (und den Bund) noch tiefer in die Schuldenfalle treiben würden. Zurückzahlen müssen die Schulden spätere Generationen: Olympische Wettkämpfe sind ein Elitenprojekt auf Kosten der Jugend Berlins.«

    Dr. Gabi Hiller (Sportwissenschaftlerin) fügt hinzu: »Das unbeliebte Olympiaprojekt steht symbolisch für die Politik der hohlen Geste, mit der der CDU/SPD-Senat an den Wünschen und Bedürfnissen der Berliner Bevölkerung vorbeiregiert hat. Wir erwarten, dass der neue Senat das Wählervotum ernst nimmt und die Geldverschwendung für das überteuerte Prestigeprojekt umgehend beendet.«

  • »Macht mit und unterschreibt beim Power-Unterschriftensammeln für NOlympia!« Mit Unterstützung aus Hamburg startet NOlympia Berlin in ein Aktionswochenende

    »Macht mit und unterschreibt beim Power-Unterschriftensammeln für NOlympia!« Mit Unterstützung aus Hamburg startet NOlympia Berlin in ein Aktionswochenende

    (Berlin, 4. September 2026) Das überparteiliche Bündnis NOlympia Berlin sammelt Unterschriften für die erste Phase des Volksbegehrens »Für Berlin – gegen Olympia«, für die 20.000 Stimmen benötigt werden. Drei Wochen vor der Entscheidung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) über die deutsche Ausrichterstadt für Olympische Spiele 2036/40/44 startet es in ein Aktionswochenende vom 4. bis 6. September. Dabei bekommt es Unterstützung von Hamburger NOlympia-Aktiven, die dafür eigens anreisen. Trotz einer medialen Überwältigungskampagne des Hamburger Senats konnte NOlympia Hamburg das Olympia-Referendum am 31. Mai für sich entscheiden und damit die Stadt aus dem Rennen nehmen.

    Dr. Gabriele Hiller (Vertrauensperson des Volksbegehrens): »Auch wir werden dem Olympiagrößenwahn des Berliner Senats einen Riegel vorschieben. Der große Zuspruch, den wir auf den Straßen erfahren, bestärkt unser Bündnis NOlympia, weiter auf die Bürger*innen zuzugehen und Stimmen für das Volksbegehren gegen Olympische Spiele zu sammeln.«

    Am Aktionswochenende können wahlberechtigte Berliner*innen an folgenden Stellen unterschreiben:

    • vom 4. bis 6. September rund um den Anton-Saefkow-Platz in Lichtenberg, wo Claudia Engelmann (Linke, MdA) zu »Kiez-Sanierung statt Olympia-Roulette – wir sammeln Unterschriften!«  einlädt (1),
    • am 4. September auf dem »Festival für das Tempelhofer Feld« (2),
    • am 5. September auf der großen Mietendemonstration »Her mit den Wohnungen« Vor dem Roten Rathaus (3),
    • am 5. September auf dem Park- und Nachbarschaftsfest im Wriezener Park, »Gleisbeet-Fest« (Nähe S-Bahnhof Warschauer Straße) (4),
    • am 6. September bei »Feldmusik« auf dem Tempelhofer Feld am Haus 104 (5).

    Die Stimmung auf den Straßen Berlins ist ausgesprochen kritisch gegenüber den Regierenden von CDU und SPD. Das betrifft auch die Olympiabewerbung Berlins, die über die Köpfe der Berliner*innen hinweg erfolgt ist. Viele Menschen schicken uns ihre Unterschriften gegen Olympia per Post zu, doch viele erfahren auch erst durch uns davon. Aber die meisten empfinden es als skandalös, anmaßend und geschichtsvergessen, dass sich Berlin um die Spiele 2036 – 100 Jahre nach den Nazispielen – bewirbt, als wäre es ein Datum wie alle anderen auch. Sie kritisieren zudem, dass der Berliner Senat Millionen für ein Prestigeprojekt ausgibt, obwohl die Stadt hochverschuldet ist und mal wieder an allen Ecken gespart wird, bis es quietscht. Sie ärgern sich, dass die Kosten für das nationale Bewerbungsverfahren explodiert sind und sie sorgen sich, dass bei einer Entscheidung für Berlin weitere Milliarden EUR verbrannt werden.

    Prof. Dr Johannes Verch (Vertrauensperson des Volksbegehrens): »NOlympia lädt alle herzlich ein, ihren Protest gegen das Vorgehen des Berliner Senats und die Bewerbung kundzutun und das Volksbegehren mit ihrer Unterschrift zu unterstützen. Gerne auch per Post an die Naturfreunde Berlin, Paretzer Str. 7, 10713 Berlin.«

    Bündnis NOlympia
    NaturFreunde Berlin, BUND Berlin, GEW Landesverband Berlin, Grüne Liga Berlin, Berliner MieterGemeinschaft, BI 100% Tempelhofer Feld, Berliner Wassertisch, NABU Berlin, BUNDjugend Berlin, Kotti&Co, Roter Stern Berlin, BI A100, BI Wuhlheide, FridaysForFuture Berlin, Bündnis gegen Verdrängung und #Mietenwahnsinn, BI Jahnsportpark, Bündnis UNSERE STADT!, BerlinZusammen, Die Linke Berlin, Bündnis 90 / Die Grünen Berlin, Tierschutzpartei Berlin, Mera 25 Berlin, Grüne Jugend Berlin, Linksjugend Berlin, Jusos Berlin

     

  • Der Spitzenkandidat der Grünen bei den Berliner Abgeordnetenhauswahlen im September, Werner Graf, hat am Montag öffentlich den Aufruf für unser Volksbegehren gegen Olympia in Berlin unterschrieben!

    Dazu gab es einen kleinen Beitrag im Deutschlandfunk: »NOlympia-Initiative sammelt in Berlin Unterschriften für Volksbegehren«.

  • Ankündigung von Bündnis 90 / Die Grünen Berlin: Werner Graf unterzeichnet am Montag, 17. August um 14:30 das Volksbegehren NOlympia Berlin

    Bündnis 90 Die Grünen Logo Werner Graf, Bürgermeisterkandidat von Bündnis 90/Die Grünen Berlin, unterzeichnet öffentlich das Volksbegehren »NOlympia Berlin«.

    Gemeinsam mit Klara Schedlich, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und sportpolitische Sprecherin der Grünen Fraktion Berlin, setzt er damit ein Zeichen gegen die milliardenschwere Olympiabewerbung des Berliner Senats und für Investitionen in den Breitensport.

    Der Termin findet bewusst vor der seit 2015 gesperrten Sporthalle der Schweizerhof-Grundschule statt. Die Halle steht beispielhaft für den massiven Sanierungsstau der Berliner Sportinfrastruktur – die dringend notwendige Sanierung ist nach aktuellem Stand erst ab 2030 vorgesehen.

    Wo: vor der Sporthalle der Schweizerhof-Grundschule, Leo-Baeck-Straße 28-30, 14167 Berlin [Openstreetmap]

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    Die Berliner Grünen sind Bündnispartner von NOlympia Berlin.

  • BUND Berlin fordert: Den Kienberg vor Olympia schützen!

    BUND Logo

    Na klar, gaaaaaanz nachhaltig werden die Olympische Spiele in Berlin. Falls sie kommen. In ihrem Konzept haben die Eventplaner* innen neben schönen Bildern und nichtssagenden Phrasen immerhin eine aufschlussreiche Information versteckt. Rund um den 102 Meter hohen Kienberg in Marzahn sollen die Mountainbike-Wettbewerbe stattfinden. Das bedeutet, dass für die Strecke und die Zuschauerbereiche junger Wald, der als Kompensationsmaßnahme für anderswo zerstörte Stadtnatur angelegt wurde, gerodet werden muss. Auf der neun Hektar großen Fläche hat das Landesunternehmen Grün Berlin in den letzten Jahren für 4,7 Millionen Euro 13.000 Bäume gepflanzt. Die sind dem zweiwöchigen Sportspektakel im Weg.

    Finden Sie das auch ein bisschen ungerecht gegenüber der Stadtnatur und gegenüber uns Berliner*innen? Dann werden Sie jetzt aktiv:

    Schützen Sie Berlin vor Olympischen Spielen 2036, 2040 oder 2044: Unterschreiben Sie das Volksbegehren NOlympia!

    Das dürfen alle, die 16 Jahre oder älter sind, die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen und seit mindestens drei Monaten in Berlin mit alleinigem Wohnsitz oder Hauptwohnsitz gemeldet sind. Sie haben schon unterschrieben? Sehr gut, dann sammeln Sie weitere Unterschriften!

    Download Unterschriftslisten: www.nolympia.berlin/volksbegehren

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  • 100 Jahre Nazi-Olympia. Nein danke und nie wieder!

    Am 1. August jährt sich zum 90. Mal die Eröffnung der Olympischen Spiele von 1936, die von der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) und dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) in Berlin durchgeführt wurden. Olympia 1936 war ein stimmungsmäßiger Höhepunkt der NS-Diktatur und ein propagandistischer Meilenstein auf dem Weg zum folgenden Vernichtungskrieg und Holocaust.
    (Berlin, 31. Juli 2026) Ausgerechnet jetzt hat der Senat beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) eine Bewerbung für die Olympischen Spiele von 2036, 40 und 44 eingereicht. Ist die Bewerbung für 2036 erfolgreich, wird das IOC genau 100 Jahre nach den Nazi-Spielen seinen Kampf der Nationen mit Turnschuhen, Säbeln und Sportpistolen im Sinne der Völkerfreundschaft erneut in Berlin präsentieren. Viele Berliner*innen dagegen gruselt der Gedanke, dass 100 Jahre nach 1936 erneut ein IOC-Präsident [oder eine Präsidentin] im Olympiastadion die »Jugend der Welt« begrüßen könnte. Eine Jugend, die damals – als aus scheinbar harmlosen »Spiel« blutiger Ernst wurde – auf den Schlachtfeldern des Zweiten Weltkriegs verheizt wurde. 
    Das mangelnde Problembewusstsein des Senats bezüglich der Nazi-Spiele und der damit verbundenen Komplizenschaft des IOC verstärkt diese Bedenken. Eine spezielle inhaltliche Auseinandersetzung mit den ideologischen Schnittmengen zwischen Nazis und IOC führt der schwarz/rote Senat nicht. CDU und SPD bewerben sich nunmehr seit Jahrzehnten um Olympische Wettkämpfe. Das Jahr der hundertjährigen Wiederkehr der »Nazi-Spiele« ist da einfach nur der nächste Termin in der Reihe.
    Der schwarz/rote Senat ist der historischen Verantwortung des Datums nicht gewachsen. Das Olympia-Bewerbungskonzept beispielsweise geht lediglich mit einem einzigen Wort auf »1936« ein – ohne die damit verbundenen Begriffe wie »Nationalsozialismus«, »Rechtsextremismus«, »Nationalismus«, »Rassismus«, »Antisemitismus«, »Antisozialismus« oder »Antidemokratismus« auch nur anzuschneiden. Mit keinem Wort wird der Beitrag des IOC zum Gelingen der Naziherrschaft eingeordnet. Die ideologischen Schnittmengen zwischen Nationalsozialisten und Olympisten, die die damalige enge und langjährige Zusammenarbeit möglich machte, werden nicht reflektiert. Doch die Nazi-Spiele waren kein olympischer Betriebsunfall: noch nach der »Reichspogromnacht« 1938 plante das IOC, die Winterspiele für 1940 erneut nach Hitlerdeutschland zu vergeben.
    Der Sportwissenschaftler Prof. Johannes Verch weist darauf hin, »dass die Bewerbung schon allein vor dem Hintergrund problematisch ist, dass 2036 eine rechtsextreme Partei die Regierungsgeschäfte in Deutschland führen könnte. Das Olympiakonzept des Senats sieht in einem solchen Fall keine Absicherung vor, dass die hundertjährige Wiederkehr der Nazi-Spiele nicht erneut zur rechtsextremen Propagandashow wird.«
    Auch das IOC, dessen Gründer Pierre de Coubertin meinte, dass die Berliner Spiele von 1936 der Olympischen Idee ihre Weihe gegeben hätten, lässt eine ausreichende Aufarbeitung seiner Kooperation mit faschistischen und antisemitischen Diktaturen missen. Im IOC-Webshop werden noch heute T-Shirts mit dem Motiv der Hitler-Spiele von 1936 angeboten. Und auch gegenwärtig können sich zweifelhafte Regierungen anscheinend problemlos beim IOC mit Milliardensummen auf Kosten ihrer Bürger*innen propagandistischen Support einkaufen, um ihre Herrschaft zu festigen. 
    Dazu sagt die Vertrauensperson des NOlympia-Volksbegehrens Dr. Gabriele Hiller: »Angesichts der problematischen Geschichte des IOC in Berlin und seiner propagandistischen Beteiligung am Erfolg der nationalsozialistischen Herrschaft verbietet sich eine erneute Veranstaltung von Olympischen Wettkämpfen in Berlin.«
    Aus aktuellem Anlass weist Claudia Engelmann, Unterstützerin des Volksbegehrens »Für Berlin – gegen Olympia« und Sprecherin für feministische Politik, Gleichstellung, Sport der Linksfraktion Berlin darauf hin, dass der Senat auch in anderer HInsicht seiner Verantwortung nicht gerecht wird: »Es gibt beim Senat kein Problembewusstsein für die Situation damaliger Opfergruppen wie der durch das CSD-Attentat in den Fokus gerückten Queers. Zwar sieht der Senat nach eigener Aussage die neuen transdiskriminierenden Regelungen des IOC kritisch. Wie so oft folgen auf ein derartiges Bekenntnis keine Taten. In der Olympiabewerbung tritt der Berliner Senat mit keiner Zeile für die Rechte von trans Personen ein. So ist der Weg frei für Olympische Spiele, die nicht nur zum haushaltspolitischen Fiasko, sondern auch zur Bühne von trans- und intersexuellen Personen diskriminierendem Gedankengut werden.«
    Das Bündnis NOlympia wendet sich gegen eine Rückkehr des IOC nach Berlin 100 Jahre nach den Nazi-Spielen. Laut wissenschaftlichen Studien ist die einzige nachhaltige Wirkung Olympischer Wettkämpfe eine Steigerung nationaler Gefühle. Eine weltoffene Metropole wie Berlin sollte dagegen vorrangig Veranstaltungen finanzieren, die nationale Ressentiments vermeiden und den produktiven und vorurteilsfreien Austausch ihrer Bewohner*innen fördern. 
    Aus diesem und zahlreichen anderen Gründen haben wir das Volksbegehren »Für Berlin – gegen Olympia. Wir sagen Nein zu einer Bewerbung um Olympische Spiele in den Jahren 2036, 2040 und 2044!« gestartet, mit dem die Berliner*innen gegen die Olympiabewerbung des Senats stimmen können.
    Unterschriftsbögen für das Volksbegehren zum Download: 
    Bündnis NOlympia
  • NOlympia-Bündnis auf der Zielgeraden

    (Berlin, 20. Juli 2026) Das NOlympia-Bündnis hat im April das Volksbegehren »Für Berlin – gegen Olympia. Wir sagen Nein zu einer Bewerbung um Olympische Spiele in den Jahren 2036, 2040 und 2044!« gegen die Olympia-Bewerbung Berlins gestartet und bereits über 10.000 Unterschriften gesammelt. Täglich wird eine Vielzahl von weiteren Unterschriften in den Sammelstellen des NOlympia-Bündnisses abgegeben.
    Dazu Dr. Gabriele Hiller (Die Linke): »Volksentscheide sind ein wichtiger Bestandteil lebendiger Demokratie. Mit unserem NOlympia-Volksbegehren geben wir auch den Gegner*innen einer Berliner Olympiabewerbung die Chance, sich zu artikulieren. Sehr viele Menschen bedanken sich bei uns für unseren Einsatz. Wir nehmen das als Vorschuss für unser weiteres Engagement.«
    Uwe Hiksch (NaturFreunde Berlin) fügt hinzu: »Das Sammeln von Unterschriften macht richtig Spaß. Wenn wir Berliner*innen ansprechen, bekommen wir für das Volksbegehren in der Regel großen Zuspruch, da die Mehrheit der Berliner*innen die Bewerbung Berlins für die Olympischen Spiele in den Jahren 2036, 2040 und 2044 ablehnt. Berlin muss endlich seine Hausaufgaben machen und sich um die maroden Sportplätze, Turnhallen und Schwimmbäder für den Breitensport kümmern. Milliarden für Olympische Spiele in Berlin auszugeben, ist nicht zu verantworten.«
    Das NOlympia-Bündnis bittet alle Sammler*innen, die ausgefüllten Unterschriftenlisten in der zentralen Sammelstelle NaturFreunde Berlin, Paretzer Str. 7, 10713 Berlin abzugeben, damit die Unterschriften bald der Senatsverwaltung überreicht werden können.
    Unterschriftsbögen für das Volksbegehren zum Download: 
    Pressemitteilung als pdf
    —-

    NOlympia Berlin
    c/o NaturFreunde Berlin e.V.
    Paretzer Straße 7
    10713 Berlin
    Email: info@nolympia.berlin
    Telefon: 030 810 560 250
    Website: https://nolympia.berlin

    Wahlberechtigte Berliner*innen können unser Volksbegehren auch hier mitzeichnen!
    https://innn.it/nolympia

  • Olympische Spiele in Berlin? Lasst UNS entscheiden! (Flyer NOlympia Berlin)

    Unterstützen Sie das Volksbegehren für eine Abstimmung über Olympia!

    Der Berliner Senat treibt eine Bewerbung um Olympische Spiele voran. Doch wollen wir das eigentlich?

    Olympia kostet Milliarden
    » Wissenschaftliche Studien belegen: Massive Kostenüberschreitungen sind bei Olympischen Spielen die Regel, nicht die Ausnahme.
    » Schon die Kosten für die innerdeutsche Bewerbung sind rasant von 500.000 auf 6 Mio. € gestiegen.
    » Die Gesamtkosten für die Spiele werden sich auf mindestens 6 Mrd. € + X, wahrscheinlich jedoch auf bis zu 16 Mrd. € oder mehr belaufen.
    » Der Berliner Senat hat bislang keine belastbare und vollständige Kostenaufstellung vorgelegt.

    Finanzierung unsicher
    » Die Kosten für die Olympischen Wettkämpfe binden Haushaltsmittel, die an anderen Stellen wie Schulen, Krankenhäusern, Universitäten, Brücken, im ÖPNV etc. fehlen.
    » Das Internationale Olympische Komitee (IOC) übernimmt keinerlei Haftung. Egal, was passiert: Berlin trägt das volle finanzielle Verlustrisiko.
    » Der Senat spekuliert auf Zuschüsse vom Bund und IOC – aber die sind nicht sicher, und auch der »Bund hat keine magischen Geldquellen« (Ökonom Budzier).
    » Berlin ist mit über 70 Mrd. € verschuldet. Es droht eine Haushaltsnotlage. Olympia würde Berlin (und den Bund) noch tiefer in die Schuldenfalle treiben.
    » Zurückzahlen müssen die Schulden spätere Generationen: Olympische Wettkämpfe sind ein Elitenprojekt auf Kosten der Jugend Berlins.

    Olympia macht Wohnen teurer
    » Sobald eine Stadt den Zuschlag bekommen hat, wächst die Immobilienspekulation.
    » Immobilien und Mieten verteuern sich.
    » Aufwertung bedeutet immer auch Gentrifizierung.
    » Anwohner*innen werden verdrängt, ›Unerwünschte‹ werden aus dem ›Stadtbild‹ vertrieben.
    » Überwachung und Kontrolle des öffentlichen Raums wird vorangetrieben (s. Paris).
    » Der »Olympische Partner« Airbnb befeuert die Wohnungsmisere zusätzlich.
    » Ausgleichsmaßnahmen können nicht mehr finanziert werden, weil schlicht kein Geld mehr da ist.

    Olympia schadet der Sportstadt
    » Sportanlagen und Bäder schieben derzeit einen Sanierungsstau von über 1 Mrd. € vor sich her.
    » Schulsport fällt aus, jeder vierte Drittklässler kann nicht schwimmen.
    » Über 13.000 Kinder stehen auf Wartelisten von Sportvereinen.
    » Das IOC stellt Ansprüche an Sportstätten, die an den Bedürfnissen des Breitensports vorbeigehen.
    » Olympische Spiele haben insgesamt keinen positiven Effekt auf den Freizeit- und Breitensport.

    Olympia bringt keinen wirtschaftlichen Aufschwung
    » Ein Mythos ist, dass Olympische Spiele Wirtschaft und Tourismus ankurbeln. Auch neuere Analysen zeigen bestenfalls kurzfristige und sehr geringe wirtschaftliche Effekte.
    » Viele Besucher*innen meiden Städte während großer Sportveranstaltungen.
    » Die Olympiamilliarden sind nach den Wettkämpfen verbrannt und stehen für echte Wirtschaftsförderung, z. B. durch Investition in Zukunftstechnologien, nicht mehr zur Verfügung.

    Olympische Spiele sind im Kern ein riesiges Umverteilungsprojekt. Gewinne werden privatisiert. Verluste verstaatlicht.

    Olympia ist undemokratisch
    » Der Senat präsentiert Olympia als ein Angebot, das man nicht ablehnen kann. Bei Bürgerbeteiligungen fehlt durchgängig die Möglichkeit, die Spiele abzulehnen.
    » Im Olympiakonzept des Senats wird eine »tragfähige demokratische Grundlage« mit einer entsprechenden Meinungsumfrage des Mitveranstalters DOSB begründet. Umfragen von neutraleren Akteuren ergeben jedoch regelmäßig negative Ergebnisse für Olympia.
    » Auch nach der Präsentation des Olympiakonzepts betrachteten in einer Umfrage nur 32% Olympia »eher« oder »eindeutig« als eine »Chance« (Civey). Das ist weniger als ein Drittel.

    Olympia und Politik
    » Olympische Wettkämpfe haben eine nationalisierende Wirkung, daher auch ihre Beliebtheit bei autoritären Regimen.
    » Bereits bei den ersten modernen Olympischen Wettkämpfen in Athen 1896 wurde das Stadion als »Schlachtfeld der Nationen« beschrieben.
    » Auch heute noch wird der Medaillen-Spiegel als Nationen-Ranking gedeutet.

    Greenwashing: Nachhaltig sind nur die Schäden
    » Der Senat behauptet, klimapositive Olympische Wettkämpfe durchführen zu können. Doch klimapositive Spiele sind ein Widerspruch in sich. Veranstaltungen dieser Größenordnung verursachen immer erhebliche Mengen an Emissionen, benötigen große Flächen und verbrauchen viele Ressourcen.
    » Berlin verfehlt bereits heute seine Klimaziele und steht vor großen Herausforderungen beim Umwelt- und Klimaschutz.
    » Temporäre Bauten und nur auf Olympia zugeschnittene, zusätzliche Infrastruktur stehen im Widerspruch zu langfristigen Klimazielen.

    Das Volksbegehren für einen Volksentscheid

    Wir wollen eine demokratische Abstimmung über die Olympiabewerbung. Der Weg dahin führt über das Volksbegehren:

    »Für Berlin – gegen Olympia.
    Wir sagen Nein
    zu einer Bewerbung um Olympische Spiele in den Jahren 2036, 2040 und 2044!«

    Für den Antrag auf das Volksbegehren brauchen wir bis Oktober 20.000 gültige Unterschriften.

    Unterschriftenliste (pdf)
    Ausdrucken – handschriftlich ausfüllen –
    das Original per Post an die NaturFreunde Berlin

    Danach folgt das Volksbegehren, für das ca. 170.000 Unterschriften nötig sind.

    Am Ende steht der Volksentscheid, bei dem alle Wahlberechtigten Berlins abstimmen können.

    Kontakt:

    NOlympia Berlin
    c/o NaturFreunde Berlin
    Paretzer Str. 7
    10713 Berlin
    Telefon: 030 810 560 250
    Email: info@nolympia.berlin
    Website: nolympia.berlin

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    Zum druckfähigen Flyer (pdf)

  • Berliner MieterGemeinschaft: Volksbegehren gegen Olympiabewerbung hat begonnen

    Am 22. April startete das NOlympia-Bündnis mit einer Kundgebung vor dem Roten Rathaus offiziell die Unterschriftensammlung für die erste Stufe eines Volksbegehrens gegen die Bewerbung Berlins für die Ausrichtung der Olympischen Spiele in den Jahren 2036, 2040 oder 2044. Auch die Berliner MieterGemeinschaft e.V. (BMG) unterstützt diese Kampagne und legte in einem Redebeitrag auf der Kundgebung ihre Position zu der geplanten Bewerbung dar. Auch die Unterschriftensammlung wird die BMG aktiv unterstützen….

    Zum Artikel

  • Rabe Ralf: Olympia­märchen 36, 40, 44. Hundert Jahre Nazi-Spiele?

    Cartoon Bär

    »Seit mehr als 30 Jahren versuchen Berliner Senate, der Stadt die olympischen Wettkämpfe aufzudrängen. Doch allem Hurra-Olympismus der jeweiligen Bewerbungskonzepte zum Trotz blieb den Berliner*innen der olympische Elitenkult bislang ziemlich schnurzpiepe. Das ist bei der diesjährigen Kampagne für die Spiele von 2036, 2040 oder 2044 nicht anders. Auch in der jüngsten Civey-Umfrage vom 21. Mai sehen weniger als ein Drittel (32 Prozent) die Wettkämpfe ›eindeutig‹ oder ›eher‹ als ›Chance‹.

    Hundert Jahre Nazi-Spiele

    Geschmacklos wird die jetzige Bewerbung durch den mitanvisierten Termin 2036 – genau 100 Jahre nach den Nazi-Spielen von 1936, die laut dem Politikwissenschaftler und Historiker Peter Reichel einen „stimmungsmäßigen Höhepunkt nationalsozialistischer Herrschaft“ darstellten. Der Gründer des Internationalen Olympische Komitees (IOC), Pierre de Coubertin, formulierte damals in seiner Schlussrede, dass die olympische Idee 1936 ihre Weihe erhalten habe. Allein wegen der propagandistischen Beihilfe für die Hitlerdiktatur wäre eigentlich ein ewiges Betätigungsverbot für das IOC in Berlin angemessen…..«
    Zum ganzen Beitrag

  • Umfrage des DOSB ergibt: Zustimmung für Olympische Spiele in Berlin sinkt.

    Berliner Bär sitzt vor verlassenem Olympia StadionPünktlich zur Einreichung des Berliner Bewerbungskonzepts Berlin+ wurden die Ergebnisse einer neuen Umfrage des Mitveranstalters der Olympischen Spiele veröffentlicht. Der DOSB-Umfrage nach sinkt die Zustimmung für die Durchführung der Olympischen Spiele in Berlin. Neutralere Umfragen belegen ohnehin die mehrheitliche Ablehnung der Spiele. 
    Johannes Verch, Vertrauensperson des Volksbegehrens: »Wir sind davon überzeugt, dass mit dem gerade veröffentlichen Armutsbericht* die Zustimmung in Berlin weiter sinken wird. Die Berliner*innen verstehen sehr wohl, dass milliardenverschlingende Olympische Spiele die soziale Ungleichheit weiter verschärfen würden. Bei unseren Sammelaktionen kommen viele Menschen, die sich bislang nicht repräsentiert fühlten, auf uns zu und danken uns, dass wir ein Volksbegehren gestartet haben.«
    Gabriele Hiller, Vertrauensperson des Volksbegehrens erklärt: »Der Berliner Senat kann auch Bürgerbeteiligung nicht! Ergebnisoffene Gesprächsforen, faire Pro-Kontra-Diskussionen und eine wertschätzende Einbeziehung der Berliner*innen haben zu keinem Zeitpunkt stattgefunden. Auf meine schriftliche Aufforderung an den Regierenden Bürgermeister, unsere Volksbefragung zu unterstützen, reagiert Wegner nicht einmal. Stattdessen sollen bunte Computeranimationen, intransparente, kleingerechnete Kostenvoranschläge, klimageschönte Nachhaltigkeitsversprechen und vollmundiges Heraufbeschwören nationaler Mythen die Inhaltsleere und Dürftigkeit des Berlin+-Konzepts überdecken.«
    Das Bewerbungskonzept Berlins steht auf tönernen Füßen. Es wurde an den Interessen unserer Stadt vorbei entwickelt. Mit einem solchen Ansatz in das DOSB-Bewerbungsverfahren hineinzugehen, zeugt von Größenwahn und Überheblichkeit oder einfach nur von Unvermögen. Wir hoffen, dass die Verantwortlichen im DOSB dieses bemerken und entsprechend honorieren werden.
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    Auf dem Umweltfestival der Grünen Liga Berlin am 7. Juni auf der Straße des 17. Juni sammeln unsere Bündnisorganisationen für das Volksbegehren »Für Berlin – gegen Olympia. Wir sagen Nein zu einer Bewerbung um Olympische Spiele in den Jahren 2036, 2040 und 2044!«
  • NOlympia-Erfolg in Hamburg: Berlin muss die Bewerbung jetzt auch stoppen

    Pressemitteilung der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus:


    Klara Schedlich
    , sportpolitische Sprecherin, sieht Rückenwind in dem klaren Votum der Menschen in Hamburg für NOlympia:

    „Das klare Votum aus Hamburg zeigt, warum der Berliner Senat einen Volksentscheid fürchtet wie der Teufel das Weihwasser. Berlin sollte die Bewerbung jetzt zurückziehen und die Millionen in marode Sportanlagen stecken.

    Gestern wurde der Berliner Bewerbung für Olympische und Paralympische Spiele der finale Stoß versetzt. NRW und Bayern haben klare Voten für eine Bewerbung. Es ist völlig abwegig zu glauben, Berlin hätte als einzige Bewerberin ohne unterstützenden Volksentscheid auch nur den Hauch einer Chance. Kai Wegner und die SPD haben sich verrannt. Weiteres Geldverbrennen muss nun ein Ende haben. In Berlin entfällt der Schulsport, weil Sporthallen marode sind, und Kinder können nicht schwimmen lernen, weil Schwimmbäder nicht genutzt werden können. Wir müssen jetzt umsteuern.“

    Zur Pressemitteilung

  • Olympia – Konzept zum Scheitern

    NOlympia Berlin Logo

    Pressemitteilung:

    Berlin, 1.6.2026: Der Berliner Senat stellt gemeinsam mit Vertreter*innen von Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Leipzig und Rostock das Bewerbungskonzept Berlin+ vor. Das Konzept soll am 4. Juni beim DOSB eingereicht werden.

    Kosten sind intransparent: Den Berliner*innen soll die Katze im Sack verkauft werden. Das Konzept enthält keine belastbare und vollständige Kostenaufstellung. Die Kosten für die Ausrichtung der Olympischen Spiele werden auf vier Bereiche verteilt. Zu zweien – dem Bereich »öffentliche Dienstleistungen« sowie zu den »zusätzlichen, nicht verpflichtenden Maßnahmen« – werden überhaupt keine Summen genannt. Auch die anderen Kalkulationen sind zweifelhaft. 
    Kostensteigerungen sind programmiert: Die Kosten für Olympische Spiele verdoppeln und verdreifachen sich erfahrungsgemäß. Bereits die Bewerbungskosten haben sich schon während des Verfahrens rasant von 500.000 € auf 6 Millionen € verzwölffacht. Insbesondere Baumaßnahmen, egal ob temporärer Neu- oder Umbau, bergen in Berlin immer die Gefahr, mit dem ›BER-Faktor‹ multipliziert zu werden. Das Konzept macht jedoch weder Aussagen zum Verlustpotenzial der Olympischen Wettkämpfe insgesamt noch dazu, wer die zu erwartenden Kostensteigerungen bis zu welcher Summe übernehmen soll. 
    Wohnen wird noch teurer: Die Wohnungsmieten verteuern sich erfahrungsgemäß bereits mit der Nominierung zur Ausrichtung der Wettkämpfe. Durch die mit Olympia regelmäßig verbundenen Gentrifizierungsprozesse wird das Wohnen noch unbezahlbarer, als es ohnehin schon ist. Das Konzept macht keine Angaben, wie es das verhindern will. An die Mieter*innen, immerhin die Mehrheit in der Stadt, denkt der Senat offenbar überhaupt nicht.
    Mangelhafte demokratische Grundlage: Der Senat präsentiert Olympia als Angebot, das man nicht ablehnen kann. Bei Bürgerbeteiligungen fehlt durchgängig die Möglichkeit, die Spiele abzulehnen. Stattdessen beruft sich das Konzept auf eine DOSB-Umfrage als Nachweis einer »tragfähigen demokratischen Grundlage«. Umfragen von neutraleren Akteuren ergeben jedoch regelmäßig negative Ergebnisse für Olympia. Nach der ersten Vorstellung des Bewerbungskonzepts sahen einer Civey-Umfrage gemäß nur 32% der Befragten in den Olympischen Wettkämpfen »eindeutig« oder »eher« eine »Chance« für Berlin. Das ist weniger als ein Drittel!
    Greenwashing: Die Aussage, »klimapositive« Spiele ausrichten zu wollen, ist reines Greenwashing. Mega-Events und Nachhaltigkeit sind ein Widerspruch in sich. Das wird nicht besser, wenn der Senat rund 80mal das Wort »nachhaltig« über sein Olympiakonzept verteilt. Berlin verfehlt bereits jetzt seine Klimaziele und steht vor großen Herausforderungen beim Umwelt- und Klimaschutz.
    »Das Hamburger Ergebnis zeigt, dass die Bürger*innen sehr gut verstehen, dass Großevents wie Olympische Spiele keine Möglichkeit darstellen, strukturelle Probleme der Städte – auch nicht von Rostock, Cottbus oder Leipzig – zu lösen. Dass dieser Hilferuf allerdings durch die Regierenden in Berlin verstanden wird, ist leider nicht zu erwarten. Das Bewerbungskonzept wird die Berliner*innen nicht überzeugen. Spätestens bei dem im April gestarteten Volksbegehren ›Für Berlin – gegen Olympia‹ wird die Olympiabewerbung in Berlin genauso krachend scheitern wie die Hamburgs«, so Gabriele Hiller, Vertrauensfrau des Volksbegehrens des NOlympia-Bündnis.
    NOlympia Berlin sammelt Unterschriften für das Volksbegehren: 
    »Für Berlin – gegen Olympia. Wir sagen Nein zu einer Bewerbung um Olympische Spiele in den Jahren 2036, 2040 und 2044!« 
    Unterschriftsliste zum Antrag auf Einleitung eines Volksbegehrens:
    Herunterladen – handschriftlich und gut lesbar ausfüllen – das Originaldokument per Post in einem frankierten Brief an die Trägerin des Volksbegehrens senden:
    NaturFreunde Berlin e.V.
    Paretzer Str. 7
    10713 Berlin
  • Hamburg sagt NOlympia! Berlin wird nachziehen!

    NOlympia Berlin Logo

    Pressemitteilung:

    Berlin, 1.6.2026: Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hat gestern die Bewerbung für die Olympischen Wettkämpfe 2036/40/44 zurückgezogen, nachdem sich eine deutliche Mehrheit in einem Referendum gegen deren Ausrichtung ausgesprochen hat.

    Wir gratulieren den Hamburger*innen zu diesem tollen Ergebnis. Trotz der kostspieligen und penetranten Olympia-Werbung hat die Vernunft gesiegt.

    Am 26. September wird der Deutsche Olympische Sportbund entscheiden, wer von den jetzt nur noch drei Bewerbern – München, Rhein-Ruhr-Region oder Berlin – den Zuschlag zur Bewerbung erhält. Diese Wahl sollte auch ohne Berlin stattfinden.

    Das NOlympia-Bündnis fordert den Regierenden Bürgermeister Kai Wegner und den CDU-/SPD-Senat auf, keine weiteren Millionen mehr zu verbrennen und die Olympiabewerbung ebenfalls zurückzuziehen!

    Das Ergebnis gibt uns Berliner*innen Rückenwind. Die meisten Umfragen sowie unsere Erfahrungen beim Unterschriftensammeln für das NOlymia-Volksbegehren zeigen, dass Olympia in Berlin noch unbeliebter ist. Auch in Berlin fehlt damit die demokratische Grundlage, um Milliarden für einen einzelnen, umstrittenen Sportevent zu verschwenden. Der Senat sollte daraus die Konsequenzen ziehen und nicht abwarten, bis ein Volksentscheid in Berlin das gleiche Ergebnis wie in Hamburg bringt.

    NOlympia Berlin sammelt Unterschriften für das Volksbegehren: 
    »Für Berlin – gegen Olympia. Wir sagen Nein zu einer Bewerbung um Olympische Spiele in den Jahren 2036, 2040 und 2044!« 
    Unterschriftsliste zum Antrag auf Einleitung eines Volksbegehrens:
    Herunterladen – handschriftlich und gut lesbar ausfüllen – das Originaldokument per Post in einem frankierten Brief an die Trägerin des Volksbegehrens senden:
    NaturFreunde Berlin e.V.
    Paretzer Str. 7
    10713 Berlin
  • NOlympia Hamburg: Oops, we did it again: Deutliche Mehrheit gegen Olympia!

    Mit einer deutlichen Mehrheit von rund 55% haben die Hamburger*innen gegen eine Hamburger Bewerbung Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 und 2044 gestimmt. Mit 50% hatte Hamburg im nationalen Vergleich gegenüber München (42%) und NRW (33%) die mit Abstand höchsten Wahlbeteiligung.

    Dazu Eckart Maudrich, Sprecher von NOlympia Hamburg: »Mit dem zweiten Nein hat Hamburg ein Zeichen für Fairplay und Teamgeist bei den Spielregeln der Olympischen Spiele gestimmt. Dieses Ergebnis zeigt: Die Hamburger*innen lieben ihre Stadt und lassen sich nicht von einer Millionen Euro teuren Werbekampagne hinter die Fichte führen. Die Versprechungen des Senats waren zu unglaubwürdig: Olympia als Heilserzählung für alles, was der Senat nicht auf die Reihe bekommt, eine magische Geldquelle für Hamburgs Bauprojekte beim Bund und auf einmal ›stabile Mieten‹, obwohl Olympia ein Mietentreiber ist. Unglaubwürdig war auch das Finanzkonzept, bei dem die milliardenschweren Kosten für Sicherheit und den Bau eines Leichtathletikstadions einfach weggelassen wurden. Dieses Votum sollte der Hamburger Politik eine Lehre sein: Die Menschen in der Stadt wollen kein weiteres Leuchtturmprojekt. Die Hamburger*innen wollen bezahlbare Mieten, gut ausfinanzierte soziale Einrichtungen, Sportplätze, Universitäten und Schulen und sie wollen nicht, dass Grundrechte wie Barrierefreiheit von einem Megaevent wie Olympia abhängig gemacht werden. Diese Probleme muss der Hamburger Senat jetzt angehen. Wir stehen für Gespräche über Hamburgs Zukunft zur Verfügung.«

    Zur Pressemitteilung

    NOlympia Berlin gratuliert den Hamburger*innen zu diesem Ergebnis ganz herzlich!

    Olympia-Referendum 2026: https://www.wahlen-hamburg.de/Olympia-Referendum_2026/

    Interview mit »NOlympia«-Sprecher Maudrich: »Die Freude ist groß« (NDR)

     

     

  • Michail Nelken (Bürgerverein Gleimviertel): Läuferzeit im Cantianstadion?

    »[…] Für Olympia 2036 ff soll das ›Kleine Stadion‹ zu einer 10.000-Zuschauer-Arena für die olympischen Hockey Wettkämpfe hochgerüstet werden. Wie das gehen soll, ist bislang ein Geheimnis der Berliner Olympiabewerber. Die Nachbarn winken beruhigend ab, Berlin hat doch ohnehin keine Chance. Aber in diesen irren Zeiten multipler Unsicherheiten, sollte man darauf nicht vertrauen.

    Olympiade in Berlin würde zumindest für viele Monate das Aus für die Freizeitläufer bedeuten. Die Zuschauertribünen sollen Rings um das Feld über der Laufbahn errichtet werden. Noch redet der Senat von einer temporären Maßnahme. Nach den Olympischen Spielen würden die Zuschauerränge wieder abgebaut. Aber es gibt sicher einige Vereine, die sich ein solches mittleres Stadion ohne Laufbahn mit steilen Zuschauerrängen sehr gut für ihre Wettkämpfe vorstellen könnten.

    Freizeitläufer, die eine langfristige Perspektive für das freie Laufen im Cantianstadion sicherstellen wollen und nicht auf die Weisheit von DOSB und IOC vertrauen, können dem Volksbegehren NOlympia ihre Stimme geben, das eine Volksabstimmung über Berlins Olympiabewerbung erreichen will. […]«

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  • NOlympia Berlin: Gigantomanie in Zeiten leerer Kassen

    Berlin, 5.5.2026: Der Berliner Senat stellt heute offiziell sein Olympiakonzept vor, mit dem er den innerdeutschen Wettbewerb gewinnen möchte. Obwohl die Berliner*innen in vielen Umfragen und auch im gerade gestartenen Volksbegehren von Nolympia Berlin ihren Widerwillen gegen den Glitzerevent deutlich zeigten und zeigen, verschleudert der Senat erneut hohe Geldsummen, während andernorts der Rotstift angesetzt wird.

    Dazu sagen die Vertrauenspersonen des Volksbegehrens und die Bürgerinitiative 100% Tempelhofer Feld:

    Prof. Dr. Johannes Verch (Sportwissenschaftler): »Die Olympiapläne zeigen, dass es dem Berliner Senat nicht um nachhaltigkeitsbezogene Investitionen in die Zukunft der Stadt geht, sondern darum, ohne Rücksicht auf Verluste ein gigantisches symbolaufgeladenes Großevent auszurichten.«

    Carmen Schultze (BUND Berlin): »Es werden uns CO2-neutrale und klimapositive Spiele versprochen. Allerdings sind die Ringe um den Fernsehturm, die temporäre Brücke aufs Brandenburger Tor oder die goldene Pyramide auf dem Tempelhofer Feld noch nicht einmal im symbolischen Sinn nachhaltig.«

    Dr. Gabriele Hiller (Die Linke Berlin): »Der Berliner Senat wünscht sich eine ›Hauptstadt der Ringe‹ und unterwirft die ganze Stadt symbolisch dem IOC. Doch Berlin ist nicht Disneyland. Hier wohnen Menschen. Und diese Menschen zahlen am Ende die Zeche!«

    Uwe Hiksch (NaturFreunde Berlin): »Schon die geplante Lichterinszenierung auf dem Tempelhofer Feld erinnert unweigerlich an Albert Speers Lichtdome und demonstriert, warum Berlin die Finger von 100 Jahre Nazi-Spiele lassen sollte.«

    Klara Schedlich (B’90/Die Grünen Berlin): »Der Senat verpulvert Milliarden für einen Event, während nicht einmal alle Kinder in dieser Stadt schwimmen lernen können? Solange es an funktionierenden Bädern und Sportstätten fehlt, darf Olympia nicht wichtiger sein als der Breitensport für unsere Kinder. Möge er erst die Schultoiletten und die Schulhallen vergolden, bevor er die Schauseite der Stadt vergoldet!«

    Christoph Witt von 100% Tempelhofer Feld e.V. fügt hinzu: »CDU und SPD lassen keinen Vorwand aus, um das Tempelhofer Feld zu bebauen – jetzt also eine goldene Pyramide für die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele. Wenn die Regierung etwas für den Sport in Berlin tun will, soll sie das Feld schützen, denn es ist der wichtigste Ort für vereinsungebundenen Breitensport in ganz Berlin.«

     

    Am 26. September wird der DOSB entscheiden, wer den Zuschlag zur Bewerbung erhält. NOlympia Berlin sammelt derzeit Unterschriften für ein Volksbegehren, mit dem die Bürger*innen selbst abstimmen dürfen, ob sie sich die Spiele ans Bein binden.

    Unterschriftsbögen für das Volksbegehren zum Download (ausdrucken-handschriftlich unterschreiben-per Post abschicken)

    https://nolympia.berlin/wp-content/uploads/2026/04/Unterschriftsliste_NOlympia.pdf

     

    Die Bündnis-Organisationen sammeln in den nächsten Wochen Unterschiften bei unterschiedlichen Veranstaltungen, so am 8. Mai beim Demokratiefest auf dem Tempelhofer Feld, am 9. Mai auf der Langen Buchnacht in der Oranienstraße, auf dem Karneval der Kulturen und am 7. Juni auf dem Umweltfestival am Brandenburger Tor.

  • BUNDjugend: Die Olympischen Spiele führen in die nächste Kürzungswelle!

    Die sozial kalten und politisch kurzsichtigen schwarz-roten Haushaltskürzungen der letzten zwei Jahre gefährden den Zusammenhalt und die Zukunftsfähigkeit Berlins. Eine mögliche Austragung der Olympischen Spiele würde die Lage ungemein verschärfen, zumal allein für die Bewerbung und unter Berücksichtigung der schlechten Aussichtschancen Berlins, zusätzliche Milliarden zum Fenster rausgeworfen werden.
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  • GRÜNE LIGA Berlin: Bündnis für Berlin, gegen die Olympischen Spiele

    NOlympia Startaktion vor demroten Rathaus in Berlin

    Seit dem 22.04.2026 sammelt das Bündnis NOlympia Berlin Unterschriften für das Volksbegehren „Für Berlin – gegen Olympia. Wir sagen Nein zu einer Bewerbung um Olympische Spiele in den Jahren 2036, 2040 und 2044!“. NOlympia Berlin ist ein Bündnis von Menschen und Organisationen, die sich gegen eine Bewerbung für die Olympischen Spiele in Berlin einsetzen. Zu diesem Bündnis gehört auch die GRÜNE LIGA Berlin.

    Ziel ist es, in den nächsten Monaten mehr als 20.000 Unterschriften zu sammeln, um ein starkes Signal an den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) zu senden, dass es aus der Bevölkerung durchaus Widerstand gegen die Bewerbung gibt. Der DOSB wird im September darüber entscheiden, wer für Deutschland zur Ausrichtung der Olympischen Spiele ins Rennen geschickt wird.

    Berlin ist schon jetzt mit 60 Milliarden € verschuldet

    Schon jetzt gibt zu wenig Gelder für Investitionen in  die soziale Infrastruktur und für den Breitensport, zum Beispiel für Schwimm- und Turnhallen. Wenn Berlin Olympiastadt werden würde, hätte dies zur Folge, dass noch weniger Gelder bereit stehen würden, aber auch, dass noch mehr Schulden aufgenommen werden.

    Wichtige Infrastrukturprojekte müssen unabhängig von Olympischen Spielen nach Dringlichkeit und Haushaltslage durchgeführt werden. Der Senat knüpft nun jedoch Zusagen zur Finanzierung von längst überfälligen Projekten in den Bezirken an eine positive Haltung gegenüber der Bewerbung Berlins für 2024 oder 2028.

    Teilt ihr unsere Meinung? Dann unterschreibt bei uns in der Geschäftsstelle, auf dem Ökomarkt am Kollwitzplatz oder am 7. Juni beim UMWELTFESTIVAL am Brandenburger Tor.

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