Tagesspiegel: Bewerbung für Olympia: Mehdorn sieht Berlins Expo- und Olympia-Pläne kritisch.
Ex-Manager Hartmut Mehdorn äußert Zweifel an Olympia und Expo-Plänen für Berlin. Er fragt: Passen solche Großereignisse noch in die Zeit?
Zum Artikel
Artikel
-
»Man sollte sich die grundsätzliche Frage stellen, ob Olympia – auch in der Größe – noch in die heutige Zeit passt und ob die Welt nicht wirklich andere Sorgen hat.« (Hartmut Mehdorn)
-
»Wer für die eigenen Beamten kein Geld hat, kann nicht auf unsere Unterstützung zählen«. Polizeigewerkschaft ruft zu »Nein« beim Hamburger Olympia-Referendum auf
»[…] Die Gewerkschaft wirft dem Senat vor, Vorgaben des Bundesverfassungsgerichtes zu missachten. Deshalb ruft Jungfer jetzt alle Polizeibeamtinnen und -beamte auf, mit ›Nein‹ beim Hamburger Olympia-Referendum zu stimmen. ›Wer für die eigenen Beamten kein Geld hat, kann nicht auf unsere Unterstützung zählen‹, so der Gewerkschaftschef. […]«
Zum NDR-Beitrag, 14.5.2026»NOlympia – ohne Wenn und Aber!« Zur Pressemitteilung (pdf) DPolG Hamburg vom 13.5.2026
-
Rainer Balcerowiak (der Freitag): Olympia in Berlin? Die meinen das wirklich ernst! Eine Posse aus einem Paralleluniversum [€]
In einem Atemzug sperrt Berlin das TU-Hauptgebäude, weil dieses den Studierenden auf den Kopf zu fallen droht – und fabuliert von Olympia an der Spree. Inklusive einer goldenen Zuschauer-Pyramide. Was könnte dabei schon schiefgehen?
Zum Beitrag [€]Vgl. dazu
Wiarda-Blog: »Die TU ist jetzt nicht nur pleite, sondern obdachlos« (11. Mai 2026)
Nach der Vollsperrung des Hauptgebäudes der Technischen Universität Berlin streiten Senat und Hochschulen über Schuld, Geld und Bauorganisation. Der Fall hat bundesweit Symbolkraft: marode Hochschulbauten, politische Prioritätenprobleme – und eine Wissenschaftspolitik, die Exzellenz feiert, während die Decken tropfen.
Zum Beitrag -
Phineas Rueckert (JACOBIN): Olympia hat einer neuen Massenüberwachung den Weg geebnet (29.10.2024)
Die französische Regierung hat die Olympischen Spiele genutzt, um erstmals KI-gesteuerte Kameraüberwachung zu testen. Kritiker befürchten, dass diese Tools die Versammlungsfreiheit gefährden werden. Nun sollen sie dauerhaft bleiben…. ›Man gewöhnt die Menschen in der fröhlichen, ›feierlich kapitalistischen‹ Stimmung der Olympischen Spiele daran. Und dann wird diese neue Technologie, die während der Spiele mit Verweis auf den Ausnahmezustand eingeführt wurde, zur Norm für die künftige Polizeiarbeit‹, sagte damals Jules Boykoff, ein Politikwissenschaftler, der mehrere Bücher über die Olympischen Spiele veröffentlicht hat….«
Zum Artikel
Kommentar: #Paris2024 war ein Erfolg – für die Überwachungsindustrie!
-
rbb: Was kostet uns Olympia? Der ultimative Guide zur Rechnung mit den Ringen
»Seit dieser Woche liegt nun das finale Konzept vor, mit dem sich Berlin beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) als nationaler Olympia-Kandidat empfehlen will. Damit gibt es nun erstmals konkrete Aussagen darüber, mit welchen Summen der Senat rechnet – und wie er sie ausgeben will. …. Das POB, kurz für ›Public Operations Budget‹ ist die große Unbekannte in der olympischen Gleichung: Hier stecken vor allem die Ausgaben für Sicherheitsmaßnahmen drin. Wie hoch die sein werden, hänge ›in erheblichem Maße von der konkreten Ausgestaltung der Spiele‹ ab, so der Senat. Und fügt entschuldigend hinzu: Seriös lasse sich das zum jetzigen Zeitpunkt nicht schätzen, deswegen müsse hier auch keine Summe genannt werden. Zur Wahrheit gehört auch: Es ist der Teil des Budgets, der am ehesten die Gesamtrechnung vermiesen kann.«
Zum Artikel
-
Gerhard Matzig (SZ): Berlins Olympia-Bewerbung. So alt sah die Zukunft noch nie aus
100 Jahre nach den NS-Spielen: Deutschlands Hauptstadt will sich um Olympia ab 2036 bewerben – unter anderem mit einer kindlichen Ringelreih-Idee…. Die Design-Idee der Hauptstadt, die mit den Ringen spielt, in einem Wort? Sondermüll.
Zum Artikel -
Der CDU-SPD-Senat kann einfach nicht die Finger vom Tempelhofer Feld lassen
»Der „B.Z.“ zufolge soll bei einer erfolgreichen Olympia-Bewerbung die Eröffnungsfeier der Spiele auf dem Tempelhofer Feld stattfinden…. Auf dem Tempelhofer Feld soll demnach eine goldene Zuschauerpyramide entstehen.« Wir sagen: Finger weg vom Feld!
aus: Tagesspiegel: Auf Augenhöhe mit der Quadriga: Brücke zum Brandenburger Tor soll Olympia-Highlight werden
Zum Artikel -
Esther Geißlinger (taz): Mit Erpressung zu mehr Barrierefreiheit
Zitat Hans-Jürgen Rehder (Vorsitzender des Inklusionsbeirats Eimsbüttel): »In der aktuellen Politik findet Inklusion bestenfalls am Rand des Bildschirms statt. Jetzt wird es in den Vordergrund geschoben, um moralischen Druck zu machen, damit die Leute für Olympia stimmen. In meinen Augen ist das eine Form von Erpressung.«
Hamburg verspricht, Olympia zu nutzen, um zur ›barriereärmsten Metropole Deutschlands‹ zu werden. Behindertenvertreter ärgert diese Argumentation.
Zum Artikel -
Deutschlandfunk: Olympia 2026: Defizit von 310 Millionen Euro erwartet
Die Olympischen Winterspiele 2026 haben in Italien ein großes Haushaltsdefizit hinterlassen. Italienische Medien berichten, dass die Stiftung Mailand-Cortina, die alle mit Olympia verbundenen Veranstaltungen durchführte, mit einem Minus von rund 310 Millionen Euro rechnet.
Zum Artikel -
Matthias Rüb, Rom (FAZ): Mailand-Cortina zieht Bilanz : Olympische Winterspiele mit 310 Millionen Euro Defizit [€]
(21.4.2026) Der erste Kassensturz nach den Spielen von Mailand-Cortina liefert tiefrote Zahlen. Das entfacht in Italien die Debatte über den Sinn der Ausrichtung von Großereignissen neu.
Zum Artikel
-
Martha Lippert (taz): Interview mit Uwe Hiksch (NaturFreunde Berlin und Vertrauensperson des NOlympia-Volksbegehrens): »Lasst die Finger von Berlin!«
NOlympia setzt sich gegen eine Bewerbung Berlins als Austragungsort für Olympische Spiele ein. Das Geld werde dringend woanders benötigt, sagt Mit-Initiator Uwe Hiksch.
Zum Artikel -
Meredith Haaf und Christoph Koopmann (SZ): Klamme Kassen, große Erwartungen [€]
Berlins Regierender Bürgermeister Wegner will Olympia in die Hauptstadt holen – für die Kinder. NRW-Ministerpräsident Wüst hofft an Rhein und Ruhr gleich auf die größten Spiele jemals. Aber wollen die Bürger das überhaupt? […] „In Berlin bekommen Kinder wegen verrotteter Schulsporthallen keinen Unterricht“, hält Carmen Schultze vom BUND (Bund Naturschutz) Berlin dagegen, „und keine einzige davon wird wegen Olympia saniert werden.“ […]
Zum Artikel (€) -
köln.t-online: Olympia in Köln: Böhmermann geht OB an
»TV-Moderator Jan Böhmermann hat in seinem Podcast [spotify.com: ›Fest und Flauschig‹] eine klare Absage an die Kölner Olympia-Bewerbung erteilt – und dabei kein Blatt vor den Mund genommen. „Aus irgendwelchen Gründen hat die Stadt Köln sich in den Kopf gesetzt, Olympiastadt zu werden“, so Böhmermann und machte deutlich, dass er beim anstehenden Bürgerentscheid dagegen stimmen wolle. Seine Vermutung für die kölsche Olympia-Bewerbung: die DOSB-Vergangenheit von Oberbürgermeister Torsten Burmester (SPD). […]«
Zum ArtikelZum Hintergrund:
»Vom 1. Februar 2022 bis Dezember 2024 war Torsten Burmester Vorstandsvorsitzender des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). In dieser Funktion führte er für knapp zwei Jahre die operative Leitung des Verbands. Burmester vertrat den DOSB auf Bundesebene und war 2024 Mitglied der Delegationsleitung für die Olympischen Spiele in Paris. Zeitgleich zur Bekanntgabe seiner Kandidatur als Kölner Oberbürgermeister wurde Burmester am 3. Dezember 2024 mit sofortiger Wirkung als DOSB-Vorstandsvorsitzender abberufen.« (wikipedia, Stand: 31.3.2026, 17:39) -
Markus Klemm (ntv, dpa): Bruch des Beutelsbacher Konsens? Olympia-Material an Schulen löst riesigen Streit aus
»Rund zwei Monate vor dem Olympia-Referendum gibt es Streit um Unterrichtsmaterialien: Werden die Schülerinnen und Schüler ausreichend über Gegenargumente informiert? Hamburgs Kinder und Jugendliche sollen in den Schulen über die geplante Olympia-Bewerbung der Hansestadt diskutieren, findet der rot-grüne Senat. Die SPD-geführte Innenbehörde hat deshalb bereits Infomaterial und Themenvorschläge verschickt und auch Recherchehinweise gegeben – allerdings nur in ihrem Sinne, also Pro-Olympia. […]«
Zum Artikel -
Marie Gogoll (Sportschau): Millionenschwerer Wettstreit um deutsche Olympiabewerbung
»Wer geht für Deutschland ins Rennen um Olympische Spiele? München, Hamburg, Berlin und „KölnRheinRuhr“ kämpfen darum, der deutsche Olympiabewerber zu werden, und geben dafür schon jetzt viel Geld aus. […] Roland Schüler hält es dennoch für falsch, dass Länder und Kommunen so viel Geld in die Bewerbung investieren. Er ist Bezirksbürgermeister des Kölner Stadtteils Lindenthal und engagiert sich im Bündnis „NOlympia Colonia“. Für die Bewerbung um die nationale Kandidatur als Austragungsort rechnet die Stadt Köln mit Ausgaben von etwa 2,5 Millionen Euro. Rund 85 Prozent davon übernimmt das Land NRW. So eine Summe, meint Schüler, wäre besser in Kölner Fußballplätze, Schwimmbäder oder Schulsporthallen investiert. […]«
Geplante Ausgaben für die Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele bis zum nationalen Entscheid im Herbst 2026: über 50 Millionen
Zum Artikel -
Benno Schirrmeister (taz): Jugend indoktriniert für Olympia. Hamburgs Polizeisenator überwältigt Schüler*innen
»Andy Grote (SPD) will in Schulen Stimmung pro Olympia verbreiten. Er bedient sich dafür der undemokratischen Methode der Indoktrination. […] Dass Hamburgs Innensenator, nur um eine Bewerbung für ein Sportfest durchzusetzen, die Heranwachsenden der Stadt entmündigen will: Das ist beängstigend.«
Zum Artikel -
Tobias Nordmann (N-TV): Paralympics starten als Farce. Eine Eröffnungsfeier, die nur als Schande in Erinnerung bleiben wird
»[…] Dass es seit nahezu immer eine äußerst enge Verflechtung von Spitzensport und Armee gibt, ist nicht nur in Russland gepflegte Praxis. […] So waren Sport und Politik, Krieg und die Utopie von Frieden nur Minuten voneinander entfernt.«
Zum Artikel -
GMX: Nicht mehr einsatzfähig. Millionenschaden bei Olympia-Bobbahn
Die Bobbahn in Cortina ist extra für die Olympischen Spiele errichtet worden. Doch nur zwei Wochen nach dem Olympia-Finale ist die Bobbahn nicht mehr einsatzfähig.
Kaum sind die olympischen Ringe in Cortina abgehängt, offenbart sich das wahre Ausmaß der Verwüstung…
Zum Beitrag, der auf einen italienischen Artikel vom 4.2.26 verweist -
André Zuschlag (taz): Olympia-Referendum in Hamburg. Rot-Grün will bei Olympia lieber nicht nachrechnen
»Den Antrag der Linken, den Rechnungshof um eine Einschätzung zu möglichen Olympia-Kosten zu bitten, will Rot-Grün ablehnen. Das passt leider ins Bild…. Auf welchen Informationen und Einschätzungen basierend sollen sich die Hamburger:innen eigentlich eine Meinung bilden? Da will Rot-Grün nicht dabei helfen, allzu tief ins Konkrete und in mögliche Lücken des Konzepts zu blicken. […]«
Zum Artikel (24.2.2026)
-
Sportschau: Schwere Vorwürfe überschatten Olympia-Premiere der Skibergsteiger
Während Ski Mountaineering seine olympische Premiere feiert, ziehen in Deutschland beim Fachverband [Deutscher Alpenverein (DAV)] dunkle Wolken auf. Im Fokus steht ein Sportdirektor [Hermann Gruber], gegen den Athleten [Sophia Weßling und Felix Gramelsberger] Strafanzeige gestellt haben.
Zum Beitrag (19.2.2026)
Zum VideoVgl. dazu auch
Alpin: Skibergsteigen bei Olympia: Schwere Vorwürfe gegen Alpenverein
»Im deutschen Skibergsteigen sorgt ein Konflikt um leistungsdiagnostische Tests aus dem Jahr 2024 weiterhin für erhebliche Spannungen. Die ehemaligen Nationalkader-Athleten Sophia Weßling und Felix Gramelsberger haben Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Traunstein gegen den früheren Bundestrainer Maximilian Wittwer sowie gegen den Sportlichen Leiter Skimo, Hermann Gruber, gestellt. Im Raum stehen Vorwürfe der Beihilfe zur gefährlichen Körperverletzung sowie Nötigung. Ob ein Ermittlungsverfahren eingeleitet wird, ist bislang offen. Der Deutsche Alpenverein (DAV) stellt sich öffentlich hinter die Beschuldigten und verweist auf die Unschuldsvermutung. […]«
Zum Beitrag (24.2.2026)
