»›Es sind die nachhaltigsten Spiele aller Zeiten‹, heißt es… Sind diese Spiele denn wirklich nachhaltig?…Ja, hieß es, wir nutzen nur bereits vorhandene Sportstätten. Von wegen! Eine nagelneue Bobbahn haben die da schon wieder in die schöne Landschaft geknallt… Die Kosten trägt der italienische Steuerzahler… Neubau statt Umbau der Skischanze… neue Eishockeyhalle in Mailand, die Kunsteisbahn von Cortina, ich sag mal, wirklich nachhaltig ist nur Tina, das Maskottchen der Winterspiele… Seien wir ehrlich. Wintersport ist immer einer Art Krieg gegen die Natur…«
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Nolympia
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ZDF heute-show: Wie nachhaltig sind die Olympischen Winterspiele?
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Christoph Becker (FAZ): Die einen sehen Spektakel, die anderen Zerstörung [€]
Die Rückkehr der Olympischen Spiele in die Alpen wird als Triumphgeschichte inszeniert. Doch aus dem alpinen Ursprung ist eine Tourismusindustrie entstanden, die Mensch und Natur überfordert.
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ZEIT: Hunderte demonstrieren in Mailand gegen ICE-Beamte
Mehrere Hundert Menschen sind in Mailand friedlich gegen die US-Einwanderungspolizei ICE auf die Straße gegangen. In Italien sollen die Beamten US-Politiker schützen.
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Katja Weber (RBB): Die Weber: OHlympia oder NOlympia – in welchem Team sind Sie?
»[…] Gegner der Spiele, wie das Bündnis NOlympia Berlin, fordern: Statt prestigeträchtige Sportstätten zu bauen, solle lieber im großen Stil in die Sanierung von Schulsporthallen investiert werden. Frei nach dem Motto: Breitensport statt Spitzensport. Auch bezweifeln die Gegner der Olympiabewerbung, dass etwa der öffentliche Nahverkehr Olympia gewachsen wäre. Nicht zuletzt verweisen sie auf unklare Kostenrisiken für den ohnehin klammen Berliner Haushalt und die Gefahr, dass Olympia die Verdrängung auf dem Berliner Wohnungsmarkt weiter verschärft.[…]«
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Zum Podcast (Beitrag von NOlympia-Sprecher Uwe Hiksch ab Minute 22:30) -
NDR: »NOlympia«-Sprecher: Kosten für Spiele in Hamburg unkalkulierbar
Aus der Vergangenheit wisse man, dass Olympische Spiele immer doppelt so teuer geworden seien, wie projektiert, sagte Eckart Maudrich, Sprecher der Hamburger Bürgerinitiative.
Zum Podcast (6 Min | Verfügbar bis 06.02.2027) -
SAJE (Strategic Actions for a Just Economy): Verdammt, wenn man es tut, verdammt, wenn man es nicht tut: Die Risiken für Los Angeles bei der Ausrichtung oder dem Rückzug aus den Olympischen Spielen 2028
»L.A. steht in beiden Fällen vor einer potenziellen finanziellen Katastrophe, und die Entscheidung, ob man versucht, die Olympischen Spiele abzusagen
oder die Bedingungen für die Ausrichtung neu zu verhandeln, hängt davon ab, welches Risiko man lieber eingehen möchte: Verluste in Milliardenhöhe durch die Ausrichtung der Spiele oder Strafen in Milliardenhöhe für die Nicht-Ausrichtung.[…] Die Olympischen Spiele werden nicht nur zu einer erheblichen Erhöhung der Zahl der Bundespolizisten, einschließlich ICE-Beamten, auf unseren Straßen führen, sondern auch die vom DHS geplanten und durchgesetzten Sicherheitszonen werden das tägliche Leben der Einwohner von Los Angeles im Jahr 2028 zunehmend beeinträchtigen. Die Sicherheitszonen erstrecken sich bis in die Nachbarschaften, die an die ausgewiesenen olympischen Veranstaltungsorte grenzen, und werden für die dort lebenden und arbeitenden Menschen eine verstärkte Überwachung, Massenrazzien gegen Obdachlose, regelmäßige Straßensperrungen, invasive Fahrzeugdurchsuchungen und sogar Körperkontrollen wie am Flughafen mit sich bringen.
Allein aus diesen Gründen befürwortet SAJE weiterhin eine Absage. Wir verstehen auch, dass Menschen ernsthafte Bedenken hinsichtlich der damit verbundenen Kosten haben.
Dieser Bericht ist daher ein Versuch, die sehr realen finanziellen Risiken zu quantifizieren, die die Olympischen Sommerspiele 2028 auch für die Einwohner von Los Angeles mit sich bringen. Und da es bis zum Beginn der Spiele weniger als 900 Tage sind, sollten wir uns alle Sorgen machen: Mehr denn je drohen die Spiele unserem Stadtbudget sowie den Menschen, die hier leben, irreparablen Schaden zuzufügen. Wenn die Spiele 2028 mit den gleichen Kostenüberschreitungen wie andere
Olympische Spiele der letzten Zeit enden, könnten die Steuerzahler in L.A. am Ende 6,6 Milliarden Dollar oder mehr an Kosten tragen müssen.[…]
Und obwohl das Olympische Komitee von Los Angeles (LA28) den Verantwortlichen in L.A. versprochen hatte, dass sich die Spiele 2028 wie schon 1984 selbst finanzieren würden, sieht die Lage diesmal ganz anders aus: Die Sicherheitskosten sind auf Milliarden Dollar angestiegen, während der Vertrag der Stadt mit dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) ihr nicht mehr die Kontrolle über die Sponsoring-Einnahmen garantiert – und vor allem L.A. dazu zwingt, Kostenüberschreitungen zu decken. […]Die Finanzen der Spiele 2028 sind weitgehend eine Black Box: Wie viel die Olympischen Spiele letztendlich kosten und wie viel sie einbringen werden, ist noch unbekannt. Das Budget für die Ausgaben des L.A. Olympic Komitee ist seit 2017 von 5,3 Milliarden Dollar auf 7,149 Milliarden Dollar gestiegen, aber niemand weiß, wie genau diese Prognosen sind.«
« (Übersetzung mit deepl.com, kostenlose Version)
Zum Bericht (englisch): Damned if You Do, Damned if You Don’t: The Risks to L.A. of Hosting or Withdrawing from the 2028 Olympics
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Andreas Rüttenauer (taz): Ex-Skifahrerin Werdenigg übt Kritik. „Es gibt zu wenig Respekt“
Nicola Werdenigg war eine der besten Skifahrerinnen Österreichs. Ein Gespräch über Heldenverehrung, die Überhöhung des Skisports und mentalen Druck.
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Martin Krauss (ND): Olympische Verschwendung
Raubbau an Ressourcen, unsinnige Bauten, mafiöse Geschäfte: Das alles gehört mit zu den Winterspielen in Mailand und Cortina d’Ampezzo
»[…] Das Grundprinzip von Events wie Olympischen Spielen – manche sprechen von ›Celebration Capitalism‹ – ist, dass öffentliche Gelder in private Taschen umgeleitet werden. […]«
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Jules Boykoff and Dave Zirin (The Nation): Get Ready for This Year’s Undemocratic, Debt-Ridden, and Mobster-Infused Winter Olympics
»ICE thugs in the streets, Mafia meddling, and billions in waste—seems like the Games are off to a great start. […] This is the first Olympics staged after a batch of much-ballyhooed ›Olympic Agenda‹ reforms carried out by the International Olympic Committee that were first approved back in 2014. Former IOC president Thomas Bach noted, ›Milano Cortina 2026 will be the first…to fully benefit from our Olympic Agenda reforms from start to finish.‹
But how different are these Olympics, really? In the 21st century, the Games are beset by ingrained problems such as overspending, corruption, intensified policing, and greenwashing. Despite cosmetic Olympic reforms, the Milano Cortina 2026 Winter Olympics show us that these problems have largely remained unaddressed.[…]«
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NOlympia Hamburg: ST. PAULI sagt NEIN zu Olympia!
»Zahlreiche Fanclubs des FC Sankt Pauli positionieren sich in einem gemeinsamen Statement zu der Olympia-Bewerbung Hamburgs
[…]
›Wir Fanclubs des FC St. Pauli wollen unsere Freiräume erhalten, unsere Läden sollen noch lange bestehen bleiben. Wir wollen uns weiterhin im und rund ums Stadion ausleben, durchdrehen und unser Team anfeuern können. Bezahlbare Wohnungen und der Erhalt von sozialen Einrichtungen im Viertel wie in der gesamten Stadt sind uns wichtig. Keinen Fußbreit dem korrupten und rein profitgierigen IOC! Und wir lassen uns nicht blenden: Für die zahlreiche Versprechungen der Politiker*innen darüber hinaus braucht es keine Olympischen Spiele! Wir haben keinen Bock auf die katastrophalen Auswirkungen im Viertel und in der gesamten Stadt und sagen: NEIN zu Olympia!‹«
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Christoph Becker (FAZ): Tutberidse Bei Olympia? : »Beim Gedanken an ihre Anwesenheit ist mir unwohl« [€]
Die umstrittene Eiskunstlauf-Trainerin Eteri Tutberidse hat eine Akkreditierung für die Winterspiele erhalten. Der Präsident der WADA kritisiert das scharf. Sorge bereitet ihm außerdem etwas anderes.
Zum Artikel [€]Aufschlussreich zum Thema Doping sind Tabellen der »International Testing Agency«: MilanoCortina 2026 Pre-Games Programm. Level of Testing.
Die Tabellen zeigen: Viele Sportler*innen wurden nicht entsprechend der Empfehlungen getestet.
vgl. https://ita.sport/news/the-ita-concludes-milano-cortina-2026-pre-games-anti-doping-program/ -
NOlympia Hamburg: Die Stauolympiade kommt nach Hamburg – und wir haben bereits Gold
»Gold für die Hansestadt – aber leider die falsche Medaille.
Herzlichen Glückwunsch an Hamburg: Mit 236 Staustunden pro Autobahnkilometer ist Hamburg 2025 Spitzenreiter in Deutschland. Das ist ein imposantes Ergebnis, das wir ehrlich würdigen müssen. Noch beeindruckender ist die Dynamik: Hamburg verzeichnete einen Zuwachs von rund 30 Prozent mehr Staus als 2024. Das ist nicht nur eine Bilanz – das ist ein Auftakt.
Vor diesem Hintergrund stellt sich eine zwingende Frage für die Befürworter der Olympiabewerbung 2036, 2040, 2044: Warum sollten wir nicht gleich die Stauolympiade zur Normalveranstaltung machen? Hamburg hat die Qualifikation längst bestanden.
Die Realität der NOlympia-Kritik wird zur Prophezeiung
Die Gegner der Olympiabewerbung warnen vor genau diesem Szenario: Ein Mega-Event wie Olympia würde die Infrastruktur der Stadt ans Limit treiben. Und dabei sprechen wir nicht vom Sommer 2036 – wir sprechen vom Alltag von 2026. Wenn Hamburg bereits jetzt unter enormem Mobilitätsstress leidet, welche Folgerungen sollten wir daraus ziehen?Schleswig-Holstein verzeichnete ebenfalls 30 Prozent mehr Staus – auch Hamburg ist von dieser regionalen Problematik betroffen. Das deutet auf strukturelle Probleme hin, nicht auf Kurzfristprobleme. Sprich: Mit Olympia wird es nicht besser, sondern schlecht. […]
Zum ganzen Beitrag -
Thomas Purschke (taz): Volles Risiko bei Ski-Alpin-Abfahrt. Mit mehr als 140 Kilometer pro Stunde ins Ungewisse
Die olympische Abfahrtsstrecke in Bormio zählt zu den gefährlichsten im alpinen Skisport. Etliche Unfälle zeugen davon. Am Samstag starten die Männer.
»[…] Wer gewinnen will, muss an sein eigenes Limit und teils darüber hinaus gehen.[…]«
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Greenpeace: Greenpeace Italy unveils Olympic rings leaking oil in Milan to call out fossil fuel sponsorship of Winter Games
Milan, Italy – This morning, Greenpeace Italy activists placed a large installation depicting the Olympic Rings dripping oil and the words “Sponsored by Eni” in Piazza Duomo in Milan, where the Olympic flame is expected to arrive today.

Greenpeace Italy activists took action in front of Milan’s Duomo to protest ENI, a major partner of the Milan-Cortina Olympic Games. Its uncontrolled emissions are fueling the climate crisis, threatening the survival of glaciers and snowpack, and thus the Winter Olympics themselves. Activists placed an artifact depicting the Olympic rings soaked in oil, illustrating how polluting companies are also polluting the Olympic Games with their greenwashing. Zum Beitrag
Presseschau:
- Independent: Greenpeace stages Winter Olympics protest as torch arrives in Milan
Greenpeace has urged Winter Olympics organisers to ‘kick polluters out of the Games’
Giselda Vagnoni
Thursday 05 February 2026 09:10 GMT»[…] Greenpeace […] has urged the Winter Olympics organisers to cut ties with the Italian energy major. It argues that Eni’s fossil‑fuel operations undermine efforts to safeguard snow‑based sports as temperatures rise. […]«
Zum Artikel
- Independent: Greenpeace urges Winter Olympics to drop oil sponsor amid climate change dispute
Oil major Eni will be one of the premium domestic sponsors at the Winter Olympics
Giselda Vagnoni & Karolos Grohmann
Tuesday 03 February 2026 09:52 GMT»Environmental advocacy group Greenpeace has urged organisers of the upcoming Winter Olympics to sever ties with Italian oil major Eni, warning that the company’s fossil fuel operations are undermining efforts to safeguard snow-dependent sports amidst a warming climate. […]«
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Sofie Terzer (CIPRA): Nach den Spielen ist vor den Spielen
»Die Bevölkerung in Frankreich wurde in die Planung der Olympischen Winterspiele 2030 nicht miteinbezogen. Umweltorganisationen mobilisieren für eine Beteiligung der Bevölkerung und für nachhaltige Spiele. Inzwischen bereitet die Schweiz ihre Olympia-Kandidatur für 2038 vor.
Die Bevölkerung in den französischen Alpenregionen hatte von der Bewerbung bis heute keine Möglichkeit, sich einzubringen. Deshalb reichten im Herbst 2025 mehrere Umweltorganisationen, darunter Mountain Wilderness France, Beschwerde vor dem Aarhus-Ausschuss der Vereinten Nationen ein. Der Aarhus-Konvention zufolge muss die Öffentlichkeit bei Entscheidungen mit erheblichen Umweltauswirkungen miteinbezogen werden. Die Beschwerde der Umweltorganisationen wurde für zulässig erklärt. Frankreich ist nun verpflichtet, sich vor dem Ausschuss zu erklären. Das Verwaltungsgericht Marseille urteilte bereits am 26. Januar 2026 zugunsten der Kläger:innen. Das Gericht bekräftigt die gesetzliche Verpflichtung zur Information und Beteiligung der Öffentlichkeit hinsichtlich Infrastrukturprojekten im Zusammenhang mit den Olympischen und Paralympischen Winterspielen 2030 in den französischen Alpen. […]«
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CIPRA: Olympische Winterspiele auf wackligem Boden
»Möglichst viel Beton und Stahl verbauen: Das scheint die Nachhaltigkeitsstrategie der Olympischen Winterspiele in den italienischen Alpen zu sein. Betroffen sind vor allem Berggemeinden. Das Tüpfelchen auf dem i ist der Bau einer neuen Seilbahn auf einem abrutschenden Hang in Cortina.
Trotz geologischer Bedenken, Widerstand aus der Bevölkerung und einer negativen Umweltprüfung entsteht in Cortina eine neue Gondelbahn auf einem erdrutschgefährdeten Hang. Renommierte Seilbahnfirmen haben sich für das problematische Bauprojekt gar nicht erst beworben – aus gutem Grund: Erst letzten Sommer öffnete sich ein 40 Meter langer Riss quer durch den Hang. Bis zuletzt blieb unklar, ob die Seilbahn überhaupt bis zu den Winterspielen fertig wird.
Zwangsverwaltung statt Umweltverträglichkeit
Anfangs hatte die Stiftung «Milano Cortina 2026» Umweltorganisationen zum Gespräch geladen, um die Umweltverträglichkeit aller Bauvorhaben zu bewerten. Dann kam es jedoch zum Bruch, die Stiftung stellte die Baustellen unter Zwangsverwaltung: Damit wurden mehr als die Hälfte aller Bauprojekte von einer Umweltverträglichkeitsprüfung ausgenommen. Als Reaktion auf dieses intransparente Vorgehen entstand das Bürgernetzwerk «Open Olympics 2026» mit zwanzig Partner-NGOs, darunter auch CIPRA Italien. Dem Netzwerk zufolge werden mehr als die Hälfte aller 98 geplanten Bauprojekte erst nach dem Ende der Winterspiele fertig, sie fallen für die Betreibergesellschaft der Spiele in die Kategorie «Vermächtnis». Dabei handelt es sich Grossteils um Strassenbauprojekte. Insgesamt werden 3,5 Milliarden Euro investiert, drei Viertel aller Bauarbeiten werden nicht im Zeitplan fertig, manche erst mit bis zu drei Jahren Verspätung. Die letzte Baustelle soll im Jahr 2033 abgeschlossen sein. In Rekordzeit aus dem Boden gestampft wurde dagegen die umstrittene, 118 Millionen Euro teure Bobbahn von Cortina. Auch im Südiroler Biathlon- und Langlaufmekka Antholz wurden trotz Widerstand der Bevölkerung 2,5 Hektar Wald in einem Naherholungsgebiet gerodet, um ein neues Speicherbecken für die Beschneiung der Langlaufloipen zu bauen. «Mailand-Cortina 2026 verdeutlicht die grosse Kluft zwischen Anspruch und Realität bei Olympischen Winterspielen. Statt nachhaltiger Entwicklung profitiert nur die Bauindustrie auf Kosten der Menschen, der Umwelt und der Natur vor Ort. Denn die Alpen sind ein sensibler Lebensraum und kein Spielplatz für kurzfristige Interessen», meint Jakob Dietachmair, Geschäftsleiter von CIPRA International. Die CIPRA fordert in ihrem neuen Positionspapier [pdf] umfassende Reformen vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) und den Gastgeberländern.
Weitere Informationen und Stimmen aus dem CIPRA Netzwerk
Quellen:
www.repubblica.it/green-and-blue/2026/01/12/news/olimpiadi_milano-cortina_2026_cabinovia_tofane_impatto_ambientale-425089858/ (it),tirol.orf.at/tv/stories/3337737/ (de),
salto.bz/de/article/13012026/olympische-windelspiele (de),
www.youtube.com/watch?v=72t-ORJ4ZaM (de),
www.zdfheute.de/politik/ausland/winterspiele-nachhaltigkeit-olympia-2026-100.html (de),
https://protectourwinters.it/lezioni-imparate-da-milano-cortina/ (it),
https://salto.bz/it/article/16012026/questa-cabinovia-e-una-vergogna (it),
www.club-arc-alpin.eu/ (de, en),
www.ilpost.it/2026/01/22/a-cortina-ci-sono-piu-cantieri-che-neve/ (it)
Club Arc Alpin : Positionspapier zu sportlichen Grossveranstaltungen im Alpenraum (de, en, veröffentlicht im Januar 2026)«
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kicker.de: Olympia zurück in den Alpen: Von Bobbahn-Ärger bis IOC-Diktat
In Cortina fand vor 70 Jahren schon einmal Olympia statt. Jetzt ist auch Mailand dabei. Die Veranstalter hoffen, dass mit Beginn der Spiele der Funke überspringt – wie in Paris. Sicher ist das nicht.
»[…] ›Aber die nächsten Wochen hat von uns keiner mehr etwas zu sagen, weil das Internationale Olympische Komitee (IOC) alles diktiert‹, meint [Altbürgermeister von Antholz] Renzler. […] Für die neue Beschneiungsanlage wurde eben noch ein künstlicher See ausgehoben […] ›Wenn der Sport zur Religion wird und die Sportler zu Göttern, stimmt etwas nicht.‹ Die Vorsitzende von Südtirols Dachverband für Natur- und Umweltschutz, Elisabeth Ladinser, sagt dazu nur knapp: ›Gott Mammon lässt grüßen.‹ […]«
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Christoph Becker (FAZ): IOC-Politik unter Coventry: Frohe Botschaft für Moskau [€]
Mord und Totschlag in der Ukraine zum Trotz: Die olympische Welt unter IOC-Präsidentin Kirsty Coventry betreibt eine aktive Resozialisierung von Putins Sportsystem. Darin spielt die Armee die zentrale Rolle.
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Siehe dazu auch
Weiß sie überhaupt, was mit Menschenrechten gemeint ist? [€]
Von Christoph Becker
30.01.2026, 14:47Zum Artikel
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NOlympia Hamburg: Teure Tickets: Die »Ich muss leider draußen bleiben« Eröffnung der Olympischen Winterspiele 2026
»Am 6. Februar, von 20:00-23:00 werden die Olympischen Winterspiele 2026 im Giuseppe-Meazza-Stadion in Mailand eröffnet. Das Stadion verfügt über 75.725 Zuschauerplätze. Für die Eröffnungsfeier stehen reguläre Tickets für 260 Euro, 700 Euro, 1.400 Euro und 2026 Euro zum Verkauf. Unter 26-jährige können für den Preis eines 260 Euro-Tickets zwei Karten erhalten.
Die Firma On Location verkauft exklusiv für die Spiele sogenannte ›Hospitality Packages‹. Die Premium-Variante für 8.950 Euro pro Kopf inkludiert ein Stadionticket der teuersten Kategorie, ein italienisch inspiriertes drei-Gänge Menü sowie Buffet mit Wein, Bier und Softdrinks in einer vom Sportthema geleiteten Atmosphäre, die kuratierte Kunst, authentische Memorabilia enthalten und Live ›Coverage‹ ermöglichen soll.
On Location ist der ›Premium Experiential Hospitality‹ Ableger des an der New Yorker Börse notierten Premium Sport- und Unterhaltungskonzerns TKO, zu deren größten Anteilseignern der ehemalige Arbeitgeber des Bundeskanzlers und weltweit größte Vermögensverwalter Blackrock sowie Vanguard und die US amerikanische Investmentbank Morgan Stanley gehören. Bislang gingen die 2.8 Milliarden US-Doller Umsätze von TKO primär auf Ultimate Fighting Championship, World Wrestling Entertainment und Professional Bull Riders zurück. Das ändert sich nun. On Location und das IOC haben einen Vierjahresvertrag von 2025 bis 2028 geschlossen, der die Spiele von Mailand 2026 und LA 2028 enthält. Für diesen Zeitraum erwartet TKO 2 Milliarden US-Dollar IOC-Umsätze bzw. jährlich 490 Millionen US-Dollar.
In Abhängigkeit von der In-/Exklusion der Hospitality Pakete, des Caterings, des Sekundärmarkets und von Promorabatten variieren die Umsatzschätzungen für die Eröffnungszeremonie zwischen 66 Millionen und 90 Millionen Euro, was einem Durchschnittspreis von ca. 870 Euro oder 1200 Euro pro Zuschauer entspricht. Das ist das 20 bis 27-fache eines durchschnittlichen HSV Heimspielpreises von ca. 42 Euro. Oder: alle 17 Heimspiele einer Saison und mehr als die Hälfte der nächsten Saison zusammen.
Die Kosten für die olympischen Übertragungsrechte von ARD und ZDF im Zeitraum von 2018 bis 2024 betrugen 221.5 Millionen Euro + MwSt. Die Kosten für die Übertragung von Mailand 2026 bis Brisbane 2032 sind bislang noch nicht veröffentlicht. Die Übertragungsrechte sind der größte Einnahmeposten des IOCs.
Dazu Eckart Maudrich, Pressesprecher von NOlympia: ›Seit die Olympic Charter 1991 den Gestaltsprung der Olympischen Spiele von einem Amateur- zu einem reinen Profisportevent besiegelt hat, hat der findige Schweizer Privatverein IOC seine Marke zu einer Eventplattform ausgebaut, zu dessen Ökosystem in 2026 nun auch Investmentbanker und Vermögensverwalter gehören, deren Firmenbeteiligungen lukrative Umsätze und Profite wittern. Mit Durchschnittspreisen von rund 900 bis 1200 Euro pro Zuschauer setzt die Eröffnungszeremonie der Winterspiele ein klares Zeichen dafür, wer zur Olympischen Familie dazu gehört – und wer nicht. Auch zukünftige Eisprinzessinnen und -prinzen werden das 280 Euro Einsteigerticket für ein Vororterlebnis der billigsten Eiskunstlaufwettbewerbe mit ihren Familien sowie viele andere Wettbewerbe wohl kaum lösen können. Es bleibt die Mattscheibe zu Hause für die die GEZ-Zahler via ARD und ZDF ja auch zahlen. Die Hamburger sollten diese Realität der Einlösung der Teilhabeversprechen beim Bürgerschaftsreferendum am 31.05. im Kopf behalten.‹«
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Nicolas Basse (FAZ): Trebisonda Valla: Eine Pionierin, die dem Faschismus dient
»[…] In der Sportlerin [Trebisonda Valla] fand Mussolini nun eine unvermutete Heldin für seine Propaganda. […] Sie mehrte durch Staatsakte, Fotoshootings und Interviews zugleich den Glanz des Faschismus […]. Sie wurde als Vorbild für die Jugend dargestellt, sogar Filmrollen wurden ihr angeboten. […]«
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