• »Berlinwahl: Olympia isch over«

    »Berlinwahl: Olympia isch over«

    (Berlin, 22. September 2026) Die Abgeordnetenhauswahl hat für die treibenden Kräfte der Berliner Olympia-Bewerbung, CDU und SPD, mit einer krachenden Niederlage geendet. Gewonnen hat die Linkspartei, die das NOlympia-Bündnis von Anfang an unterstützt und, so die Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp, die Wahl auch mit ihren »Aussagen zu Olympia gewonnen« hat.

    Es ist nicht zu erwarten, dass sich der neue Berliner Senat unnötigerweise mit der unpopulären und polarisierenden Olympiabewerbung belastet. Damit haben die Berliner*innen mit dem glücklosen CDU/SPD-Senat auch die Olympiabewerbung abgewählt – eine Woche, bevor der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) am kommenden Samstag über die deutsche Bewerberstadt für die Olympischen und Paralympischen Spiele entscheidet.

    Dazu Klara Schedlich, Bündnis NOlympia und sportpolitische Sprecherin der Grünen im Abgeordnetenhaus: »So sehr wie die Parteien, die Olympia wollten, bei der Wahl abgestraft wurden, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass sich der DOSB darauf einlassen möchte. Ich denke nicht, dass nach dieser Wahl jemand ernsthaft denken kann, dass es eine gute Idee ist, die Spiele nach Berlin zu vergeben.«

    Uwe Hiksch (NaturFreunde Berlin): »Von der zukünftigen Berliner Landesregierung erwarten die NaturFreunde, dass sie die Olympia-Bewerbung Berlins beendet und dem DOSB schnellstmöglich mitteilt, dass Berlin kein Interesse an den Olympischen Spielen in den Jahren 2036, 2040 oder 2044 hat.«

    Die Wahlniederlage der Olympiaparteien ist nicht der einzige Beweis für die Unbeliebtheit der Olympischen Wettkämpfe. Unabhängige Umfragen ergeben in der Regel keine Mehrheit für die Berliner Olympiabewerbung, selbst die DOSB-Umfragen zeigen steil nach unten. Währenddessen hat das NOlympia-Bündnis erfolgreich die erste Stufe eines Volksbegehrens gegen die Olympiabewerbung gestartet. Der auf das Volksbegehren folgende Volksentscheid wird voraussichtlich wie in Hamburg mit einem negativen Ergebnis für das IOC-Olympia enden.

    Prof. Johannes Verch (Sportwissenschaftler): »Bei den Unterschriftensammlungen stoßen wir auf ein tiefes Unbehagen darüber, dass der Senat der überschuldeten Stadt neue Milliardenausgaben aufbürden möchte, für die an anderen Stellen Gelder gekürzt werden müssen. Es ist eine weit verbreitete Ansicht, dass Olympische Spiele Berlin (und den Bund) noch tiefer in die Schuldenfalle treiben würden. Zurückzahlen müssen die Schulden spätere Generationen: Olympische Wettkämpfe sind ein Elitenprojekt auf Kosten der Jugend Berlins.«

    Dr. Gabi Hiller (Sportwissenschaftlerin) fügt hinzu: »Das unbeliebte Olympiaprojekt steht symbolisch für die Politik der hohlen Geste, mit der der CDU/SPD-Senat an den Wünschen und Bedürfnissen der Berliner Bevölkerung vorbeiregiert hat. Wir erwarten, dass der neue Senat das Wählervotum ernst nimmt und die Geldverschwendung für das überteuerte Prestigeprojekt umgehend beendet.«

  • Stefan Ziller (Grüne Fraktion Berlin) zum Skandal Kienbergpark (8. Juni 2026)

    »Der Senat hat erst begonnen, den Kienbergpark mit über 13.000 neu gepflanzten Gehölzen ökologisch aufzuwerten – jetzt soll für eine olympische Mountainbike-Strecke genau dieser Wald wieder plattgemacht werden. Dies wurde anlässlich der Baurundfahrt des Hauptausschusses bestätigt. Das ist nicht nur ein ökologischer Irrsinn, sondern macht das Berliner Ökokonto als Instrument nachhaltiger Stadtentwicklung zur Farce. Ich fordere den Senat auf, diese Pläne sofort zu stoppen.« (Originalbeitrag auf Mastodon)





    Kommentar NOlympia Berlin: Nachhaltig an Olympischen Spielen sind nur die Schäden!

  • NOlympia-Erfolg in Hamburg: Berlin muss die Bewerbung jetzt auch stoppen

    Pressemitteilung der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus:


    Klara Schedlich
    , sportpolitische Sprecherin, sieht Rückenwind in dem klaren Votum der Menschen in Hamburg für NOlympia:

    „Das klare Votum aus Hamburg zeigt, warum der Berliner Senat einen Volksentscheid fürchtet wie der Teufel das Weihwasser. Berlin sollte die Bewerbung jetzt zurückziehen und die Millionen in marode Sportanlagen stecken.

    Gestern wurde der Berliner Bewerbung für Olympische und Paralympische Spiele der finale Stoß versetzt. NRW und Bayern haben klare Voten für eine Bewerbung. Es ist völlig abwegig zu glauben, Berlin hätte als einzige Bewerberin ohne unterstützenden Volksentscheid auch nur den Hauch einer Chance. Kai Wegner und die SPD haben sich verrannt. Weiteres Geldverbrennen muss nun ein Ende haben. In Berlin entfällt der Schulsport, weil Sporthallen marode sind, und Kinder können nicht schwimmen lernen, weil Schwimmbäder nicht genutzt werden können. Wir müssen jetzt umsteuern.“

    Zur Pressemitteilung

  • Klara Schedlich (Grüne Fraktion Berlin): NOlympia: Berlin braucht funktionierende Sportanlagen statt Prunk und Protz

    Zum schwarz-roten Olympia-Konzept des Senats erklärt Klara Schedlich, sportpolitische Sprecherin:

    »Während Schulsport in maroden Sportstätten nicht stattfindet und Kinder wegen fehlender Bäder nicht schwimmen lernen können will der Senat in Prunk und Protz investieren. Statt gigantische olympische Ringe um den Fernsehturm sollten die Gelder lieber in unsere Schulen, Sportvereine und Schwimmbäder fließen.

    Der Olympische Weg ohne mögliche Nachnutzung nach den Spielen beweist, dass Olympia keinenfalls nachhaltig wird und die Gelder nicht in Berlins Zukunft gesteckt werden.

    Haushaltspolitisch ist das Olympiakonzept des Wegner-Senats hochgradig unseriös. Es gibt keine transparente Prognose, wie viele Milliarden die Austragung kosten wird. Damit kann auch ein angebliches Überschusspotenzial nicht seriös prognostiziert werden. Als jüngste Abgeordnete sehe ich hier Milliardenkosten auf meine Generation zukommen, die für funktionierende Sportanlagen fehlen werden.

    Mein Antrag auf Akteneinsicht über die Kosten wurde bislang nicht genehmigt.

    Alle wissen: die Berliner Bewerbung ist sowieso aussichtslos. Die Millionen für Werbung kann man sofort besser investieren. Herr Wegner, brechen Sie die Bewerbung ab und kümmern Sie sich um die Probleme dieser Stadt.«

    Zur Pressemitteilung