• NOlympia Hamburg: Teure Tickets: Die »Ich muss leider draußen bleiben« Eröffnung der Olympischen Winterspiele 2026

    »Am 6. Februar, von 20:00-23:00 werden die Olympischen Winterspiele 2026 im Giuseppe-Meazza-Stadion in Mailand eröffnet. Das Stadion verfügt über 75.725 Zuschauerplätze. Für die Eröffnungsfeier stehen reguläre Tickets für 260 Euro, 700 Euro, 1.400 Euro und 2026 Euro zum Verkauf. Unter 26-jährige können für den Preis eines 260 Euro-Tickets zwei Karten erhalten.

    Die Firma On Location verkauft exklusiv für die Spiele sogenannte ›Hospitality Packages‹. Die Premium-Variante für 8.950 Euro pro Kopf inkludiert ein Stadionticket der teuersten Kategorie, ein italienisch inspiriertes drei-Gänge Menü sowie Buffet mit Wein, Bier und Softdrinks in einer vom Sportthema geleiteten Atmosphäre, die kuratierte Kunst, authentische Memorabilia enthalten und Live ›Coverage‹ ermöglichen soll.

    On Location ist der ›Premium Experiential Hospitality‹ Ableger des an der New Yorker Börse notierten Premium Sport- und Unterhaltungskonzerns TKO, zu deren größten Anteilseignern der ehemalige Arbeitgeber des Bundeskanzlers und weltweit größte Vermögensverwalter Blackrock sowie Vanguard und die US amerikanische Investmentbank Morgan Stanley gehören. Bislang gingen die 2.8 Milliarden US-Doller Umsätze von TKO primär auf Ultimate Fighting Championship, World Wrestling Entertainment und Professional Bull Riders zurück. Das ändert sich nun. On Location und das IOC haben einen Vierjahresvertrag von 2025 bis 2028 geschlossen, der die Spiele von Mailand 2026 und LA 2028 enthält. Für diesen Zeitraum erwartet TKO 2 Milliarden US-Dollar IOC-Umsätze bzw. jährlich 490 Millionen US-Dollar.

    In Abhängigkeit von der In-/Exklusion der Hospitality Pakete, des Caterings, des Sekundärmarkets und von Promorabatten variieren die Umsatzschätzungen für die Eröffnungszeremonie zwischen 66 Millionen und 90 Millionen Euro, was einem Durchschnittspreis von ca. 870 Euro oder 1200 Euro pro Zuschauer entspricht. Das ist das 20 bis 27-fache eines durchschnittlichen HSV Heimspielpreises von ca. 42 Euro. Oder: alle 17 Heimspiele einer Saison und mehr als die Hälfte der nächsten Saison zusammen.

    Die Kosten für die olympischen Übertragungsrechte von ARD und ZDF im Zeitraum von 2018 bis 2024 betrugen 221.5 Millionen Euro + MwSt. Die Kosten für die Übertragung von Mailand 2026 bis Brisbane 2032 sind bislang noch nicht veröffentlicht. Die Übertragungsrechte sind der größte Einnahmeposten des IOCs.

    Dazu Eckart Maudrich, Pressesprecher von NOlympia: ›Seit die Olympic Charter 1991 den Gestaltsprung der Olympischen Spiele von einem Amateur- zu einem reinen Profisportevent besiegelt hat, hat der findige Schweizer Privatverein IOC seine Marke zu einer Eventplattform ausgebaut, zu dessen Ökosystem in 2026 nun auch Investmentbanker und Vermögensverwalter gehören, deren Firmenbeteiligungen lukrative Umsätze und Profite wittern. Mit Durchschnittspreisen von rund 900 bis 1200 Euro pro Zuschauer setzt die Eröffnungszeremonie der Winterspiele ein klares Zeichen dafür, wer zur Olympischen Familie dazu gehört – und wer nicht. Auch zukünftige Eisprinzessinnen und -prinzen werden das 280 Euro Einsteigerticket für ein Vororterlebnis der billigsten Eiskunstlaufwettbewerbe mit ihren Familien sowie viele andere Wettbewerbe wohl kaum lösen können. Es bleibt die Mattscheibe zu Hause für die die GEZ-Zahler via ARD und ZDF ja auch zahlen. Die Hamburger sollten diese Realität der Einlösung der Teilhabeversprechen beim Bürgerschaftsreferendum am 31.05. im Kopf behalten.‹«

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  • Nicolas Basse (FAZ): Trebisonda Valla: Eine Pionierin, die dem Faschismus dient

    »[…] In der Sportlerin [Trebisonda Valla] fand Mussolini nun eine unvermutete Heldin für seine Propaganda. […] Sie mehrte durch Staatsakte, Fotoshootings und Interviews zugleich den Glanz des Faschismus […]. Sie wurde als Vorbild für die Jugend dargestellt, sogar Filmrollen wurden ihr angeboten. […]«
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  • Greenpeace: ÖLympias dreckiges Gold. Offener Brief an das Internationale Olympische Komitee

    »An das Internationale Olympische Komitee,

    wir fordern Sie dringend auf, alle Sponsoring- und Partnerschaftsverträge mit Öl- und Gasunternehmen, einschließlich Eni, zu kündigen. Die fossile Industrie muss für die von ihr verursachten Schäden durch Steuern oder Geldstrafen aufkommen. Sie darf keine Möglichkeit bekommen, ihr Image durch Sponsoring reinzuwaschen, während sie gleichzeitig die Klimakrise vorantreibt, die die Zukunft des Wintersports bedroht.

    Es ist Zeit für einen Richtungswechsel.

    Beenden Sie das Öl- und Gas-Sponsoring der Olympischen und Paralympischen Winterspiele – und erteilen Sie der klimaschädlichen fossilen Industrie für alle künftigen Olympischen Spiele eine Absage.

    Unterzeichnen Sie den offenen Brief an das IOC und unterstützen Sie unsere Forderung: Fossile Unternehmen müssen ihrer Verantwortung für die Folgen der Klimakrise gerecht werden und die Kosten für Klimaschäden und Klimaschutzmaßnahmen übernehmen. «

    Hier unterzeichnen: https://act.greenpeace.de/oelympias-dreckiges-gold

    Artikel zur Kampagne:
    An oil and gas corporation killing winters with its planet-heating pollution is sponsoring the Winter Olympics. Could it be Eni more ironic?
    Federico Spadini
    https://www.greenpeace.org/international/story/80988/an-oil-and-gas-corporation-killing-winters-with-its-planet-heating-pollution-is-sponsoring-the-winter-olympics-could-it-be-eni-more-ironic/

    Greenpeace-Video »It’s the Olympics – not the OILympics« auf Youtube unter https://www.youtube.com/watch?v=5755Rv7NwxE (3. Februar 2026)

  • Christoph Becker (FAZ): Olympia-Cheforganisator von Los Angeles 2028 Casey Wasserman unter Druck

    Der Olympia-Cheforganisator von Los Angeles 2028 ist durch die Veröffentlichung weiterer »Epstein-Akten« kompromittiert. Die E-Mails deuten auf intimen Verkehr zwischen ihm und Ghislaine Maxwell hin.
    Zum Artikel [€]

  • Robert Kempe/Jochen Leufgens (WDR-Doku): Kirsty Coventry – Vom Golden Girl auf den olympischen Thron (2026)

    »Robert Kempe und Jochen Leufgens zeichnen den beispiellosen Aufstieg einer Weltklasseathletin vom Les-Brown-Pool in Harare bis auf den IOC- Thron in Lausanne nach. In der WDR-Doku gehen sie den Fragen nach, die bisher noch niemand öffentlich beantwortet hat. Denn während Kirsty Coventry in Lausanne die olympischen Werte hochhält, blickt ihre Heimat Simbabwe mit anderen Augen auf sie.«
    Video verfügbar bis 28.01.2031
    Video

    Dazu der Kommentar in der FAZ:
    IOC-Chefin Kirsty Coventry: Weiß sie überhaupt, was mit Menschenrechten gemeint ist?
    Von Christoph Becker, 30.01.2026
    »….Die WDR-Journalisten Robert Kempe und Jochen Leufgens liefern mit ihrer Dokumentation ›Die Präsidentin‹ eine konzise Antwort: Kirsty Coventry ist zutiefst kompromittiert. ›Sie ist die letzte Person, die über Menschenrechte sprechen sollte‹, sagt die von der Regierung Simbabwes inhaftierte, von der Polizei misshandelte Anwältin Beatrice Mtetwa: ›Ich glaube, sie weiß nicht einmal, was mit Menschenrechten gemeint ist.‹…“
    Zum Artikel

  • taz: Grünen-Abgeordnete über Olympia. »Für Berlin ist der Zug eh abgefahren«

    In Berlin fehlt das Konzept für Olympische Spiele und die Zustimmung der Bevölkerung, sagt Sportpolitikerin Klara Schedlich. Knackpunkt: die Finanzen.
    Klara Schedlich: »…. warum sollte auch nur eine Schwimmhalle im Ostteil der Stadt saniert werden, weil in Berlin-Westend olympische Schwimmwettbewerbe ausgetragen werden? Es gibt überhaupt keinen gesicherten positiven Effekt auf die Infrastruktur. In erster Linie gibt das Internationale Olympische Komitee, das IOC, vor, wie Olympia auszutragen ist….«
    Zum Interview

  • Vertreibung: Los Angeles erwägt, vor den Olympischen Spielen 2028 möglicherweise Tausende von Obdachlosen aus den Gebieten rund um Sportstätten zu entfernen

    LAist: LA County considers plans to remove unhoused people and clear encampments around Olympic venues
    Libby Rainey has been tracking how L.A. is prepping for the 2028 Olympic Games.
    Published Jan 29, 2026 12:55 PM
    Updated Jan 30, 2026 9:57 AM
    L.A. County is considering plans to remove potentially thousands of unhoused people from areas around sports venues ahead of the Olympic Games in 2028.
    Zum Beitrag

    Weitere Artikel zu Vertreibung durch Olympische Spiele, Jules Boykoff spricht von »THE OLYMPICS DISPLACEMENT MACHINE«

    These Women Have Lost Their Homes to the Olympics in Tokyo—Twice
    Dave Zirin and Jules Boykoff
    They were displaced from their homes 55 years ago to make way for the 1964 Tokyo Olympics and now, more than five decades later, they have been displaced again. [€]
    July 23, 2019
    https://www.thenation.com/article/archive/tokyo-olympics-displacement/

    The Paris Olympics Has Launched a War on the Poor
    Paris will almost certainly be remembered as a successful Olympic site. Such recollections, however, will leave out those who suffered under its weight. [€]
    August 9, 2024
    Jules Boykoff and Dave Zirin
    https://www.thenation.com/article/world/paris-olympics-homeless-displacement/

  • NOlympia Colonia: Es bröckelt bei der Olympia-Bewerbung in NRW: Zwei Städte [hoffentlich] raus aus der Bewerbung

    »Eine der 16 beteiligten NRW-Städte bei der Olympia-Bewerbung Köln-Rhein-Ruhr schert aus. Im Rat der Stadt Herten kam am Mittwochabend nicht die notwendige Zwei-Drittel-Mehrheit für den Bürgerentscheid zustande, der wiederum Voraussetzung für die Teilnahme an der Bewerbung ist….« zitiert NOlympia Colonia in einem Beitrag die Kölnische Rundschau vom 30. Januar 2026. Fairspielen schreibt dazu: »Olympia Köln-Rhein-Ruhr@NRW – SPD Herten steigt aus« und verlinkt auf die lesenswerte Begründung (pdf) der SPD-Fraktion Herten. »Die Folge: Auch Recklinghausen ist damit raus aus dem Bewerbungskonzept, weil beide Städte irgendwie verbunden im Konzept beteiligt waren.«

    Ein Auszug aus der Presseerklärung: »Olympia. Licht und Schatten« der SPD-Fraktion Herten vom 28. Januar 2026 (pdf):

    »Wie kann es sein, dass landesweit im sozialen Bereich, in der Bildung und bei kommunalen Leistungen gespart wird, gleichzeitig aber mehrere Millionen Euro für die Durchführung von Bürgerentscheiden bereitgestellt werden?…. Mit Blick auf Herten hat der Kämmerer gerade eine Teilhaushaltssperre verhängt und diesbezüglich wird der Rat im März über einen Nachtragshaushalt zu entscheiden haben. Darüber hinaus hat die Politik in der letzten Ratssitzung unter großen Bauchschmerzen mit Mehrheit weitere Gebührenerhöhungen beschlossen. In dieser Situation den Bürgerinnen und Bürgern zu sagen, es gehe ›ja nur um den eigenen 15-prozentigen Anteil beim Ratsbürgerentscheid (Anteilshöhe abhängig von Beteiligung), damit wir uns vielleicht bewerben können‹, halten wir für nicht vertretbar. Nicht berücksichtigt bei der Kostenübersicht ist hierbei der erhöhte personelle Verwaltungsaufwand, der einhergeht mit Leistungskürzungen bzw. Einschränkungen für Hertener Bürgerinnen und Bürger.« 👍

  • DIE PARTEI Essen: NEIN zu Olympia – JA zu Essen

    Die PARTEI Essen spricht sich gegen eine Beteiligung der Stadt Essen an einer Bewerbung für die Olympischen Sommerspiele aus.- NOlympia für die Stadt Essen!

    »Nachdem man aus dem STEAG Abenteuer mit 2 blauen Augen davongekommen ist, verfällt Essens Politik erneut in Großmannssucht! Nicht weniger als die Olympischen Spiele möchte man auch nach Essen holen -2036, 2040 oder 2044, egal…
    […] Das Geld, was für eine Olympia Bewerbung rausgepulvert wird, könnte stattdessen besser für eine nachhaltige Förderung des Breiten- und Schulsports in unserer Stadt verwendet werden.

    Deshalb beim BÜRGERENTSCHEID am 19.04.2026 konsequent mit NEIN stimmen […]«
    [Zum Artikel]

  • Greenpeace: Olympische Winterspiele in Zeiten der Klimakrise

    Sonka Terfehr
    »Die Temperaturen steigen, die Gletscher schmelzen und weltweit gibt es immer weniger Schnee – und damit immer weniger geeignete Orte für Wintersport wie die Olympischen Winterspiele. Maßgeblich verantwortlich für die Erderhitzung ist die fossile Industrie, mit katastrophalen Auswirkungen für weit mehr als nur die Wettkämpfe. Doch ausgerechnet Konzerne dieser Branche treten gerne als Sponsor bei Sportveranstaltungen auf, deren Zukunft sie selbst zerstört. Schluss damit, fordert Greenpeace. […]«
    Zum Beitrag

    Aktion: https://act.greenpeace.de/oelympias-dreckiges-gold

  • BYTESDE: Wie das Internationale Olympische Komitee Milliarden verdient und umverteilt

    „Ich habe dieses interaktive Dashboard erstellt, das das Finanzierungsmodell des IOC visualisiert und zeigt, woher das Geld kommt und wie es während der Olympischen Spiele umverteilt wird. Was wird angezeigt: Einnahmequellen (ungefähre Anteile)……
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  • Michael Fuchs (Kölnische Rundschau): Hitzige Debatte. Bei den Grünen in Köln überwiegt die Olympia-Skepsis

    »…. Ida Holschbach, Sprecherin der Grünen Jugend Köln, hielt eine flammende Rede gegen eine Olympia-Bewerbung und zerriss den Antrag des Vorstands in der Luft. Der sage nichts aus: ›Viele Worte, keine Position‹. Die grüne Partei stehe ›für Nachhaltigkeit, Umweltschutz, soziale Gerechtigkeit, besonnene und faktenbasierte Politik. Und für all das steht diese Olympia-Bewerbung überhaupt nicht.‹…«
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  • ICE-Einsatz bei den olympischen Winterspielen in Italien 2026

    FAZ: ICE-Einsatz bei Olympia. „Ich möchte diese private Polizeitruppe nicht in Mailand“.
    Beamte der US-Einwanderungsbehörde ICE sollen bei den Olympischen Winterspielen in Italien für Sicherheit sorgen – trotz heftiger Kritik nach tödlichen Einsätzen. Im Gastgeberland regt sich Unmut.
    Zum Artikel.

    Dazu auch:
    NTV: Sonderauftrag in Italien. USA senden ICE-Beamte zu den Olympischen Spielen.
    „Wie ein Sprecher der Behörde der Nachrichtenagentur AFP mitteilte, soll die ICE-Abteilung für Heimatschutz (Homeland Security Investigations) …. zudem dem „Gastgeberland bei der Überprüfung und Minderung von Risiken durch transnationale kriminelle Organisationen“ helfen.“
    Zum Artikel

  • Micaela Taroni (Berliner Morgenpost): Urlaub in Italiens Dolomiten: Die Hotelpreise explodieren

    Cortina d‘Ampezzo. Italien-Urlauber, die während der Winterspiele in die Dolomiten reisen, müssen sich auf Teuerungen von mehr als 200 Prozent gefasst machen.
    Zum Artikel

  • Frederic Valin (taz): Das IOC und Trump. Vor dem Despoten in den Goldstaub schmeißen

    Nicht nur die Fifa, auch Kirsty Coventry und ihr IOC geben sich demütig gegenüber Donald Trump. In politische Dinge könne man sich nicht einmischen.

    Zum Artikel

  • Robin Dittrich (Mercur): Italien-Bewohner empört über Olympia-Wahnsinn – »Um Geld zu verdienen, zerstört man Berge«

    »…. Olympia-Chaos in Cortina… ›Für Geld verkaufen sie alles.‹ Die Olympischen Spiele werden von vielen als ›Verschwendung von Geld und Zerstörung der Umwelt‹ gesehen. Besonders bitter: ›Was für eine weltweite Blamage sie gerade hinlegen‹, schreibt ein Nutzer über den Zustand der Vorbereitungen.« Zum Artikel

  • Neue Studie der Universitäten Waterloo, Innsbruck und Toronto: Zwi­schen Kli­ma­schutz und Schnee­si­cher­heit. Die Zukunft der Olym­pi­schen Win­ter­spiele

    »Olympische und Paralympische Winterspiele geraten durch die Klimakrise zunehmend unter Druck. Eine neue internationale Studie der Universitäten Waterloo, Innsbruck und Toronto zeigt, wie steigende Temperaturen und unsichere Schneeverhältnisse die Auswahl an möglichen Austragungsorten einschränken. Laut den Autor:innen sind Anpassungen nötig, damit die Spiele auch in Zukunft fair und sicher ausgetragen werden können. Federführend an der Analyse beteiligt ist Robert Steiger, Tourismusforscher an der Uni Innsbruck.

    […] Die Modelle zeigen, dass die Zahl der potenziellen Gastgeber ohne Beschneiung bis in die 2050er Jahre auf nur noch vier Orte weltweit sinken würde. ›Es gab in den vergangenen Jahren immer wieder Kritik an der starken Nutzung von Kunstschnee, etwa in Peking‹, sagt Scott. ›Aber ein genereller Verzicht ist keine realistische Option, genauso wenig wie die Rückkehr von Eishockey, Eiskunstlauf oder Curling ins Freie. Ohne Beschneiung würden die Spiele sehr viel häufiger von unsicheren und unfairen Bedingungen oder abgesagten Bewerben geprägt sein, am Ende gäbe es Winterspiele ohne ‹ Robert Steiger betont, dass Beschneiung effizient und möglichst klimafreundlich organisiert werden müsse, mit moderner Technik, sparsamem Einsatz von Wasser und Energie und einem möglichst geringen Ausstoß von Treibhausgasen. […]«

    Zum Beitrag

    Zur Studie Advancing climate change resilience of the Winter Olympic-Paralympic Games

  • NOlympia Colonia: Protest gegen teure Spiele und falsche Prioritäten

    »Mit einer Protestaktion vor der Lanxess Arena hat die Initiative NOlympia Colonia gestern ein deutliches Zeichen gegen die geplante Olympia-Bewerbung der Region Rhein-Ruhr gesetzt. Anlass war der offizielle Auftakt der Olympia-Kampagne, bei dem politische Spitzenvertreter das Projekt öffentlich bewarben. Die Initiative nutzte diesen Moment bewusst, um ihre Kritik dort sichtbar zu machen, wo die Spiele symbolisch inszeniert werden….«

    Hier zum ganzen Blogbeitrag von NOlympia-Colonia

  • Zentrale Fragen zur geplanten Olympiabewerbung Leipzigs für 2036 bleiben unbeantwortet, kritisiert der BUND Leipzig

    Trotz wiederholter Nachfragen bleiben zentrale Fragen zur geplanten Olympiabewerbung Leipzigs für 2036 unbeantwortet. Das kritisieren die Initiator:innen der Einwohnerfrage „Wirklich Gold für Leipzig?“, die im November 2025 in der Ratsversammlung behandelt wurde (VIII-EF-02006-AW-01).

    „Die Antworten der Stadtspitze waren auffallend allgemein – konkrete Angaben zu Bauprojekten, Kosten, Finanzierung und sozialen Auswirkungen fehlen bis heute“, kritisieren Lisa Falkowski und Jürgen Kasek vom BUND Leipzig. Auch detaillierte Unterfragen zu ökologischen Folgen, Nachnutzungskonzepten und langfristigen finanziellen Risiken seien nicht substanziell beantwortet worden.

    DOSB-Kriterien erfordern belastbare Zahlen

    Brisant ist die Situation auch vor dem Hintergrund neuer Entwicklungen: Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat inzwischen eine Bewertungsmatrix für Bewerberstädte veröffentlicht. Zentrale Kriterien sind unter anderem internationale Wettbewerbsfähigkeit, Finanzierung und Kosten sowie gesellschaftliche Akzeptanz. Da die detaillierten Bewerbungsunterlagen der Städte nach bisherigem Kenntnisstand bereits im Februar/März 2026 beim DOSB eingereicht werden müssen, gehen die Initiator:innen davon aus, dass der Stadt Leipzig mittlerweile konkretisierte Planungen und Kostenanalysen vorliegen.

    „Wenn Leipzig ernsthaft olympische Ambitionen verfolgt, muss es diese Informationen jetzt offenlegen – nicht erst nach einer Vorentscheidung“, so die weitere Kritik von Falkowski und Kasek.

    Offene Fragen zu Bauprojekten, Finanzierung und Nachnutzung

    In einer erneuten Anfrage an den Oberbürgermeister fordert die Initiative nun detaillierte projektbezogene Auskünfte, unter anderem zu:

    • geplanten Neu- und Ausbauprojekten im Olympiakontext (Sportstätten, Infrastruktur, Unterkünfte),
    • konkreten Standorten, Flächenverbräuchen und Versiegelungen,
    • Investitions- und Folgekosten (kommunal, Land, Bund),
    • Zeitplänen und möglichen Beschleunigungen durch Olympia,
    • sowie belastbaren Nachnutzungskonzepten.

    Besonders kritisch sehen die Fragesteller:innen die fehlende Transparenz bei den Kosten. So wird in der bisherigen Antwort auf einen Stadtratsbeschluss („Memorandum of Understanding mit dem DOSB“) verwiesen, der jedoch weder im Ratsinformationssystem noch auf der städtischen Website öffentlich zugänglich ist.

    Unklare Rolle von „Gold for Leipzig e.V.“

    Ebenfalls ungeklärt sei die Finanzierung des Vereins „Gold for Leipzig e.V.“. Bislang ist nicht öffentlich nachvollziehbar,

    • ob und in welchem Umfang öffentliche Mittel an den Verein fließen,
    • ob Sponsoring-Vereinbarungen mit Unternehmen bestehen
    • und wie die organisatorische Einbindung in die städtische Verwaltung erfolgt.

    Stakeholder-Workshop ohne Umweltverbände

    Kritik gibt es auch am sogenannten Stakeholder-Workshop im September 2025. Zwar verweist die Stadt auf Beteiligung aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft – Ergebnisse, Protokolle oder Teilnehmerlisten sind jedoch nicht öffentlich. Auffällig sei zudem, dass der BUND als einer der größten Umweltverbände Deutschlands offenbar nicht eingeladen wurde.

    „Gerade bei einem Projekt dieser Größenordnung ist Transparenz keine Kür, sondern Voraussetzung“, heißt es von Seiten der Fragesteller:innen.

    Soziale und ökologische Risiken bislang ausgeblendet

    Bis heute unbeantwortet geblieben seien außerdem Fragen zu möglichen negativen Folgen einer Olympiabewerbung, etwa:

    • steigende Lebenshaltungskosten,
    • sozialräumliche Verdrängung,
    • Kürzungen öffentlicher Mittel in sozialen und ökologischen Bereichen.

    Ob hierzu Studien, Gutachten oder Szenario-Analysen existieren, ist unklar – obwohl die gesellschaftliche Akzeptanz ein zentrales Kriterium des DOSB ist.

    Forderung: Offene Debatte statt Marketing

    Die Initiative fordert nun eine vollständige, zeitnahe und transparente Information der Öffentlichkeit. Parallel dazu hat sich auch in Leipzig eine Initiative gegründet, die die Olympiabewerbung kritisch begleiten will.

    „Olympia ist kein Imageprojekt, sondern ein massiver Eingriff in Stadtentwicklung, Haushalt und soziale Strukturen“, so das Fazit der Initiator:innen. „Wenn Leipzig diesen Weg gehen will, dann nur auf Grundlage überprüfbarer Zahlen und einer ehrlichen gesellschaftlichen Debatte.“

    Zur Pressemitteilung »Olympiabewerbung Leipzig 2036: Stadt bleibt zentrale Antworten schuldig. Initiative des BUND Leipzig fordert Transparenz zu Kosten, Bauprojekten und sozialen Folgen«