• Nach offiziellem Rückzug der Bewerbung: NOlympia beendet Volksbegehren

    Nach offiziellem Rückzug der Bewerbung: NOlympia beendet Volksbegehren

    Programmiertes Scheitern der Berliner Olympiabewerbung – Fokus nun auf nachhaltiger Stadtentwicklung.

    Fast auf den Tag 33 Jahre nach dem Scheitern der Olympiabewerbung für das Jahr 2000 hat der CDU/SPD-Senat heute seinen Rückzug von der Olympiabewerbung für das Jahr 2036 bekannt gegeben. Das Olympiaabenteuer hat die Berliner*innen mindestens sechs Millionen EUR an Steuergeldern gekostet, die Stadtgesellschaft polarisiert und einen immensen Personalaufwand sowohl auf Seiten des Senats als auch des NOlympia-Bündnisses beansprucht – Ressourcen, die nun wieder für eine sozial ausgewogene und bürgernahe Politik zur Verfügung stehen.

    Dazu sagen die Vertrauenspersonen des NOlympia-Volksbegehrens:

    Prof. Johannes Verch (Sportwissenschaftler): »Die jetzige Niederlage des Senats ist umso ärgerlicher, weil sie absehbar war. Die Olympischen und Paralympischen Wettkämpfe des IOC sind nicht sonderlich populär in Berlin. Und zwar seit Jahrzehnten nicht. Vielen gelten sie als abgehobenes und überteuertes Elitenprojekt, das mit der Lebenswelt der meisten Berliner*innen nicht viel zu tun hat. Am Ende ist die Olympiakampagne an genau der Unbeliebtheit gescheitert, die von Anfang an bekannt war.«

    Carmen Schultze (BUND Berlin): »Die Angst vor der eigenen Bevölkerung prägte die Olympiakampagne von Beginn an. Wie der Olympiabeauftragte des Senats Kaweh Niroomand in einem Fernsehinterview zugab, war den Organisatoren beim Start der Kampagne bewusst, dass ein von ihnen initiierter Volksentscheid nicht zu ihren Gunsten ausgehen würde. Zwar gibt es in Berlin aus guten Gründen keinen Volksentscheid ›von oben‹*, doch hätte der Landessportbund jederzeit ein Volksbegehren starten können, so wie wir das getan haben. Stattdessen vermieden es die Olympiaorganisatoren aus Angst vor der Antwort peinlichst bei den verschiedenen Beteiligungsformaten, die Ablehnung von Olympia als Option anzubieten.«

    Die vom Bündnis kritisierte Kostenintransparenz des CDU/SPD-Senats hat sich kurz vor der Olympia-Absage in nunmehr erschreckendem Maße bestätigt. Eine Akteneinsicht hatte außerdem unlängst ergeben, dass die Kosten nicht, wie vom Berliner Senat behauptet, rund 4,8 Milliarden, sondern über 15 Milliarden betragen hätten. Das ist das Dreifache!

    Dr. Gabriele Hiller (Sportwissenschaftlerin): »Die krachende Niederlage der Senatsparteien bei der Abgeordnetenhauswahl ist nicht allein auf die Olympiabewerbung zurückzuführen, aber auch. Das Demokratiedefizit der Olympiakampagne zeigte sich nicht zuletzt in der schriftlichen Aufforderung des Olympia-Kuratoriums an die Spitzenkandidatin der Linkspartei Elif Eralp, ihr Wahlversprechen zu brechen und auf Olympiakurs zu gehen – ohne Rücksicht auf das Wähler*innenvotum sowie die zu erwartende Politikverdrossenheit, die ein solcher Schritt hervorrufen würde.«

    Uwe Hiksch (NaturFreunde Berlin, Trägerin des NOlympia-Volksbegehrens) fügt hinzu: »Seine Ignoranz gegenüber der Zivilgesellschaft zeigte der CDU/SPD-Senat ein letztes Mal. Seine Pressekonferenz zur Olympiaabsage setzte er genau eine Stunde vor der Pressekonferenz an, auf der unser NOlympia-Bündnis das Erreichen der Unterschriftenzahl für die erste Stufe des NOlympia-Volksbegehrens ankündigen wollte.
    Das Berliner NOlympia-Bündnis zeigt sich sehr erleichtert über den von ihm seit langem geforderten Rückzug der Bewerbung. Berlin sollte viele Milliarden für die Olympischen Spiele ausgeben. Wir erwarten vom neuen Senat, dass die jetzt freiwerdenden Mittel für den Ausbau der Sportstätten für den Schul- und Breitensport in Berlin eingesetzt werden.
    Der neue Berliner Senat kann sich nun wichtigeren Aufgaben widmen. Und auch unser NOlympia-Bündnis kann seine Arbeit einstellen. Das laufende Volksbegehren wird heute beendet, die gesammelten Unterschriftsblätter werden vernichtet.
    Das Bündnis dankt den Partner*innen, Vertrauenspersonen des Volksbegehrens und allen anderen Unterstützer*innen sowie Unterzeichner*innen für ihren Einsatz. Gemeinsam haben wir dazu beigetragen, von der ohnehin hochverschuldeten Stadt großen Schaden abzuwenden.«

    * Hermann Heußner: Prämie auf die Macht. Warum die Berliner CDU die Finger vom Instrument der Volksbefragung lassen sollte, in: Verfassungsblog, 1.12.2023, https://verfassungsblog.de/pramie-auf-die-macht/

    Im Bündnis NOlympia Berlin arbeite[te]n zusammen:
    NaturFreunde Berlin, BUND Berlin, GEW Landesverband Berlin, Grüne Liga Berlin, Berliner MieterGemeinschaft, BI 100% Tempelhofer Feld, Berliner Wassertisch, NABU Berlin, BUNDjugend Berlin, Kotti&Co, Roter Stern Berlin, BI A100, BI Wuhlheide, FridaysForFuture Berlin, Bündnis gegen Verdrängung und #Mietenwahnsinn, BI Jahnsportpark, Bündnis UNSERE STADT!, BerlinZusammen, Die Linke Berlin, Bündnis 90 / Die Grünen Berlin, Tierschutzpartei Berlin, Mera 25 Berlin, Grüne Jugend Berlin, Linksjugend Berlin, Jusos Berlin

  • »Berlinwahl: Olympia isch over«

    »Berlinwahl: Olympia isch over«

    (Berlin, 22. September 2026) Die Abgeordnetenhauswahl hat für die treibenden Kräfte der Berliner Olympia-Bewerbung, CDU und SPD, mit einer krachenden Niederlage geendet. Gewonnen hat die Linkspartei, die das NOlympia-Bündnis von Anfang an unterstützt und, so die Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp, die Wahl auch mit ihren »Aussagen zu Olympia gewonnen« hat.

    Es ist nicht zu erwarten, dass sich der neue Berliner Senat unnötigerweise mit der unpopulären und polarisierenden Olympiabewerbung belastet. Damit haben die Berliner*innen mit dem glücklosen CDU/SPD-Senat auch die Olympiabewerbung abgewählt – eine Woche, bevor der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) am kommenden Samstag über die deutsche Bewerberstadt für die Olympischen und Paralympischen Spiele entscheidet.

    Dazu Klara Schedlich, Bündnis NOlympia und sportpolitische Sprecherin der Grünen im Abgeordnetenhaus: »So sehr wie die Parteien, die Olympia wollten, bei der Wahl abgestraft wurden, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass sich der DOSB darauf einlassen möchte. Ich denke nicht, dass nach dieser Wahl jemand ernsthaft denken kann, dass es eine gute Idee ist, die Spiele nach Berlin zu vergeben.«

    Uwe Hiksch (NaturFreunde Berlin): »Von der zukünftigen Berliner Landesregierung erwarten die NaturFreunde, dass sie die Olympia-Bewerbung Berlins beendet und dem DOSB schnellstmöglich mitteilt, dass Berlin kein Interesse an den Olympischen Spielen in den Jahren 2036, 2040 oder 2044 hat.«

    Die Wahlniederlage der Olympiaparteien ist nicht der einzige Beweis für die Unbeliebtheit der Olympischen Wettkämpfe. Unabhängige Umfragen ergeben in der Regel keine Mehrheit für die Berliner Olympiabewerbung, selbst die DOSB-Umfragen zeigen steil nach unten. Währenddessen hat das NOlympia-Bündnis erfolgreich die erste Stufe eines Volksbegehrens gegen die Olympiabewerbung gestartet. Der auf das Volksbegehren folgende Volksentscheid wird voraussichtlich wie in Hamburg mit einem negativen Ergebnis für das IOC-Olympia enden.

    Prof. Johannes Verch (Sportwissenschaftler): »Bei den Unterschriftensammlungen stoßen wir auf ein tiefes Unbehagen darüber, dass der Senat der überschuldeten Stadt neue Milliardenausgaben aufbürden möchte, für die an anderen Stellen Gelder gekürzt werden müssen. Es ist eine weit verbreitete Ansicht, dass Olympische Spiele Berlin (und den Bund) noch tiefer in die Schuldenfalle treiben würden. Zurückzahlen müssen die Schulden spätere Generationen: Olympische Wettkämpfe sind ein Elitenprojekt auf Kosten der Jugend Berlins.«

    Dr. Gabi Hiller (Sportwissenschaftlerin) fügt hinzu: »Das unbeliebte Olympiaprojekt steht symbolisch für die Politik der hohlen Geste, mit der der CDU/SPD-Senat an den Wünschen und Bedürfnissen der Berliner Bevölkerung vorbeiregiert hat. Wir erwarten, dass der neue Senat das Wählervotum ernst nimmt und die Geldverschwendung für das überteuerte Prestigeprojekt umgehend beendet.«

  • Kostenexplosion beim Kölner Radstadion. »Das Geld fehlt dann im Sport-Etat. Und der Etat für Breitensport ist jetzt schon gekürzt worden. Also wird er eventuell noch weiter gekürzt werden müssen.« (Jörg Detjen, Sprecher NOlympia Colonia)

    Aus der Reihe »Olympia schadet Breitensport«: »Der Bau des Kölner Radstadions wird nochmal 26 Millionen Euro teurer. Insgesamt wird der Bau dann knapp 150 Millionen Euro kosten… Das bedeutet, langfristig wird die Stadt den jährlichen Zuschuss an die Sportstätten GmbH erhöhen müssen, damit der Bau bezahlt werden kann. Zum Ärger von Jörg Detjen, Sprecher der Initiative ›NOlympia Colonia‹, der früher Mitglied des Sportausschusses der Stadt war. Im Entwurf für den städtischen Haushalt ist eine Kürzung der Gelder für den Breitensport von derzeit 5,2 Millionen Euro auf 4,6 Millionen Euro im Jahr 2028 vorgesehen. Zeitgleich sollen die Zuschüsse für die Sportstätten GmbH steigen und die Bewerbung für Olympia kostet 1,3 Millionen Euro.« Jens Gleisberg (WDR), 18.9.2026. Zum Artikel

    NOlympia Berlin: Das Geld für Olympische Spiele wird wieder einmal dem Breitensport abgezwackt. Diese Elitenspiele schaden dem Breitensport. Wir fordern: Breitensport muss Vorrang haben! Auch darum: #NOlympia

  • NOlympia Berlin: Schluss mit der Olympiashow – Berlin braucht realistische Prioritäten

    NOlympia Berlin: Schluss mit der Olympiashow – Berlin braucht realistische Prioritäten

    (Berlin, 7. September 2026) Heute trifft sich das Kuratorium für die Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele im Roten Rathaus, um über die weiteren Schritte vor der anstehenden Entscheidung des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB) am 26. September zu beraten.

    Dazu Claudia Engelmann, Bündnis NOlympia Berlin und sportpolitische Sprecherin der Berliner Linksfraktion: »Die Kuratoriumssitzung wird hoffentlich mit dem Verzicht Berlins auf die Olympiabewerbung enden, denn bei den Bürger*innen von Berlin ist Olympia schon längst durchgefallen. Allein an diesem Wochenende hat unser Bündnis weit über 2000 Unterschriften gesammelt. Der Senat sollte endlich aufhören, einer aussichtslosen Olympiabewerbung hinterherzulaufen, die Niederlage akzeptieren und keine Zeit und kein weiteres Steuergeld verschwenden.«

    Klara Schedlich, Vertrauensperson des Volksbegehrens NOlympia Berlin und sportpolitische Sprecherin der Grünen im Abgeordnetenhaus, betont: »Die Stimmung auf der Straße ist eindeutig: Die Berliner*innen wollen keine weiteren Milliarden für Olympische Spiele ausgeben. Sie wollen, dass ihre Stadt endlich wieder funktioniert. Statt einer aussichtslosen Olympiabewerbung braucht Berlin sanierte Sportstätten, Schwimmbäder, die wieder öffnen, und bezahlbaren Wohnraum. Genau dafür sammeln wir weiter Unterschriften, damit am Ende die Berliner*innen selbst entscheiden können.«

    Je mehr Menschen das Volksbegehren unterstützen, desto besser! Unterschriebene Unterschriftenlisten können per Post an die NaturFreunde Berlin, Paretzer Str. 7, 10713 Berlin gesendet werden.

    Termine
    Dienstag, 8. September 2026, 18:00 bis 21:40 Uhr
    Lichtenberger Beach Olympiade mit Heidi Reichinnek, Heidi kommt!
    Bei der Lichtenberger Beach Olympiade wollen wir in lockerer Atmosphäre mit bierernsten politischen Inhalten den Abend verbringen. Es wird verschiedene Mitmachangebote geben und natürlich könnt ihr auch was gewinnen!
    https://dielinke.berlin/termine/detail/news/lichtenberger-strandolypiade-mit-spezialgast/

    Donnerstag, 10. September, 18:30 Uhr bis 20:30 Uhr, Einlass: 18:00 Uhr
    FFF-Podiumsdiskussion zur Berlinwahl
    Urania Berlin, An der Urania 17, 10787 Berlin
    https://tickets.fridaysforfuture.de/berlin/podiumsdiskbln/

    Samstag, 12. September
    Zeit, dass sich was dreht
    https://sterndemo.de/

    Bündnis NOlympia Berlin
    NaturFreunde Berlin, BUND Berlin, GEW Landesverband Berlin, Grüne Liga Berlin, Berliner MieterGemeinschaft, BI 100% Tempelhofer Feld, Berliner Wassertisch, NABU Berlin, BUNDjugend Berlin, Kotti&Co, Roter Stern Berlin, BI A100, BI Wuhlheide, FridaysForFuture Berlin, Bündnis gegen Verdrängung und #Mietenwahnsinn, BI Jahnsportpark, Bündnis UNSERE STADT!, BerlinZusammen, Die Linke Berlin, Bündnis 90 / Die Grünen Berlin, Tierschutzpartei Berlin, Mera 25 Berlin, Grüne Jugend Berlin, Linksjugend Berlin, Jusos Berlin

  • Protestaktion von NOlympia Berlin vor dem Sport- und Erholungszentrum (SEZ): Breitensport fördern – SEZ erhalten – Olympische Spiele in Berlin verhindern

    Das Bündnis NOlympia Berlin lädt zu einer gemeinsamen Aktion vor dem Sport- und Erholungszentrum (SEZ) ein. Die Aktion findet während der wöchentlichen Aktion der Initiative „SEZ für alle!“ statt.

    Mittwoch, 02.09.2026
    Zeit: 16.00 Uhr
    Treffpunkt: Vor dem Sport- und Erholungszentrum (SEZ), Landsberger Allee 77, 10249 Berlin (openstreetmap)

    Mit ihrem Motto „Breitensport fördern – SEZ erhalten – Olympische Spiele in Berlin verhindern“ protestieren die Aktiven von NOlympia Berlin gegen die Vernachlässigung des Breitensports durch den derzeitigen Senat.

    Während Kinder und Vereine vor geschlossenen Turnhallen und gesperrten Schwimm­bädern stehen, träumt der Senat von Olympischen Spielen. Berlin hat einen Sanierungsstau von einer Milliarde Euro bei Sportstätten und Bädern. Trotzdem sollen Millionen in die aussichtslose Bewerbung für Olympia fließen, statt in die Sportstätten, die wir jeden Tag dringend brauchen. In Zeiten knapper Kassen ist das verantwortungslos.

    Die geplante Zerstörung des Sport- und Erholungszentrum (SEZ) durch die Pläne des Senats sind hierfür ein Beispiel. Die Aktiven setzen sich für die Erhaltung und Wiedernutzung dieses wichtigen Infrastrukturprojektes in Berlin für den Breitensport ein. Das SEZ ist mit seinem beeindruckenden Konzept, seiner durchdachten Architektur und seiner Historie einzigartig. Das SEZ hat ein vielfältiges Sport- und Erholungsangebot ermöglicht. Dieses Angebot ist heute nötiger denn je. Bei einer wachsenden Bevölkerungsdichte fehlen diese Angebote zunehmend in der ganzen Stadt – vom Schulschwimmen, Vereinssport, über Reha- und Seniorensport bis zum Familienerlebnis für Groß und Klein.

    Gemeinsam fordern die Aktiven:

    • Erhaltung des Sport- und Erholungszentrum (SEZ) für den Breitensport
    • Keine Olympischen Spiele in Berlin – stattessen bessere Förderung für den Breitensport
    • Ein umfassendes Sanierungsprogramm für die maroden Schwimmbäder, Turnhallen und Sportplätze

     

    Volksbegehren gegen Olympische Spiele in Berlin – Jetzt unterschreiben!

  • Montag, 14 Uhr NOlympia Aktion vor dem Jahn-Sportpark: Naturwiese statt Plastikrasen – kein Olympia in Berlin! – 14:00–15:30 Uhr

    Anlässlich des von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen angekündigten Presserundgangs im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark hat NOlympia Berlin spontan eine Versammlung angemeldet.

    Unter dem Motto »Naturwiese statt Plastikrasen« treffen wir uns um 14 Uhr auf der Topsstraße/Ecke Emilie-Mosse-Straße, 10437 Berlin (openstreetmap). Wir freuen uns über Mitstreiter*innen.

    Hintergrundinformationen:

    Bürgerinitiative Jahnsportpark: https://www.jahnsportpark.de/blog/

    Antwort (18.8.2026) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in der BVV Pankow: Ökologische Bedeutung der vom Kunstrasenprojekt bedrohten Sportwiese im Jahnsportpark.

    Dazu die Pressemitteilung von der Bürgerinitiative Jahnsportpark: Pankow widerspricht Senat: Sportwiese ist Habitat – Kunstrasen unzulässig (19.8.2026)

    »Neuer Drei-Millionen-Sportplatz ›unzulässig‹: Umweltamt widerspricht Umwandlung der ›Sportwiese‹ in Berlins teuersten Kunstrasen. Im Jahn-Sportpark soll die beliebte Naturwiese versiegelt werden. Doch jetzt stellt sich Pankows Bezirksamt gegen den Senatsplan – und verweist auf die ökologische Bedeutung. Wie geht es weiter?« Tagesspiegel-Artikel vom 20. August 2026 [€]

    Die Bürgerinitiative Jahnsportpark ist Mitglied von NOlympia Berlin. Das obige Beitragsbild wurde von ihrer Seite entnommen.

    #Jahnsportpark #Naturwiese #Plastikrasen #NOlympia 

     

     

  • Unser Bündnispartner GEW hat einen schönen Artikel in seiner Mitgliederzeitschrift eingestellt

    »NOlympia-Kampagne nimmt an Fahrt auf. Statt des Millionengrabs Olympia braucht es Investitionen in die Bildung.

    Mit dem Beschluss der Landesdelegiertenversammlung im Herbst vergangenen Jahres beteiligt sich die GEW BERLIN aktiv an der NOlympia-Kampagne gegen eine mögliche Olympiabewerbung Berlins. Gemeinsam mit einer Reihe an Vereinen, Initiativen und Parteien setzt sich unser Landesverband für eine kritische Debatte über die so­zialen, finanziellen und ökologischen Folgen ein.

    In den vergangenen Monaten hat die Kampagne deutlich an Fahrt aufgenommen. Ein zentraler Schritt war der Auftakt der Unterschriftensammlung zur Einleitung eines Volksbegehrens am 22. April. Ziel ist es, eine breite demokratische Beteiligung sicherzustellen und den Berliner*innen die Möglichkeit zu geben, selbst über die Bewerbung der Stadt zu entscheiden.

    Die Kritik an Olympia ist aus Sicht vieler Kolleg*innen berechtigt: Während Schulen unter Personalmangel, maroden Gebäuden und fehlender Ausstattung leiden, sollen Milliardenbeträge in ein internationales Großevent fließen. Olympische Spiele gehören weltweit zu den kostenintensivsten Großprojekten überhaupt. Laut der »Oxford Olympics Study 2024« lagen die durchschnittlichen Kosten der Spiele seit 1960 bei über 12 Milliarden US-Dollar, mit einer durchschnitt­lichen Kostenüberschreitung von 172 Prozent.

    Auch Berlin müsste nach internen Berechnungen der Senatsfinanzverwaltung mit bis zu 16 Milliarden Euro rechnen, ohne langfristige Gewinngarantien.

    Gerade Beschäftigte im Bildungsbereich erleben täglich, wie dringend Investitionen in Bildung, soziale Infrastruktur und gute Arbeitsbedingungen gebraucht werden. Die Erfahrungen an anderen Austragungsorten zeigen zudem, dass die versprochenen positiven Effekte für die Berliner Infrastruktur häufig ausbleiben, während öffentliche Kosten und soziale Verdrängung langfristig bestehen bleiben.

    Was du tun kannst

    Die Beteiligung der GEW BERLIN an der NOlympia-Kampagne knüpft unmittelbar an gewerkschaftliche Forderungen an: Öffentliche Daseinsvorsorge stärken statt Prestigeprojekte finanzieren. Bildung, Wohnen und soziale Infrastruktur müssen Vorrang vor milliardenschweren Eventplanungen haben.

    Damit das Volksbegehren erfolgreich wird, braucht die Kampagne jetzt breite Unterstützung in den Betrieben und Schulen. Jede Unterschrift hilft, den Druck für eine soziale und demokratische Stadtpolitik zu erhöhen.

    Deshalb unser Appell an die Kolleg*innen: Lasst die Unterschriftenlisten in euren Gesamtkonferenzen, Team- oder Fachbereichssitzungen herumgehen! Hängt die Unterschriftenliste an euer GEW-Brett! Nutzt die Gelegenheit, mit Kolleg*innen ins Gespräch zu kommen und für die Unterstützung des Volksbegehrens zu werben!«

    Zum Beitrag von Oliver Claas Heinbockel

  • Der Spitzenkandidat der Grünen bei den Berliner Abgeordnetenhauswahlen im September, Werner Graf, hat am Montag öffentlich den Aufruf für unser Volksbegehren gegen Olympia in Berlin unterschrieben!

    Dazu gab es einen kleinen Beitrag im Deutschlandfunk: »NOlympia-Initiative sammelt in Berlin Unterschriften für Volksbegehren«.

  • Ankündigung von Bündnis 90 / Die Grünen Berlin: Werner Graf unterzeichnet am Montag, 17. August um 14:30 das Volksbegehren NOlympia Berlin

    Bündnis 90 Die Grünen Logo Werner Graf, Bürgermeisterkandidat von Bündnis 90/Die Grünen Berlin, unterzeichnet öffentlich das Volksbegehren »NOlympia Berlin«.

    Gemeinsam mit Klara Schedlich, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und sportpolitische Sprecherin der Grünen Fraktion Berlin, setzt er damit ein Zeichen gegen die milliardenschwere Olympiabewerbung des Berliner Senats und für Investitionen in den Breitensport.

    Der Termin findet bewusst vor der seit 2015 gesperrten Sporthalle der Schweizerhof-Grundschule statt. Die Halle steht beispielhaft für den massiven Sanierungsstau der Berliner Sportinfrastruktur – die dringend notwendige Sanierung ist nach aktuellem Stand erst ab 2030 vorgesehen.

    Wo: vor der Sporthalle der Schweizerhof-Grundschule, Leo-Baeck-Straße 28-30, 14167 Berlin [Openstreetmap]

    Zum Originalbeitrag

    Die Berliner Grünen sind Bündnispartner von NOlympia Berlin.

  • BUND Berlin fordert: Den Kienberg vor Olympia schützen!

    BUND Logo

    Na klar, gaaaaaanz nachhaltig werden die Olympische Spiele in Berlin. Falls sie kommen. In ihrem Konzept haben die Eventplaner* innen neben schönen Bildern und nichtssagenden Phrasen immerhin eine aufschlussreiche Information versteckt. Rund um den 102 Meter hohen Kienberg in Marzahn sollen die Mountainbike-Wettbewerbe stattfinden. Das bedeutet, dass für die Strecke und die Zuschauerbereiche junger Wald, der als Kompensationsmaßnahme für anderswo zerstörte Stadtnatur angelegt wurde, gerodet werden muss. Auf der neun Hektar großen Fläche hat das Landesunternehmen Grün Berlin in den letzten Jahren für 4,7 Millionen Euro 13.000 Bäume gepflanzt. Die sind dem zweiwöchigen Sportspektakel im Weg.

    Finden Sie das auch ein bisschen ungerecht gegenüber der Stadtnatur und gegenüber uns Berliner*innen? Dann werden Sie jetzt aktiv:

    Schützen Sie Berlin vor Olympischen Spielen 2036, 2040 oder 2044: Unterschreiben Sie das Volksbegehren NOlympia!

    Das dürfen alle, die 16 Jahre oder älter sind, die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen und seit mindestens drei Monaten in Berlin mit alleinigem Wohnsitz oder Hauptwohnsitz gemeldet sind. Sie haben schon unterschrieben? Sehr gut, dann sammeln Sie weitere Unterschriften!

    Download Unterschriftslisten: www.nolympia.berlin/volksbegehren

    Zum Originalbeitrag

  • Eine Leseempfehlung zum 90. Jahrestag der Olympischen Spiele 1936!!!

    Hauptsache, ein Olympia mit dem Kürzel ’36.

    Zum Jahrestag der Propagandaspiele findet kein Erinnern statt. Wie geschichtsvergessen ist die Stadt Berlin, die vom IOC den Zuschlag für 2036 möchte? … Nach Einschätzung von »NOlympia Berlin« sind keine Bemühungen der Olympiaplaner zu erkennen, sich mit der Rolle des IOCs oder dem konkreten Konzept der 1936er Spiele zu beschäftigen….

    Zum Artikel von Martin Krauss (taz), 1.8.2026

  • 100 Jahre Nazi-Olympia. Nein danke und nie wieder!

    Am 1. August jährt sich zum 90. Mal die Eröffnung der Olympischen Spiele von 1936, die von der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) und dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) in Berlin durchgeführt wurden. Olympia 1936 war ein stimmungsmäßiger Höhepunkt der NS-Diktatur und ein propagandistischer Meilenstein auf dem Weg zum folgenden Vernichtungskrieg und Holocaust.
    (Berlin, 31. Juli 2026) Ausgerechnet jetzt hat der Senat beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) eine Bewerbung für die Olympischen Spiele von 2036, 40 und 44 eingereicht. Ist die Bewerbung für 2036 erfolgreich, wird das IOC genau 100 Jahre nach den Nazi-Spielen seinen Kampf der Nationen mit Turnschuhen, Säbeln und Sportpistolen im Sinne der Völkerfreundschaft erneut in Berlin präsentieren. Viele Berliner*innen dagegen gruselt der Gedanke, dass 100 Jahre nach 1936 erneut ein IOC-Präsident [oder eine Präsidentin] im Olympiastadion die »Jugend der Welt« begrüßen könnte. Eine Jugend, die damals – als aus scheinbar harmlosen »Spiel« blutiger Ernst wurde – auf den Schlachtfeldern des Zweiten Weltkriegs verheizt wurde. 
    Das mangelnde Problembewusstsein des Senats bezüglich der Nazi-Spiele und der damit verbundenen Komplizenschaft des IOC verstärkt diese Bedenken. Eine spezielle inhaltliche Auseinandersetzung mit den ideologischen Schnittmengen zwischen Nazis und IOC führt der schwarz/rote Senat nicht. CDU und SPD bewerben sich nunmehr seit Jahrzehnten um Olympische Wettkämpfe. Das Jahr der hundertjährigen Wiederkehr der »Nazi-Spiele« ist da einfach nur der nächste Termin in der Reihe.
    Der schwarz/rote Senat ist der historischen Verantwortung des Datums nicht gewachsen. Das Olympia-Bewerbungskonzept beispielsweise geht lediglich mit einem einzigen Wort auf »1936« ein – ohne die damit verbundenen Begriffe wie »Nationalsozialismus«, »Rechtsextremismus«, »Nationalismus«, »Rassismus«, »Antisemitismus«, »Antisozialismus« oder »Antidemokratismus« auch nur anzuschneiden. Mit keinem Wort wird der Beitrag des IOC zum Gelingen der Naziherrschaft eingeordnet. Die ideologischen Schnittmengen zwischen Nationalsozialisten und Olympisten, die die damalige enge und langjährige Zusammenarbeit möglich machte, werden nicht reflektiert. Doch die Nazi-Spiele waren kein olympischer Betriebsunfall: noch nach der »Reichspogromnacht« 1938 plante das IOC, die Winterspiele für 1940 erneut nach Hitlerdeutschland zu vergeben.
    Der Sportwissenschaftler Prof. Johannes Verch weist darauf hin, »dass die Bewerbung schon allein vor dem Hintergrund problematisch ist, dass 2036 eine rechtsextreme Partei die Regierungsgeschäfte in Deutschland führen könnte. Das Olympiakonzept des Senats sieht in einem solchen Fall keine Absicherung vor, dass die hundertjährige Wiederkehr der Nazi-Spiele nicht erneut zur rechtsextremen Propagandashow wird.«
    Auch das IOC, dessen Gründer Pierre de Coubertin meinte, dass die Berliner Spiele von 1936 der Olympischen Idee ihre Weihe gegeben hätten, lässt eine ausreichende Aufarbeitung seiner Kooperation mit faschistischen und antisemitischen Diktaturen missen. Im IOC-Webshop werden noch heute T-Shirts mit dem Motiv der Hitler-Spiele von 1936 angeboten. Und auch gegenwärtig können sich zweifelhafte Regierungen anscheinend problemlos beim IOC mit Milliardensummen auf Kosten ihrer Bürger*innen propagandistischen Support einkaufen, um ihre Herrschaft zu festigen. 
    Dazu sagt die Vertrauensperson des NOlympia-Volksbegehrens Dr. Gabriele Hiller: »Angesichts der problematischen Geschichte des IOC in Berlin und seiner propagandistischen Beteiligung am Erfolg der nationalsozialistischen Herrschaft verbietet sich eine erneute Veranstaltung von Olympischen Wettkämpfen in Berlin.«
    Aus aktuellem Anlass weist Claudia Engelmann, Unterstützerin des Volksbegehrens »Für Berlin – gegen Olympia« und Sprecherin für feministische Politik, Gleichstellung, Sport der Linksfraktion Berlin darauf hin, dass der Senat auch in anderer HInsicht seiner Verantwortung nicht gerecht wird: »Es gibt beim Senat kein Problembewusstsein für die Situation damaliger Opfergruppen wie der durch das CSD-Attentat in den Fokus gerückten Queers. Zwar sieht der Senat nach eigener Aussage die neuen transdiskriminierenden Regelungen des IOC kritisch. Wie so oft folgen auf ein derartiges Bekenntnis keine Taten. In der Olympiabewerbung tritt der Berliner Senat mit keiner Zeile für die Rechte von trans Personen ein. So ist der Weg frei für Olympische Spiele, die nicht nur zum haushaltspolitischen Fiasko, sondern auch zur Bühne von trans- und intersexuellen Personen diskriminierendem Gedankengut werden.«
    Das Bündnis NOlympia wendet sich gegen eine Rückkehr des IOC nach Berlin 100 Jahre nach den Nazi-Spielen. Laut wissenschaftlichen Studien ist die einzige nachhaltige Wirkung Olympischer Wettkämpfe eine Steigerung nationaler Gefühle. Eine weltoffene Metropole wie Berlin sollte dagegen vorrangig Veranstaltungen finanzieren, die nationale Ressentiments vermeiden und den produktiven und vorurteilsfreien Austausch ihrer Bewohner*innen fördern. 
    Aus diesem und zahlreichen anderen Gründen haben wir das Volksbegehren »Für Berlin – gegen Olympia. Wir sagen Nein zu einer Bewerbung um Olympische Spiele in den Jahren 2036, 2040 und 2044!« gestartet, mit dem die Berliner*innen gegen die Olympiabewerbung des Senats stimmen können.
    Unterschriftsbögen für das Volksbegehren zum Download: 
    Bündnis NOlympia
  • NOlympia-Bündnis auf der Zielgeraden

    (Berlin, 20. Juli 2026) Das NOlympia-Bündnis hat im April das Volksbegehren »Für Berlin – gegen Olympia. Wir sagen Nein zu einer Bewerbung um Olympische Spiele in den Jahren 2036, 2040 und 2044!« gegen die Olympia-Bewerbung Berlins gestartet und bereits über 10.000 Unterschriften gesammelt. Täglich wird eine Vielzahl von weiteren Unterschriften in den Sammelstellen des NOlympia-Bündnisses abgegeben.
    Dazu Dr. Gabriele Hiller (Die Linke): »Volksentscheide sind ein wichtiger Bestandteil lebendiger Demokratie. Mit unserem NOlympia-Volksbegehren geben wir auch den Gegner*innen einer Berliner Olympiabewerbung die Chance, sich zu artikulieren. Sehr viele Menschen bedanken sich bei uns für unseren Einsatz. Wir nehmen das als Vorschuss für unser weiteres Engagement.«
    Uwe Hiksch (NaturFreunde Berlin) fügt hinzu: »Das Sammeln von Unterschriften macht richtig Spaß. Wenn wir Berliner*innen ansprechen, bekommen wir für das Volksbegehren in der Regel großen Zuspruch, da die Mehrheit der Berliner*innen die Bewerbung Berlins für die Olympischen Spiele in den Jahren 2036, 2040 und 2044 ablehnt. Berlin muss endlich seine Hausaufgaben machen und sich um die maroden Sportplätze, Turnhallen und Schwimmbäder für den Breitensport kümmern. Milliarden für Olympische Spiele in Berlin auszugeben, ist nicht zu verantworten.«
    Das NOlympia-Bündnis bittet alle Sammler*innen, die ausgefüllten Unterschriftenlisten in der zentralen Sammelstelle NaturFreunde Berlin, Paretzer Str. 7, 10713 Berlin abzugeben, damit die Unterschriften bald der Senatsverwaltung überreicht werden können.
    Unterschriftsbögen für das Volksbegehren zum Download: 
    Pressemitteilung als pdf
    —-

    NOlympia Berlin
    c/o NaturFreunde Berlin e.V.
    Paretzer Straße 7
    10713 Berlin
    Email: info@nolympia.berlin
    Telefon: 030 810 560 250
    Website: https://nolympia.berlin

    Wahlberechtigte Berliner*innen können unser Volksbegehren auch hier mitzeichnen!
    https://innn.it/nolympia

  • Olympia in Deutschland? Die Mehrheit sagt »Nein, danke!«

    Eine vom Tagesspiegel in Auftrag gegebene Umfrage zu den deutschen Olympia-Bewerbern München, Region Rhein-Ruhr und Berlin ergab: »München ist der Favorit, Berlin fast so unbeliebt wie Rhein-Ruhr…Doch die Anti-Olympia-Haltung überwiegt auch bundesweit.«

    NOlympia Startaktion vor demroten Rathaus in Berlin

    Der Tagesspiegel bringt es fertig, von der Skepsis der Bürger*innen gegenüber Olympischen Spielen zu schreiben, ohne auch nur einmal unser Bündnis NOlympia oder das laufende Volksbegehren zu erwähnen. Das muss man auch erst einmal hinbekommen.

    Zum Artikel vom 30. Juni 2026

  • Wir freuen uns auf nolympischen Besuch aus Hamburg!

    Hamburg hat es vorgemacht: Eine deutliche Mehrheit der Wähler*innen hat sich am 31. Mai in einem Referendum gegen eine Bewerbung ihrer Stadt um Olympische Spiele ausgesprochen. Nun ruft die LINKE Hamburg, die sich als einzige demokratische Partei für NOlympia in Hamburg starkmachte, dazu auf, ihre Berliner Parteigenossin Claudia Engelmann unter anderem beim Sammeln von Unterschriften für das NOlympia-Volksbegehren zu unterstützen:

    »Claudia ist u.a. sportpolitische Sprecherin und setzt sich gegen eine Berliner Olympia-Bewerbung ein. Anders als in Hamburg gibt es in Berlin zwar kein Referendum, aber dafür findet zurzeit eine Unterschriftensammlung von NOlympia Berlin zum Antrag auf Einleitung eines Volksbegehrens gegen Olympia statt, bei der bis Mitte Oktober (am besten aber schon bis zum Wahltag am 20.9.26) mindestens 20.000 Unterschriften gesammelt werden müssen.

    Diese Unterschriftensammlung unterstützt auch unsere Kandidatin tatkräftig – und wünscht sich zusätzlich unsere Unterstützung, damit wir unsere Hamburger NOlympia-Erfahrung in den Wahlkampf mit einbringen können. Als Schwerpunkt ist hierfür ein Wochenende vorgesehen, und zwar entweder das letzte Augustwochenende (28.-30.8.26) oder das erste Septemberwochenende (4.-6.9.26). Wenn du Lust hast, dabei zu sein, dann melde dich bitte bis zum 7.7.26 über das unten stehende Formular an. Abhängig von der Anzahl der Anmeldungen entscheiden wir dann, welches Wochenende es wird.

    Für die Unterbringung vor Ort sorgt der Berliner Landesverband. Reisekosten kann auf vorherigen Antrag dein Bezirksverband (oder im Ausnahmefall der Hamburger Landesverband) übernehmen.«

    Wir freuen uns auf nolympischen Besuch aus Hamburg!

    Hier der Blogbeitrag der LINKEN Hamburg

  • Olympische Spiele in Berlin? Lasst UNS entscheiden! (Flyer NOlympia Berlin)

    Unterstützen Sie das Volksbegehren für eine Abstimmung über Olympia!

    Der Berliner Senat treibt eine Bewerbung um Olympische Spiele voran. Doch wollen wir das eigentlich?

    Olympia kostet Milliarden
    » Wissenschaftliche Studien belegen: Massive Kostenüberschreitungen sind bei Olympischen Spielen die Regel, nicht die Ausnahme.
    » Schon die Kosten für die innerdeutsche Bewerbung sind rasant von 500.000 auf 6 Mio. € gestiegen.
    » Die Gesamtkosten für die Spiele werden sich auf mindestens 6 Mrd. € + X, wahrscheinlich jedoch auf bis zu 16 Mrd. € oder mehr belaufen.
    » Der Berliner Senat hat bislang keine belastbare und vollständige Kostenaufstellung vorgelegt.

    Finanzierung unsicher
    » Die Kosten für die Olympischen Wettkämpfe binden Haushaltsmittel, die an anderen Stellen wie Schulen, Krankenhäusern, Universitäten, Brücken, im ÖPNV etc. fehlen.
    » Das Internationale Olympische Komitee (IOC) übernimmt keinerlei Haftung. Egal, was passiert: Berlin trägt das volle finanzielle Verlustrisiko.
    » Der Senat spekuliert auf Zuschüsse vom Bund und IOC – aber die sind nicht sicher, und auch der »Bund hat keine magischen Geldquellen« (Ökonom Budzier).
    » Berlin ist mit über 70 Mrd. € verschuldet. Es droht eine Haushaltsnotlage. Olympia würde Berlin (und den Bund) noch tiefer in die Schuldenfalle treiben.
    » Zurückzahlen müssen die Schulden spätere Generationen: Olympische Wettkämpfe sind ein Elitenprojekt auf Kosten der Jugend Berlins.

    Olympia macht Wohnen teurer
    » Sobald eine Stadt den Zuschlag bekommen hat, wächst die Immobilienspekulation.
    » Immobilien und Mieten verteuern sich.
    » Aufwertung bedeutet immer auch Gentrifizierung.
    » Anwohner*innen werden verdrängt, ›Unerwünschte‹ werden aus dem ›Stadtbild‹ vertrieben.
    » Überwachung und Kontrolle des öffentlichen Raums wird vorangetrieben (s. Paris).
    » Der »Olympische Partner« Airbnb befeuert die Wohnungsmisere zusätzlich.
    » Ausgleichsmaßnahmen können nicht mehr finanziert werden, weil schlicht kein Geld mehr da ist.

    Olympia schadet der Sportstadt
    » Sportanlagen und Bäder schieben derzeit einen Sanierungsstau von über 1 Mrd. € vor sich her.
    » Schulsport fällt aus, jeder vierte Drittklässler kann nicht schwimmen.
    » Über 13.000 Kinder stehen auf Wartelisten von Sportvereinen.
    » Das IOC stellt Ansprüche an Sportstätten, die an den Bedürfnissen des Breitensports vorbeigehen.
    » Olympische Spiele haben insgesamt keinen positiven Effekt auf den Freizeit- und Breitensport.

    Olympia bringt keinen wirtschaftlichen Aufschwung
    » Ein Mythos ist, dass Olympische Spiele Wirtschaft und Tourismus ankurbeln. Auch neuere Analysen zeigen bestenfalls kurzfristige und sehr geringe wirtschaftliche Effekte.
    » Viele Besucher*innen meiden Städte während großer Sportveranstaltungen.
    » Die Olympiamilliarden sind nach den Wettkämpfen verbrannt und stehen für echte Wirtschaftsförderung, z. B. durch Investition in Zukunftstechnologien, nicht mehr zur Verfügung.

    Olympische Spiele sind im Kern ein riesiges Umverteilungsprojekt. Gewinne werden privatisiert. Verluste verstaatlicht.

    Olympia ist undemokratisch
    » Der Senat präsentiert Olympia als ein Angebot, das man nicht ablehnen kann. Bei Bürgerbeteiligungen fehlt durchgängig die Möglichkeit, die Spiele abzulehnen.
    » Im Olympiakonzept des Senats wird eine »tragfähige demokratische Grundlage« mit einer entsprechenden Meinungsumfrage des Mitveranstalters DOSB begründet. Umfragen von neutraleren Akteuren ergeben jedoch regelmäßig negative Ergebnisse für Olympia.
    » Auch nach der Präsentation des Olympiakonzepts betrachteten in einer Umfrage nur 32% Olympia »eher« oder »eindeutig« als eine »Chance« (Civey). Das ist weniger als ein Drittel.

    Olympia und Politik
    » Olympische Wettkämpfe haben eine nationalisierende Wirkung, daher auch ihre Beliebtheit bei autoritären Regimen.
    » Bereits bei den ersten modernen Olympischen Wettkämpfen in Athen 1896 wurde das Stadion als »Schlachtfeld der Nationen« beschrieben.
    » Auch heute noch wird der Medaillen-Spiegel als Nationen-Ranking gedeutet.

    Greenwashing: Nachhaltig sind nur die Schäden
    » Der Senat behauptet, klimapositive Olympische Wettkämpfe durchführen zu können. Doch klimapositive Spiele sind ein Widerspruch in sich. Veranstaltungen dieser Größenordnung verursachen immer erhebliche Mengen an Emissionen, benötigen große Flächen und verbrauchen viele Ressourcen.
    » Berlin verfehlt bereits heute seine Klimaziele und steht vor großen Herausforderungen beim Umwelt- und Klimaschutz.
    » Temporäre Bauten und nur auf Olympia zugeschnittene, zusätzliche Infrastruktur stehen im Widerspruch zu langfristigen Klimazielen.

    Das Volksbegehren für einen Volksentscheid

    Wir wollen eine demokratische Abstimmung über die Olympiabewerbung. Der Weg dahin führt über das Volksbegehren:

    »Für Berlin – gegen Olympia.
    Wir sagen Nein
    zu einer Bewerbung um Olympische Spiele in den Jahren 2036, 2040 und 2044!«

    Für den Antrag auf das Volksbegehren brauchen wir bis Oktober 20.000 gültige Unterschriften.

    Unterschriftenliste (pdf)
    Ausdrucken – handschriftlich ausfüllen –
    das Original per Post an die NaturFreunde Berlin

    Danach folgt das Volksbegehren, für das ca. 170.000 Unterschriften nötig sind.

    Am Ende steht der Volksentscheid, bei dem alle Wahlberechtigten Berlins abstimmen können.

    Kontakt:

    NOlympia Berlin
    c/o NaturFreunde Berlin
    Paretzer Str. 7
    10713 Berlin
    Telefon: 030 810 560 250
    Email: info@nolympia.berlin
    Website: nolympia.berlin

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    Zum druckfähigen Flyer (pdf)

  • »Klimapositive« Spiele? Alles nur heiße Luft!

    Der Berliner Senat verspricht vollmundig »klimapositive« Olympische Spiele, doch er kann nicht mal die Frage nach einer prognostizierten Gesamt-CO2-Bilanz beantworten, ebenso wenig benennt er Emissionsziele, Einsparpotenziale oder Kompensationsbedarfe. Kurz: Es riecht nach Greenwashing.

    »Nachhaltige Olympische Spiele in Berlin. Golden glänzen nur die Ankündigungen.Berlin verspricht „klimapositive“ Spiele auszurichten. Doch wie das gelingen soll, vermag der Senat nicht zu beantworten.« (Taz, 16.6.2026)

    Davon mal abgesehen: Wie »klimapositiv« ist es, für Olympische Spiele Wald zu vernichten (Stichwort: Kienbergpark)

  • Ringen um Olympia: Könnte Berlin das größte Sportereignis der Welt stemmen?

    Anja Volkwein (Augsburger Allgemeine):

    Hamburg ist nach einem Volksentscheid raus, bleiben München, die Rhein-Ruhr-Region und Berlin. Doch ausgerechnet in der Hauptstadt klemmt es noch. Der Stand der Olympiapläne.

    Zum Artikel

  • Berliner MieterGemeinschaft: Volksbegehren gegen Olympiabewerbung hat begonnen

    Am 22. April startete das NOlympia-Bündnis mit einer Kundgebung vor dem Roten Rathaus offiziell die Unterschriftensammlung für die erste Stufe eines Volksbegehrens gegen die Bewerbung Berlins für die Ausrichtung der Olympischen Spiele in den Jahren 2036, 2040 oder 2044. Auch die Berliner MieterGemeinschaft e.V. (BMG) unterstützt diese Kampagne und legte in einem Redebeitrag auf der Kundgebung ihre Position zu der geplanten Bewerbung dar. Auch die Unterschriftensammlung wird die BMG aktiv unterstützen….

    Zum Artikel

  • Umfrage des DOSB ergibt: Zustimmung für Olympische Spiele in Berlin sinkt.

    Berliner Bär sitzt vor verlassenem Olympia StadionPünktlich zur Einreichung des Berliner Bewerbungskonzepts Berlin+ wurden die Ergebnisse einer neuen Umfrage des Mitveranstalters der Olympischen Spiele veröffentlicht. Der DOSB-Umfrage nach sinkt die Zustimmung für die Durchführung der Olympischen Spiele in Berlin. Neutralere Umfragen belegen ohnehin die mehrheitliche Ablehnung der Spiele. 
    Johannes Verch, Vertrauensperson des Volksbegehrens: »Wir sind davon überzeugt, dass mit dem gerade veröffentlichen Armutsbericht* die Zustimmung in Berlin weiter sinken wird. Die Berliner*innen verstehen sehr wohl, dass milliardenverschlingende Olympische Spiele die soziale Ungleichheit weiter verschärfen würden. Bei unseren Sammelaktionen kommen viele Menschen, die sich bislang nicht repräsentiert fühlten, auf uns zu und danken uns, dass wir ein Volksbegehren gestartet haben.«
    Gabriele Hiller, Vertrauensperson des Volksbegehrens erklärt: »Der Berliner Senat kann auch Bürgerbeteiligung nicht! Ergebnisoffene Gesprächsforen, faire Pro-Kontra-Diskussionen und eine wertschätzende Einbeziehung der Berliner*innen haben zu keinem Zeitpunkt stattgefunden. Auf meine schriftliche Aufforderung an den Regierenden Bürgermeister, unsere Volksbefragung zu unterstützen, reagiert Wegner nicht einmal. Stattdessen sollen bunte Computeranimationen, intransparente, kleingerechnete Kostenvoranschläge, klimageschönte Nachhaltigkeitsversprechen und vollmundiges Heraufbeschwören nationaler Mythen die Inhaltsleere und Dürftigkeit des Berlin+-Konzepts überdecken.«
    Das Bewerbungskonzept Berlins steht auf tönernen Füßen. Es wurde an den Interessen unserer Stadt vorbei entwickelt. Mit einem solchen Ansatz in das DOSB-Bewerbungsverfahren hineinzugehen, zeugt von Größenwahn und Überheblichkeit oder einfach nur von Unvermögen. Wir hoffen, dass die Verantwortlichen im DOSB dieses bemerken und entsprechend honorieren werden.
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    Auf dem Umweltfestival der Grünen Liga Berlin am 7. Juni auf der Straße des 17. Juni sammeln unsere Bündnisorganisationen für das Volksbegehren »Für Berlin – gegen Olympia. Wir sagen Nein zu einer Bewerbung um Olympische Spiele in den Jahren 2036, 2040 und 2044!«