»Zumindest bei den Studien, die ich gelesen habe zu Sportgroßveranstaltungen, ist das schon so, dass wenn die im Vorfeld erstellt werden, dann werden die von Unternehmensberatungen oder anderen Instituten erstellt. Natürlich auf Anfrage der Organisatoren oder der Komitees, die sich um olympische Spiele oder auch Fußballweltmeisterschaften – es ist ein gleiche Problem – bewerben wollen. Und da steht das Ergebnis schon vorher fest. Man muss dann nur irgendwie finden, wie kommt man halbwegs wissenschaftlich nun dahin zu diesem Ergebnis. Und wenn man sich dann dann im Nachhinein mit diesen Studien näher auseinandersetzt, dann fällt auf, dass nicht nur das Ergebnis zu positiv gerechnet ist und dass man mit Millionen- oder Milliardengewinnen rechnet, das dann schön klingt, sondern die Studien weisen regelmäßig auch methodische Fehler auf, wo man als Ökonom teilweise die Hände über dem Kopf schlägt« (Ökonom Matthias Fett)
https://www.deutschlandfunk.de/olympia-2026-finanzdefizit-in-cortina-kollegengespraech-mit-matthias-fett-100.html (26. April 2026, 19:36 Uhr)
Vgl. auch Matthias Fett: Olympische Spiele in Deutschland, lohnt sich das? Von Olympia würde die ganze Republik profitieren, behauptet Vizekanzler Lars Klingbeil. Dabei sagen die Zahlen etwas anderes. In: Spiegel, 23.02.2026, 20.41 Uhr [€]
Kumulative Dissertation von Matthias Fett: High life – the FIFA World Cup and its economic effects (2021)
Aufsätze hierin:
The game has changed – a systematic approach to classify FIFA World Cups, S. 7-23
High life – new empirical evidence on the economic boost of the FIFA World Cup, S. 24-58
Does the FIFA World Cup boost economies around the world? : an empirical analysis, S. 59-101
Outlands : a case study on the 2014 FIFA World Cup in Brazil, S. 102-142
