Olympiareferendum

  • köln.t-online: Olympia in Köln: Böhmermann geht OB an

    »TV-Moderator Jan Böhmermann hat in seinem Podcast [spotify.com: ›Fest und Flauschig‹] eine klare Absage an die Kölner Olympia-Bewerbung erteilt – und dabei kein Blatt vor den Mund genommen. „Aus irgendwelchen Gründen hat die Stadt Köln sich in den Kopf gesetzt, Olympiastadt zu werden“, so Böhmermann und machte deutlich, dass er beim anstehenden Bürgerentscheid dagegen stimmen wolle. Seine Vermutung für die kölsche Olympia-Bewerbung: die DOSB-Vergangenheit von Oberbürgermeister Torsten Burmester (SPD). […]«
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    Zum Hintergrund:
    »Vom 1. Februar 2022 bis Dezember 2024 war Torsten Burmester Vorstandsvorsitzender des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). In dieser Funktion führte er für knapp zwei Jahre die operative Leitung des Verbands. Burmester vertrat den DOSB auf Bundesebene und war 2024 Mitglied der Delegationsleitung für die Olympischen Spiele in Paris. Zeitgleich zur Bekanntgabe seiner Kandidatur als Kölner Oberbürgermeister wurde Burmester am 3. Dezember 2024 mit sofortiger Wirkung als DOSB-Vorstandsvorsitzender abberufen.« (wikipedia, Stand: 31.3.2026, 17:39)

  • Markus Klemm (ntv, dpa): Bruch des Beutelsbacher Konsens? Olympia-Material an Schulen löst riesigen Streit aus

    »Rund zwei Monate vor dem Olympia-Referendum gibt es Streit um Unterrichtsmaterialien: Werden die Schülerinnen und Schüler ausreichend über Gegenargumente informiert? Hamburgs Kinder und Jugendliche sollen in den Schulen über die geplante Olympia-Bewerbung der Hansestadt diskutieren, findet der rot-grüne Senat. Die SPD-geführte Innenbehörde hat deshalb bereits Infomaterial und Themenvorschläge verschickt und auch Recherchehinweise gegeben – allerdings nur in ihrem Sinne, also Pro-Olympia. […]«
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  • Benno Schirrmeister (taz): Jugend indoktriniert für Olympia. Hamburgs Polizeisenator überwältigt Schü­le­r*in­nen

    »Andy Grote (SPD) will in Schulen Stimmung pro Olympia verbreiten. Er bedient sich dafür der undemokratischen Methode der Indoktrination. […] Dass Hamburgs Innensenator, nur um eine Bewerbung für ein Sportfest durchzusetzen, die Heranwachsenden der Stadt entmündigen will: Das ist beängstigend.«
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  • Pressemitteilung Hamburg Innenbehörde: Unterschriftensammlung der Initiative NOlympia für eine weitere Stellungnahme im Informationsheft erfolgreich

    »Der [Hamburger] Senat hat heute, am 17. März 2026, festgestellt, dass die Aufnahme der Stellungnahme der Initiative NOlympia in das Informationsheft zum Olympia-Referendum von mindestens 10.000 Wahlberechtigten unterstützt worden ist. Damit ist die Stellungnahme in das Informationsheft aufzunehmen.

    Zum Hintergrund teilt der Landeswahlleiter folgendes mit: Mit der ab dem 22. April 2026 versandten Abstimmungsbenachrichtigung zum Olympia-Referendum erhalten die Stimmberechtigten ein Informationsheft, in dem die Bürgerschaft und der Senat jeweils auf acht Seiten zu der Bewerbung um Olympische und Paralympische Sommerspiele Stellung nehmen können. Eine weitere Stellungnahme ist aufzunehmen, wenn sie von mindestens 10.000 zur Bürgerschaft Wahlberechtigten unterstützt wird. Die Initiative NOlympia hat in dem Zeitraum vom 31. Januar bis zum 20. Februar für ihre Stellungnahme gesammelt und am 21. Februar 2026 nach eigenen Angaben 19.423 Unterschriften eingereicht. Die Gültigkeitsprüfung der Unterschriften hat ergeben, dass das Quorum erreicht worden ist. Nach Erreichen des Quorums wurde die Prüfung abgebrochen.
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  • NOlympia Hamburg: Ist die Schule ein besonders geschützter Raum für politische Bildung?

    »Am 5.02. erhielten die Schulpostfächer in Hamburg eine Email mit einem „Schulbrief“, der sich an alle Schulleitungen und Lehrkräfte wendete. Auf dem Briefkopf der “Behörde für Inneres & Sport”, im Olympiakampagnen-Look und unterschrieben vom Vorprojektteam für die Olympischen und Paralympischen Spiele wurde dem Lehrkörper anläßlich des bevorstehenden Referendums folgendes angekündigt:

    Unterrichtsmaterialien zu Olympischen Werten und dem Hamburger Bewerbungskonzept
    Unterstützung bei der Einbindung in schulsportliche Veranstaltungen
    Aufruf zu ehrenamtlichem Engagement von Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern als Volunteers.
    Interessierte konnten sich an
    olympia-paralympics@sommerspiele.hamburg.de wenden.[…]

    Im Beutelsbacher Konsens, der politische Bildung im schulischen Kontext seit langem prägt, heißt es dazu, dass Schülerinnen und Schüler nicht im Sinne einer politischen Position beeinflusst werden sollen (Indoktrinationsverbot).

    Weder die Unterlagen für die Klassen 8-10 noch die für die Klassen 11-13 fördern die Auseinandersetzung mit dem Tool des Bürgerschaftsreferendums in seinen olympiabewerbungsbezogenen Entstehungungs- und bislang ausschließlichen Anwendungskontext ein. Keine der Unterlagen bindet das zivilgesellschaftliche Instrument der Stellungnahme ein, das 2015 und auch 2026 zur Anwendung kommt und welches in besonderem Maße die Kontroversität des Anliegens auf den Punkt bringt. Das Beutelsbacher Prinzip des Gebots der Kontroversität fordert im schulischen Kontext, dass politisch-gesellschaftlich kontroverses auch im Unterricht kontrovers dargestellt werden soll. […]«

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  • NOlympia Berlin »sitzt am längeren Hebel«. Nicht unsere Spiele. Florian Kasiske von NOlympia im Talk mit Emily Laquer

    NOlympia Berlin »sitzt am längeren Hebel«. Nicht unsere Spiele. Florian Kasiske von NOlympia im Talk mit Emily Laquer

    »Geld, Macht und Spiele: Wer kassiert, wer zahlt, wer wird verdrängt?
    Wir haben mit Florian Kasiske von NOlympia Hamburg diskutiert.«
    Zum Youtube-Video (3.3.2026)
    Florians Einschätzung zur Berliner Olympiabewerbung: »Die Bewegung [NOlympia] sitzt am längeren Hebel«. (1:32:44)

  • PM NOlympia Hamburg: »19.423 Unterschriften für ein ausgewogenes Meinungsbild in den Wahlunterlagen fürs Olympiareferendum«

    Die Initiative NOlympia [Hamburg] hat heute 19.423 Unterschriften an den Landeswahlleiter übergeben – beinahe doppelt so viel, wie erforderlich gewesen wären. Damit setzt die Initiative durch, dass den Wahlunterlagen für das Bürgerschaftsreferendum über Olympische und Paralympische Spiele in Hamburg eine olympiakritische Stellungnahme beigefügt wird.

    Dazu Clara Ihring, Pressesprecherin von NOlympia Hamburg: ›Wir sind überwältigt, wie viele Menschen in den vergangenen drei Wochen bei Minusgraden Unterschriften gesammelt haben. Wir sind dankbar für die vielen Gespräche auf der Straße. Darin wurde deutlich: Sehr viele Menschen wollen nicht, dass Milliarden für ein Megaprojekt ausgegeben werden, das Geld in die Kassen weniger spült, während die Mehrheit der Hamburger*innen unter den Folgen leidet. Hamburg gibt viele Millionen allein für die aktuelle Bewerbung aus, spart aber an anderen Stellen: Wir leben in einer Stadt mit maroden Schulen und Turnhallen, soziale Einrichtungen kämpfen ums Überleben, die Hochschulen sind unterfinanziert. Dieser Gegensatz macht viele Hamburger*innen wütend. Olympia bringt die Hamburger*innen nicht zusammen. Olympia spaltet die Stadt.‹

    Historisch ist das Bürgerschaftsreferendum 2015 entstanden. Nach der Beratung im Verfassungs- und Bezirksausschuss, die unter dem Titel ›Selbstbefassung Ausführungsgesetz zum Olympiareferendum‹ firmierte, wurde das Bürgerschaftsreferendum 2015, nach vorheriger Verfassungsänderung, in das Volksabstimmungsgesetz eingefügt und angewendet. In Bezug auf die Artikulationsrechte wurde festgehalten: ›Da der Senat selbst vorschlagsberechtigt für ein Referendum ist, darf er auch eine eigene Meinung haben zum Abstimmungsgegenstand und zu möglichen Gegenvorlagen; er darf – unter Wahrung des Sachlichkeitsgebots – auch für seine Position werben.‹ (Drs. 21/600, S.9) Die Hamburger*innen entschieden sich gegen die Olympiabewerbung. Am 31. Mai 2026 kommt das Bürgerschaftsreferendum zum zweiten Mal zum Einsatz. Damals wie heute prüft der DOSB, ob die Bevölkerung hinter der Bewerbung steht. Im Unterschied zu 2015 hat Hamburg Wettbewerber und die Münchener haben im Oktober 2025 bereits für eine Bewerbung gestimmt.

    Eckart Maudrich, Pressesprecher von NOlympia Hamburg: ›Hamburg ist nicht München. Den Münchner*innen wurde die Möglichkeit ausgewogener Information in ihren Wahlunterlagen in beschämender Weise nicht eingeräumt. Gesetzlich ist das in Hamburg anders: 19.423 Hamburger*innen und damit beinahe doppelt so viele wie gesetzlich gefordert, haben sich für ein ausgewogeneres Meinungsbild und damit für die Veröffentlichung unserer kritischen Stellungnahme in ihren Wahlunterlagen ausgesprochen. Ganz besonders haben uns beim Sammeln die Hamburger Olympiabefürworter*innen beeindruckt, die uns aus genau dieser demokratischen Überzeugung heraus ihre Unterschrift gegeben haben. Dass wir unsere Stellungnahme gesetzlich ab Einreichung am 15. Januar nicht mehr verändern dürfen, während Senat und Bürgerschaft dies bis kurz vor Druckunterlagenschluss im April dürfen, verursacht bei uns demokratische Störgefühle; vor allem auch deshalb, weil der Senat erst Mitte März sein Finanzierungskonzept und weitere Details veröffentlichen will. Überdies plant der Senat mit einem 1000-fachen unserer Spendenmittel in den Aufmerksamkeitskampf zu ziehen. Das mag man demokratisch finden. Wir finden es olympisch – also nicht Fairplay.‹«

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