»Kurz bevor in Senegal das erste olympische Sportereignis Afrikas startet, blasen die Gewerkschaften zum Aufstand. Die Regierung hat kein Geld mehr.« (Helena Kreiensiek, taz, 21.10.2026)
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»Generalstreik in Senegal. Gewerkschaften fordern Brot statt Olympia«
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»Berlinwahl: Olympia isch over«
(Berlin, 22. September 2026) Die Abgeordnetenhauswahl hat für die treibenden Kräfte der Berliner Olympia-Bewerbung, CDU und SPD, mit einer krachenden Niederlage geendet. Gewonnen hat die Linkspartei, die das NOlympia-Bündnis von Anfang an unterstützt und, so die Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp, die Wahl auch mit ihren »Aussagen zu Olympia gewonnen« hat.
Es ist nicht zu erwarten, dass sich der neue Berliner Senat unnötigerweise mit der unpopulären und polarisierenden Olympiabewerbung belastet. Damit haben die Berliner*innen mit dem glücklosen CDU/SPD-Senat auch die Olympiabewerbung abgewählt – eine Woche, bevor der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) am kommenden Samstag über die deutsche Bewerberstadt für die Olympischen und Paralympischen Spiele entscheidet.
Dazu Klara Schedlich, Bündnis NOlympia und sportpolitische Sprecherin der Grünen im Abgeordnetenhaus: »So sehr wie die Parteien, die Olympia wollten, bei der Wahl abgestraft wurden, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass sich der DOSB darauf einlassen möchte. Ich denke nicht, dass nach dieser Wahl jemand ernsthaft denken kann, dass es eine gute Idee ist, die Spiele nach Berlin zu vergeben.«
Uwe Hiksch (NaturFreunde Berlin): »Von der zukünftigen Berliner Landesregierung erwarten die NaturFreunde, dass sie die Olympia-Bewerbung Berlins beendet und dem DOSB schnellstmöglich mitteilt, dass Berlin kein Interesse an den Olympischen Spielen in den Jahren 2036, 2040 oder 2044 hat.«
Die Wahlniederlage der Olympiaparteien ist nicht der einzige Beweis für die Unbeliebtheit der Olympischen Wettkämpfe. Unabhängige Umfragen ergeben in der Regel keine Mehrheit für die Berliner Olympiabewerbung, selbst die DOSB-Umfragen zeigen steil nach unten. Währenddessen hat das NOlympia-Bündnis erfolgreich die erste Stufe eines Volksbegehrens gegen die Olympiabewerbung gestartet. Der auf das Volksbegehren folgende Volksentscheid wird voraussichtlich wie in Hamburg mit einem negativen Ergebnis für das IOC-Olympia enden.
Prof. Johannes Verch (Sportwissenschaftler): »Bei den Unterschriftensammlungen stoßen wir auf ein tiefes Unbehagen darüber, dass der Senat der überschuldeten Stadt neue Milliardenausgaben aufbürden möchte, für die an anderen Stellen Gelder gekürzt werden müssen. Es ist eine weit verbreitete Ansicht, dass Olympische Spiele Berlin (und den Bund) noch tiefer in die Schuldenfalle treiben würden. Zurückzahlen müssen die Schulden spätere Generationen: Olympische Wettkämpfe sind ein Elitenprojekt auf Kosten der Jugend Berlins.«
Dr. Gabi Hiller (Sportwissenschaftlerin) fügt hinzu: »Das unbeliebte Olympiaprojekt steht symbolisch für die Politik der hohlen Geste, mit der der CDU/SPD-Senat an den Wünschen und Bedürfnissen der Berliner Bevölkerung vorbeiregiert hat. Wir erwarten, dass der neue Senat das Wählervotum ernst nimmt und die Geldverschwendung für das überteuerte Prestigeprojekt umgehend beendet.«
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Kostenexplosion beim Kölner Radstadion. »Das Geld fehlt dann im Sport-Etat. Und der Etat für Breitensport ist jetzt schon gekürzt worden. Also wird er eventuell noch weiter gekürzt werden müssen.« (Jörg Detjen, Sprecher NOlympia Colonia)
Aus der Reihe »Olympia schadet Breitensport«: »Der Bau des Kölner Radstadions wird nochmal 26 Millionen Euro teurer. Insgesamt wird der Bau dann knapp 150 Millionen Euro kosten… Das bedeutet, langfristig wird die Stadt den jährlichen Zuschuss an die Sportstätten GmbH erhöhen müssen, damit der Bau bezahlt werden kann. Zum Ärger von Jörg Detjen, Sprecher der Initiative ›NOlympia Colonia‹, der früher Mitglied des Sportausschusses der Stadt war. Im Entwurf für den städtischen Haushalt ist eine Kürzung der Gelder für den Breitensport von derzeit 5,2 Millionen Euro auf 4,6 Millionen Euro im Jahr 2028 vorgesehen. Zeitgleich sollen die Zuschüsse für die Sportstätten GmbH steigen und die Bewerbung für Olympia kostet 1,3 Millionen Euro.« Jens Gleisberg (WDR), 18.9.2026. Zum Artikel
NOlympia Berlin: Das Geld für Olympische Spiele wird wieder einmal dem Breitensport abgezwackt. Diese Elitenspiele schaden dem Breitensport. Wir fordern: Breitensport muss Vorrang haben! Auch darum: #NOlympia
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»Wer für die eigenen Beamten kein Geld hat, kann nicht auf unsere Unterstützung zählen«. Polizeigewerkschaft ruft zu »Nein« beim Hamburger Olympia-Referendum auf
»[…] Die Gewerkschaft wirft dem Senat vor, Vorgaben des Bundesverfassungsgerichtes zu missachten. Deshalb ruft Jungfer jetzt alle Polizeibeamtinnen und -beamte auf, mit ›Nein‹ beim Hamburger Olympia-Referendum zu stimmen. ›Wer für die eigenen Beamten kein Geld hat, kann nicht auf unsere Unterstützung zählen‹, so der Gewerkschaftschef. […]«
Zum NDR-Beitrag, 14.5.2026»NOlympia – ohne Wenn und Aber!« Zur Pressemitteilung (pdf) DPolG Hamburg vom 13.5.2026
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Rainer Balcerowiak (der Freitag): Olympia in Berlin? Die meinen das wirklich ernst! Eine Posse aus einem Paralleluniversum [€]
In einem Atemzug sperrt Berlin das TU-Hauptgebäude, weil dieses den Studierenden auf den Kopf zu fallen droht – und fabuliert von Olympia an der Spree. Inklusive einer goldenen Zuschauer-Pyramide. Was könnte dabei schon schiefgehen?
Zum Beitrag [€]Vgl. dazu
Wiarda-Blog: »Die TU ist jetzt nicht nur pleite, sondern obdachlos« (11. Mai 2026)
Nach der Vollsperrung des Hauptgebäudes der Technischen Universität Berlin streiten Senat und Hochschulen über Schuld, Geld und Bauorganisation. Der Fall hat bundesweit Symbolkraft: marode Hochschulbauten, politische Prioritätenprobleme – und eine Wissenschaftspolitik, die Exzellenz feiert, während die Decken tropfen.
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Über die Lernresistenz der Olympischen Spiele: Atif Ansar, Bent Flyvbjerg & Alexander Budzier: Do projects learn across space and time? [Spoiler: nein!] Evidence from the Olympics (4.4.2026)
ABSTRACT
Do projects learn across space and time? The Olympics, themselves among the largest publicly funded programmes in the world, offer a unique empirical setting. Theoretically, the Games seem ideal for generating ‘positive learning curves’, driving down costs from one iteration to the next. In practice, they do not. Drawing on the concept of ‘myopia of learning’, we argue that spatiotemporality (geographic distance, temporal gaps, and the temporary organizational form of each host committee) combines to block higher-level learning. Our analysis of cost overruns from 1960 to 2024 reveals no sustained improvement over 64 years. Tactical learning abounds, but none aggregates into strategic improvement. We propose four strategies for overcoming the spatiotemporal barrier (incremental, centralizing, decentralizing, and real options), arguing that radical reform is required.Received 11 Jun 2024, Accepted 18 Mar 2026, Published online: 04 Apr 2026
Lernen Projekte über Raum und Zeit hinweg? Die Olympischen Spiele, selbst eine der größten öffentlich finanzierten Programme weltweit, bieten eine einzigartige empirische Grundlage. Theoretisch scheinen die Spiele ideal, um „positive Lernkurven“ zu erzeugen und die Kosten von einer Austragung zur nächsten zu senken. In der Praxis geschieht dies jedoch nicht. Ausgehend vom Konzept der „Lernblindheit“ (myopia of learning) argumentieren wir, dass die spatiotemporale Distanz – also geografische Entfernung, zeitliche Lücken sowie die vorübergehende Organisationsform jedes Gastgeberkomitees – gemeinsam ein höheres Lernen verhindert. Unsere Analyse der Kostenüberschreitungen von 1960 bis 2024 zeigt, dass sich über 64 Jahre hinweg keine nachhaltige Verbesserung ergab. Taktisches Lernen ist reichlich vorhanden, doch es aggregiert sich nicht zu strategischer Verbesserung. Wir schlagen vier Strategien zur Überwindung der spatiotemporalen Barrieren vor – inkrementell, zentralisierend, dezentralisierend und über Realoptionen – und argumentieren, dass radikale Reformen notwendig sind. [KI-Übersetzung]
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Linksfraktion im Berliner Abgeordnetenhaus: Olympia in Berlin: statt nachhaltige Verbesserungen, nur wirre Event-Träume und verschleierte Kosten
Der Senat hat in seiner heutigen Sitzung ein Konzept für die Bewerbung um die Ausrichtung Olympischer Spiele beschlossen. Die Behauptung des Senats, das sogenannte „BERLIN+“-Konzept sei finanziell tragfähig und bringe der Stadt sogar Gewinne ein, entpuppt sich bei genauerer Betrachtung als dreister politischer Bluff auf Kosten der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler.
Dazu erklärt Elif Eralp, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion Die Linke:
»Das Olympiakonzept des Senats entlarvt all die vollmundigen Ankündigungen von Kai Wegner zu nachhaltigen Spielen als leere Worte. Eine Riesenrampe statt bezahlbarer Wohnungen, eine goldene Pyramide statt einer sauberen Spree. Statt nachhaltige Verbesserungen für die Berlinerinnen und Berliner enthält das Konzept offenbar vor allem viele wirre Event-Träume aus der Mottenkiste des Stadtmarketings.
Unsere Stadt braucht keine kostspieligen Großveranstaltungen, während die soziale Infrastruktur bröckelt. Marode Turnhallen und geschlossene Schwimmbäder repariert man nicht mit einem olympischen Luftschloss. Während Millionen für eine PR-Kampagne und für ein zweiwöchiges Spektakel verplant werden, verfällt Berlins sportliche Basis. Das werde ich ändern. Was unsere Stadt jetzt braucht, sind Investitionen in den Breitensport und in die soziale Infrastruktur, bezahlbare Wohnungen, gute Schulen und Krankenhäuser und kein Mega-Projekt, das viel Geld kostet und das Leben der Berlinerinnen und Berliner kein bisschen verbessert.«
Claudia Engelmann, sportpolitische Sprecherin der Linksfraktion Berlin, ergänzt:
»Wer sich das Olympia-Konzept genau ansieht, erkennt den gigantischen Bluff sofort. Der Senat brüstet sich auf der einen Seite mit einem angeblichen Überschuss von 420 Millionen Euro im operativen Geschäft. Gleichzeitig werden die wahren, milliardenschweren Kosten für die zwingend notwendigen Sanierungen von Olympiastadion, Jahnsportpark, Velodrom und anderen Sportstätten dreist aus dem offiziellen Olympia-Budget herausgerechnet – getarnt als Investitionen für den ›laufenden Betrieb‹. Allein beim Jahnsportpark sind die Kosten bereits auf absurde 349 Millionen Euro explodiert, weshalb man dort ausgerechnet bei der Inklusion den Rotstift ansetzt.
Die echten Rechnungen, auch für die derzeit völlig unkalkulierten Sicherheitskosten, will der Senat dem Parlament erst Ende 2026 präsentieren. Das ist lange nachdem die Bewerbung am 4. Juni beim DOSB eingereicht werden muss. Hier wird ein ungedeckter Scheck nach dem anderen ausgestellt.«
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GRÜNE LIGA Berlin: Bündnis für Berlin, gegen die Olympischen Spiele

Seit dem 22.04.2026 sammelt das Bündnis NOlympia Berlin Unterschriften für das Volksbegehren „Für Berlin – gegen Olympia. Wir sagen Nein zu einer Bewerbung um Olympische Spiele in den Jahren 2036, 2040 und 2044!“. NOlympia Berlin ist ein Bündnis von Menschen und Organisationen, die sich gegen eine Bewerbung für die Olympischen Spiele in Berlin einsetzen. Zu diesem Bündnis gehört auch die GRÜNE LIGA Berlin.
Ziel ist es, in den nächsten Monaten mehr als 20.000 Unterschriften zu sammeln, um ein starkes Signal an den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) zu senden, dass es aus der Bevölkerung durchaus Widerstand gegen die Bewerbung gibt. Der DOSB wird im September darüber entscheiden, wer für Deutschland zur Ausrichtung der Olympischen Spiele ins Rennen geschickt wird.
Berlin ist schon jetzt mit 60 Milliarden € verschuldet
Schon jetzt gibt zu wenig Gelder für Investitionen in die soziale Infrastruktur und für den Breitensport, zum Beispiel für Schwimm- und Turnhallen. Wenn Berlin Olympiastadt werden würde, hätte dies zur Folge, dass noch weniger Gelder bereit stehen würden, aber auch, dass noch mehr Schulden aufgenommen werden.
Wichtige Infrastrukturprojekte müssen unabhängig von Olympischen Spielen nach Dringlichkeit und Haushaltslage durchgeführt werden. Der Senat knüpft nun jedoch Zusagen zur Finanzierung von längst überfälligen Projekten in den Bezirken an eine positive Haltung gegenüber der Bewerbung Berlins für 2024 oder 2028.
Teilt ihr unsere Meinung? Dann unterschreibt bei uns in der Geschäftsstelle, auf dem Ökomarkt am Kollwitzplatz oder am 7. Juni beim UMWELTFESTIVAL am Brandenburger Tor.
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Matthias Fett (Spiegel): Olympische Spiele in Deutschland, lohnt sich das?
»Manche Akteure wollen Megaevents unbedingt ausrichten – also passen sie die Daten so an, dass sie ihre Argumente stützen. Schlimmer noch ist, dass die Menschen ihnen so oft glauben.« (Sven Daniel Wolfe, Professor von der Universität Neuchâtel)Von Olympia würde die ganze Republik profitieren, behauptet Vizekanzler Lars Klingbeil. Dabei sagen die Zahlen etwas anderes.Zum Artikel -
rbb: Olympia-Anlauf stößt auf Widerstand. Bündnis NOlympia Berlin startet Unterschriftensammlung
»Berlin und Olympia, das war schon immer eine schwierige Kombination. 1936 nutzten die Nazis die Spiele als Propaganda-Show, eine Bewerbung für das Jahr 2000 endete in einem Desaster. Jetzt will die Stadt sich erneut für die Spiele bewerben. Eine Gesamtbefragung der Berliner gibt es aus verfassungsrechtlichen Gründen nicht, stattdessen haben ausgewählte Berliner gestern Handlungsempfehlungen an den Senat übergeben. Das Bündnis NOlympia Berlin beginnt heute offiziell mit einer Unterschriftensammlung für ein Volksbegehren gegen eine Olympia-Bewerbung. darüber sprechen wir mit Gabriele Hiller, eine der Sprecherinnen und Gründungsmitglied von ›NOlympia Berlin‹.«
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Hier die Unterschriftsliste (pdf)
Ausdrucken – unterschreiben – 4 weitere Unterzeichner*innen finden – Brief an NaturFreunde Berlin, Paretzer Str. 7, 19713 Berlin schicken oder bei einer Sammelstelle abgeben 🙂
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Phil Beng (rbb): Wie stellen sich die Berliner Olympia vor? [Zur sogenannten »Bürgercharta«]
(21.4.2026) »München und NRW starten mit einer großen Unterstützung ihrer Bürger in den Bewerbungsprozess um die Olympischen Spiele. In Berlin ist so eine Umfrage laut Verfassung nicht möglich [Kommentar: und das ist auch gut so, siehe: Hermann Heußner: Prämie auf die Macht] – deswegen wollte der Senat eine Bürgercharta erarbeiten. Heute gab es die Ergebnisse…. ›Aber wenn Olympia kommt, wird genau das Gegenteil passieren. Dann ist das Geld nicht da, um solche Forderungen umzusetzen.‹« (Uwe Hiksch, Vertrauensperson des NOlympia-Volksbegehrens)
Zum Beitrag (Stand: 22. April 2026) -
Marie Gogoll (Sportschau): Millionenschwerer Wettstreit um deutsche Olympiabewerbung
»Wer geht für Deutschland ins Rennen um Olympische Spiele? München, Hamburg, Berlin und „KölnRheinRuhr“ kämpfen darum, der deutsche Olympiabewerber zu werden, und geben dafür schon jetzt viel Geld aus. […] Roland Schüler hält es dennoch für falsch, dass Länder und Kommunen so viel Geld in die Bewerbung investieren. Er ist Bezirksbürgermeister des Kölner Stadtteils Lindenthal und engagiert sich im Bündnis „NOlympia Colonia“. Für die Bewerbung um die nationale Kandidatur als Austragungsort rechnet die Stadt Köln mit Ausgaben von etwa 2,5 Millionen Euro. Rund 85 Prozent davon übernimmt das Land NRW. So eine Summe, meint Schüler, wäre besser in Kölner Fußballplätze, Schwimmbäder oder Schulsporthallen investiert. […]«
Geplante Ausgaben für die Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele bis zum nationalen Entscheid im Herbst 2026: über 50 Millionen
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Andreas Rüttenauer (taz): Falscher Schnee von oben
»[…] Diese Art von Geschäften wird in einer Ausstellung kritisiert, die […] auf Umweltzerstörung und Korruption im Zusammenhang mit den Spielen aufmerksam machen möchte. In zwei Panoramafenstern sind Bilder zu sehen, die das massenhafte Fällen von Bäumen dokumentieren. ›Nachhaltige Spiele – oder ein Desaster für die Natur?‹, steht auf einer Plane, die am Ausstellungshaus angebracht ist. Und auch der Macher der Spiele, Simico-Chef Saldini, wird mit ein paar Schautafeln gewürdigt – als Profiteur des Events, der sich gnadenlos an den Steuergeldern für Olympia bedient. Er soll sich nach einer Umstrukturierung von Simico zusätzlich zu seinem Geschäftsführergehalt von 193.000 Euro im Jahr auch noch 180.000 Euro für die Arbeit des neu geschaffenen Postens eines Generaldirektors auszahlen haben lassen. […]«
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Benedikt Paetzholdt (Tagesspiegel): Olympia macht Mailands Probleme sichtbar: »Man muss sich schon fragen, ob es das alles wert ist« [€]
»Am Samstag kam es zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Demonstrierenden und der Polizei. Der Widerstand gegen die Olympischen Spiele hat viele Ursachen. Ein Ortsbericht. […] Die Gewerkschaften sind ganz grundlegende Akteure des Widerstandes. Dass für große Sportereignisse Geld vorhanden ist, während im Gesundheitswesen, in Schulen und im öffentlichen Verkehr gespart werde, sei nicht hinnehmbar. Olympia, so ihr Tenor, verschärfe soziale Schieflagen, statt sie zu lindern. […]«
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Tagesschau: Mailand. Krawalle bei Demonstration gegen Olympia
»[…] Tausende Demonstrierende zogen am ersten vollen Wettkampftag durch Mailand, um für eine Vielzahl von Anliegen Stellung zu beziehen. Eine von Gewerkschaften und Umweltschützern organisierte Kundgebung richtete sich unter anderem gegen explodierende Mieten und wachsende soziale Ungleichheit. […] Auch Umweltbelastungen durch die Winterspiele standen im Fokus der Proteste. Olympia-Gegner bemängeln vor allem die Auswirkungen der Großveranstaltung auf das Ökosystem sowie den wasser- und energieintesiven Einsatz von Kunstschnee. […]«
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Katja Weber (RBB): Die Weber: OHlympia oder NOlympia – in welchem Team sind Sie?
»[…] Gegner der Spiele, wie das Bündnis NOlympia Berlin, fordern: Statt prestigeträchtige Sportstätten zu bauen, solle lieber im großen Stil in die Sanierung von Schulsporthallen investiert werden. Frei nach dem Motto: Breitensport statt Spitzensport. Auch bezweifeln die Gegner der Olympiabewerbung, dass etwa der öffentliche Nahverkehr Olympia gewachsen wäre. Nicht zuletzt verweisen sie auf unklare Kostenrisiken für den ohnehin klammen Berliner Haushalt und die Gefahr, dass Olympia die Verdrängung auf dem Berliner Wohnungsmarkt weiter verschärft.[…]«
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Zum Podcast (Beitrag von NOlympia-Sprecher Uwe Hiksch ab Minute 22:30) -
BYTESDE: Wie das Internationale Olympische Komitee Milliarden verdient und umverteilt
„Ich habe dieses interaktive Dashboard erstellt, das das Finanzierungsmodell des IOC visualisiert und zeigt, woher das Geld kommt und wie es während der Olympischen Spiele umverteilt wird. Was wird angezeigt: Einnahmequellen (ungefähre Anteile)……
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Berlin träumt von Olympia – Neukölln sperrt Turnhallen wegen etwas Schnee
Schwarz-Rot verkennt mit Olympiabewerbung tatsächliche Bedarfe der Stadt.
Von einer Schneekatastrophe ist Berlin mit aktuellen Schneehöhen zwischen sechs und zwölf Zentimetern weit entfernt, dennoch hat der Bezirk Neukölln neun Schulturnhallen „aufgrund der aktuellen Witterungsbedingungen und der dadurch entstandenen Schneelast“ für den Trainings- und Spielbetrieb gesperrt, bis der Schnee beräumt wurde. Das ist in der dem BUND Berlin vorliegenden E-Mail des Bezirks an die Nutzenden der Hallen zu lesen.
Dazu erklärt Carmen Schultze, Vertrauensperson des geplanten Volksbegehrens »Für Berlin – gegen Olympia. Wir sagen Nein zu einer Bewerbung zu Olympischen Spielen in den Jahren 2036, 2040 und 2044«:
„Der Berliner Senat will sich im Licht eines internationalen Sportevents sonnen, während gleichzeitig die Grundvoraussetzungen für den Schul- und Breitensport immer weiter vor sich hinbröckeln. Die im Haushalt 2026 reservierten sechs Millionen Euro für die Berliner Olympiabewerbung wären offensichtlich wesentlich besser in vordringlichen Instandsetzungsarbeiten der bestehenden Sportinfrastruktur aufgehoben.
Olympische Spiele in Berlin wären weder finanziell noch ökologisch nachhaltig. Schon in der Anbahnungsphase fressen sie wertvolle Ressourcen. Diese braucht gerade Berlin dringend, um die Stadt zukunftsfest umzubauen. Wärmewende, Mobilitätswende, Klimaanpassung – die Liste der Aufgaben ist gewaltig und wird nicht oder kaum abgearbeitet. Da passt die Bewerbung für ein Mega-Event wie die Olympischen Spiele überhaupt nicht.“
Am 15. Dezember 2025 haben die Vertrauenspersonen des geplanten Volksbegehrens »Für Berlin – gegen Olympia. Wir sagen Nein zu einer Bewerbung zu Olympischen Spielen in den Jahren 2036, 2040 und 2044« bei der Senatsinnenverwaltung den offiziellen Antrag auf eine amtliche Kostenschätzung eingereicht. Die Verwaltung unter der Leitung von Iris Spranger (SPD) hat nun zwei Monate Zeit, ihre Schätzung abzugeben. Frühestens Mitte Februar kann mit dem Sammeln von den 20.000 benötigten Unterschriften für den Antrag auf Einleitung des Volksbegehrens begonnen werden.
Betroffen von der Sperrung in Neukölln sind laut vorliegender Mail die Turnhallen von Christoph-Ruden-Schule, Hermann-Boddin-Schule, Bruno-Taut-Schule, Elbe-Schule, Hans-Fallada-Schule, Karlsgarten-Schule, Thomas-Morus-Schule, Albert-Einstein-Schule und Theodor-Storm-Schule.
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