Hier der Vorstands-Beschluss des Deutschen Alpenverein (DAV) Sektion Berlin e.V. zu Olympischen Spielen in Berlin:
Das Ziel der Umfrage war es, ein Stimmungsbild aus der Mitgliedschaft zu der Berliner Olympiabewerbung zu erhalten. Dabei muss man zur Kenntnis nehmen, dass sich leider nur deutlich unter 1% an dieser Umfrage beteiligt haben. Von den teilnehmenden Mitgliedern stimmten 103 gegen und 23 für eine Bewerbung. Auch wenn in einer derartigen Umfrage nicht die gleichen Maßstäbe angesetzt werden können wie bei formalen Beschlüssen einer Mitgliederversammlung, gilt dieses Votum und wurde auch an das DAV-Präsidium kommuniziert. Damit gibt es auch keine positiven Stellungnahmen der offiziellen Sektionsvertretungen für die Berliner Olympiabewerbung.
Es ist davon auszugehen, dass auch andere Sektionen in den sich bewerbenden Regionen vergleichbare Prozesse durchlaufen und ihre Ergebnisse dem DAV-Präsidium ebenfalls mitteilen. Dies ist insofern wichtig, da der DAV als olympischer Fachsportverband am 26. September 2026 auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB) mitentscheidet, welcher nationale Standort in Deutschland sich für die Olympischen und Paralympischen Spiele (geplant für 2036, 2040 oder 2044) bewerben wird.
Daher werden die Rückmeldungen der Sektionen sehr wohl einen Einfluss in die Entscheidung des Präsidiums haben. Anders als in unserer Sektion haben sich beispielweise die Mitglieder der großen Münchner Sektionen deutlich für die Bewerbung ihre Stadt ausgesprochen. Unterschiedliche Meinungen müssen zugelassen sein und respektiert werden. Die Rolle des DAV als olympischer Fachsportverband erklärt auch, warum es nicht darum geht, ob eine Bewerbung unterstützt wird, sondern nur, mit welchem Standort in Deutschland.
Wir, als eine der über 350 Sektionen im Verband, haben unsere Position damit deutlich gemacht, dass wir die Berliner Bewerbung nicht unterstützen.
