• BI Jahnsportpark: »Der Senator kam für Bilder vom Baufortschritt. Bekommen hat er Bilder von Protest!«

    »Am Montag haben wir gemeinsam mit den NaturFreunden Berlin und NOlympia im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark gegen die geplante Versiegelung der Sportwiese und den Stadionneubau protestiert. Die Kundgebung unter dem Titel ›Naturwiese statt Plastikrasen – kein Olympia in Berlin!‹ fand parallel zum Presserundgang von Bausenator Christian Gaebler (SPD) statt.

    Ein Millionengrab mit falschen Prioritäten

    Das Projekt hat inzwischen ein Volumen von rund 300 Millionen Euro erreicht – in Zeiten von knappen Kassen und sich zuspitzender Klimakrise ein völliger Irrweg.

    Gaeblers Prioritäten sind eindeutig: Viele Millionen Euro für Rückbau und Neubau des Vorzeige-Stadions. Der dritte Bauabschnitt dagegen – genau der Teil, der dem Breiten-, Schul- und Inklusionssport dienen soll – wurde massiv gekürzt und ist im Haushalt 2026/27 gar nicht veranschlagt. Für den Kunstrasen auf rund 6.500 Quadratmetern möchte Gaebler über 3 Millionen Euro ausgeben; nach Branchenstandard wären selbst bei hochwertiger Ausführung ein Kunstrasenplatz für nur rund 600.000 Euro zu erwarten.

    Tatsachen schaffen vor der Wahl

    Im Zentrum unseres Protests stand der Vorwurf, Gaebler möchte die Vergabe an einen Bau-Generalunternehmer noch vor der Abgeordnetenhauswahl abschließen. Das ist kein Verfahrensdetail: Ist der Auftrag erteilt, sind Neubau, Versiegelung und Baumfällungen vertraglich gebunden – unabhängig vom Wahlausgang. Kurz vor einer Wahl Fakten zu schaffen, die schwer rückgängig zumachen sind, nimmt den Wählerinnen und Wählern die Entscheidung über dieses teuere Millionen-Projekt. An diesem undemokratischen Verhalten werden sich Senator Gaebler und die Berliner SPD bei der Wahl nun messen lassen müssen.

    Worum es auf dieser Wiese geht

    Rund 10.000 Quadratmeter, etwa 20 Sportarten – kostenlos, ohne Vereinsbeitrag, barrierefrei. Unsere Messungen während der Hitzewelle zeigen, was der Austausch bedeuten würde: rund 39 °C auf der Naturwiese, bis zu 65 °C auf Kunstrasen unter gleichen Bedingungen. Trotzdem will Senator Gaebler die Wiese zu 2/3 mit einem Plastik-Rasen-Platz überbauen und die Fläche damit versiegeln. Damit würde er die Hitzewellen im Kiez massiv verstärken und gleichzeitg die kostenlose Nutzung zurückdrängen.

    Unsere Forderungen bleiben

    Sofortiger Vergabestopp vor der Wahl, vollständiger Erhalt der Naturwiese in ihrer heutigen Größe, keine weiteren Baumfällungen.
    Offenlegung der Fördergrundlagen und eine ergebnisoffene Prüfung von Alternativen ohne kostenintensiven Stadionneubau.

    Wie ein klimafreundlicher und nachhaltieger Sportpark für alle gehen kann, zeigt unser Alternativszenario RESTART JSP

    Danke an alle, die gekommen sind. Die nächsten Wochen entscheiden – solange die Vergabe nicht erfolgt ist, ist nichts endgültig.

    Zum Originalbeitrag

  • Montag, 14 Uhr NOlympia Aktion vor dem Jahn-Sportpark: Naturwiese statt Plastikrasen – kein Olympia in Berlin! – 14:00–15:30 Uhr

    Anlässlich des von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen angekündigten Presserundgangs im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark hat NOlympia Berlin spontan eine Versammlung angemeldet.

    Unter dem Motto »Naturwiese statt Plastikrasen« treffen wir uns um 14 Uhr auf der Topsstraße/Ecke Emilie-Mosse-Straße, 10437 Berlin (openstreetmap). Wir freuen uns über Mitstreiter*innen.

    Hintergrundinformationen:

    Bürgerinitiative Jahnsportpark: https://www.jahnsportpark.de/blog/

    Antwort (18.8.2026) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in der BVV Pankow: Ökologische Bedeutung der vom Kunstrasenprojekt bedrohten Sportwiese im Jahnsportpark.

    Dazu die Pressemitteilung von der Bürgerinitiative Jahnsportpark: Pankow widerspricht Senat: Sportwiese ist Habitat – Kunstrasen unzulässig (19.8.2026)

    »Neuer Drei-Millionen-Sportplatz ›unzulässig‹: Umweltamt widerspricht Umwandlung der ›Sportwiese‹ in Berlins teuersten Kunstrasen. Im Jahn-Sportpark soll die beliebte Naturwiese versiegelt werden. Doch jetzt stellt sich Pankows Bezirksamt gegen den Senatsplan – und verweist auf die ökologische Bedeutung. Wie geht es weiter?« Tagesspiegel-Artikel vom 20. August 2026 [€]

    Die Bürgerinitiative Jahnsportpark ist Mitglied von NOlympia Berlin. Das obige Beitragsbild wurde von ihrer Seite entnommen.

    #Jahnsportpark #Naturwiese #Plastikrasen #NOlympia 

     

     

  • Der Spitzenkandidat der Grünen bei den Berliner Abgeordnetenhauswahlen im September, Werner Graf, hat am Montag öffentlich den Aufruf für unser Volksbegehren gegen Olympia in Berlin unterschrieben!

    Dazu gab es einen kleinen Beitrag im Deutschlandfunk: »NOlympia-Initiative sammelt in Berlin Unterschriften für Volksbegehren«.

  • Ankündigung von Bündnis 90 / Die Grünen Berlin: Werner Graf unterzeichnet am Montag, 17. August um 14:30 das Volksbegehren NOlympia Berlin

    Bündnis 90 Die Grünen Logo Werner Graf, Bürgermeisterkandidat von Bündnis 90/Die Grünen Berlin, unterzeichnet öffentlich das Volksbegehren »NOlympia Berlin«.

    Gemeinsam mit Klara Schedlich, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und sportpolitische Sprecherin der Grünen Fraktion Berlin, setzt er damit ein Zeichen gegen die milliardenschwere Olympiabewerbung des Berliner Senats und für Investitionen in den Breitensport.

    Der Termin findet bewusst vor der seit 2015 gesperrten Sporthalle der Schweizerhof-Grundschule statt. Die Halle steht beispielhaft für den massiven Sanierungsstau der Berliner Sportinfrastruktur – die dringend notwendige Sanierung ist nach aktuellem Stand erst ab 2030 vorgesehen.

    Wo: vor der Sporthalle der Schweizerhof-Grundschule, Leo-Baeck-Straße 28-30, 14167 Berlin [Openstreetmap]

    Zum Originalbeitrag

    Die Berliner Grünen sind Bündnispartner von NOlympia Berlin.

  • Eine Leseempfehlung zum 90. Jahrestag der Olympischen Spiele 1936!!!

    Hauptsache, ein Olympia mit dem Kürzel ’36.

    Zum Jahrestag der Propagandaspiele findet kein Erinnern statt. Wie geschichtsvergessen ist die Stadt Berlin, die vom IOC den Zuschlag für 2036 möchte? … Nach Einschätzung von »NOlympia Berlin« sind keine Bemühungen der Olympiaplaner zu erkennen, sich mit der Rolle des IOCs oder dem konkreten Konzept der 1936er Spiele zu beschäftigen….

    Zum Artikel von Martin Krauss (taz), 1.8.2026

  • Wir freuen uns auf nolympischen Besuch aus Hamburg!

    Hamburg hat es vorgemacht: Eine deutliche Mehrheit der Wähler*innen hat sich am 31. Mai in einem Referendum gegen eine Bewerbung ihrer Stadt um Olympische Spiele ausgesprochen. Nun ruft die LINKE Hamburg, die sich als einzige demokratische Partei für NOlympia in Hamburg starkmachte, dazu auf, ihre Berliner Parteigenossin Claudia Engelmann unter anderem beim Sammeln von Unterschriften für das NOlympia-Volksbegehren zu unterstützen:

    »Claudia ist u.a. sportpolitische Sprecherin und setzt sich gegen eine Berliner Olympia-Bewerbung ein. Anders als in Hamburg gibt es in Berlin zwar kein Referendum, aber dafür findet zurzeit eine Unterschriftensammlung von NOlympia Berlin zum Antrag auf Einleitung eines Volksbegehrens gegen Olympia statt, bei der bis Mitte Oktober (am besten aber schon bis zum Wahltag am 20.9.26) mindestens 20.000 Unterschriften gesammelt werden müssen.

    Diese Unterschriftensammlung unterstützt auch unsere Kandidatin tatkräftig – und wünscht sich zusätzlich unsere Unterstützung, damit wir unsere Hamburger NOlympia-Erfahrung in den Wahlkampf mit einbringen können. Als Schwerpunkt ist hierfür ein Wochenende vorgesehen, und zwar entweder das letzte Augustwochenende (28.-30.8.26) oder das erste Septemberwochenende (4.-6.9.26). Wenn du Lust hast, dabei zu sein, dann melde dich bitte bis zum 7.7.26 über das unten stehende Formular an. Abhängig von der Anzahl der Anmeldungen entscheiden wir dann, welches Wochenende es wird.

    Für die Unterbringung vor Ort sorgt der Berliner Landesverband. Reisekosten kann auf vorherigen Antrag dein Bezirksverband (oder im Ausnahmefall der Hamburger Landesverband) übernehmen.«

    Wir freuen uns auf nolympischen Besuch aus Hamburg!

    Hier der Blogbeitrag der LINKEN Hamburg

  • Stefan Ziller (Grüne Fraktion Berlin) zum Skandal Kienbergpark (8. Juni 2026)

    »Der Senat hat erst begonnen, den Kienbergpark mit über 13.000 neu gepflanzten Gehölzen ökologisch aufzuwerten – jetzt soll für eine olympische Mountainbike-Strecke genau dieser Wald wieder plattgemacht werden. Dies wurde anlässlich der Baurundfahrt des Hauptausschusses bestätigt. Das ist nicht nur ein ökologischer Irrsinn, sondern macht das Berliner Ökokonto als Instrument nachhaltiger Stadtentwicklung zur Farce. Ich fordere den Senat auf, diese Pläne sofort zu stoppen.« (Originalbeitrag auf Mastodon)





    Kommentar NOlympia Berlin: Nachhaltig an Olympischen Spielen sind nur die Schäden!

  • NOlympia-Erfolg in Hamburg: Berlin muss die Bewerbung jetzt auch stoppen

    Pressemitteilung der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus:


    Klara Schedlich
    , sportpolitische Sprecherin, sieht Rückenwind in dem klaren Votum der Menschen in Hamburg für NOlympia:

    „Das klare Votum aus Hamburg zeigt, warum der Berliner Senat einen Volksentscheid fürchtet wie der Teufel das Weihwasser. Berlin sollte die Bewerbung jetzt zurückziehen und die Millionen in marode Sportanlagen stecken.

    Gestern wurde der Berliner Bewerbung für Olympische und Paralympische Spiele der finale Stoß versetzt. NRW und Bayern haben klare Voten für eine Bewerbung. Es ist völlig abwegig zu glauben, Berlin hätte als einzige Bewerberin ohne unterstützenden Volksentscheid auch nur den Hauch einer Chance. Kai Wegner und die SPD haben sich verrannt. Weiteres Geldverbrennen muss nun ein Ende haben. In Berlin entfällt der Schulsport, weil Sporthallen marode sind, und Kinder können nicht schwimmen lernen, weil Schwimmbäder nicht genutzt werden können. Wir müssen jetzt umsteuern.“

    Zur Pressemitteilung

  • Rainer Balcerowiak (der Freitag): Olympia in Berlin? Die meinen das wirklich ernst! Eine Posse aus einem Paralleluniversum [€]

    In einem Atemzug sperrt Berlin das TU-Hauptgebäude, weil dieses den Studierenden auf den Kopf zu fallen droht – und fabuliert von Olympia an der Spree. Inklusive einer goldenen Zuschauer-Pyramide. Was könnte dabei schon schiefgehen?
    Zum Beitrag [€]

    Vgl. dazu

    Wiarda-Blog: »Die TU ist jetzt nicht nur pleite, sondern obdachlos« (11. Mai 2026)
    Nach der Vollsperrung des Hauptgebäudes der Technischen Universität Berlin streiten Senat und Hochschulen über Schuld, Geld und Bauorganisation. Der Fall hat bundesweit Symbolkraft: marode Hochschulbauten, politische Prioritätenprobleme – und eine Wissenschaftspolitik, die Exzellenz feiert, während die Decken tropfen.
    Zum Beitrag

  • Klingbeil und die magischen Geldquellen

    An Klima und Sozialem sparen, aber den IOC-Bossen großspurig unsere Kohle hinterherschmeißen. Zynisch.
    »Klingbeil gibt Hamburg auf der Bühne noch die Garantie, dass der Bund sich an den rund 4,6 Milliarden kalkulierten Kosten für eine Olympiade in der Stadt beteiligen würde – ›und zwar, egal wie leer die Kassen sind‹« (Ann-Kathrin Leclère, taz, 7.5.2026)
    Passend dazu Ökonom Budzier: »Der Bund hat keine magischen Geldquellen für Olympia. Wenn mehr nach Hamburg [oder München/Berlin/NRW] fließt, wird woanders gekürzt. Hinzu kommt: Der Bund müsste im Zweifel auch für Kostenrisiken geradestehen.« (Zeit, 30.4.2026)

  • NOlympia Berlin: Gigantomanie in Zeiten leerer Kassen

    Berlin, 5.5.2026: Der Berliner Senat stellt heute offiziell sein Olympiakonzept vor, mit dem er den innerdeutschen Wettbewerb gewinnen möchte. Obwohl die Berliner*innen in vielen Umfragen und auch im gerade gestartenen Volksbegehren von Nolympia Berlin ihren Widerwillen gegen den Glitzerevent deutlich zeigten und zeigen, verschleudert der Senat erneut hohe Geldsummen, während andernorts der Rotstift angesetzt wird.

    Dazu sagen die Vertrauenspersonen des Volksbegehrens und die Bürgerinitiative 100% Tempelhofer Feld:

    Prof. Dr. Johannes Verch (Sportwissenschaftler): »Die Olympiapläne zeigen, dass es dem Berliner Senat nicht um nachhaltigkeitsbezogene Investitionen in die Zukunft der Stadt geht, sondern darum, ohne Rücksicht auf Verluste ein gigantisches symbolaufgeladenes Großevent auszurichten.«

    Carmen Schultze (BUND Berlin): »Es werden uns CO2-neutrale und klimapositive Spiele versprochen. Allerdings sind die Ringe um den Fernsehturm, die temporäre Brücke aufs Brandenburger Tor oder die goldene Pyramide auf dem Tempelhofer Feld noch nicht einmal im symbolischen Sinn nachhaltig.«

    Dr. Gabriele Hiller (Die Linke Berlin): »Der Berliner Senat wünscht sich eine ›Hauptstadt der Ringe‹ und unterwirft die ganze Stadt symbolisch dem IOC. Doch Berlin ist nicht Disneyland. Hier wohnen Menschen. Und diese Menschen zahlen am Ende die Zeche!«

    Uwe Hiksch (NaturFreunde Berlin): »Schon die geplante Lichterinszenierung auf dem Tempelhofer Feld erinnert unweigerlich an Albert Speers Lichtdome und demonstriert, warum Berlin die Finger von 100 Jahre Nazi-Spiele lassen sollte.«

    Klara Schedlich (B’90/Die Grünen Berlin): »Der Senat verpulvert Milliarden für einen Event, während nicht einmal alle Kinder in dieser Stadt schwimmen lernen können? Solange es an funktionierenden Bädern und Sportstätten fehlt, darf Olympia nicht wichtiger sein als der Breitensport für unsere Kinder. Möge er erst die Schultoiletten und die Schulhallen vergolden, bevor er die Schauseite der Stadt vergoldet!«

    Christoph Witt von 100% Tempelhofer Feld e.V. fügt hinzu: »CDU und SPD lassen keinen Vorwand aus, um das Tempelhofer Feld zu bebauen – jetzt also eine goldene Pyramide für die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele. Wenn die Regierung etwas für den Sport in Berlin tun will, soll sie das Feld schützen, denn es ist der wichtigste Ort für vereinsungebundenen Breitensport in ganz Berlin.«

     

    Am 26. September wird der DOSB entscheiden, wer den Zuschlag zur Bewerbung erhält. NOlympia Berlin sammelt derzeit Unterschriften für ein Volksbegehren, mit dem die Bürger*innen selbst abstimmen dürfen, ob sie sich die Spiele ans Bein binden.

    Unterschriftsbögen für das Volksbegehren zum Download (ausdrucken-handschriftlich unterschreiben-per Post abschicken)

    https://nolympia.berlin/wp-content/uploads/2026/04/Unterschriftsliste_NOlympia.pdf

     

    Die Bündnis-Organisationen sammeln in den nächsten Wochen Unterschiften bei unterschiedlichen Veranstaltungen, so am 8. Mai beim Demokratiefest auf dem Tempelhofer Feld, am 9. Mai auf der Langen Buchnacht in der Oranienstraße, auf dem Karneval der Kulturen und am 7. Juni auf dem Umweltfestival am Brandenburger Tor.

  • Klara Schedlich (Grüne Fraktion Berlin): NOlympia: Berlin braucht funktionierende Sportanlagen statt Prunk und Protz

    Zum schwarz-roten Olympia-Konzept des Senats erklärt Klara Schedlich, sportpolitische Sprecherin:

    »Während Schulsport in maroden Sportstätten nicht stattfindet und Kinder wegen fehlender Bäder nicht schwimmen lernen können will der Senat in Prunk und Protz investieren. Statt gigantische olympische Ringe um den Fernsehturm sollten die Gelder lieber in unsere Schulen, Sportvereine und Schwimmbäder fließen.

    Der Olympische Weg ohne mögliche Nachnutzung nach den Spielen beweist, dass Olympia keinenfalls nachhaltig wird und die Gelder nicht in Berlins Zukunft gesteckt werden.

    Haushaltspolitisch ist das Olympiakonzept des Wegner-Senats hochgradig unseriös. Es gibt keine transparente Prognose, wie viele Milliarden die Austragung kosten wird. Damit kann auch ein angebliches Überschusspotenzial nicht seriös prognostiziert werden. Als jüngste Abgeordnete sehe ich hier Milliardenkosten auf meine Generation zukommen, die für funktionierende Sportanlagen fehlen werden.

    Mein Antrag auf Akteneinsicht über die Kosten wurde bislang nicht genehmigt.

    Alle wissen: die Berliner Bewerbung ist sowieso aussichtslos. Die Millionen für Werbung kann man sofort besser investieren. Herr Wegner, brechen Sie die Bewerbung ab und kümmern Sie sich um die Probleme dieser Stadt.«

    Zur Pressemitteilung

  • NDR: Linke spricht sich gegen Olympia-Bewerbung Hamburgs aus

    Auf ihrem Parteitag im Besenbinderhof hat sich die Linke am Sonnabend noch einmal gegen die Olympia-Bewerbung Hamburgs ausgesprochen. Mit einem Leitantrag plädierte sie dafür, dass die Gelder, die für Olympia verbraucht würden, an anderen Stellen der Stadt besser investiert wären. Der Antrag wurde mit deutlicher Mehrheit angenommen.

    Zum Artikel

  • Linksfraktion Pankow: Kostenexplosion im Jahnsportpark: Verschwendung stoppen – Breitensport schützen

    Die Linksfraktion Pankow kritisiert die jüngsten Entwicklungen zum Umbau des Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportparks scharf. Offensichtlich wird versucht, die massiven Kostensteigerungen möglichst geräuschlos durch die parlamentarischen Gremien zu bringen. Doch die Dimensionen sind politisch brisant und müssen öffentlich gemacht werden.

    Die vorliegenden Zahlen, die im Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses am 15.04. vorgestellt wurden, belegen eine eindeutige Tendenz: Aus den ursprünglich veranschlagten Gesamtkosten von rund 20 Millionen Euro sind Schritt für Schritt deutlich höhere Summen geworden. Allein im ersten Bauabschnitt sind die Kosten bereits auf 22,4 Millionen Euro angestiegen. Der Ausgangswert lag bei 14 Millionen Euro. Weitere Erhöhungen sind absehbar, da der Rückbau des Stadions noch nicht abgeschlossen ist. Damit drohen beim zweiten Bauabschnitt zusätzliche Millionenbelastungen durch Verzögerungen. Für diesen Bauabschnitt fehlt also faktisch bereits die Finanzierung.

    Dr. Jaana Stiller, sportpolitische Sprecherin der Linksfraktion Pankow, erklärt:

    „Besonders problematisch ist, dass die Finanzierungslücken offenbar durch das Verschieben und Zweckentfremden von Mitteln geschlossen werden sollen. Gelder, die eigentlich für den Schul-, Vereins- und Freizeitsport vorgesehen sind, werden so indirekt zur Kompensation der Kostenexplosion eingesetzt.“

    Die Konsequenz ist klar: Diese Politik geht auf Kosten der Bürger*innen, die auf funktionierende Sportinfrastruktur angewiesen sind. Insbesondere Schüler*innen und Vereine werden die Leidtragenden sein. Der Breitensport hat insgesamt das Nachsehen.

    „Vor dem Hintergrund der aktuellen Olympia-Debatte erhält diese Entwicklung zusätzliche Brisanz. Während über milliardenschwere Großprojekte diskutiert wird, zeigt sich am Beispiel des Jahnsportparks bereits jetzt, wie schnell Kosten aus dem Ruder laufen und wer am Ende die Rechnung dafür zahlt,“

    ergänzt Maria Bigos, Vorsitzende der Linksfraktion Pankow.

    In der kommenden Woche startet die Unterschriftensammlung für das Volksbegehren „NOlympia“. Aktuelle Prognosen zeigen, dass rund 67% der Berliner*innen gegen eine Olympia-Bewerbung sind. Die derzeitigen Vorgänge unterstreichen, wie notwendig eine kritische und öffentliche Debatte über Prioritäten in der Sport- und Investitionspolitik ist.

    Deshalb fordern wir Transparenz zu den tatsächlichen Kosten und den Einsatz öffentlicher Mittel für den Breitensport, statt für Prestigeprojekte mit unkalkulierbaren Risiken.

    Zum Beitrag

  • PM Linksfraktion Tempelhof-Schöneberg: Mehrheiten für CDU-Antrag nur mit AfD – Protokoll der BVV bestätigt: Zu Olympia fällt Brandmauer in Tempelhof-Schöneberg

    Das heutige Protokoll mit der namentlichen Abstimmung bestätigt: die sogenannte „Brandmauer“ ist in der Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg gefallen.  Der CDU-Antrag „Olympische und Paralympische Spiele für Berlin“ hätte ohne die AfD keine Mehrheit gehabt. Linke und Grüne stimmten gegen den Antrag, die SPD hatte sich enthalten. Die Christdemokraten hatten eine Sondersitzung am 25. März beantragt. Auf Antrag der CDU sollte sich das Bezirksamt geschlossen hinter eine Berliner Olympiabewerbung stellen. Das Ergebnis war politisch eindeutig. CDU und FDP kamen in dieser Sitzung zusammen auf nur 17 Stimmen. In der Debatte positionierten sich jedoch Linke, Grüne und das BSW gegen den Pro-Olympia-Antrag der CDU. Die SPD-Fraktion enthielt sich. Insgesamt votierten 17 Bezirksverordnete mit Nein. Der Antrag erhielt am Ende jedoch 20 Ja-Stimmen, 17 Nein-Stimmen und 11 Enthaltungen. Damit hat die CDU in der Bezirksverordnetenversammlung von Tempelhof-Schöneberg nur mit den drei Stimmen der AfD eine Mehrheit gefunden. Auf die Verkündung des Ergebnisses reagierte die CDU-Fraktion mit lautem Beifall.

    Dazu die sportpolitische Sprecherin der Linken Tempelhof-Schöneberg, Katharina Marg: „Es gibt keine demokratischen Mehrheiten mit Faschisten und Menschenfeinden. Dass die Union dies offenbar billigend in Kauf nimmt, ist ein fatales Zeichen. CDU und AfD handeln damit wieder gegen die Interessen der Allgemeinheit. Eine Bewerbung Berlins für Olympia ist objektiv betrachtet für unsere Stadt finanziell, schul- und sportpolitisch, sowie ökologisch unsinnig[1]. Olympische Spiele 2036 wären geschichtsvergessen.[2] Während das IOC T-Shirts mit Originalplakaten aus der Nazi-Diktatur im Onlineshop verkauft[3], auf denen der Schriftzug „Germany Berlin 1936 Olympic Games“ zu lesen ist, schafft die CDU in Tempelhof-Schöneberg für schlecht gemachte Anträge die Mehrheiten mit der AfD für eine Politik, die den Menschen in Berlin schadet. Die Mieten steigen, Leute mit weniger Geld werden verdrängt, der reguläre Tourismus geht zurück und der Nahverkehr, der jetzt schon personell und finanziell überlastet ist, droht unter die Räder zu kommen. Wir unterstützten den Volksentscheid NOlympia.“

    [1] https://www.gew-berlin.de/aktuelles-beschluesse/detailseite-beschluesse/ablehnung-einer-bewerbung-der-stadt-berlin-fuer-die-olympischen-spiele

    [2] https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Olympiateilnehmern,_die_in_NS-Konzentrationslagern_starben

    [3] https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/trotz-kritik-ioc-verkauft-shirts-zu-olympia-1936-in-berlin,VAzzqdN