Olympische Spiele in Berlin? Lasst UNS entscheiden! (Flyer NOlympia Berlin)

Unterstützen Sie das Volksbegehren für eine Abstimmung über Olympia!

Der Berliner Senat treibt eine Bewerbung um Olympische Spiele voran. Doch wollen wir das eigentlich?

Olympia kostet Milliarden
» Wissenschaftliche Studien belegen: Massive Kostenüberschreitungen sind bei Olympischen Spielen die Regel, nicht die Ausnahme.
» Schon die Kosten für die innerdeutsche Bewerbung sind rasant von 500.000 auf 6 Mio. € gestiegen.
» Die Gesamtkosten für die Spiele werden sich auf mindestens 6 Mrd. € + X, wahrscheinlich jedoch auf bis zu 16 Mrd. € oder mehr belaufen.
» Der Berliner Senat hat bislang keine belastbare und vollständige Kostenaufstellung vorgelegt.

Finanzierung unsicher
» Die Kosten für die Olympischen Wettkämpfe binden Haushaltsmittel, die an anderen Stellen wie Schulen, Krankenhäusern, Universitäten, Brücken, im ÖPNV etc. fehlen.
» Das Internationale Olympische Komitee (IOC) übernimmt keinerlei Haftung. Egal, was passiert: Berlin trägt das volle finanzielle Verlustrisiko.
» Der Senat spekuliert auf Zuschüsse vom Bund und IOC – aber die sind nicht sicher, und auch der »Bund hat keine magischen Geldquellen« (Ökonom Budzier).
» Berlin ist mit über 70 Mrd. € verschuldet. Es droht eine Haushaltsnotlage. Olympia würde Berlin (und den Bund) noch tiefer in die Schuldenfalle treiben.
» Zurückzahlen müssen die Schulden spätere Generationen: Olympische Wettkämpfe sind ein Elitenprojekt auf Kosten der Jugend Berlins.

Olympia macht Wohnen teurer
» Sobald eine Stadt den Zuschlag bekommen hat, wächst die Immobilienspekulation.
» Immobilien und Mieten verteuern sich.
» Aufwertung bedeutet immer auch Gentrifizierung.
» Anwohner*innen werden verdrängt, ›Unerwünschte‹ werden aus dem ›Stadtbild‹ vertrieben.
» Überwachung und Kontrolle des öffentlichen Raums wird vorangetrieben (s. Paris).
» Der »Olympische Partner« Airbnb befeuert die Wohnungsmisere zusätzlich.
» Ausgleichsmaßnahmen können nicht mehr finanziert werden, weil schlicht kein Geld mehr da ist.

Olympia schadet der Sportstadt
» Sportanlagen und Bäder schieben derzeit einen Sanierungsstau von über 1 Mrd. € vor sich her.
» Schulsport fällt aus, jeder vierte Drittklässler kann nicht schwimmen.
» Über 13.000 Kinder stehen auf Wartelisten von Sportvereinen.
» Das IOC stellt Ansprüche an Sportstätten, die an den Bedürfnissen des Breitensports vorbeigehen.
» Olympische Spiele haben insgesamt keinen positiven Effekt auf den Freizeit- und Breitensport.

Olympia bringt keinen wirtschaftlichen Aufschwung
» Ein Mythos ist, dass Olympische Spiele Wirtschaft und Tourismus ankurbeln. Auch neuere Analysen zeigen bestenfalls kurzfristige und sehr geringe wirtschaftliche Effekte.
» Viele Besucher*innen meiden Städte während großer Sportveranstaltungen.
» Die Olympiamilliarden sind nach den Wettkämpfen verbrannt und stehen für echte Wirtschaftsförderung, z. B. durch Investition in Zukunftstechnologien, nicht mehr zur Verfügung.

Olympische Spiele sind im Kern ein riesiges Umverteilungsprojekt. Gewinne werden privatisiert. Verluste verstaatlicht.

Olympia ist undemokratisch
» Der Senat präsentiert Olympia als ein Angebot, das man nicht ablehnen kann. Bei Bürgerbeteiligungen fehlt durchgängig die Möglichkeit, die Spiele abzulehnen.
» Im Olympiakonzept des Senats wird eine »tragfähige demokratische Grundlage« mit einer entsprechenden Meinungsumfrage des Mitveranstalters DOSB begründet. Umfragen von neutraleren Akteuren ergeben jedoch regelmäßig negative Ergebnisse für Olympia.
» Auch nach der Präsentation des Olympiakonzepts betrachteten in einer Umfrage nur 32% Olympia »eher« oder »eindeutig« als eine »Chance« (Civey). Das ist weniger als ein Drittel.

Olympia und Politik
» Olympische Wettkämpfe haben eine nationalisierende Wirkung, daher auch ihre Beliebtheit bei autoritären Regimen.
» Bereits bei den ersten modernen Olympischen Wettkämpfen in Athen 1896 wurde das Stadion als »Schlachtfeld der Nationen« beschrieben.
» Auch heute noch wird der Medaillen-Spiegel als Nationen-Ranking gedeutet.

Greenwashing: Nachhaltig sind nur die Schäden
» Der Senat behauptet, klimapositive Olympische Wettkämpfe durchführen zu können. Doch klimapositive Spiele sind ein Widerspruch in sich. Veranstaltungen dieser Größenordnung verursachen immer erhebliche Mengen an Emissionen, benötigen große Flächen und verbrauchen viele Ressourcen.
» Berlin verfehlt bereits heute seine Klimaziele und steht vor großen Herausforderungen beim Umwelt- und Klimaschutz.
» Temporäre Bauten und nur auf Olympia zugeschnittene, zusätzliche Infrastruktur stehen im Widerspruch zu langfristigen Klimazielen.

Das Volksbegehren für einen Volksentscheid

Wir wollen eine demokratische Abstimmung über die Olympiabewerbung. Der Weg dahin führt über das Volksbegehren:

»Für Berlin – gegen Olympia.
Wir sagen Nein
zu einer Bewerbung um Olympische Spiele in den Jahren 2036, 2040 und 2044!«

Für den Antrag auf das Volksbegehren brauchen wir bis Oktober 20.000 gültige Unterschriften.

Unterschriftenliste (pdf)
Ausdrucken – handschriftlich ausfüllen –
das Original per Post an die NaturFreunde Berlin

Danach folgt das Volksbegehren, für das ca. 170.000 Unterschriften nötig sind.

Am Ende steht der Volksentscheid, bei dem alle Wahlberechtigten Berlins abstimmen können.

Kontakt:

NOlympia Berlin
c/o NaturFreunde Berlin
Paretzer Str. 7
10713 Berlin
Telefon: 030 810 560 250
Email: info@nolympia.berlin
Website: nolympia.berlin

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