Verdrängung

  • BUND-Kreisgruppe Köln: NOlympia – Fragen und Antworten (24. Februar 2026)

    Welche Auswirkungen hätten die Olympischen Spiele auf Stadt, Finanzen, Klima und Verkehr?

    Der BUND Köln hat einen Q&A-Katalog zum Thema NOlympia zusammengestellt, der die Auswirkungen eines Austragungsort Köln hätte, gruppiert nach den Themenfeldern:

    – Stadtnatur und Flächenverbrauch
    – Kosten und kommunale Finanzen
    – Verkehr und Alltag
    – Demokratie und Mitbestimmung
    – Nachhaltigkeit und Greenwashing

    Die Publikation kann hier heruntergeladen werden.

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    Hier die Fragen und Antworten aus der downloadbaren PDF als Fließtext:

    Stand: Februar 2026

    Fragen und Antworten zum Ratsbürgerentscheid im März/April 2026

    Bewerbung der Stadt Köln für Olympische Spiele 2036, 2040, 2044

    Stadtnatur und Flächenverbrauch

    Frage 1: Befürworter der Olympischen Spiele behaupten, dass 90% der benötigten Sportstätten bereits vorhanden seien. Wie sieht es in Köln aus?

    Antwort: Das Gegenteil ist in Köln der Fall. Olympiastadion und Olympisches Dorf müssen neu errichtet werden!

    Frage 2: Welche Auswirkungen sind damit verbunden?

    Antwort: Im Kölner Norden in Kreuzfeld sollen dafür über 88 ha wertvoller landwirtschaftlicher Flächen, durchsetzt mit Hecken und Säumen, geopfert werden. Die Bodenzerstörung durch Siedlungsneubau gilt als eines der größten Umweltprobleme.

    Obwohl der Rat der Stadt Köln am 9. Juli 2019 den Klimanotstand ausgerufen hat, soll in Kreuzfeld ein wichtiges Kaltluftentstehungsgebiet beseitigt werden, ebenso Lebensraum für Tier- und Pflanzenarten.

    Frage 3: Sollte Kreuzfeld nicht ohnehin bebaut werden?

    Antwort: Die Planungen für einen neuen Stadtteil mit ca. 8.000 Einwohnern laufen schon länger. Dabei wird dieser gar nicht benötigt.

    Das Potential für zusätzlichen Wohnraum ist durch Aufstockungen auf Bestandsgebäuden, höhere Geschossigkeit bei Neubauten, die Nutzung von Baulücken und mindergenutzten Grundstücken in den Stadtteilen, die neuen Stadtquartiervorhaben Parkstadt Süd und Deutzer Hafen, die Nutzung bisheriger industrieller Konversionsflächen, etwa in Mülheim und die Überbauung von Parkplätzen um ein Mehrfaches höher.

    Kosten und kommunale Finanzen

    Frage 4: Welche Kosten kommen auf die Stadt Köln bei einer Durchführung der Olympischen Spiele zu?

    Antwort: Bisher sind lediglich die Kosten für den Bürgerentscheid in Köln bekannt. Diese betragen nach Angaben der Stadt Köln 2,5 Millionen Euro. Hiervon will 85% das Land NRW übernehmen. Zu den eigentlichen Kosten der Durchführung der Olympischen Spiele in Köln gibt es bisher keine Angaben.

    Das Rechnungsprüfungsamt der Stadt Köln verlangt deswegen eine zeitnahe Wirtschaftlichkeitsbetrachtung.

    Erfahrungsgemäß werden die ursprünglichen Kostenprognosen systematisch zu niedrig angesetzt – nicht zuletzt, um politische Zustimmung und öffentliche Akzeptanz zu sichern. Tatsächlich liegen die Gesamtkosten Olympischer Spiele im Durchschnitt um 156% über den veranschlagten Budgets.

    Die finanziellen Risiken werden in die Zukunft verlagert, zu Lasten der öffentlichen Haushalte.

    Frage 5: Welche Erfahrungen mit den Kosten bei den Olympischen Spielen 2024 hat die Stadt Paris gemacht?

    Antwort: Der französische Rechnungshof beziffert die öffentlichen Kosten auf 6,6 Milliarden Euro. 2023 wurde noch mit lediglich 2,44 Milliarden Euro gerechnet. 3,63 Milliarden entfielen auf die Infrastruktur und 3,02 Milliarden für die Organisation, darunter allein 1,44 Milliarden für Sicherheit.

    Frage 6: Wie wirken sich die Kosten durch die Olympischen Spiele auf den Haushalt der Stadt Köln aus?

    Antwort: Durch Olympische Spiele würde das vorhandene Haushaltsdefizit der Stadt Köln weiter erhöht. Bereits für 2024 weist der Kölner Stadthaushalt ein Defizit von 293,4 Millionen Euro aus, 2025 waren es sogar 582 Millionen Euro.

    Auch für die folgenden Jahre bis 2029 fallen zusätzlich jedes Jahr erhebliche Millionenbeträge an Verlusten an.

    Es droht eine Haushaltssicherung. Zentrale Entscheidungen für die Stadt trifft dann die Bezirksregierung und nicht mehr der gewählte Stadtrat. Ende 2025 musste eine Haushaltssperre verhängt und die Grundsteuer erhöht werden.

    Es ist nicht verantwortbar, dass Finanzmittel für eine leistungsfähige KVB, zur Sanierung von Schwimmbädern, Schulen und Brücken und zur personellen Ausstattung von Kitas weiterhin fehlen, während gleichzeitig die Durchführung Olympischer Spiele das Haushaltsdefizit der Stadt Köln weiter ansteigen lässt!

    Verkehr und Alltag

    Frage 7: Wie soll das zusätzliche Verkehrsaufkommen durch die Olympischen Spiele in Köln bewältigt werden?

    Antwort: Das geplante Olympische Dorf und das Olympiastadion in Köln Kreuzfeld auf der linken Rheinseite sind über die Eisenbahnstrecke Köln-Neuss erreichbar. Diese Strecke ist bereits heute mit Güterverkehr, zwei Regionalbahnen und einer S-Bahn völlig überlastet und ein Kapazitätsausbau kaum möglich.

    Auf der rechten Rheinseite wird das Verkehrskonzept Rhein-Ruhr-Express geplant und gebaut und soll bis 2040 die derzeit ausgeschöpften Kapazitäten vergrößern. Ob aber angesichts des sanierungsbedürftigen Schienennetzes in NRW die Vorgaben des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) eingehalten werden können, erscheint mehr als fraglich.

    Der DOSB verlangt, dass die Fahrwege zwischen Olympischen Dorf und Wettkampfstätten in weniger als einer Stunde erreichbar bzw. die Entfernungen kleiner als 50 km sind.

    Frage 8: Was bedeutet das zusätzliche Verkehrsaufkommen für die Kölner Verkehrsbetriebe (KVB)?

    Antwort: Die KVB hat seit 2023 wegen fehlender Fahrer/innen und Wagen ihr Verkehrsangebot deutlich reduziert. Mit diesem verringerten Angebot ist es kaum noch möglich, Menschen für den Umstieg auf den ÖPNV zu gewinnen. Die Kapazität der KVB stößt an ihre Grenzen.

    Gleichzeitig steckt die KVB in einer wirtschaftlichen Krise. Über Jahrzehnte hat der Kölner Stadtwerkekonzern die jährlichen KVB-Defizite im Rahmen des steuerlichen kommunalen Querverbunds durch die Überschüsse vor allem der GEW/RheinEnergie ausgeglichen. Dies wird zukünftig in vollem Umfang nicht mehr möglich sein.

    Der zu erwartende Zusatzverkehr durch die Olympischen Spiele würde das System überfordern zu Lasten der regulären Fahrgäste und mit erheblichen Beeinträchtigungen für den Alltagsverkehr.

    Frage 9: Was bedeuten zusätzliche Sicherheitsanforderungen bei den Olympischen Spielen für die lokale Bevölkerung?

    Antwort: Olympische Spiele gelten als „High Risk Events“. Dies ist mit weitreichenden Sicherheitszonen, Zugangsbeschränkungen und umfassenden Kontrollmaßnahmen verbunden. Es kommt zu Eingriffen in den Alltag und in gewohnte Freiheitsräume.

    Bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris berichteten Anwohner/innen von erheblichen Zugangsbeschränkungen in ihrem eigenen Stadtteil. Bereits im Vorfeld kam es zu einer massiven Verlagerung obdachloser Menschen aus Pariser Stadtteilen in entfernte Regionen Frankreichs.

    Demokratie und Mitbestimmung

    Frage 10: Hat die Stadt Köln gegenüber dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) ausreichend Mitsprachemöglichkeiten?

    Antwort: Leider nein. Das IOC nutzt seine unkontrollierte Monopolstellung für Regelungen, die Vertragspartner einseitig belasten. Der Host-City-Vertrag gilt als Knebelvertrag.

    Er lastet nahezu alle Risiken der Stadt an und gibt fast alle Rechte an das IOC.

    Frage 11: Kann die Stadt Köln im Rahmen ihres kommunalen Selbstverwaltungsrechts beim Bau der Sportstätten mitbestimmen?

    Antwort: Praktisch nicht, da die Standards vom IOC vorgegeben werden.

    Nachhaltigkeit und Greenwashing

    Frage 12: Warum betonen die Befürworter der Olympischen Spiele die Bedeutung der Nachhaltigkeit?

    Antwort: Der Nachhaltigkeitsbegriff ist deswegen so bedeutsam, weil die ökologische Gesamtbilanz bisheriger Olympischer Spiele verheerend ist und die gesellschaftliche Akzeptanz der Olympischen Spiele ohne dieses Label kaum noch erreichbar wäre. So blieb bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro die zugesagte Reduzierung der Gewässerverschmutzung in der Guanabara-Bucht bei den Segelwettbewerben aus. Zudem wurde der Olympische Golfplatz in einem Naturschutzgebiet errichtet.

    Frage 13: Was ist erforderlich, um frühzeitig, systematisch und transparent die Umweltauswirkungen der Olympischen Spiele zu ermitteln?

    Antwort: Vor einer Bewerbung und weiteren Planungsschritten ist zwingend eine Strategische Umweltprüfung (SUP) durchzuführen.

    Eine solche Prüfung sollte vor einer verbindlichen politischen Grundsatzentscheidung, wie etwa dem Bürgerentscheid, vorliegen, damit die Öffentlichkeit auf der Grundlage belastbarer Informationen abstimmen kann.

    Die SUP untersucht umfassend, welche Folgen die Olympischen Spiele für Menschen und Umwelt hätten. Sie bewertet die Auswirkungen auf Gesundheit und Lebensqualität der Bevölkerung, Tiere, Pflanzen und die biologische Vielfalt, auf Boden, Wasser, Luft, Klima und Landschaft, auf Kultur und sonstige Sachgüter sowie die Wechselwirkungen zwischen den genannten Schutzgütern.

    Dabei müssen auch Alternativen geprüft werden, einschließlich der Frage, ob auf die Bewerbung ganz verzichtet werden sollte (sog. „Null-Option“).

    Frage 14: Wie sind die Auswirkungen Olympischer Spiele auf die Wirtschaft?

    Antwort: Wirtschaftsforschungsinstitute wie das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin sprechen von meist begrenzten gesamtwirtschaftlichen Effekten.

    Der französische Rechnungshof geht bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris von einem Anstieg des BSP von 0,07%, etwa 1,9 Milliarden Euro aus.

    Öffentliche Investitionen in Milliardenhöhe erzeugen zwar kurzfristig zusätzliche Nachfrage und Beschäftigung. Ihnen stehen aber erhebliche Folgekosten für den Betrieb, Instandhaltung, Sicherheit und ggf. den Rückbau der Anlagen gegenüber.

    Der gezielte Einsatz vergleichbarer finanzieller Mittel in Bildung, klimafreundliche Infrastruktur, energetische Sanierung von Gebäuden oder nachhaltige Mobilität hätte voraussichtlich höhere Beschäftigungs- und Wertschöpfungseffekte als die Durchführung Olympischer Spiele.

    Frage 15: Gibt es einen Vorschlag für am ehesten nachhaltige Olympische Spiele?

    Antwort: Um den alle vier Jahre stattfindenden weltweiten Wettbewerb um die Ausrichtungsorte mit all den bekannten schädlichen ökologischen und finanziellen Auswirkungen zu vermeiden, sollten die Olympischen Spiele an einem festen, dafür geeigneten Standort stattfinden.

  • +++ GEW Berlin unterstützt NOlympia-Bündnis: Gemeinsam gegen Olympia – für eine Stadt, die für alle da ist +++

    Ein klares Signal aus der Bildungs- und Wissenschaftspolitik: Der Landesvorstand der GEW Berlin hat am 23. Februar 2026 den Beschluss gefasst, das Bündnis NOlympia Berlin zu unterstützen.

    Diese Entscheidung ist mehr als eine politische Erklärung – sie ist ein Mahnung an die Politik, ein Zeichen der Solidarität mit den Menschen in Berlin und ein klarer Appell für eine Stadt, die für alle da ist.

    Warum die GEW Berlin das Bündnis unterstützt

    Die GEW – die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft – steht für:
    – Gute Bildung für alle
    – Faire Arbeitsbedingungen für Lehrkräfte und Beschäftigte
    – Demokratische Mitbestimmung in Schule, Hochschule und Verwaltung

    Diese Werte sind genau das, was die Olympischen Spiele in Frage stellen:
    – Milliardenkosten statt Investitionen in Schulen und Kitas
    – Vertreibung von Menschen für Bauprojekte
    – Kostenüberschreitungen und finanzielle Risiken für die Stadt

    Dass die GEW Berlin diese Risiken erkannt hat und sich klar gegen eine Bewerbung der Stadt für die Olympischen Spiele ausspricht, ist ein wichtiger Meilenstein.

    Vorläufige Entscheidung – jetzt wird es konkret

    Bereits im Dezember 2025 hatte die Landesdelegiertenversammlung der GEW Berlin die Ablehnung einer Bewerbung der Stadt Berlin für die Olympischen Spiele beschlossen:

    »Die GEW Berlin spricht sich gegen eine Bewerbung der Stadt Berlin für die Austragung der Olympischen Spiele aus. Sie fordert den Berliner Senat auf, von einer Bewerbung abzusehen und stattdessen die öffentlichen Mittel für den Ausbau und die Sanierung von Bildungseinrichtungen, Sportstätten an Schulen, für sozialen Wohnungsbau sowie für Erhaltung und Ausbau der sozialen Infrastruktur zu verwenden.«

    Die Begründung der GEW findest du hier!

    Wir danken der GEW Berlin – und bleiben gemeinsam stark

    Wir vom Bündnis NOlympia Berlin freuen uns sehr über diese Unterstützung.
    Die GEW ist eine der wichtigsten Stimmen in der Bildungs- und Wissenschaftspolitik – und ihre Stellungnahme ist ein starkes Zeichen der Solidarität.

    Denn:
    – Bildung ist kein Luxus – sie ist eine Grundvoraussetzung für eine gerechte Gesellschaft.
    – Die Stadt braucht keine Spiele – sie braucht eine Zukunft, die für alle da ist.

    Was jetzt kommt: Die Vorbereitung zu einem Volksbegehren

    Mit der Unterstützung der GEW Berlin wird unsere Kampagne noch stärker.
    Wir arbeiten weiter an der Vorbereitung eines Volksbegehrens, das sicherstellt:
    »Keine Olympiabewerbung ohne Beteiligung der Bürger*innen!«

  • BUND Berlin: Interview mit dem Olympioniken Christoph Harting. »Da knallen zwei Welten aufeinander«

    Diskuswerfer und NOlympia-Unterstützer Christoph Harting über desillusionierende Erlebnisse in Brasilien, marode Turnhallen in Berlin und sinnvolle Alternativen zu einer Olympia-Bewerbung

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  • ORF: Brisbane baut für Spiele 2032 doch neues Stadion (25. März 2025)

    »Im australischen Brisbane wird für die Olympischen Spiele 2032 entgegen früherer Pläne nun doch ein neues Stadion mit 63.000 Sitzplätzen gebaut. Der Neubau werde im für seine Grünflächen und Freizeiteinrichtungen bekannten Victoria Park entstehen, teilte der Premierminister des Bundesstaates Queensland, David Crisafulli, mit.

    Wütende Bürger protestierten gegen die Ankündigung. Im vergangenen Jahr hatte die Regionalregierung einen Stadionneubau noch ausgeschlossen.

    Die Entscheidung sei nach Abschluss einer 100-tägigen unabhängigen Prüfung der Austragungsorte und der Infrastruktur getroffen worden, sagte Crisafulli. Frühere Pläne, zwei bereits bestehende Stadien zu sanieren, wurden verworfen. Das legendäre Kricketstadion ›The Gabba‹, das ursprünglich Herzstück von Olympia 2032 werden sollte, werde nach den Spielen abgerissen, betonte der Politiker. Schätzungen zufolge soll das Stadion im Victoria Park rund 3,7 Milliarden Australische Dollar (rund 2,1 Milliarden Euro) kosten.«
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  • Benedikt Paetzholdt (Tagesspiegel): Olympia macht Mailands Probleme sichtbar: »Man muss sich schon fragen, ob es das alles wert ist« [€]

    »Am Samstag kam es zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Demonstrierenden und der Polizei. Der Widerstand gegen die Olympischen Spiele hat viele Ursachen. Ein Ortsbericht. […] Die Gewerkschaften sind ganz grundlegende Akteure des Widerstandes. Dass für große Sportereignisse Geld vorhanden ist, während im Gesundheitswesen, in Schulen und im öffentlichen Verkehr gespart werde, sei nicht hinnehmbar. Olympia, so ihr Tenor, verschärfe soziale Schieflagen, statt sie zu lindern. […]«
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  • Lisa Weiß (ARD): Teure Winterspiele, teurer Wintersport

    »Ski-Touristen, die während Olympia in den italienischen Alpen urlauben wollen, müssen tief in die Tasche greifen: Für Übernachtungen werden saftige Preise verlangt. Und auch alles andere ist teuer. […] Aber nicht nur die Hoteliers, auch ganz normale Wohnungsbesitzer versuchen, aus Olympia Kapital zu schlagen. Schon im September hätte sie Schwierigkeiten gehabt, eine Mietwohnung in Predazzo für das ganze Schuljahr zu finden, erzählt zum Beispiel eine Lehrerin. Die meisten hofften, ihre Wohnung während Olympia teuer an Touristen zu vermieten […]«
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  • Tagesschau: Mailand. Krawalle bei Demonstration gegen Olympia

    »[…] Tausende Demonstrierende zogen am ersten vollen Wettkampftag durch Mailand, um für eine Vielzahl von Anliegen Stellung zu beziehen. Eine von Gewerkschaften und Umweltschützern organisierte Kundgebung richtete sich unter anderem gegen explodierende Mieten und wachsende soziale Ungleichheit. […] Auch Umweltbelastungen durch die Winterspiele standen im Fokus der Proteste. Olympia-Gegner bemängeln vor allem die Auswirkungen der Großveranstaltung auf das Ökosystem sowie den wasser- und energieintesiven Einsatz von Kunstschnee. […]«
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  • ZDF: Krawalle bei Demo von Olympia-Gegnern

    »Umweltbelastung, Wohnungsnot, Kostenexplosion – Gegner der Winterspiele sind in Mailand auf die Straße gegangen.[…] Olympia-Kritiker machen Umwelt und Wohnungsnot zum Thema. Gegner der Olympischen Winterspiele bemängeln vor allem deren Auswirkungen auf das fragile Ökosystem der Bergwelt sowie den wasser- und energieintensiven Einsatz von Kunstschnee. Demonstrierende hielten Transparente hoch, auf denen sie die Verwendung von Kunstschnee kritisierten oder das Fällen von Bäumen anprangerten. Auch die Wohnungsnot in der Finanz- und Modemetropole Mailand thematisierten die Teilnehmer der Kundgebung. […] ›Diese Spiele wurden als nachhaltig und kostenneutral beworben‹, kritisierte auch Alberto di Monte, einer der Organisatoren des Protestmarsches, zu dem Gewerkschaften und Aktivisten aufgerufen hatten. Da es sich jedoch um eine geografisch besonders weit verstreute Veranstaltung handelt, seien Milliardenbeträge für den Bau von Straßen ausgegeben worden anstatt für den Schutz der Berge, sagte di Monte. […] Der 69-jährige Demonstrant Giovanni Gaiani kritisierte die Entscheidung, hunderte Bäume zu fällen, um die umstrittene Bobbahn Mailand-Cortina zu bauen. […]«
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  • Deutschlandfunk: 25. Winterspiele. Olympia belastet die Alpen

    Massentourismus, Freizeitghetto, Verstädterung: Die Alpen werden immer mehr dem Kommerz geopfert, kritisiert Kulturgeograph Werner Bätzing. Der Gigantismus der Olympischen Winterspiele zerstöre die Natur und nutze auch den Einheimischen nicht.
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  • Christoph Becker (FAZ): Die einen sehen Spektakel, die anderen Zerstörung [€]

    Die Rückkehr der Olympischen Spiele in die Alpen wird als Triumphgeschichte inszeniert. Doch aus dem alpinen Ursprung ist eine Tourismusindustrie entstanden, die Mensch und Natur überfordert.
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