»Olympia 2036, 2040, 2044 oder doch lieber gar nicht? Vor dieser Entscheidung stehen rund 440.000 Dortmunder:innen. Aus der Politik sind die meisten Parteien für die Bewerbung der Stadt als ein Austragungsort der olympischen Spiele, es gibt aber auch Widerspruch – unter anderem von der Dortmunder Fraktion „Die Linke und Tierschutz“. Diese organisierte am vergangenen Samstag, dem 28.März, eine Informationsveranstaltung zum Thema (N-)Olympia. […]«
Zum Blogbeitrag
Aktion
-
Nordstadtblogger (Dortmund): NOlympia: Die Kehrseite der Medaille oder: Argumente gegen eine Olympia-Teilnahme
-
NOlympia Hamburg: Ist die Schule ein besonders geschützter Raum für politische Bildung?
»Am 5.02. erhielten die Schulpostfächer in Hamburg eine Email mit einem „Schulbrief“, der sich an alle Schulleitungen und Lehrkräfte wendete. Auf dem Briefkopf der “Behörde für Inneres & Sport”, im Olympiakampagnen-Look und unterschrieben vom Vorprojektteam für die Olympischen und Paralympischen Spiele wurde dem Lehrkörper anläßlich des bevorstehenden Referendums folgendes angekündigt:
Unterrichtsmaterialien zu Olympischen Werten und dem Hamburger Bewerbungskonzept
Unterstützung bei der Einbindung in schulsportliche Veranstaltungen
Aufruf zu ehrenamtlichem Engagement von Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern als Volunteers.
Interessierte konnten sich an
olympia-paralympics@sommerspiele.hamburg.de wenden.[…]Im Beutelsbacher Konsens, der politische Bildung im schulischen Kontext seit langem prägt, heißt es dazu, dass Schülerinnen und Schüler nicht im Sinne einer politischen Position beeinflusst werden sollen (Indoktrinationsverbot).
Weder die Unterlagen für die Klassen 8-10 noch die für die Klassen 11-13 fördern die Auseinandersetzung mit dem Tool des Bürgerschaftsreferendums in seinen olympiabewerbungsbezogenen Entstehungungs- und bislang ausschließlichen Anwendungskontext ein. Keine der Unterlagen bindet das zivilgesellschaftliche Instrument der Stellungnahme ein, das 2015 und auch 2026 zur Anwendung kommt und welches in besonderem Maße die Kontroversität des Anliegens auf den Punkt bringt. Das Beutelsbacher Prinzip des Gebots der Kontroversität fordert im schulischen Kontext, dass politisch-gesellschaftlich kontroverses auch im Unterricht kontrovers dargestellt werden soll. […]«
Zum Blogbeitrag
-

NOlympia Berlin »sitzt am längeren Hebel«. Nicht unsere Spiele. Florian Kasiske von NOlympia im Talk mit Emily Laquer
»Geld, Macht und Spiele: Wer kassiert, wer zahlt, wer wird verdrängt?
Wir haben mit Florian Kasiske von NOlympia Hamburg diskutiert.«
Zum Youtube-Video (3.3.2026)
Florians Einschätzung zur Berliner Olympiabewerbung: »Die Bewegung [NOlympia] sitzt am längeren Hebel«. (1:32:44) -
+++ GEW Berlin unterstützt NOlympia-Bündnis: Gemeinsam gegen Olympia – für eine Stadt, die für alle da ist +++
Ein klares Signal aus der Bildungs- und Wissenschaftspolitik: Der Landesvorstand der GEW Berlin hat am 23. Februar 2026 den Beschluss gefasst, das Bündnis NOlympia Berlin zu unterstützen.
Diese Entscheidung ist mehr als eine politische Erklärung – sie ist ein Mahnung an die Politik, ein Zeichen der Solidarität mit den Menschen in Berlin und ein klarer Appell für eine Stadt, die für alle da ist.
Warum die GEW Berlin das Bündnis unterstützt
Die GEW – die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft – steht für:
– Gute Bildung für alle
– Faire Arbeitsbedingungen für Lehrkräfte und Beschäftigte
– Demokratische Mitbestimmung in Schule, Hochschule und VerwaltungDiese Werte sind genau das, was die Olympischen Spiele in Frage stellen:
– Milliardenkosten statt Investitionen in Schulen und Kitas
– Vertreibung von Menschen für Bauprojekte
– Kostenüberschreitungen und finanzielle Risiken für die StadtDass die GEW Berlin diese Risiken erkannt hat und sich klar gegen eine Bewerbung der Stadt für die Olympischen Spiele ausspricht, ist ein wichtiger Meilenstein.
Vorläufige Entscheidung – jetzt wird es konkret
Bereits im Dezember 2025 hatte die Landesdelegiertenversammlung der GEW Berlin die Ablehnung einer Bewerbung der Stadt Berlin für die Olympischen Spiele beschlossen:
»Die GEW Berlin spricht sich gegen eine Bewerbung der Stadt Berlin für die Austragung der Olympischen Spiele aus. Sie fordert den Berliner Senat auf, von einer Bewerbung abzusehen und stattdessen die öffentlichen Mittel für den Ausbau und die Sanierung von Bildungseinrichtungen, Sportstätten an Schulen, für sozialen Wohnungsbau sowie für Erhaltung und Ausbau der sozialen Infrastruktur zu verwenden.«
Die Begründung der GEW findest du hier!
Wir danken der GEW Berlin – und bleiben gemeinsam stark
Wir vom Bündnis NOlympia Berlin freuen uns sehr über diese Unterstützung.
Die GEW ist eine der wichtigsten Stimmen in der Bildungs- und Wissenschaftspolitik – und ihre Stellungnahme ist ein starkes Zeichen der Solidarität.Denn:
– Bildung ist kein Luxus – sie ist eine Grundvoraussetzung für eine gerechte Gesellschaft.
– Die Stadt braucht keine Spiele – sie braucht eine Zukunft, die für alle da ist.Was jetzt kommt: Die Vorbereitung zu einem Volksbegehren
Mit der Unterstützung der GEW Berlin wird unsere Kampagne noch stärker.
Wir arbeiten weiter an der Vorbereitung eines Volksbegehrens, das sicherstellt:
»Keine Olympiabewerbung ohne Beteiligung der Bürger*innen!« -

Grundsätzliches. Das Problem mit der »Volksbefragung von oben«
Volksbefragungen, die von der Regierung initiiert werden, sind kein echtes Instrument der direkten Demokratie. Diese »Volksbefragungen von oben« geben der Regierung Kontrolle über Inhalt, Formulierung und Zeitpunkt – und verwandeln so ein eigentlich demokratisches Werkzeug in ein Mittel zur Stärkung ihrer eigenen Macht. Darum halten wir »Volksbefragungen von oben« für eine Demokratiesimulation – eine Form, die den Anschein von Bürgerbeteiligung erweckt, aber die Macht bei der Regierung belässt.

Als Beispiele dienen hier drei unterschiedliche Modi von Volksbefragungen zur Olympiabewerbung 2036/2040/2044:🔴 Beispiel München (2025): »Volksbefragung von oben«
Vor dem Münchner Bürgerentscheid zur Olympiabewerbung wurde von der Stadtregierung ein einseitig argumentierender Flyer mit dem Slogan »Olympiabewerbung München – Miteinander Großes schaffen!« den Wahlunterlagen beigelegt. Gegenargumente von beispielsweise NOlympia München jedoch fehlten. Eine fundierte Entscheidung war unter diesen Bedingungen kaum möglich. Am 26. Oktober 2025 stimmten über 60 % für eine Bewerbung – unter eindeutig einseitiger Informationslage.
🟡 Beispiel Hamburg (2026): »Volksbefragung von oben« + Direkte Demokratie
Dort setzte die Initiative NOlympia Hamburg mit direkter Demokratie (Unterschriftensammlung) durch, dass auch ihre Gegenargumente in die Wahlunterlagen für das Bürgerschaftsreferendum über die Olympiabewerbung aufgenommen werden. So können die Bürger*innen am 31. Mai 2026 eine einigermaßen informierte Entscheidung treffen.
🟢 Beispiel Berlin (2026): »Volksbefragung von unten« = Direkte Demokratie
In Berlin ist eine »Volksbefragung von oben« verfassungsrechtlich nicht möglich – und das ist auch gut so. Das Bündnis NOlympia Berlin startet darum mit dem Volksbegehren »Für Berlin – gegen Olympia. Wir sagen Nein zu einer Bewerbung zu Olympischen Spielen in den Jahren 2036, 2040 und 2044!« eine »Volksbefragung von unten«. Die Kontrolle bleibt weitgehend in eigenen Händen. Eine öffentliche Debatte mit Pro- und Contra-Argumenten ist gewährleistet. Die Bürger*innen haben über einen längeren Zeitraum hinweg ausreichend Gelegenheit, sich zu informieren – und können am Ende informiert abstimmen.
-
PM NOlympia Hamburg: NOlympische Bilanz Milano Cortina 26
»Heute enden die Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d’Ampezzo. Die Bilanz spricht klar gegen das IOC und Olympische Spiele und ist für die Debatte um eine Hamburger Olympiabewerbung relevant:
Öffentlicher Haushalt
Geplant: 1.3 Milliarden Euro. Realisiert: 5.7 Milliarden Euro[1].Eintrittspreise
Zutritt zur Eröffnungsfeier: Durchschnittspreis ca. 870–1200 Euro. Sportereignisse: ganz überwiegend ab 100 Euro[2].Freiheitsrechte
Einführung von ›Sicherheitsdekret‹ in Italien. Ein präventiver Sicherheitsgewahrsam ermöglicht, die ›Feinde Italiens‹ , also diejenigen, die gegen Olympia demonstrieren, bei Verdacht wegzusperren[3].Klimaschutz
Das CO2 Schätzbudget von Milano Cortina beträgt eine Millionen Tonnen CO2 – für 14 Tage.[4] Das ist mehr als das Doppelte des C02-Budgets Hamburgs in 2040 & 2044 für 365 Tage und alle Sektoren (0.4 Millionen Tonnen CO2). Im Unterschied zum Hamburger Klimaschutzgesetz ermächtigen die IOC Bilanzregeln dazu, mittels Zertifikatekauf CO2 zu kompensieren. – Paris 2024 (2.1 Millionen Tonnen CO2) entsprach dem fünffachen der in Hamburg 2040 und 2044 zulässigen Menge.Neutralität des Sports
Das IOC kaufte die Filmrechte für Leni Riefenstahls Aufnahmen von 1936. Während der Winterspiele konnten Motive der 1936er Spiele im Fan-Shop erworben werden.[5]Immobilienpreise
Daten des Immobilienportals Idealista weisen in eine ähnliche Richtung wie die Studie zu PyeongChang 2018[6], die eine deutliche Verteuerung von Immobilien aufgrund der Spiele nachwies. Die Idealista-Daten, die auch nicht-olympische Effekte enthalten, zeigen eine Beschleunigung von 6–8% jährlich gegenüber der vor-olympischen Periode.Dazu Eckart Maudrich, Pressesprecher von NOlympia: ›Ob Winter– oder Sommerspiele – die Altlasten der Spiele ähneln sich: die Allgemeinheit zahlt massive Ausgabenüberschreitungen, die Top 10%, die sich die hohen Eintrittspreise leisten können, haben Spaß, während für alle die Immobilienpreise nachhaltig durch die Decke gehen, Freiheitsrechte beschränkt werden und ein CO2-Fußabdruck erzeugt wird, der nur im Wege des Ablasshandels zukunftsfähig ist. Mit dem Kauf der Filmrechte für Leni Riefenstahls Aufnahmen der 1936er Spiele, sowie dem Verkauf von Motiven der Nazi-Spiele sollte nun auch dem letzten klar sein, welche Werte das IOC vertritt.‹
[1] https://www.theintelbriefing.com/p/why-a-staggering-57-billion-price
[2] s. PM vom 6.02.
[3] https://taz.de/Rechtswende-in-Italien/!6153398/
[4] Fondazione Milano Cortina 2026: GHG Management Strategy, S12
[5] https://www.sportandpolitics.de/olympic-heritage-coventrys-failure-riefenstahl-nazi-olympics/
[6] Hur/Kim:The anticipated legacies of mega sporting events. 2022. Gastgeberdistrikte lagen um 6.6% über Nicht-Gastgeberdistrikten«
Download PDF mit ergänzenden Grafiken
Zur Pressemitteilung
-
PM NOlympia Hamburg: »19.423 Unterschriften für ein ausgewogenes Meinungsbild in den Wahlunterlagen fürs Olympiareferendum«
Die Initiative NOlympia [Hamburg] hat heute 19.423 Unterschriften an den Landeswahlleiter übergeben – beinahe doppelt so viel, wie erforderlich gewesen wären. Damit setzt die Initiative durch, dass den Wahlunterlagen für das Bürgerschaftsreferendum über Olympische und Paralympische Spiele in Hamburg eine olympiakritische Stellungnahme beigefügt wird.
Dazu Clara Ihring, Pressesprecherin von NOlympia Hamburg: ›Wir sind überwältigt, wie viele Menschen in den vergangenen drei Wochen bei Minusgraden Unterschriften gesammelt haben. Wir sind dankbar für die vielen Gespräche auf der Straße. Darin wurde deutlich: Sehr viele Menschen wollen nicht, dass Milliarden für ein Megaprojekt ausgegeben werden, das Geld in die Kassen weniger spült, während die Mehrheit der Hamburger*innen unter den Folgen leidet. Hamburg gibt viele Millionen allein für die aktuelle Bewerbung aus, spart aber an anderen Stellen: Wir leben in einer Stadt mit maroden Schulen und Turnhallen, soziale Einrichtungen kämpfen ums Überleben, die Hochschulen sind unterfinanziert. Dieser Gegensatz macht viele Hamburger*innen wütend. Olympia bringt die Hamburger*innen nicht zusammen. Olympia spaltet die Stadt.‹
Historisch ist das Bürgerschaftsreferendum 2015 entstanden. Nach der Beratung im Verfassungs- und Bezirksausschuss, die unter dem Titel ›Selbstbefassung Ausführungsgesetz zum Olympiareferendum‹ firmierte, wurde das Bürgerschaftsreferendum 2015, nach vorheriger Verfassungsänderung, in das Volksabstimmungsgesetz eingefügt und angewendet. In Bezug auf die Artikulationsrechte wurde festgehalten: ›Da der Senat selbst vorschlagsberechtigt für ein Referendum ist, darf er auch eine eigene Meinung haben zum Abstimmungsgegenstand und zu möglichen Gegenvorlagen; er darf – unter Wahrung des Sachlichkeitsgebots – auch für seine Position werben.‹ (Drs. 21/600, S.9) Die Hamburger*innen entschieden sich gegen die Olympiabewerbung. Am 31. Mai 2026 kommt das Bürgerschaftsreferendum zum zweiten Mal zum Einsatz. Damals wie heute prüft der DOSB, ob die Bevölkerung hinter der Bewerbung steht. Im Unterschied zu 2015 hat Hamburg Wettbewerber und die Münchener haben im Oktober 2025 bereits für eine Bewerbung gestimmt.
Eckart Maudrich, Pressesprecher von NOlympia Hamburg: ›Hamburg ist nicht München. Den Münchner*innen wurde die Möglichkeit ausgewogener Information in ihren Wahlunterlagen in beschämender Weise nicht eingeräumt. Gesetzlich ist das in Hamburg anders: 19.423 Hamburger*innen und damit beinahe doppelt so viele wie gesetzlich gefordert, haben sich für ein ausgewogeneres Meinungsbild und damit für die Veröffentlichung unserer kritischen Stellungnahme in ihren Wahlunterlagen ausgesprochen. Ganz besonders haben uns beim Sammeln die Hamburger Olympiabefürworter*innen beeindruckt, die uns aus genau dieser demokratischen Überzeugung heraus ihre Unterschrift gegeben haben. Dass wir unsere Stellungnahme gesetzlich ab Einreichung am 15. Januar nicht mehr verändern dürfen, während Senat und Bürgerschaft dies bis kurz vor Druckunterlagenschluss im April dürfen, verursacht bei uns demokratische Störgefühle; vor allem auch deshalb, weil der Senat erst Mitte März sein Finanzierungskonzept und weitere Details veröffentlichen will. Überdies plant der Senat mit einem 1000-fachen unserer Spendenmittel in den Aufmerksamkeitskampf zu ziehen. Das mag man demokratisch finden. Wir finden es olympisch – also nicht Fairplay.‹«
Zur Pressemitteilung
-
NOlympia-Volksbegehren: Amtliche Kostenschätzung oder Faschingsscherz?
Senat rechnet sich Olympia mit Phantom-Milliarden schön.Die vom Berliner Senat vorgelegte amtliche Kostenschätzung zum Volksbegehren gegen die Olympia-Bewerbung gleicht eher einer Büttenrede zum politischen Aschermittwoch als einer seriösen finanzpolitischen Analyse. Anstatt die realen Risiken für den Landeshaushalt zu benennen, operiert die Innenverwaltung mit völlig unbelegten Gewinnen und blendet die historische Kostenexplosion von Olympischen Spielen komplett aus.
In der Kostenschätzung wird behauptet, bei einem Stopp der Bewerbung würden dem Land Berlin Investitionen in einem »hohen einstelligen Milliardenbereich« entgehen. Gleichzeitig gibt der Senat selbst zu, dass eine belastbare Gesamtkalkulation »zurzeit nicht möglich« sei und zentrale Merkmale zur Finanzierung noch gar nicht feststünden.
Dazu erklärt Gabriele Hiller, Sprecherin des Bündnisses NOlympia Berlin:
»Diese Kostenschätzung ist eine politische Nebelkerze. Der Senat versucht, den Berlinerinnen und Berlinern weiszumachen, dass es teurer sei, die Spiele nicht auszurichten, als sie durchzuführen. Das ist eine klassische Milchmädchenrechnung. Es wird mit fiktiven Einnahmen aus der Wirtschaft und vom IOC argumentiert, die durch nichts belegt sind, während die realen Kostensteigerungen, die bei Olympischen Spielen die Regel sind, völlig unter den Tisch fallen.«Unsere Kritikpunkte im Detail:
Phantom-Gewinne statt Risikoanalyse: Der Senat behauptet, durch den Verzicht würden »langfristige wirtschaftliche Effekte« und Investitionen entfallen. Diese Annahme ignoriert sämtliche unabhängigen Studien, die belegen, dass Olympische Spiele für die Austragungsorte fast immer ein Verlustgeschäft sind.
Ausblendung der Folgekosten: Während der Senat zugibt, dass Ausgaben im »mittleren einstelligen Milliardenbereich« eingespart würden, wenn man die Bewerbung stoppt, fehlt jeder Hinweis auf die typischen Kostenexplosionen bei Infrastruktur und Sicherheit. Wer heute von 5 Milliarden Kosten spricht, landet bei Olympia erfahrungsgemäß am Ende bei 15 oder 20 Milliarden Steuergeldern.
Absurde Drohkulisse: Die Warnung vor einem »erheblichen internationalen Imageverlust« ist reine Panikmache. Der wahre Imagegewinn für Berlin wäre eine demokratische Absage an Gigantismus und Steuerverschwendung.
Verwaltungskosten: Die veranschlagten Kosten von »bis zu einer Million Euro« für die Rücknahme der Bewerbung sind vernachlässigbar im Vergleich zu den Milliardenrisiken, die Berlin bei einer Fortsetzung drohen.
Das Bündnis fordert den Senat auf, zur Sachlichkeit zurückzukehren und die Bevölkerung nicht mit schönfärberischen Rechnungen in die Irre zu führen. Wir werden das Volksbegehren mit aller Kraft vorantreiben, um Berlin vor diesem finanziellen Abenteuer zu bewahren.
Zur Kostenschätzung des Berliner Senats (pdf)
Im Bündnis NOlympia Berlin arbeiten zusammen:
BUND, BUNDjugend, Grüne Liga, NABU, NaturFreunde, Bürgerinitiative Jahnsportpark, Berliner Wassertisch, Fridays for Future, Roter Stern, Bündnis 90/Die Grünen, DIE LINKE, Grüne Jugend, Linksjugend, Jusos -
Sophie Wolf (Scientists for Future Österreich): Spiele zu welchem Preis?
»Vom 6. bis 22. Februar finden die Olympischen Winterspiele 2026 (WS26) in Oberitialien statt, verteilt über die Provinzen Lombardei, Trentino-Südtirol und Veneto. Die offiziellen Kosten liegen aktuell bei über 5 Milliarden Euro. Den Preis, den die Umwelt zahlt, ist noch höher: rund 15 Millionen Tonnen Gletschereis und 2,3 Quadratkilometer Schneebedeckung dürften durch die mit den WS26 unmittelbar verbundenen Treibhausgasemissionen insgesamt verloren gehen. Dazu kommen dann noch Bodenversiegelung, Waldverlust und Wasserverbrauch. Doch alles schön der Reihe nach. […]«
Zum Beitrag -
Andreas Rüttenauer (taz): Olympiaproteste in Mailand. IOC, ICE? Nein, danke: CIO!
In Mailand eskalieren die Anti-Olympia-Proteste und werden niedergeschlagen. Derweil formiert sich eine antinationale Bewegung für guten Sport.
Zum Beitrag -
Tagesschau: Mailand. Krawalle bei Demonstration gegen Olympia
»[…] Tausende Demonstrierende zogen am ersten vollen Wettkampftag durch Mailand, um für eine Vielzahl von Anliegen Stellung zu beziehen. Eine von Gewerkschaften und Umweltschützern organisierte Kundgebung richtete sich unter anderem gegen explodierende Mieten und wachsende soziale Ungleichheit. […] Auch Umweltbelastungen durch die Winterspiele standen im Fokus der Proteste. Olympia-Gegner bemängeln vor allem die Auswirkungen der Großveranstaltung auf das Ökosystem sowie den wasser- und energieintesiven Einsatz von Kunstschnee. […]«
Zum Artikel -
Mark Hertsgaard (taz): Petition an das Olympische Komitee. Sportler*innen wollen keine fossilen Sponsoren
Tausende Wintersportler warnen, die Olympischen Winterspiele schmölzen »buchstäblich dahin«. Sie fordern, die Zusammenarbeit mit Fossilen zu beenden.
Einige der weltweit besten Wintersportler haben das Internationale Olympische Komitee IOC aufgefordert, keine Gelder mehr von der fossilen Industrie anzunehmen, darunter auch vom italienischen Ölkonzern ENI, »Premium-Partner« und offizieller Sponsor der Olympischen Winterspiele 2026.
Zum ArtikelHier zum Aufruf
-
ZEIT: Hunderte demonstrieren in Mailand gegen ICE-Beamte
Mehrere Hundert Menschen sind in Mailand friedlich gegen die US-Einwanderungspolizei ICE auf die Straße gegangen. In Italien sollen die Beamten US-Politiker schützen.
Zum Artikel -
NOlympia Hamburg: ST. PAULI sagt NEIN zu Olympia!
»Zahlreiche Fanclubs des FC Sankt Pauli positionieren sich in einem gemeinsamen Statement zu der Olympia-Bewerbung Hamburgs
[…]
›Wir Fanclubs des FC St. Pauli wollen unsere Freiräume erhalten, unsere Läden sollen noch lange bestehen bleiben. Wir wollen uns weiterhin im und rund ums Stadion ausleben, durchdrehen und unser Team anfeuern können. Bezahlbare Wohnungen und der Erhalt von sozialen Einrichtungen im Viertel wie in der gesamten Stadt sind uns wichtig. Keinen Fußbreit dem korrupten und rein profitgierigen IOC! Und wir lassen uns nicht blenden: Für die zahlreiche Versprechungen der Politiker*innen darüber hinaus braucht es keine Olympischen Spiele! Wir haben keinen Bock auf die katastrophalen Auswirkungen im Viertel und in der gesamten Stadt und sagen: NEIN zu Olympia!‹«
Zum Beitrag -
NOlympia Hamburg: Die Stauolympiade kommt nach Hamburg – und wir haben bereits Gold
»Gold für die Hansestadt – aber leider die falsche Medaille.
Herzlichen Glückwunsch an Hamburg: Mit 236 Staustunden pro Autobahnkilometer ist Hamburg 2025 Spitzenreiter in Deutschland. Das ist ein imposantes Ergebnis, das wir ehrlich würdigen müssen. Noch beeindruckender ist die Dynamik: Hamburg verzeichnete einen Zuwachs von rund 30 Prozent mehr Staus als 2024. Das ist nicht nur eine Bilanz – das ist ein Auftakt.
Vor diesem Hintergrund stellt sich eine zwingende Frage für die Befürworter der Olympiabewerbung 2036, 2040, 2044: Warum sollten wir nicht gleich die Stauolympiade zur Normalveranstaltung machen? Hamburg hat die Qualifikation längst bestanden.
Die Realität der NOlympia-Kritik wird zur Prophezeiung
Die Gegner der Olympiabewerbung warnen vor genau diesem Szenario: Ein Mega-Event wie Olympia würde die Infrastruktur der Stadt ans Limit treiben. Und dabei sprechen wir nicht vom Sommer 2036 – wir sprechen vom Alltag von 2026. Wenn Hamburg bereits jetzt unter enormem Mobilitätsstress leidet, welche Folgerungen sollten wir daraus ziehen?Schleswig-Holstein verzeichnete ebenfalls 30 Prozent mehr Staus – auch Hamburg ist von dieser regionalen Problematik betroffen. Das deutet auf strukturelle Probleme hin, nicht auf Kurzfristprobleme. Sprich: Mit Olympia wird es nicht besser, sondern schlecht. […]
Zum ganzen Beitrag -

Greenpeace: Greenpeace Italy unveils Olympic rings leaking oil in Milan to call out fossil fuel sponsorship of Winter Games
Milan, Italy – This morning, Greenpeace Italy activists placed a large installation depicting the Olympic Rings dripping oil and the words “Sponsored by Eni” in Piazza Duomo in Milan, where the Olympic flame is expected to arrive today.

Greenpeace Italy activists took action in front of Milan’s Duomo to protest ENI, a major partner of the Milan-Cortina Olympic Games. Its uncontrolled emissions are fueling the climate crisis, threatening the survival of glaciers and snowpack, and thus the Winter Olympics themselves. Activists placed an artifact depicting the Olympic rings soaked in oil, illustrating how polluting companies are also polluting the Olympic Games with their greenwashing. Zum Beitrag
Presseschau:
- Independent: Greenpeace stages Winter Olympics protest as torch arrives in Milan
Greenpeace has urged Winter Olympics organisers to ‘kick polluters out of the Games’
Giselda Vagnoni
Thursday 05 February 2026 09:10 GMT»[…] Greenpeace […] has urged the Winter Olympics organisers to cut ties with the Italian energy major. It argues that Eni’s fossil‑fuel operations undermine efforts to safeguard snow‑based sports as temperatures rise. […]«
Zum Artikel
- Independent: Greenpeace urges Winter Olympics to drop oil sponsor amid climate change dispute
Oil major Eni will be one of the premium domestic sponsors at the Winter Olympics
Giselda Vagnoni & Karolos Grohmann
Tuesday 03 February 2026 09:52 GMT»Environmental advocacy group Greenpeace has urged organisers of the upcoming Winter Olympics to sever ties with Italian oil major Eni, warning that the company’s fossil fuel operations are undermining efforts to safeguard snow-dependent sports amidst a warming climate. […]«
Zum Artikel
-
NOlympia Hamburg: Teure Tickets: Die »Ich muss leider draußen bleiben« Eröffnung der Olympischen Winterspiele 2026
»Am 6. Februar, von 20:00-23:00 werden die Olympischen Winterspiele 2026 im Giuseppe-Meazza-Stadion in Mailand eröffnet. Das Stadion verfügt über 75.725 Zuschauerplätze. Für die Eröffnungsfeier stehen reguläre Tickets für 260 Euro, 700 Euro, 1.400 Euro und 2026 Euro zum Verkauf. Unter 26-jährige können für den Preis eines 260 Euro-Tickets zwei Karten erhalten.
Die Firma On Location verkauft exklusiv für die Spiele sogenannte ›Hospitality Packages‹. Die Premium-Variante für 8.950 Euro pro Kopf inkludiert ein Stadionticket der teuersten Kategorie, ein italienisch inspiriertes drei-Gänge Menü sowie Buffet mit Wein, Bier und Softdrinks in einer vom Sportthema geleiteten Atmosphäre, die kuratierte Kunst, authentische Memorabilia enthalten und Live ›Coverage‹ ermöglichen soll.
On Location ist der ›Premium Experiential Hospitality‹ Ableger des an der New Yorker Börse notierten Premium Sport- und Unterhaltungskonzerns TKO, zu deren größten Anteilseignern der ehemalige Arbeitgeber des Bundeskanzlers und weltweit größte Vermögensverwalter Blackrock sowie Vanguard und die US amerikanische Investmentbank Morgan Stanley gehören. Bislang gingen die 2.8 Milliarden US-Doller Umsätze von TKO primär auf Ultimate Fighting Championship, World Wrestling Entertainment und Professional Bull Riders zurück. Das ändert sich nun. On Location und das IOC haben einen Vierjahresvertrag von 2025 bis 2028 geschlossen, der die Spiele von Mailand 2026 und LA 2028 enthält. Für diesen Zeitraum erwartet TKO 2 Milliarden US-Dollar IOC-Umsätze bzw. jährlich 490 Millionen US-Dollar.
In Abhängigkeit von der In-/Exklusion der Hospitality Pakete, des Caterings, des Sekundärmarkets und von Promorabatten variieren die Umsatzschätzungen für die Eröffnungszeremonie zwischen 66 Millionen und 90 Millionen Euro, was einem Durchschnittspreis von ca. 870 Euro oder 1200 Euro pro Zuschauer entspricht. Das ist das 20 bis 27-fache eines durchschnittlichen HSV Heimspielpreises von ca. 42 Euro. Oder: alle 17 Heimspiele einer Saison und mehr als die Hälfte der nächsten Saison zusammen.
Die Kosten für die olympischen Übertragungsrechte von ARD und ZDF im Zeitraum von 2018 bis 2024 betrugen 221.5 Millionen Euro + MwSt. Die Kosten für die Übertragung von Mailand 2026 bis Brisbane 2032 sind bislang noch nicht veröffentlicht. Die Übertragungsrechte sind der größte Einnahmeposten des IOCs.
Dazu Eckart Maudrich, Pressesprecher von NOlympia: ›Seit die Olympic Charter 1991 den Gestaltsprung der Olympischen Spiele von einem Amateur- zu einem reinen Profisportevent besiegelt hat, hat der findige Schweizer Privatverein IOC seine Marke zu einer Eventplattform ausgebaut, zu dessen Ökosystem in 2026 nun auch Investmentbanker und Vermögensverwalter gehören, deren Firmenbeteiligungen lukrative Umsätze und Profite wittern. Mit Durchschnittspreisen von rund 900 bis 1200 Euro pro Zuschauer setzt die Eröffnungszeremonie der Winterspiele ein klares Zeichen dafür, wer zur Olympischen Familie dazu gehört – und wer nicht. Auch zukünftige Eisprinzessinnen und -prinzen werden das 280 Euro Einsteigerticket für ein Vororterlebnis der billigsten Eiskunstlaufwettbewerbe mit ihren Familien sowie viele andere Wettbewerbe wohl kaum lösen können. Es bleibt die Mattscheibe zu Hause für die die GEZ-Zahler via ARD und ZDF ja auch zahlen. Die Hamburger sollten diese Realität der Einlösung der Teilhabeversprechen beim Bürgerschaftsreferendum am 31.05. im Kopf behalten.‹«
Zum Beitrag
-
Greenpeace: ÖLympias dreckiges Gold. Offener Brief an das Internationale Olympische Komitee
»An das Internationale Olympische Komitee,
wir fordern Sie dringend auf, alle Sponsoring- und Partnerschaftsverträge mit Öl- und Gasunternehmen, einschließlich Eni, zu kündigen. Die fossile Industrie muss für die von ihr verursachten Schäden durch Steuern oder Geldstrafen aufkommen. Sie darf keine Möglichkeit bekommen, ihr Image durch Sponsoring reinzuwaschen, während sie gleichzeitig die Klimakrise vorantreibt, die die Zukunft des Wintersports bedroht.
Es ist Zeit für einen Richtungswechsel.
Beenden Sie das Öl- und Gas-Sponsoring der Olympischen und Paralympischen Winterspiele – und erteilen Sie der klimaschädlichen fossilen Industrie für alle künftigen Olympischen Spiele eine Absage.
Unterzeichnen Sie den offenen Brief an das IOC und unterstützen Sie unsere Forderung: Fossile Unternehmen müssen ihrer Verantwortung für die Folgen der Klimakrise gerecht werden und die Kosten für Klimaschäden und Klimaschutzmaßnahmen übernehmen. «
Hier unterzeichnen: https://act.greenpeace.de/oelympias-dreckiges-gold
Artikel zur Kampagne:
An oil and gas corporation killing winters with its planet-heating pollution is sponsoring the Winter Olympics. Could it be Eni more ironic?
Federico Spadini
https://www.greenpeace.org/international/story/80988/an-oil-and-gas-corporation-killing-winters-with-its-planet-heating-pollution-is-sponsoring-the-winter-olympics-could-it-be-eni-more-ironic/Greenpeace-Video »It’s the Olympics – not the OILympics« auf Youtube unter https://www.youtube.com/watch?v=5755Rv7NwxE (3. Februar 2026)
-
DIE PARTEI Essen: NEIN zu Olympia – JA zu Essen
Die PARTEI Essen spricht sich gegen eine Beteiligung der Stadt Essen an einer Bewerbung für die Olympischen Sommerspiele aus.- NOlympia für die Stadt Essen!
»Nachdem man aus dem STEAG Abenteuer mit 2 blauen Augen davongekommen ist, verfällt Essens Politik erneut in Großmannssucht! Nicht weniger als die Olympischen Spiele möchte man auch nach Essen holen -2036, 2040 oder 2044, egal…
[…] Das Geld, was für eine Olympia Bewerbung rausgepulvert wird, könnte stattdessen besser für eine nachhaltige Förderung des Breiten- und Schulsports in unserer Stadt verwendet werden.Deshalb beim BÜRGERENTSCHEID am 19.04.2026 konsequent mit NEIN stimmen […]«
[Zum Artikel] -
Greenpeace: Olympische Winterspiele in Zeiten der Klimakrise
Sonka Terfehr
»Die Temperaturen steigen, die Gletscher schmelzen und weltweit gibt es immer weniger Schnee – und damit immer weniger geeignete Orte für Wintersport wie die Olympischen Winterspiele. Maßgeblich verantwortlich für die Erderhitzung ist die fossile Industrie, mit katastrophalen Auswirkungen für weit mehr als nur die Wettkämpfe. Doch ausgerechnet Konzerne dieser Branche treten gerne als Sponsor bei Sportveranstaltungen auf, deren Zukunft sie selbst zerstört. Schluss damit, fordert Greenpeace. […]«
Zum Beitrag
