#Hamburg2036/2040/2044

  • Pressemitteilung der Linksfraktion im Berliner Abgeordnetenhaus: Bewerbung für Olympische Spiele umgehend abblasen

    Mit einer klaren Mehrheit von rund 55 Prozent haben sich die Hamburger*innen gegen eine Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 und 2044 ausgesprochen.

    Dazu sagt die sportpolitische Sprecherin der Fraktion die Linke Claudia Engelmann:

    »Wir gratulieren den Hamburger*innen zu diesem tollen Ergebnis. Wir haben in Berlin mitgefiebert und am Ende auch mitgefeiert. Die positive Entscheidung ist auch ein Verdienst der versierten Informationsarbeit der Hamburger NOlympia-Initiative sowie der Hamburger Linkspartei, mit der die millionenschwere Jubelkampagne des Senats ausgebremst wurde.

    Die Hamburger*innen ließen sich nicht von leeren Versprechungen, intransparenten Kostenaufstellungen und sinnfreien teuren Drohnenshows einwickeln. So konnte sich am Ende die Vernunft durchsetzen!

    Auch in Berlin lassen sich die Menschen nach über dreißig Jahren erfolglosen, aber kostspieligen Olympiabewerbungen nichts mehr vormachen. Erst recht nicht von dem vollkommen intransparenten Olympiakonzept des Berliner Senats.

    Die Linke fordert den Regierenden Bürgermeister Kai Wegner auf, keine weiteren Gelder mehr zu verschwenden und die Bewerbung für die Olympischen Spiele umgehend abzublasen! Die Bewerbungsmillionen werden dringend im Sportetat benötigt, um den Schul- und Breitensport zu fördern und den Sanierungsstau bei den Schwimm- und Sporthallen aufzulösen.«

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    NOlympia Berlin sammelt Unterschriften für das Volksbegehren: 

    »Für Berlin – gegen Olympia. Wir sagen Nein zu einer Bewerbung um Olympische Spiele in den Jahren 2036, 2040 und 2044!« 
    Unterschriftsliste zum Antrag auf Einleitung eines Volksbegehrens:
    Herunterladen – handschriftlich und gut lesbar ausfüllen – das Originaldokument per Post in einem frankierten Brief an die Trägerin des Volksbegehrens senden:
    NaturFreunde Berlin e.V.
    Paretzer Str. 7
    10713 Berlin
  • Pressemitteilung der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus: NOlympia-Erfolg in Hamburg: Berlin muss die Bewerbung jetzt auch stoppen

    Klara Schedlich, sportpolitische Sprecherin, sieht Rückenwind in dem klaren Votum der Menschen in Hamburg für NOlympia:

    „Das klare Votum aus Hamburg zeigt, warum der Berliner Senat einen Volksentscheid fürchtet wie der Teufel das Weihwasser. Berlin sollte die Bewerbung jetzt zurückziehen und die Millionen in marode Sportanlagen stecken.

    Gestern wurde der Berliner Bewerbung für Olympische und Paralympische Spiele der finale Stoß versetzt. NRW und Bayern haben klare Voten für eine Bewerbung. Es ist völlig abwegig zu glauben, Berlin hätte als einzige Bewerberin ohne unterstützenden Volksentscheid auch nur den Hauch einer Chance. Kai Wegner und die SPD haben sich verrannt. Weiteres Geldverbrennen muss nun ein Ende haben. In Berlin entfällt der Schulsport, weil Sporthallen marode sind, und Kinder können nicht schwimmen lernen, weil Schwimmbäder nicht genutzt werden können. Wir müssen jetzt umsteuern.“

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  • Pressemitteilung: Olympia – Konzept zum Scheitern

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    Berlin, 1.6.2026: Der Berliner Senat stellt gemeinsam mit Vertreter*innen von Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Leipzig und Rostock das Bewerbungskonzept Berlin+ vor. Das Konzept soll am 4. Juni beim DOSB eingereicht werden.

    Kosten sind intransparent: Den Berliner*innen soll die Katze im Sack verkauft werden. Das Konzept enthält keine belastbare und vollständige Kostenaufstellung. Die Kosten für die Ausrichtung der Olympischen Spiele werden auf vier Bereiche verteilt. Zu zweien – dem Bereich »öffentliche Dienstleistungen« sowie zu den »zusätzlichen, nicht verpflichtenden Maßnahmen« – werden überhaupt keine Summen genannt. Auch die anderen Kalkulationen sind zweifelhaft. 
    Kostensteigerungen sind programmiert: Die Kosten für Olympische Spiele verdoppeln und verdreifachen sich erfahrungsgemäß. Bereits die Bewerbungskosten haben sich schon während des Verfahrens rasant von 500.000 € auf 6 Millionen € verzwölffacht. Insbesondere Baumaßnahmen, egal ob temporärer Neu- oder Umbau, bergen in Berlin immer die Gefahr, mit dem ›BER-Faktor‹ multipliziert zu werden. Das Konzept macht jedoch weder Aussagen zum Verlustpotenzial der Olympischen Wettkämpfe insgesamt noch dazu, wer die zu erwartenden Kostensteigerungen bis zu welcher Summe übernehmen soll. 
    Wohnen wird noch teurer: Die Wohnungsmieten verteuern sich erfahrungsgemäß bereits mit der Nominierung zur Ausrichtung der Wettkämpfe. Durch die mit Olympia regelmäßig verbundenen Gentrifizierungsprozesse wird das Wohnen noch unbezahlbarer, als es ohnehin schon ist. Das Konzept macht keine Angaben, wie es das verhindern will. An die Mieter*innen, immerhin die Mehrheit in der Stadt, denkt der Senat offenbar überhaupt nicht.
    Mangelhafte demokratische Grundlage: Der Senat präsentiert Olympia als Angebot, das man nicht ablehnen kann. Bei Bürgerbeteiligungen fehlt durchgängig die Möglichkeit, die Spiele abzulehnen. Stattdessen beruft sich das Konzept auf eine DOSB-Umfrage als Nachweis einer »tragfähigen demokratischen Grundlage«. Umfragen von neutraleren Akteuren ergeben jedoch regelmäßig negative Ergebnisse für Olympia. Nach der ersten Vorstellung des Bewerbungskonzepts sahen einer Civey-Umfrage gemäß nur 32% der Befragten in den Olympischen Wettkämpfen »eindeutig« oder »eher« eine »Chance« für Berlin. Das ist weniger als ein Drittel!
    Greenwashing: Die Aussage, »klimapositive« Spiele ausrichten zu wollen, ist reines Greenwashing. Mega-Events und Nachhaltigkeit sind ein Widerspruch in sich. Das wird nicht besser, wenn der Senat rund 80mal das Wort »nachhaltig« über sein Olympiakonzept verteilt. Berlin verfehlt bereits jetzt seine Klimaziele und steht vor großen Herausforderungen beim Umwelt- und Klimaschutz.
    »Das Hamburger Ergebnis zeigt, dass die Bürger*innen sehr gut verstehen, dass Großevents wie Olympische Spiele keine Möglichkeit darstellen, strukturelle Probleme der Städte – auch nicht von Rostock, Cottbus oder Leipzig – zu lösen. Dass dieser Hilferuf allerdings durch die Regierenden in Berlin verstanden wird, ist leider nicht zu erwarten. Das Bewerbungskonzept wird die Berliner*innen nicht überzeugen. Spätestens bei dem im April gestarteten Volksbegehren ›Für Berlin – gegen Olympia‹ wird die Olympiabewerbung in Berlin genauso krachend scheitern wie die Hamburgs«, so Gabriele Hiller, Vertrauensfrau des Volksbegehrens des NOlympia-Bündnis.
    NOlympia Berlin sammelt Unterschriften für das Volksbegehren: 
    »Für Berlin – gegen Olympia. Wir sagen Nein zu einer Bewerbung um Olympische Spiele in den Jahren 2036, 2040 und 2044!« 
    Unterschriftsliste zum Antrag auf Einleitung eines Volksbegehrens:
    Herunterladen – handschriftlich und gut lesbar ausfüllen – das Originaldokument per Post in einem frankierten Brief an die Trägerin des Volksbegehrens senden:
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  • Pressemitteilung: Hamburg sagt NOlympia! Berlin wird nachziehen!

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    Berlin, 1.6.2026: Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hat gestern die Bewerbung für die Olympischen Wettkämpfe 2036/40/44 zurückgezogen, nachdem sich eine deutliche Mehrheit in einem Referendum gegen deren Ausrichtung ausgesprochen hat.

    Wir gratulieren den Hamburger*innen zu diesem tollen Ergebnis. Trotz der kostspieligen und penetranten Olympia-Werbung hat die Vernunft gesiegt.

    Am 26. September wird der Deutsche Olympische Sportbund entscheiden, wer von den jetzt nur noch drei Bewerbern – München, Rhein-Ruhr-Region oder Berlin – den Zuschlag zur Bewerbung erhält. Diese Wahl sollte auch ohne Berlin stattfinden.

    Das NOlympia-Bündnis fordert den Regierenden Bürgermeister Kai Wegner und den CDU-/SPD-Senat auf, keine weiteren Millionen mehr zu verbrennen und die Olympiabewerbung ebenfalls zurückzuziehen!

    Das Ergebnis gibt uns Berliner*innen Rückenwind. Die meisten Umfragen sowie unsere Erfahrungen beim Unterschriftensammeln für das NOlymia-Volksbegehren zeigen, dass Olympia in Berlin noch unbeliebter ist. Auch in Berlin fehlt damit die demokratische Grundlage, um Milliarden für einen einzelnen, umstrittenen Sportevent zu verschwenden. Der Senat sollte daraus die Konsequenzen ziehen und nicht abwarten, bis ein Volksentscheid in Berlin das gleiche Ergebnis wie in Hamburg bringt.

    NOlympia Berlin sammelt Unterschriften für das Volksbegehren: 
    »Für Berlin – gegen Olympia. Wir sagen Nein zu einer Bewerbung um Olympische Spiele in den Jahren 2036, 2040 und 2044!« 
    Unterschriftsliste zum Antrag auf Einleitung eines Volksbegehrens:
    Herunterladen – handschriftlich und gut lesbar ausfüllen – das Originaldokument per Post in einem frankierten Brief an die Trägerin des Volksbegehrens senden:
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  • Pressemitteilung NOlympia Hamburg: Oops, we did it again: Deutliche Mehrheit gegen Olympia!

    Mit einer deutlichen Mehrheit von rund 55% haben die Hamburger*innen gegen eine Hamburger Bewerbung Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 und 2044 gestimmt. Mit 50% hatte Hamburg im nationalen Vergleich gegenüber München (42%) und NRW (33%) die mit Abstand höchsten Wahlbeteiligung.

    Dazu Eckart Maudrich, Sprecher von NOlympia Hamburg: »Mit dem zweiten Nein hat Hamburg ein Zeichen für Fairplay und Teamgeist bei den Spielregeln der Olympischen Spiele gestimmt. Dieses Ergebnis zeigt: Die Hamburger*innen lieben ihre Stadt und lassen sich nicht von einer Millionen Euro teuren Werbekampagne hinter die Fichte führen. Die Versprechungen des Senats waren zu unglaubwürdig: Olympia als Heilserzählung für alles, was der Senat nicht auf die Reihe bekommt, eine magische Geldquelle für Hamburgs Bauprojekte beim Bund und auf einmal ›stabile Mieten‹, obwohl Olympia ein Mietentreiber ist. Unglaubwürdig war auch das Finanzkonzept, bei dem die milliardenschweren Kosten für Sicherheit und den Bau eines Leichtathletikstadions einfach weggelassen wurden. Dieses Votum sollte der Hamburger Politik eine Lehre sein: Die Menschen in der Stadt wollen kein weiteres Leuchtturmprojekt. Die Hamburger*innen wollen bezahlbare Mieten, gut ausfinanzierte soziale Einrichtungen, Sportplätze, Universitäten und Schulen und sie wollen nicht, dass Grundrechte wie Barrierefreiheit von einem Megaevent wie Olympia abhängig gemacht werden. Diese Probleme muss der Hamburger Senat jetzt angehen. Wir stehen für Gespräche über Hamburgs Zukunft zur Verfügung.«

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    NOlympia Berlin gratuliert den Hamburger*innen zu diesem Ergebnis ganz herzlich!

    Olympia-Referendum 2026: https://www.wahlen-hamburg.de/Olympia-Referendum_2026/

    Interview mit »NOlympia«-Sprecher Maudrich: »Die Freude ist groß« (NDR)

     

     

  • André Zuschlag (taz): Infrastruktur kaum zu realisieren. Droht Hamburg 2036 Olympia auf der Baustelle? (18.5.26)

    Eigentlich will Hamburg Olympia noch nicht 2036 haben, sich aber dennoch dafür bewerben. Unklar ist, wie so schnell die Infrastruktur gebaut werden soll.
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  • JGO-Mat versus Olympi-O-Mat. Bündnis Jugend Gegen Olympia Hamburg erstellt eine Wahlentscheidungshilfe

    »Während der Olympi-O-Mat des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) stark suggestiv und intrasparent ist, versucht unser JGO-Mat objektiver zu sein. Außerdem ist es im Nachhinein möglich seine Antworten anzuschauen und zu korrigieren und Erklärungen für unsere Einschätzungen zu den Fragen einzusehen.«
    Zum Tool

  • »Olympia wird veranstaltet von einer über Jahrzehnte kriminellen Organisation, die Allmacht und Steuerfreiheit verlangt« (Jan Kahlcke, taz)

    Hamburg braucht die Spiele nicht. Olympia ins Fernsehen!
    Olympia ist ein Kommerz-Monstrum, das nirgends stattfinden sollte. Schon gar nicht dort, wo es mit Erpressung und Trickserei durchgesetzt werden muss.
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  • »Wer für die eigenen Beamten kein Geld hat, kann nicht auf unsere Unterstützung zählen«. Polizeigewerkschaft ruft zu »Nein« beim Hamburger Olympia-Referendum auf

    »[…] Die Gewerkschaft wirft dem Senat vor, Vorgaben des Bundesverfassungsgerichtes zu missachten. Deshalb ruft Jungfer jetzt alle Polizeibeamtinnen und -beamte auf, mit ›Nein‹ beim Hamburger Olympia-Referendum zu stimmen. ›Wer für die eigenen Beamten kein Geld hat, kann nicht auf unsere Unterstützung zählen‹, so der Gewerkschaftschef. […]«
    Zum NDR-Beitrag, 14.5.2026

    »NOlympia – ohne Wenn und Aber!« Zur Pressemitteilung (pdf) DPolG Hamburg vom 13.5.2026

  • Klingbeil und die magischen Geldquellen

    An Klima und Sozialem sparen, aber den IOC-Bossen großspurig unsere Kohle hinterherschmeißen. Zynisch.
    »Klingbeil gibt Hamburg auf der Bühne noch die Garantie, dass der Bund sich an den rund 4,6 Milliarden kalkulierten Kosten für eine Olympiade in der Stadt beteiligen würde – ›und zwar, egal wie leer die Kassen sind‹« (Ann-Kathrin Leclère, taz, 7.5.2026)
    Passend dazu Ökonom Budzier: »Der Bund hat keine magischen Geldquellen für Olympia. Wenn mehr nach Hamburg [oder München/Berlin/NRW] fließt, wird woanders gekürzt. Hinzu kommt: Der Bund müsste im Zweifel auch für Kostenrisiken geradestehen.« (Zeit, 30.4.2026)

  • Gerhard Matzig (SZ): Berlins Olympia-Bewerbung. So alt sah die Zukunft noch nie aus

    100 Jahre nach den NS-Spielen: Deutschlands Hauptstadt will sich um Olympia ab 2036 bewerben – unter anderem mit einer kindlichen Ringelreih-Idee…. Die Design-Idee der Hauptstadt, die mit den Ringen spielt, in einem Wort? Sondermüll.
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  • DIE ZEIT: »Olympia ist eine riskante Wette«

    Olympia soll Hamburg fast fünf Milliarden Euro kosten. Der Ökonom Alexander Budzier forscht seit Jahren zu Olympia-Budgets – und warnt: Es könnte viel teurer werden.
    Interview: Annika Lasarzik, Hamburg

    Am 31. Mai stimmen die Hamburgerinnen und Hamburger bei einem Volksreferendum ab: Soll sich die Stadt um die Austragung der Olympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 bewerben? Der Hamburger Senat wirbt mit vergleichsweise kostengünstigen Spielen und hat im März ein Finanzkonzept vorgelegt, das genau das verspricht. Doch wie belastbar sind die Zahlen? Der Ökonom Alexander Budzier forscht an der Saïd Business School der University of Oxford seit Jahren zu Kosten und Risiken von Großprojekten. Gemeinsam mit seinem Kollegen Bent Flyvbjerg hat er mehrere Olympische Spiele untersucht. Im Gespräch erklärt Budzier, warum vermeintliche Gewinne oft nur auf dem Papier stehen, inwiefern die Wirtschaft tatsächlich profitiert – und wo besonders Kostenfallen drohen.

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  • Esther Geißlinger (taz): Mit Erpressung zu mehr Barrierefreiheit

    Zitat Hans-Jürgen Rehder (Vorsitzender des Inklusionsbeirats Eimsbüttel): »In der aktuellen Politik findet Inklusion bestenfalls am Rand des Bildschirms statt. Jetzt wird es in den Vordergrund geschoben, um moralischen Druck zu machen, damit die Leute für Olympia stimmen. In meinen Augen ist das eine Form von Erpressung.«

    Hamburg verspricht, Olympia zu nutzen, um zur ›barriereärmsten Metropole Deutschlands‹ zu werden. Behindertenvertreter ärgert diese Argumentation.
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  • NDR: Linke spricht sich gegen Olympia-Bewerbung Hamburgs aus

    Auf ihrem Parteitag im Besenbinderhof hat sich die Linke am Sonnabend noch einmal gegen die Olympia-Bewerbung Hamburgs ausgesprochen. Mit einem Leitantrag plädierte sie dafür, dass die Gelder, die für Olympia verbraucht würden, an anderen Stellen der Stadt besser investiert wären. Der Antrag wurde mit deutlicher Mehrheit angenommen.

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  • Auch der NABU Hamburg sagt jetzt #NOlympia. »Alles andere als eine Positionierung gegen die Bewerbung Hamburgs würde die Glaubwürdigkeit des NABU Hamburg massiv in Frage stellen«

    Die NABU-Mitgliederversammlung hat am 16. April 2026 folgenden Beschluss gefasst:

    »Die NABU-Mitgliederversammlung lehnt die Bewerbung Hamburgs für die Olympischen Spiele ab und empfiehlt seinen Mitgliedern und den Hamburger*innen bei dem Referendum am 31.5.2026 mit ›Nein‹ zu stimmen.

    Begründung: Das bisher vorliegenden Bewerbungskonzept lässt Belastungen und Verluste für Natur, Landschafts- und Naturschutzgebiete, Biodiversität, Biotopverbund und des Grünen Netzes erwarten, z.B. im Volkspark, in Hummelsbüttel, rund um die Alster oder auch im Umfeld der Regattastrecke in Allermöhe. Die Olympischen Spiele sollen nach dem Wunsch des Senats sogar natur- und klimaschädliche Infrastrukturprojekte wie die A26 Ost oder die Science City befördern. Projekte, gegen die sich der NABU Hamburg seit Jahren stellt und sogar juristisch vorgeht. Alles andere als eine Positionierung gegen die Bewerbung Hamburgs würde die Glaubwürdigkeit des NABU Hamburg massiv in Frage stellen.

    Schon jetzt bestehen in Hamburg Schwierigkeiten ausreichende Ausgleichsflächen für aktuell stattfindende Eingriffe in Natur und Landschaft zu identifizieren. In den vorliegenden Konzepten zur Bewerbung der Olympischen Spiele ist die Frage der Eingriff-/Ausgleichsregelung bislang nicht oder nur unzureichend thematisiert. Es steht daher zu befürchten, dass Ausgleichsflächenpotenziale weder in Fläche noch in Qualität in Hamburg ausreichen, um die mit den Olympischen Spielen verbundenen Eingriffe zu kompensieren.

    Klimaschutzbelange werden auch im Hinblick auf den Zukunftsentscheid unzureichend berücksichtigt. Zusätzliche Emissionen durch Bau, Verkehr und temporäre Infrastruktur werden entweder nicht benannt, nicht bilanziert oder stehen im Widerspruch zu Hamburgs Klimazielen.

    Vorrangige Aufgabe des NABU ist es, sich für Natur- und Landschaftsschutz einzusetzen bzw. Schaden abzuwenden. Auf Grundlage der vorliegenden Informationen gibt es keine Hinweise darauf, dass Natur, Landschaft und Klima von der Ausrichtung der Olympischen Spiele profitieren.

    Der NABU und sein Vorstand werden daher aufgefordert, sich bis zum Referendum öffentlich und in entsprechenden Gremien aktiv für eine Ablehnung der Bewerbung einzusetzen. Sollte das Referendum pro Olympia ausfallen, fordert der NABU Hamburg die Einhaltung der im gemeinsamen Beschlussvorschlag von Vorstand und Baumschutzgruppe formulierten Kriterien und setzt sich dafür aktiv in der Öffentlichkeit und in entsprechenden Gremien ein.«

    https://hamburg.nabu.de/imperia/md/content/hamburg/geschaeftsstelle/versammlung/antrag_christian_gerbich.pdf

     

  • Markus Klemm (ntv, dpa): Bruch des Beutelsbacher Konsens? Olympia-Material an Schulen löst riesigen Streit aus

    »Rund zwei Monate vor dem Olympia-Referendum gibt es Streit um Unterrichtsmaterialien: Werden die Schülerinnen und Schüler ausreichend über Gegenargumente informiert? Hamburgs Kinder und Jugendliche sollen in den Schulen über die geplante Olympia-Bewerbung der Hansestadt diskutieren, findet der rot-grüne Senat. Die SPD-geführte Innenbehörde hat deshalb bereits Infomaterial und Themenvorschläge verschickt und auch Recherchehinweise gegeben – allerdings nur in ihrem Sinne, also Pro-Olympia. […]«
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  • Deutschlandfunk: Olympiabewerbung – Wie ehrlich sind die Städte-Kampagnen? Interview mit Ben Bendrich

    »Das Problem bei eigentlich allen Bewerbern ist, dass es zu einer einseitigen Darstellung ohne Gegenargumente kommt. Wir sehen in den einzelnen Broschüren, dass besonderer Wert auf die Pro-Argumente oder die vermeintlichen positiven Auswirkungen der Spiele gelegt wird, aber eben auf die Kontra-Argumente wenig bzw. gar keinen Wert gelegt wird und das sehe ich als problematisch an.

    Da gibt es keinen einzigen Risikohinweis in Bezug auf die Bewerbung. Es fehlen Szenarien zu der Kostenüberschreitung und, was mich besonders entsetzt, muss ich sagen, dass wenig auf die sozialen Folgen eingegangen wird und diese nahezu nicht erwähnt werden….

    Wir haben eine massive Gentrifizierung in den Olympiastädten. Das heißt, es gibt einen unheimlichen Mietpreisanstieg in den Austragungsorten, aber auch die Immobilienpreise steigen stark an. Es kommt zur Verdrängung von der einkommensschwächeren Bevölkerung in den Innenstädten.

    Wir haben massive Sicherheitsmaßnahmen, die vonstatten gehen, die sich mittlerweile im Milliardenbereich befinden, aber von den Bewerbern.. überhaupt nicht erwähnt werden.

    Dann kommt es zu einer Militarisierung der Polizei. Das hat auch Auswirkungen auf die örtliche Bevölkerung, aber eben auch für den Mittelstand, da viele der kleinen Unternehmen mal eben gar keine Kundschaft haben durch die massiven Sicherheitsabsperrungen…

    Wir haben einen massiven Eingriff in die demokratische Willensbildung…

    Die Gewinne werden privatisiert, aber die Kosten werden weiterhin sozialisiert« Zum ganzen Interview

    Zur Website von Dr. Benjamin Bendrich
    https://derballluegtnicht.com/eine-seite/

  • Marie Gogoll (Sportschau): Millionenschwerer Wettstreit um deutsche Olympiabewerbung

    »Wer geht für Deutschland ins Rennen um Olympische Spiele? München, Hamburg, Berlin und „KölnRheinRuhr“ kämpfen darum, der deutsche Olympiabewerber zu werden, und geben dafür schon jetzt viel Geld aus. […] Roland Schüler hält es dennoch für falsch, dass Länder und Kommunen so viel Geld in die Bewerbung investieren. Er ist Bezirksbürgermeister des Kölner Stadtteils Lindenthal und engagiert sich im Bündnis „NOlympia Colonia“. Für die Bewerbung um die nationale Kandidatur als Austragungsort rechnet die Stadt Köln mit Ausgaben von etwa 2,5 Millionen Euro. Rund 85 Prozent davon übernimmt das Land NRW. So eine Summe, meint Schüler, wäre besser in Kölner Fußballplätze, Schwimmbäder oder Schulsporthallen investiert. […]«
    Geplante Ausgaben für die Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele bis zum nationalen Entscheid im Herbst 2026: über 50 Millionen
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  • Dr. Benjamin Benrich: Taschenspielertricks an der Elbe? Das Argument, das keines ist – wie Hamburg seine Bürger*innen mit Wissenschaft von Olympia überzeugen will

    »[…] Es ist alarmierend, wie viele Millionen Euro die Bewerberstädte und Regionen für den internen deutschen Wettbewerb aus Steuergeldern bereits investiert haben, insbesondere angesichts der häufig angespannten finanziellen Situation der Bewerberstädte und der Kürzungen der Fördermittel im Breitensport (siehe Berlin).[…]«
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  • Benno Schirrmeister (taz): Jugend indoktriniert für Olympia. Hamburgs Polizeisenator überwältigt Schü­le­r*in­nen

    »Andy Grote (SPD) will in Schulen Stimmung pro Olympia verbreiten. Er bedient sich dafür der undemokratischen Methode der Indoktrination. […] Dass Hamburgs Innensenator, nur um eine Bewerbung für ein Sportfest durchzusetzen, die Heranwachsenden der Stadt entmündigen will: Das ist beängstigend.«
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