»Olympische und Paralympische Winterspiele geraten durch die Klimakrise zunehmend unter Druck. Eine neue internationale Studie der Universitäten Waterloo, Innsbruck und Toronto zeigt, wie steigende Temperaturen und unsichere Schneeverhältnisse die Auswahl an möglichen Austragungsorten einschränken. Laut den Autor:innen sind Anpassungen nötig, damit die Spiele auch in Zukunft fair und sicher ausgetragen werden können. Federführend an der Analyse beteiligt ist Robert Steiger, Tourismusforscher an der Uni Innsbruck.
[…] Die Modelle zeigen, dass die Zahl der potenziellen Gastgeber ohne Beschneiung bis in die 2050er Jahre auf nur noch vier Orte weltweit sinken würde. ›Es gab in den vergangenen Jahren immer wieder Kritik an der starken Nutzung von Kunstschnee, etwa in Peking‹, sagt Scott. ›Aber ein genereller Verzicht ist keine realistische Option, genauso wenig wie die Rückkehr von Eishockey, Eiskunstlauf oder Curling ins Freie. Ohne Beschneiung würden die Spiele sehr viel häufiger von unsicheren und unfairen Bedingungen oder abgesagten Bewerben geprägt sein, am Ende gäbe es Winterspiele ohne ‹ Robert Steiger betont, dass Beschneiung effizient und möglichst klimafreundlich organisiert werden müsse, mit moderner Technik, sparsamem Einsatz von Wasser und Energie und einem möglichst geringen Ausstoß von Treibhausgasen. […]«
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Zur Studie Advancing climate change resilience of the Winter Olympic-Paralympic Games
