»Am Samstag kam es zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Demonstrierenden und der Polizei. Der Widerstand gegen die Olympischen Spiele hat viele Ursachen. Ein Ortsbericht. […] Die Gewerkschaften sind ganz grundlegende Akteure des Widerstandes. Dass für große Sportereignisse Geld vorhanden ist, während im Gesundheitswesen, in Schulen und im öffentlichen Verkehr gespart werde, sei nicht hinnehmbar. Olympia, so ihr Tenor, verschärfe soziale Schieflagen, statt sie zu lindern. […]«
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Umverteilung
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Benedikt Paetzholdt (Tagesspiegel): Olympia macht Mailands Probleme sichtbar: »Man muss sich schon fragen, ob es das alles wert ist« [€]
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Tagesschau: Mailand. Krawalle bei Demonstration gegen Olympia
»[…] Tausende Demonstrierende zogen am ersten vollen Wettkampftag durch Mailand, um für eine Vielzahl von Anliegen Stellung zu beziehen. Eine von Gewerkschaften und Umweltschützern organisierte Kundgebung richtete sich unter anderem gegen explodierende Mieten und wachsende soziale Ungleichheit. […] Auch Umweltbelastungen durch die Winterspiele standen im Fokus der Proteste. Olympia-Gegner bemängeln vor allem die Auswirkungen der Großveranstaltung auf das Ökosystem sowie den wasser- und energieintesiven Einsatz von Kunstschnee. […]«
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Katja Weber (RBB): Die Weber: OHlympia oder NOlympia – in welchem Team sind Sie?
»[…] Gegner der Spiele, wie das Bündnis NOlympia Berlin, fordern: Statt prestigeträchtige Sportstätten zu bauen, solle lieber im großen Stil in die Sanierung von Schulsporthallen investiert werden. Frei nach dem Motto: Breitensport statt Spitzensport. Auch bezweifeln die Gegner der Olympiabewerbung, dass etwa der öffentliche Nahverkehr Olympia gewachsen wäre. Nicht zuletzt verweisen sie auf unklare Kostenrisiken für den ohnehin klammen Berliner Haushalt und die Gefahr, dass Olympia die Verdrängung auf dem Berliner Wohnungsmarkt weiter verschärft.[…]«
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Zum Podcast (Beitrag von NOlympia-Sprecher Uwe Hiksch ab Minute 22:30) -
BYTESDE: Wie das Internationale Olympische Komitee Milliarden verdient und umverteilt
„Ich habe dieses interaktive Dashboard erstellt, das das Finanzierungsmodell des IOC visualisiert und zeigt, woher das Geld kommt und wie es während der Olympischen Spiele umverteilt wird. Was wird angezeigt: Einnahmequellen (ungefähre Anteile)……
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Berlin träumt von Olympia – Neukölln sperrt Turnhallen wegen etwas Schnee
Schwarz-Rot verkennt mit Olympiabewerbung tatsächliche Bedarfe der Stadt.
Von einer Schneekatastrophe ist Berlin mit aktuellen Schneehöhen zwischen sechs und zwölf Zentimetern weit entfernt, dennoch hat der Bezirk Neukölln neun Schulturnhallen „aufgrund der aktuellen Witterungsbedingungen und der dadurch entstandenen Schneelast“ für den Trainings- und Spielbetrieb gesperrt, bis der Schnee beräumt wurde. Das ist in der dem BUND Berlin vorliegenden E-Mail des Bezirks an die Nutzenden der Hallen zu lesen.
Dazu erklärt Carmen Schultze, Vertrauensperson des geplanten Volksbegehrens »Für Berlin – gegen Olympia. Wir sagen Nein zu einer Bewerbung zu Olympischen Spielen in den Jahren 2036, 2040 und 2044«:
„Der Berliner Senat will sich im Licht eines internationalen Sportevents sonnen, während gleichzeitig die Grundvoraussetzungen für den Schul- und Breitensport immer weiter vor sich hinbröckeln. Die im Haushalt 2026 reservierten sechs Millionen Euro für die Berliner Olympiabewerbung wären offensichtlich wesentlich besser in vordringlichen Instandsetzungsarbeiten der bestehenden Sportinfrastruktur aufgehoben.
Olympische Spiele in Berlin wären weder finanziell noch ökologisch nachhaltig. Schon in der Anbahnungsphase fressen sie wertvolle Ressourcen. Diese braucht gerade Berlin dringend, um die Stadt zukunftsfest umzubauen. Wärmewende, Mobilitätswende, Klimaanpassung – die Liste der Aufgaben ist gewaltig und wird nicht oder kaum abgearbeitet. Da passt die Bewerbung für ein Mega-Event wie die Olympischen Spiele überhaupt nicht.“
Am 15. Dezember 2025 haben die Vertrauenspersonen des geplanten Volksbegehrens »Für Berlin – gegen Olympia. Wir sagen Nein zu einer Bewerbung zu Olympischen Spielen in den Jahren 2036, 2040 und 2044« bei der Senatsinnenverwaltung den offiziellen Antrag auf eine amtliche Kostenschätzung eingereicht. Die Verwaltung unter der Leitung von Iris Spranger (SPD) hat nun zwei Monate Zeit, ihre Schätzung abzugeben. Frühestens Mitte Februar kann mit dem Sammeln von den 20.000 benötigten Unterschriften für den Antrag auf Einleitung des Volksbegehrens begonnen werden.
Betroffen von der Sperrung in Neukölln sind laut vorliegender Mail die Turnhallen von Christoph-Ruden-Schule, Hermann-Boddin-Schule, Bruno-Taut-Schule, Elbe-Schule, Hans-Fallada-Schule, Karlsgarten-Schule, Thomas-Morus-Schule, Albert-Einstein-Schule und Theodor-Storm-Schule.
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