• Nach offiziellem Rückzug der Bewerbung: NOlympia beendet Volksbegehren

    Nach offiziellem Rückzug der Bewerbung: NOlympia beendet Volksbegehren

    Programmiertes Scheitern der Berliner Olympiabewerbung – Fokus nun auf nachhaltiger Stadtentwicklung.

    Fast auf den Tag 33 Jahre nach dem Scheitern der Olympiabewerbung für das Jahr 2000 hat der CDU/SPD-Senat heute seinen Rückzug von der Olympiabewerbung für das Jahr 2036 bekannt gegeben. Das Olympiaabenteuer hat die Berliner*innen mindestens sechs Millionen EUR an Steuergeldern gekostet, die Stadtgesellschaft polarisiert und einen immensen Personalaufwand sowohl auf Seiten des Senats als auch des NOlympia-Bündnisses beansprucht – Ressourcen, die nun wieder für eine sozial ausgewogene und bürgernahe Politik zur Verfügung stehen.

    Dazu sagen die Vertrauenspersonen des NOlympia-Volksbegehrens:

    Prof. Johannes Verch (Sportwissenschaftler): »Die jetzige Niederlage des Senats ist umso ärgerlicher, weil sie absehbar war. Die Olympischen und Paralympischen Wettkämpfe des IOC sind nicht sonderlich populär in Berlin. Und zwar seit Jahrzehnten nicht. Vielen gelten sie als abgehobenes und überteuertes Elitenprojekt, das mit der Lebenswelt der meisten Berliner*innen nicht viel zu tun hat. Am Ende ist die Olympiakampagne an genau der Unbeliebtheit gescheitert, die von Anfang an bekannt war.«

    Carmen Schultze (BUND Berlin): »Die Angst vor der eigenen Bevölkerung prägte die Olympiakampagne von Beginn an. Wie der Olympiabeauftragte des Senats Kaweh Niroomand in einem Fernsehinterview zugab, war den Organisatoren beim Start der Kampagne bewusst, dass ein von ihnen initiierter Volksentscheid nicht zu ihren Gunsten ausgehen würde. Zwar gibt es in Berlin aus guten Gründen keinen Volksentscheid ›von oben‹*, doch hätte der Landessportbund jederzeit ein Volksbegehren starten können, so wie wir das getan haben. Stattdessen vermieden es die Olympiaorganisatoren aus Angst vor der Antwort peinlichst bei den verschiedenen Beteiligungsformaten, die Ablehnung von Olympia als Option anzubieten.«

    Die vom Bündnis kritisierte Kostenintransparenz des CDU/SPD-Senats hat sich kurz vor der Olympia-Absage in nunmehr erschreckendem Maße bestätigt. Eine Akteneinsicht hatte außerdem unlängst ergeben, dass die Kosten nicht, wie vom Berliner Senat behauptet, rund 4,8 Milliarden, sondern über 15 Milliarden betragen hätten. Das ist das Dreifache!

    Dr. Gabriele Hiller (Sportwissenschaftlerin): »Die krachende Niederlage der Senatsparteien bei der Abgeordnetenhauswahl ist nicht allein auf die Olympiabewerbung zurückzuführen, aber auch. Das Demokratiedefizit der Olympiakampagne zeigte sich nicht zuletzt in der schriftlichen Aufforderung des Olympia-Kuratoriums an die Spitzenkandidatin der Linkspartei Elif Eralp, ihr Wahlversprechen zu brechen und auf Olympiakurs zu gehen – ohne Rücksicht auf das Wähler*innenvotum sowie die zu erwartende Politikverdrossenheit, die ein solcher Schritt hervorrufen würde.«

    Uwe Hiksch (NaturFreunde Berlin, Trägerin des NOlympia-Volksbegehrens) fügt hinzu: »Seine Ignoranz gegenüber der Zivilgesellschaft zeigte der CDU/SPD-Senat ein letztes Mal. Seine Pressekonferenz zur Olympiaabsage setzte er genau eine Stunde vor der Pressekonferenz an, auf der unser NOlympia-Bündnis das Erreichen der Unterschriftenzahl für die erste Stufe des NOlympia-Volksbegehrens ankündigen wollte.
    Das Berliner NOlympia-Bündnis zeigt sich sehr erleichtert über den von ihm seit langem geforderten Rückzug der Bewerbung. Berlin sollte viele Milliarden für die Olympischen Spiele ausgeben. Wir erwarten vom neuen Senat, dass die jetzt freiwerdenden Mittel für den Ausbau der Sportstätten für den Schul- und Breitensport in Berlin eingesetzt werden.
    Der neue Berliner Senat kann sich nun wichtigeren Aufgaben widmen. Und auch unser NOlympia-Bündnis kann seine Arbeit einstellen. Das laufende Volksbegehren wird heute beendet, die gesammelten Unterschriftsblätter werden vernichtet.
    Das Bündnis dankt den Partner*innen, Vertrauenspersonen des Volksbegehrens und allen anderen Unterstützer*innen sowie Unterzeichner*innen für ihren Einsatz. Gemeinsam haben wir dazu beigetragen, von der ohnehin hochverschuldeten Stadt großen Schaden abzuwenden.«

    * Hermann Heußner: Prämie auf die Macht. Warum die Berliner CDU die Finger vom Instrument der Volksbefragung lassen sollte, in: Verfassungsblog, 1.12.2023, https://verfassungsblog.de/pramie-auf-die-macht/

    Im Bündnis NOlympia Berlin arbeite[te]n zusammen:
    NaturFreunde Berlin, BUND Berlin, GEW Landesverband Berlin, Grüne Liga Berlin, Berliner MieterGemeinschaft, BI 100% Tempelhofer Feld, Berliner Wassertisch, NABU Berlin, BUNDjugend Berlin, Kotti&Co, Roter Stern Berlin, BI A100, BI Wuhlheide, FridaysForFuture Berlin, Bündnis gegen Verdrängung und #Mietenwahnsinn, BI Jahnsportpark, Bündnis UNSERE STADT!, BerlinZusammen, Die Linke Berlin, Bündnis 90 / Die Grünen Berlin, Tierschutzpartei Berlin, Mera 25 Berlin, Grüne Jugend Berlin, Linksjugend Berlin, Jusos Berlin

  • »Berlinwahl: Olympia isch over«

    »Berlinwahl: Olympia isch over«

    (Berlin, 22. September 2026) Die Abgeordnetenhauswahl hat für die treibenden Kräfte der Berliner Olympia-Bewerbung, CDU und SPD, mit einer krachenden Niederlage geendet. Gewonnen hat die Linkspartei, die das NOlympia-Bündnis von Anfang an unterstützt und, so die Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp, die Wahl auch mit ihren »Aussagen zu Olympia gewonnen« hat.

    Es ist nicht zu erwarten, dass sich der neue Berliner Senat unnötigerweise mit der unpopulären und polarisierenden Olympiabewerbung belastet. Damit haben die Berliner*innen mit dem glücklosen CDU/SPD-Senat auch die Olympiabewerbung abgewählt – eine Woche, bevor der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) am kommenden Samstag über die deutsche Bewerberstadt für die Olympischen und Paralympischen Spiele entscheidet.

    Dazu Klara Schedlich, Bündnis NOlympia und sportpolitische Sprecherin der Grünen im Abgeordnetenhaus: »So sehr wie die Parteien, die Olympia wollten, bei der Wahl abgestraft wurden, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass sich der DOSB darauf einlassen möchte. Ich denke nicht, dass nach dieser Wahl jemand ernsthaft denken kann, dass es eine gute Idee ist, die Spiele nach Berlin zu vergeben.«

    Uwe Hiksch (NaturFreunde Berlin): »Von der zukünftigen Berliner Landesregierung erwarten die NaturFreunde, dass sie die Olympia-Bewerbung Berlins beendet und dem DOSB schnellstmöglich mitteilt, dass Berlin kein Interesse an den Olympischen Spielen in den Jahren 2036, 2040 oder 2044 hat.«

    Die Wahlniederlage der Olympiaparteien ist nicht der einzige Beweis für die Unbeliebtheit der Olympischen Wettkämpfe. Unabhängige Umfragen ergeben in der Regel keine Mehrheit für die Berliner Olympiabewerbung, selbst die DOSB-Umfragen zeigen steil nach unten. Währenddessen hat das NOlympia-Bündnis erfolgreich die erste Stufe eines Volksbegehrens gegen die Olympiabewerbung gestartet. Der auf das Volksbegehren folgende Volksentscheid wird voraussichtlich wie in Hamburg mit einem negativen Ergebnis für das IOC-Olympia enden.

    Prof. Johannes Verch (Sportwissenschaftler): »Bei den Unterschriftensammlungen stoßen wir auf ein tiefes Unbehagen darüber, dass der Senat der überschuldeten Stadt neue Milliardenausgaben aufbürden möchte, für die an anderen Stellen Gelder gekürzt werden müssen. Es ist eine weit verbreitete Ansicht, dass Olympische Spiele Berlin (und den Bund) noch tiefer in die Schuldenfalle treiben würden. Zurückzahlen müssen die Schulden spätere Generationen: Olympische Wettkämpfe sind ein Elitenprojekt auf Kosten der Jugend Berlins.«

    Dr. Gabi Hiller (Sportwissenschaftlerin) fügt hinzu: »Das unbeliebte Olympiaprojekt steht symbolisch für die Politik der hohlen Geste, mit der der CDU/SPD-Senat an den Wünschen und Bedürfnissen der Berliner Bevölkerung vorbeiregiert hat. Wir erwarten, dass der neue Senat das Wählervotum ernst nimmt und die Geldverschwendung für das überteuerte Prestigeprojekt umgehend beendet.«

  • Kostenexplosion beim Kölner Radstadion. »Das Geld fehlt dann im Sport-Etat. Und der Etat für Breitensport ist jetzt schon gekürzt worden. Also wird er eventuell noch weiter gekürzt werden müssen.« (Jörg Detjen, Sprecher NOlympia Colonia)

    Aus der Reihe »Olympia schadet Breitensport«: »Der Bau des Kölner Radstadions wird nochmal 26 Millionen Euro teurer. Insgesamt wird der Bau dann knapp 150 Millionen Euro kosten… Das bedeutet, langfristig wird die Stadt den jährlichen Zuschuss an die Sportstätten GmbH erhöhen müssen, damit der Bau bezahlt werden kann. Zum Ärger von Jörg Detjen, Sprecher der Initiative ›NOlympia Colonia‹, der früher Mitglied des Sportausschusses der Stadt war. Im Entwurf für den städtischen Haushalt ist eine Kürzung der Gelder für den Breitensport von derzeit 5,2 Millionen Euro auf 4,6 Millionen Euro im Jahr 2028 vorgesehen. Zeitgleich sollen die Zuschüsse für die Sportstätten GmbH steigen und die Bewerbung für Olympia kostet 1,3 Millionen Euro.« Jens Gleisberg (WDR), 18.9.2026. Zum Artikel

    NOlympia Berlin: Das Geld für Olympische Spiele wird wieder einmal dem Breitensport abgezwackt. Diese Elitenspiele schaden dem Breitensport. Wir fordern: Breitensport muss Vorrang haben! Auch darum: #NOlympia

  • NOlympia Berlin: Schluss mit der Olympiashow – Berlin braucht realistische Prioritäten

    NOlympia Berlin: Schluss mit der Olympiashow – Berlin braucht realistische Prioritäten

    (Berlin, 7. September 2026) Heute trifft sich das Kuratorium für die Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele im Roten Rathaus, um über die weiteren Schritte vor der anstehenden Entscheidung des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB) am 26. September zu beraten.

    Dazu Claudia Engelmann, Bündnis NOlympia Berlin und sportpolitische Sprecherin der Berliner Linksfraktion: »Die Kuratoriumssitzung wird hoffentlich mit dem Verzicht Berlins auf die Olympiabewerbung enden, denn bei den Bürger*innen von Berlin ist Olympia schon längst durchgefallen. Allein an diesem Wochenende hat unser Bündnis weit über 2000 Unterschriften gesammelt. Der Senat sollte endlich aufhören, einer aussichtslosen Olympiabewerbung hinterherzulaufen, die Niederlage akzeptieren und keine Zeit und kein weiteres Steuergeld verschwenden.«

    Klara Schedlich, Vertrauensperson des Volksbegehrens NOlympia Berlin und sportpolitische Sprecherin der Grünen im Abgeordnetenhaus, betont: »Die Stimmung auf der Straße ist eindeutig: Die Berliner*innen wollen keine weiteren Milliarden für Olympische Spiele ausgeben. Sie wollen, dass ihre Stadt endlich wieder funktioniert. Statt einer aussichtslosen Olympiabewerbung braucht Berlin sanierte Sportstätten, Schwimmbäder, die wieder öffnen, und bezahlbaren Wohnraum. Genau dafür sammeln wir weiter Unterschriften, damit am Ende die Berliner*innen selbst entscheiden können.«

    Je mehr Menschen das Volksbegehren unterstützen, desto besser! Unterschriebene Unterschriftenlisten können per Post an die NaturFreunde Berlin, Paretzer Str. 7, 10713 Berlin gesendet werden.

    Termine
    Dienstag, 8. September 2026, 18:00 bis 21:40 Uhr
    Lichtenberger Beach Olympiade mit Heidi Reichinnek, Heidi kommt!
    Bei der Lichtenberger Beach Olympiade wollen wir in lockerer Atmosphäre mit bierernsten politischen Inhalten den Abend verbringen. Es wird verschiedene Mitmachangebote geben und natürlich könnt ihr auch was gewinnen!
    https://dielinke.berlin/termine/detail/news/lichtenberger-strandolypiade-mit-spezialgast/

    Donnerstag, 10. September, 18:30 Uhr bis 20:30 Uhr, Einlass: 18:00 Uhr
    FFF-Podiumsdiskussion zur Berlinwahl
    Urania Berlin, An der Urania 17, 10787 Berlin
    https://tickets.fridaysforfuture.de/berlin/podiumsdiskbln/

    Samstag, 12. September
    Zeit, dass sich was dreht
    https://sterndemo.de/

    Bündnis NOlympia Berlin
    NaturFreunde Berlin, BUND Berlin, GEW Landesverband Berlin, Grüne Liga Berlin, Berliner MieterGemeinschaft, BI 100% Tempelhofer Feld, Berliner Wassertisch, NABU Berlin, BUNDjugend Berlin, Kotti&Co, Roter Stern Berlin, BI A100, BI Wuhlheide, FridaysForFuture Berlin, Bündnis gegen Verdrängung und #Mietenwahnsinn, BI Jahnsportpark, Bündnis UNSERE STADT!, BerlinZusammen, Die Linke Berlin, Bündnis 90 / Die Grünen Berlin, Tierschutzpartei Berlin, Mera 25 Berlin, Grüne Jugend Berlin, Linksjugend Berlin, Jusos Berlin

  • »Macht mit und unterschreibt beim Power-Unterschriftensammeln für NOlympia!« Mit Unterstützung aus Hamburg startet NOlympia Berlin in ein Aktionswochenende

    »Macht mit und unterschreibt beim Power-Unterschriftensammeln für NOlympia!« Mit Unterstützung aus Hamburg startet NOlympia Berlin in ein Aktionswochenende

    (Berlin, 4. September 2026) Das überparteiliche Bündnis NOlympia Berlin sammelt Unterschriften für die erste Phase des Volksbegehrens »Für Berlin – gegen Olympia«, für die 20.000 Stimmen benötigt werden. Drei Wochen vor der Entscheidung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) über die deutsche Ausrichterstadt für Olympische Spiele 2036/40/44 startet es in ein Aktionswochenende vom 4. bis 6. September. Dabei bekommt es Unterstützung von Hamburger NOlympia-Aktiven, die dafür eigens anreisen. Trotz einer medialen Überwältigungskampagne des Hamburger Senats konnte NOlympia Hamburg das Olympia-Referendum am 31. Mai für sich entscheiden und damit die Stadt aus dem Rennen nehmen.

    Dr. Gabriele Hiller (Vertrauensperson des Volksbegehrens): »Auch wir werden dem Olympiagrößenwahn des Berliner Senats einen Riegel vorschieben. Der große Zuspruch, den wir auf den Straßen erfahren, bestärkt unser Bündnis NOlympia, weiter auf die Bürger*innen zuzugehen und Stimmen für das Volksbegehren gegen Olympische Spiele zu sammeln.«

    Am Aktionswochenende können wahlberechtigte Berliner*innen an folgenden Stellen unterschreiben:

    • vom 4. bis 6. September rund um den Anton-Saefkow-Platz in Lichtenberg, wo Claudia Engelmann (Linke, MdA) zu »Kiez-Sanierung statt Olympia-Roulette – wir sammeln Unterschriften!«  einlädt (1),
    • am 4. September auf dem »Festival für das Tempelhofer Feld« (2),
    • am 5. September auf der großen Mietendemonstration »Her mit den Wohnungen« Vor dem Roten Rathaus (3),
    • am 5. September auf dem Park- und Nachbarschaftsfest im Wriezener Park, »Gleisbeet-Fest« (Nähe S-Bahnhof Warschauer Straße) (4),
    • am 6. September bei »Feldmusik« auf dem Tempelhofer Feld am Haus 104 (5).

    Die Stimmung auf den Straßen Berlins ist ausgesprochen kritisch gegenüber den Regierenden von CDU und SPD. Das betrifft auch die Olympiabewerbung Berlins, die über die Köpfe der Berliner*innen hinweg erfolgt ist. Viele Menschen schicken uns ihre Unterschriften gegen Olympia per Post zu, doch viele erfahren auch erst durch uns davon. Aber die meisten empfinden es als skandalös, anmaßend und geschichtsvergessen, dass sich Berlin um die Spiele 2036 – 100 Jahre nach den Nazispielen – bewirbt, als wäre es ein Datum wie alle anderen auch. Sie kritisieren zudem, dass der Berliner Senat Millionen für ein Prestigeprojekt ausgibt, obwohl die Stadt hochverschuldet ist und mal wieder an allen Ecken gespart wird, bis es quietscht. Sie ärgern sich, dass die Kosten für das nationale Bewerbungsverfahren explodiert sind und sie sorgen sich, dass bei einer Entscheidung für Berlin weitere Milliarden EUR verbrannt werden.

    Prof. Dr Johannes Verch (Vertrauensperson des Volksbegehrens): »NOlympia lädt alle herzlich ein, ihren Protest gegen das Vorgehen des Berliner Senats und die Bewerbung kundzutun und das Volksbegehren mit ihrer Unterschrift zu unterstützen. Gerne auch per Post an die Naturfreunde Berlin, Paretzer Str. 7, 10713 Berlin.«

    Bündnis NOlympia
    NaturFreunde Berlin, BUND Berlin, GEW Landesverband Berlin, Grüne Liga Berlin, Berliner MieterGemeinschaft, BI 100% Tempelhofer Feld, Berliner Wassertisch, NABU Berlin, BUNDjugend Berlin, Kotti&Co, Roter Stern Berlin, BI A100, BI Wuhlheide, FridaysForFuture Berlin, Bündnis gegen Verdrängung und #Mietenwahnsinn, BI Jahnsportpark, Bündnis UNSERE STADT!, BerlinZusammen, Die Linke Berlin, Bündnis 90 / Die Grünen Berlin, Tierschutzpartei Berlin, Mera 25 Berlin, Grüne Jugend Berlin, Linksjugend Berlin, Jusos Berlin

     

  • Protestaktion von NOlympia Berlin vor dem Sport- und Erholungszentrum (SEZ): Breitensport fördern – SEZ erhalten – Olympische Spiele in Berlin verhindern

    Das Bündnis NOlympia Berlin lädt zu einer gemeinsamen Aktion vor dem Sport- und Erholungszentrum (SEZ) ein. Die Aktion findet während der wöchentlichen Aktion der Initiative „SEZ für alle!“ statt.

    Mittwoch, 02.09.2026
    Zeit: 16.00 Uhr
    Treffpunkt: Vor dem Sport- und Erholungszentrum (SEZ), Landsberger Allee 77, 10249 Berlin (openstreetmap)

    Mit ihrem Motto „Breitensport fördern – SEZ erhalten – Olympische Spiele in Berlin verhindern“ protestieren die Aktiven von NOlympia Berlin gegen die Vernachlässigung des Breitensports durch den derzeitigen Senat.

    Während Kinder und Vereine vor geschlossenen Turnhallen und gesperrten Schwimm­bädern stehen, träumt der Senat von Olympischen Spielen. Berlin hat einen Sanierungsstau von einer Milliarde Euro bei Sportstätten und Bädern. Trotzdem sollen Millionen in die aussichtslose Bewerbung für Olympia fließen, statt in die Sportstätten, die wir jeden Tag dringend brauchen. In Zeiten knapper Kassen ist das verantwortungslos.

    Die geplante Zerstörung des Sport- und Erholungszentrum (SEZ) durch die Pläne des Senats sind hierfür ein Beispiel. Die Aktiven setzen sich für die Erhaltung und Wiedernutzung dieses wichtigen Infrastrukturprojektes in Berlin für den Breitensport ein. Das SEZ ist mit seinem beeindruckenden Konzept, seiner durchdachten Architektur und seiner Historie einzigartig. Das SEZ hat ein vielfältiges Sport- und Erholungsangebot ermöglicht. Dieses Angebot ist heute nötiger denn je. Bei einer wachsenden Bevölkerungsdichte fehlen diese Angebote zunehmend in der ganzen Stadt – vom Schulschwimmen, Vereinssport, über Reha- und Seniorensport bis zum Familienerlebnis für Groß und Klein.

    Gemeinsam fordern die Aktiven:

    • Erhaltung des Sport- und Erholungszentrum (SEZ) für den Breitensport
    • Keine Olympischen Spiele in Berlin – stattessen bessere Förderung für den Breitensport
    • Ein umfassendes Sanierungsprogramm für die maroden Schwimmbäder, Turnhallen und Sportplätze

     

    Volksbegehren gegen Olympische Spiele in Berlin – Jetzt unterschreiben!

  • BI Jahnsportpark: »Der Senator kam für Bilder vom Baufortschritt. Bekommen hat er Bilder von Protest!«

    »Am Montag haben wir gemeinsam mit den NaturFreunden Berlin und NOlympia im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark gegen die geplante Versiegelung der Sportwiese und den Stadionneubau protestiert. Die Kundgebung unter dem Titel ›Naturwiese statt Plastikrasen – kein Olympia in Berlin!‹ fand parallel zum Presserundgang von Bausenator Christian Gaebler (SPD) statt.

    Ein Millionengrab mit falschen Prioritäten

    Das Projekt hat inzwischen ein Volumen von rund 300 Millionen Euro erreicht – in Zeiten von knappen Kassen und sich zuspitzender Klimakrise ein völliger Irrweg.

    Gaeblers Prioritäten sind eindeutig: Viele Millionen Euro für Rückbau und Neubau des Vorzeige-Stadions. Der dritte Bauabschnitt dagegen – genau der Teil, der dem Breiten-, Schul- und Inklusionssport dienen soll – wurde massiv gekürzt und ist im Haushalt 2026/27 gar nicht veranschlagt. Für den Kunstrasen auf rund 6.500 Quadratmetern möchte Gaebler über 3 Millionen Euro ausgeben; nach Branchenstandard wären selbst bei hochwertiger Ausführung ein Kunstrasenplatz für nur rund 600.000 Euro zu erwarten.

    Tatsachen schaffen vor der Wahl

    Im Zentrum unseres Protests stand der Vorwurf, Gaebler möchte die Vergabe an einen Bau-Generalunternehmer noch vor der Abgeordnetenhauswahl abschließen. Das ist kein Verfahrensdetail: Ist der Auftrag erteilt, sind Neubau, Versiegelung und Baumfällungen vertraglich gebunden – unabhängig vom Wahlausgang. Kurz vor einer Wahl Fakten zu schaffen, die schwer rückgängig zumachen sind, nimmt den Wählerinnen und Wählern die Entscheidung über dieses teuere Millionen-Projekt. An diesem undemokratischen Verhalten werden sich Senator Gaebler und die Berliner SPD bei der Wahl nun messen lassen müssen.

    Worum es auf dieser Wiese geht

    Rund 10.000 Quadratmeter, etwa 20 Sportarten – kostenlos, ohne Vereinsbeitrag, barrierefrei. Unsere Messungen während der Hitzewelle zeigen, was der Austausch bedeuten würde: rund 39 °C auf der Naturwiese, bis zu 65 °C auf Kunstrasen unter gleichen Bedingungen. Trotzdem will Senator Gaebler die Wiese zu 2/3 mit einem Plastik-Rasen-Platz überbauen und die Fläche damit versiegeln. Damit würde er die Hitzewellen im Kiez massiv verstärken und gleichzeitg die kostenlose Nutzung zurückdrängen.

    Unsere Forderungen bleiben

    Sofortiger Vergabestopp vor der Wahl, vollständiger Erhalt der Naturwiese in ihrer heutigen Größe, keine weiteren Baumfällungen.
    Offenlegung der Fördergrundlagen und eine ergebnisoffene Prüfung von Alternativen ohne kostenintensiven Stadionneubau.

    Wie ein klimafreundlicher und nachhaltieger Sportpark für alle gehen kann, zeigt unser Alternativszenario RESTART JSP

    Danke an alle, die gekommen sind. Die nächsten Wochen entscheiden – solange die Vergabe nicht erfolgt ist, ist nichts endgültig.

    Zum Originalbeitrag

  • Montag, 14 Uhr NOlympia Aktion vor dem Jahn-Sportpark: Naturwiese statt Plastikrasen – kein Olympia in Berlin! – 14:00–15:30 Uhr

    Anlässlich des von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen angekündigten Presserundgangs im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark hat NOlympia Berlin spontan eine Versammlung angemeldet.

    Unter dem Motto »Naturwiese statt Plastikrasen« treffen wir uns um 14 Uhr auf der Topsstraße/Ecke Emilie-Mosse-Straße, 10437 Berlin (openstreetmap). Wir freuen uns über Mitstreiter*innen.

    Hintergrundinformationen:

    Bürgerinitiative Jahnsportpark: https://www.jahnsportpark.de/blog/

    Antwort (18.8.2026) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in der BVV Pankow: Ökologische Bedeutung der vom Kunstrasenprojekt bedrohten Sportwiese im Jahnsportpark.

    Dazu die Pressemitteilung von der Bürgerinitiative Jahnsportpark: Pankow widerspricht Senat: Sportwiese ist Habitat – Kunstrasen unzulässig (19.8.2026)

    »Neuer Drei-Millionen-Sportplatz ›unzulässig‹: Umweltamt widerspricht Umwandlung der ›Sportwiese‹ in Berlins teuersten Kunstrasen. Im Jahn-Sportpark soll die beliebte Naturwiese versiegelt werden. Doch jetzt stellt sich Pankows Bezirksamt gegen den Senatsplan – und verweist auf die ökologische Bedeutung. Wie geht es weiter?« Tagesspiegel-Artikel vom 20. August 2026 [€]

    Die Bürgerinitiative Jahnsportpark ist Mitglied von NOlympia Berlin. Das obige Beitragsbild wurde von ihrer Seite entnommen.

    #Jahnsportpark #Naturwiese #Plastikrasen #NOlympia 

     

     

  • Save Victoria Park / Barrambin, Brisbane. Statement of Solidarity from NOlympia Berlin

    NOlympia Berlin Logo

    Berlin, 21. August 2026

     

    Dear friends,

    NOlympia Berlin stands in solidarity with you and all the people of Brisbane who are working to protect the beautiful Victoria Park / Barrambin from large-scale Olympic development.

    We are a citizens‘ alliance in Berlin campaigning against the city’s bid to host the Olympic Games. Our experience has led us to question a model in which Olympic ambitions can take priority over the long-term needs of the city, its people, its environment and its public spaces.

    What is happening in Brisbane concerns us for many of the same reasons.

    Victoria Park / Barrambin is not simply an empty piece of land available for development. The historical record documents Barrambin as a place of profound cultural importance to First Nations peoples – a place of meeting, camping, ceremony, hunting and connection to Country. Contemporary Elders, historians, researchers and government documents have continued to recognise that significance.

    The proposed Olympic development therefore raises questions that go far beyond the construction of a stadium.

    It concerns whether an Olympic project should be allowed to permanently transform a culturally significant landscape and one of Brisbane’s important inner-city green spaces.

    It concerns whether public money should be committed to major Olympic infrastructure when cities have many other pressing needs.

    And it concerns whether the promise of an Olympic legacy should mean sacrificing places that already provide an enduring legacy to the community.

    NOlympia Berlin believes that cities should invest first in the things that their residents need every day: schools, housing, public transport, public parks, community facilities, grassroots sport and climate resilience.

    Olympic infrastructure should not come at the expense of these priorities.

    Nor should communities be expected simply to accept irreversible changes because they are presented as necessary for the Olympic Games.

    Our campaign in Berlin has also raised concerns about the financial structure of the Olympic model. The IOC is a private organisation with enormous revenues, while host cities and their taxpayers carry substantial infrastructure and financial risks. NOlympia Berlin has documented concerns about the billions associated with Olympic hosting, the uncertainty surrounding total costs and the imbalance between private Olympic revenues and public financial exposure.

    This is why we recognise the concerns being raised in Brisbane.

    The Olympic Games should serve the places – not the other way around. But they don’t. The Olympics frequently leave a trail of devastation behind.

    We therefore express our solidarity with the community organisations, Traditional Custodians, residents, environmental advocates, historians, researchers and others who are calling for the protection of Victoria Park / Barrambin.

    We particularly support the principle that Olympic ambition must not override cultural heritage, environmental protection, democratic participation or the long-term public interest.

    The world does not need Olympic Games. It needs cities that are liveable, sustainable, democratic and respectful of their history and culture.

    Victoria Park / Barrambin is part of Brisbane’s living heritage. Its value cannot be measured simply by the number of seats that can be built upon it or the economic activity generated during a few weeks of Olympic competition.

    Some places are more valuable because they remain.

    NOlympia Berlin stands with those working to ensure that Victoria Park / Barrambin remains one of those places.

    Solidarity from Berlin to Brisbane.

    Professor Johannes Verch
    Dr. Gabriele Hiller
    Carmen Schultze
    (Trust Persons of the People’s Initiative NOlympia)

    Alliance NOlympia Berlin

    Brief als pdf

  • Unser Bündnispartner GEW hat einen schönen Artikel in seiner Mitgliederzeitschrift eingestellt

    »NOlympia-Kampagne nimmt an Fahrt auf. Statt des Millionengrabs Olympia braucht es Investitionen in die Bildung.

    Mit dem Beschluss der Landesdelegiertenversammlung im Herbst vergangenen Jahres beteiligt sich die GEW BERLIN aktiv an der NOlympia-Kampagne gegen eine mögliche Olympiabewerbung Berlins. Gemeinsam mit einer Reihe an Vereinen, Initiativen und Parteien setzt sich unser Landesverband für eine kritische Debatte über die so­zialen, finanziellen und ökologischen Folgen ein.

    In den vergangenen Monaten hat die Kampagne deutlich an Fahrt aufgenommen. Ein zentraler Schritt war der Auftakt der Unterschriftensammlung zur Einleitung eines Volksbegehrens am 22. April. Ziel ist es, eine breite demokratische Beteiligung sicherzustellen und den Berliner*innen die Möglichkeit zu geben, selbst über die Bewerbung der Stadt zu entscheiden.

    Die Kritik an Olympia ist aus Sicht vieler Kolleg*innen berechtigt: Während Schulen unter Personalmangel, maroden Gebäuden und fehlender Ausstattung leiden, sollen Milliardenbeträge in ein internationales Großevent fließen. Olympische Spiele gehören weltweit zu den kostenintensivsten Großprojekten überhaupt. Laut der »Oxford Olympics Study 2024« lagen die durchschnittlichen Kosten der Spiele seit 1960 bei über 12 Milliarden US-Dollar, mit einer durchschnitt­lichen Kostenüberschreitung von 172 Prozent.

    Auch Berlin müsste nach internen Berechnungen der Senatsfinanzverwaltung mit bis zu 16 Milliarden Euro rechnen, ohne langfristige Gewinngarantien.

    Gerade Beschäftigte im Bildungsbereich erleben täglich, wie dringend Investitionen in Bildung, soziale Infrastruktur und gute Arbeitsbedingungen gebraucht werden. Die Erfahrungen an anderen Austragungsorten zeigen zudem, dass die versprochenen positiven Effekte für die Berliner Infrastruktur häufig ausbleiben, während öffentliche Kosten und soziale Verdrängung langfristig bestehen bleiben.

    Was du tun kannst

    Die Beteiligung der GEW BERLIN an der NOlympia-Kampagne knüpft unmittelbar an gewerkschaftliche Forderungen an: Öffentliche Daseinsvorsorge stärken statt Prestigeprojekte finanzieren. Bildung, Wohnen und soziale Infrastruktur müssen Vorrang vor milliardenschweren Eventplanungen haben.

    Damit das Volksbegehren erfolgreich wird, braucht die Kampagne jetzt breite Unterstützung in den Betrieben und Schulen. Jede Unterschrift hilft, den Druck für eine soziale und demokratische Stadtpolitik zu erhöhen.

    Deshalb unser Appell an die Kolleg*innen: Lasst die Unterschriftenlisten in euren Gesamtkonferenzen, Team- oder Fachbereichssitzungen herumgehen! Hängt die Unterschriftenliste an euer GEW-Brett! Nutzt die Gelegenheit, mit Kolleg*innen ins Gespräch zu kommen und für die Unterstützung des Volksbegehrens zu werben!«

    Zum Beitrag von Oliver Claas Heinbockel

  • Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen Pankow: Ökologische Bedeutung der vom Kunstrasenprojekt bedrohten Sportwiese im Jahnsportpark

    In der Antwort des Senats auf eine schriftliche Anfrage zur „Überbauung der Sportwiese im Jahnsportpark“ [1] antworte der Senat in 6/26 ohne Verweis auf fachliche Grundlagen oder Untersuchungen: „Die Errichtung des Kunstrasenspielfeldes wird nach derzeitigem Planungsstand in keine Baum-, Gehölz- und Habitatstrukturen eingreifen.“ In der aktuellen Pressemitteilung [2] aus 7/26 heißt es: „Der Senat hat […] die Sicherung der Finanzierung für die Sanierung und Erweiterung der Rasenfläche im Jahnsportpark in Berlin-Prenzlauer Berg beschlossen.“, „Die Planungen der Rasenfläche umfassen ein multifunktionales Kunstrasenspielfeld“ und „Auch die Sanierung der bestehenden Naturrasenflächen ist vorgesehen“

    1. Wurde das Bezirksamt, d.h. das für Flora/Fauna-Habitate zuständige Amt für Umwelt- und Naturschutz vor der Beantwortung der schriftlichen Anfrage [1] durch die Senatsverwaltung zu der Aussage beteiligt, die Errichtung des Kunstrasenspielfeldes würde in keine Baum-, Gehölz- und Habitatstrukturen eingreifen? Falls ja: Wann und in welcher Form erfolgte die Beteiligung, welche Stellungnahme hat das Amt für Umwelt- und Naturschutz abgegeben, wurde die zitierte Aussage mit dem Bezirksamt abgestimmt?

    Nein, das Umwelt- und Naturschutzamt (UmNat) wurde von der Senatsverwaltung nicht beteiligt.

    1. Wie bewertet das Bezirksamt das mögliche ökologische Potenzial einer auch sportlich genutzten Naturrasenfläche, d.h. kann diese als „Habitatstruktur“ Lebensraum auch geschützter Arten von Flora und Fauna sein – und teilt das Amt für Umwelt- und Naturschutz und aufgrund der dem Bezirksamt vorliegenden Unterlagen sowie weiterer gegenwärtigen Erkenntnisse die Einschätzung, dass durch die Errichtung des Kunstrasenspielfeldes in keine Habitatstrukturen eingegriffen wird? Bitte die Antwort fachlich begründen.

    Ja, die Sportwiese besitzt ein ökologisches Potential als Habitatstruktur für geschützte Arten. Die Brutvogelkartierungen im Zusammenhang mit dem Bebauungsplan 3-87 haben die Nutzung der Sportwiese beispielsweise durch Stare bestätigt. Darüber hinaus bilden vegetationslose Rohbodenstellen Bereiche in denen Haussperlinge ihr „Sandbaden“ durchführen. Aufgrund der intensiven Mahd der Wiese ist vor allem von einem Vorkommen geschützter Arten der Fauna auszugehen, dennoch ist auch das Vorkommen geschützter Pflanzenarten nicht auszuschließen. Entsprechende Vegetationskartierungen liegen dem UmNat hierzu jedoch nicht vor.

    1. Welche Erkenntnisse liegen dem Bezirksamt zur ökologischen Beschaffenheit der konkret betroffenen Sportwiese von, wann wurde die Fläche zuletzt durch das Amt für Umwelt- und Naturschutz oder im Rahmen von beauftragten Fachgutachten untersucht (bitte Angabe Untersuchungsdatum, Untersuchungsumfang, Auftraggeber und wesentliche Ergebnisse).

    Erkenntnisse zur ökologischen Beschaffenheit liegen dem UmNat, über die Daten des Berliner Geoportals, nicht vor. Die im Jahr 2023 vom Büro Trias vorgenommene Biotopkartierung (Auftraggeber SenStadt) hat keine geschützten Pflanzenarten für die Sportwiese dokumentiert. Es sind vom UmNat keine vegetationskundlichen Erfassungen der Sportwiese vorgenommen worden.

    1. Welche konkreten Folgen für den Natur- und Artenschutz hat das Vorhaben „Überbauung der Sportwiese im Jahnsportpark“ und wie wirkt es sich auf die am Rand der Sportwiese erst vor Kurzem aufgestellte CEF-Maßnahme aus?

    In der Brutvogelkartierung von 2023 für dieses Projekt wurden die angrenzenden Strukturen als wichtige Habitate für verschiedene Vogelarten bestätigt. Die Sportwiese selbst wurde von Staren als Nahrungshabitat kartiert. Die Auswirkungen der Umwandlung eines Naturrasens hin zu einem Kunstrasen ist artenschutzrechtlich als kritisch zu bewerten. Die genauen Auswirkungen auf die angebrachten CEF-Maßnahmen lassen sich derzeit nicht abschätzen. Dem Umwelt- und Naturschutzamt Pankow liegt für den 3. Bauabschnitt, in dem sich auch die Sportwiese befindet, derzeit keine Freiraumplanung, die die artenschutzrechtlichen Maßnahmenerfordernisse vor. Vor diesem Hintergrund ist derzeitig ein Eingriff in das nachgewiesene Nahrungshabitat grundsätzlich unzulässig.

    1. Sind im Zuge dieses Vorhabens Rodungen von Bäumen und/oder Sträuchern geplant? Wenn ja: Wo konkret und in welcher Anzahl?

    Dem UmNat liegen dazu aktuell keine Informationen hierzu vor. Es kann keine Aussage getroffen werden.

    1. Welche Auswirkungen kann die Umwandlung der Naturrasenfläche in ein Kunstrasenspielfeld nach Einschätzung des Bezirksamts insbesondere auf folgende Schutzgüter und Funktionen haben: Vegetation und Bodenleben, Versickerungsfähigkeit und Wasserhaushalt, Verdunstung und lokales Mikroklima, Lebens- und Nahrungsräume von Tieren, Biotopverbund und ökologische Vernetzung?

    Die Umwandlung der Sportwiese in ein Kunstrasenspielfeld hätte erhebliche negative Auswirkungen auf die abiotischen und biotischen Schutzgüter. Aufgrund des massiven technischen Unterbaus eines Kunstrasenfeldes, würden Bodenlebewesen weitestgehend verschwinden. Natürliche Bodenbildungsprozesse werden unterbrochen und es kommt zu stofflichen Belastungen in die Böden und Wasser durch Auswaschung aus Granulat/Fasern (z. B. Zink, PAK bei Gummigranulat, Mikroplastikeintrag). Die Versickerungsfähigkeit von Niederschlägen würde stark eingeschränkt werden. Da keine Evapotranspiration durch Pflanzen mehr stattfinden kann, wird zudem die Verdunstungswirkung erheblich reduziert. Das lokale Mikroklima, welches von der Wässerung der Sportwiese und damit verbundener Kühlleistung der Pflanzen profitiert, würde sich bei einer Kunstrasenfläche verschlechtern (trockener und überwärmter). Mit Blick auf die Biotik ist ein Kunstrasenfeld mit einer vollversiegelten Fläche gleichzusetzen. Flora und Fauna finden hier keine Lebens- und Nahrungsräume. Für den Biotopverbund und die ökologische Vernetzung besäße ein Kunstrasenfeld keine Funktion. Zudem sollte man die Auswirkungen auf das Schutzgut Erholung betrachten. Die Sportwiese wird aktuell nicht nur für die aktive Erholungsnutzung, sondern auch zum Natur erleben, Ausruhen und zur Kommunikation genutzt. Hierfür bietet sich die Sportwiese auch bei wärmeren Temperaturen an, da sie wie ein Parkrasen eine kühlende Funktion besitzt. Eine Kunstrasenfläche erfüllt diese Funktion nicht und wird daher aufgrund der gesundheitlichen Belastungen, verbunden mit der Überwärmung in den Sommermonaten, weniger Erholungsfunktionen als die derzeitige Sportwiese erfüllen können.

    1. Bewertet das Bezirksamt die Umwandlung der bestehenden Naturrasenfläche in ein Kunstrasenspielfeld als möglichen Eingriff in Natur und Landschaft? Falls nein, aus welchen fachlichen und rechtlichen Gründen wird die Bewertung als Eingriff ausgeschlossen? Falls ja, ist für das Vorhaben nach Einschätzung des Umwelt- und Naturschutzamts eine artenschutzrechtliche Prüfung erforderlich, und

    Die Fläche des B-Plans 3-87, zu dem auch die Sportwiese zählt, wurde durch die Stadtplanung als Innenbereich gemäß § 34 BauGB bewertet. Somit findet die Eingriffsregelung nach § 15 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) hier keine Anwendung. Die artenschutzrechtlichen Bestimmungen nach den §§ 39 und 44 BNatSchG sind zu berücksichtigen.

    a)      welche Arten oder Artengruppen sind zu untersuchen,

    Avifauna und Fledermäuse

    b)      zu welchen Jahreszeiten müssen die Untersuchungen stattfinden,

    Die Untersuchungen haben bereits stattgefunden. Derzeit sind die Untersuchungen 3 Jahre alt. Die durchgeführten Untersuchungen sind derzeit noch weitere 2 Jahre gültig bis eine Neukartierung erforderlich werden würde. Untersuchungen haben in den artspezifischen Untersuchungszeiträumen stattzufinden. Diese ergeben sich aus der einschlägigen Fachliteratur.

    c)      über welchen Zeitraum müssen Erhebungen durchgeführt werden?

    Die Erhebungen haben über einen kompletten Jahreszyklus zu erfolgen.

    1. Welche natur- oder artenschutzrechtlichen Entscheidungen, Zustimmungen, Befreiungen oder sonstigen Abstimmungen mit dem Umwelt- und Naturschutzamt können vor Umsetzung des Vorhabens erforderlich werden, auch wenn die Sportanlage bauordnungsrechtlich verfahrensfrei sein sollte?

    Der Verlust der Nahrungshabitate (z.B. für Stare) ist durch eine fachkundige Person zu quantifizieren.

    Es ist darzulegen, ob es sich um ein essentielles Nahrungshabitat handelt oder es im Umfeld geeignete Ausweichmöglichkeiten gibt. Im Fall eines essentiellen Nahrungshabitats ist eine vorgezogene Ausgleichsmaßnahme (CEF-Maßnahme) zu prüfen. Ist die Umsetzung dieser nicht möglich, ist dies begründet darzulegen. Im Weiteren würde ein Antrag auf Ausnahme von den Verboten des § 44 Bundesnaturschutzgesetz bei der obersten Naturschutzbehörde gestellt werden müssen. Dieser würde von der obersten Naturschutzbehörde (SenMVKU) entschieden. Wenn eine Ausnahme nach § 45 Abs. 7 BNatSchG erteilt werden kann, ist eine FCS-Maßnahme (populations-und erhaltungszustandbezogene Maßnahme) festzulegen.

    Sollten an die Sportwiese angrenzende, nach Berliner Baumschutzverordnung geschützte Bäume gefällt werden, so ist hierfür eine Fällgenehmigung beim UmNat zu beantragen. Auch für potentielle Strauchrodungen sind Genehmigungen einzuholen und die Verluste von Fortpflanzungs-, Ruhe- und Nahrungshabitaten zu quantifizieren. CEF-Maßnahmen wären auch hier vor einer Rodung (zwischen Oktober und Februar) erforderlich. Die CEF-Maßnahmen müssen bereits funktionsfähig sein, bevor die Umsetzung geplanter Baumaßnahmen erfolgen kann.

    [1] https://pardok.parlament-berlin.de/starweb/adis/citat/VT/19/SchrAnfr/S19-26639.pdf

    [2] https://www.berlin.de/rbmskzl/aktuelles/pressemitteilungen/2026/pressemitteilung.1697924.php

    Zum Originalbeitrag

  • Der Spitzenkandidat der Grünen bei den Berliner Abgeordnetenhauswahlen im September, Werner Graf, hat am Montag öffentlich den Aufruf für unser Volksbegehren gegen Olympia in Berlin unterschrieben!

    Dazu gab es einen kleinen Beitrag im Deutschlandfunk: »NOlympia-Initiative sammelt in Berlin Unterschriften für Volksbegehren«.

  • BUND Berlin fordert: Den Kienberg vor Olympia schützen!

    BUND Logo

    Na klar, gaaaaaanz nachhaltig werden die Olympische Spiele in Berlin. Falls sie kommen. In ihrem Konzept haben die Eventplaner* innen neben schönen Bildern und nichtssagenden Phrasen immerhin eine aufschlussreiche Information versteckt. Rund um den 102 Meter hohen Kienberg in Marzahn sollen die Mountainbike-Wettbewerbe stattfinden. Das bedeutet, dass für die Strecke und die Zuschauerbereiche junger Wald, der als Kompensationsmaßnahme für anderswo zerstörte Stadtnatur angelegt wurde, gerodet werden muss. Auf der neun Hektar großen Fläche hat das Landesunternehmen Grün Berlin in den letzten Jahren für 4,7 Millionen Euro 13.000 Bäume gepflanzt. Die sind dem zweiwöchigen Sportspektakel im Weg.

    Finden Sie das auch ein bisschen ungerecht gegenüber der Stadtnatur und gegenüber uns Berliner*innen? Dann werden Sie jetzt aktiv:

    Schützen Sie Berlin vor Olympischen Spielen 2036, 2040 oder 2044: Unterschreiben Sie das Volksbegehren NOlympia!

    Das dürfen alle, die 16 Jahre oder älter sind, die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen und seit mindestens drei Monaten in Berlin mit alleinigem Wohnsitz oder Hauptwohnsitz gemeldet sind. Sie haben schon unterschrieben? Sehr gut, dann sammeln Sie weitere Unterschriften!

    Download Unterschriftslisten: www.nolympia.berlin/volksbegehren

    Zum Originalbeitrag

  • Eine Leseempfehlung zum 90. Jahrestag der Olympischen Spiele 1936!!!

    Hauptsache, ein Olympia mit dem Kürzel ’36.

    Zum Jahrestag der Propagandaspiele findet kein Erinnern statt. Wie geschichtsvergessen ist die Stadt Berlin, die vom IOC den Zuschlag für 2036 möchte? … Nach Einschätzung von »NOlympia Berlin« sind keine Bemühungen der Olympiaplaner zu erkennen, sich mit der Rolle des IOCs oder dem konkreten Konzept der 1936er Spiele zu beschäftigen….

    Zum Artikel von Martin Krauss (taz), 1.8.2026

  • Wer mag noch den Offenen Brief mitzeichnen? »Für einen Sport für alle Geschlechter und gegen Geschlechtertests des IOC«

    »Liebe Kolleg*innen in der Sportwissenschaft, in Sportverbänden, Sportvereinen und Sportorganisationen, liebe sportinteressierte Menschen,

    am 26. März 2026 veröffentlichte das Internationale Olympische Komitee (IOC) die neue, bei den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles, USA, in Kraft tretende Policy on the Protection of the Female (Women’s) Category in Olympic Sport and Guiding Considerations for International Federations and Sports Governing Bodies (Dt.: Regelwerk zum Schutz der weiblichen (Frauen-) Kategorie im Olympischen Sport und leitende Hinweise für internationale Sportverbände und -organisationen) (IOC, 2026).

    Das neue Regelwerk ersetzt den seit 2021 geltenden «Framework on Fairness, Inclusion and Non-Discrimination on the Basis of Gender Identity and Sex Variations» des IOC. Damit vollzieht das IOC einen deutlichen Kurswechsel hin zu einem restriktiven und rückschrittlichen Umgang mit geschlechtlicher Vielfalt und geschlechtsbezogener Diskriminierung im Sport.

    Als Wissenschaftler*innen und Mitglieder der Kommission «Geschlechter- und Diversitätsforschung» innerhalb der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft (dvs) setzen wir uns seit vielen Jahren differenziert mit Fragen der Teilhabe und Diskriminierung von Menschen im Sport auseinander. In dem hier sowie untenstehend verlinkten, offenen Brief machen wir auf zentrale Probleme und soziale Ausschlüsse des neuen Regelwerks des IOC aufmerksam.

    Wir möchten Kolleg*innen aus den Sportwissenschaften sowie Menschen in Sportverbänden, Sportvereinen und Sportorganisationen auffordern, sich in kritisch-konstruktiver Weise mit den neuen Regularien des IOC auseinanderzusetzen und das Ziel eines geschlechtergerechten und geschlechterinklusiven Sports in den Fokus zu rücken.

    Wie ist es möglich, dass wir Sport als einen gesellschaftlichen Kontext gestalten, in dem Menschen aller Geschlechter gleichberechtigt aktiv sein, sich sicher fühlen und Erfolge feiern können?

    Der offene Brief (https://zenodo.org/records/20629581) kann von Ihnen und euch hier auf openPetition mitunterzeichnet werdet. Wir danken Ihnen und euch für eure Unterstützung!
     
    Mit den besten Grüßen
     
    Erstunterzeichner*innen:

    Dr. Karolin Heckemeyer (Sprecherin der dvs-Kommission Geschlechter- und Diversitätsforschung; Pädagogische Hochschule FHNW)
    Prof. Dr. Bettina Rulofs (Leiterin der Abteilung Diversitätsforschung im Institut für Soziologie und Genderforschung an der Deutschen Sporthochschule Köln)
    Dr. Birgit Braumüller (Abt. Diversitätsforschung im Institut für Soziologie und Genderforschung an der Deutschen Sporthochschule Köln)
    Dr. Fabienne Bartsch (stellv. Sprecherin der dvs- Kommission Geschlechter- und Diversitätsforschung, Abt. Diversitätsforschung im Institut für Soziologie und Genderforschung an der Deutschen Sporthochschule Köln)
    Dr. des. Annika Schwark (Sprecherin für Wissenschaftler*innen in der Qualifikationsphase der dvs- Kommission Geschlechter- und Diversitätsforschung, Leibniz Universität Hannover)
    Prof. Dr. Tina Nobis (Leiterin des Arbeitsbereichs Sportsoziologie, Institut für Sportwissenschaft, Bergische Universität Wuppertal)
    PD Dr. Dennis Krämer (Institut für Soziologie / Fachbereich 06 Erziehungswissenschaft und Sozialwissenschaften, Universität Münster)
    Prof. Dr. Ilse Hartmann-Tews (Professorin (em.) für Soziologie / Deutsche Sporthochschule Köln, Institut für Soziologie und Genderforschung, Vorstand Safe Sport e.V.)
    Prof. Dr. Judith Frohn (Leiterin des Arbeitsbereichs Sportdidaktik, Institut für Sportwissenschaft, Bergische Universität Wuppertal)
    Prof. Dr. Sandra Günter (Arbeitsbereich Sport und Gesellschaft, Institut für Sportwissenschaft, Leibniz Universität Hannover)
    Prof. Dr. Anne-Christin Roth (Fachrichtung Sportwissenschaft und Sport, Pädagogische Hochschule Freiburg)
    Dr. Birgit Palzkill
    Dr. Heidi Scheffel (Queer-Beauftragte des Landessportbund NRW)

    Begründung

    Der offene Brief bezieht sich auf die vom IOC publizierte Policy on the Protection of the Female (Women’s) Category in Olympic Sport and Guiding Considerations for International Federations and Sports Governing Bodies (Dt.: Regelwerk zum Schutz der weiblichen (Frauen-) Kategorie im Olympischen Sport und leitende Hinweise für internationale Sportverbände und -organisationen) (IOC, 2026).

    Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Karolin Heckemeyer, Windisch«
    Hier gehts zur Petition
    Vgl. auch den Artikel: Annika Becker: »Offener Brief gegen das IOC: Geschlechtertests haben Auswirkungen auf Kinder- und Jugendsport. Wissenschaftler*innen der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft kritisieren in einem offenen Brief die neue IOC-Policy zu Geschlechtertests und rufen alle Interessierten zur Mitzeichnung auf. Die Regelung trifft nicht nur den Spitzensport….«
    Weiter hier
  • 100 Jahre Nazi-Olympia. Nein danke und nie wieder!

    Am 1. August jährt sich zum 90. Mal die Eröffnung der Olympischen Spiele von 1936, die von der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) und dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) in Berlin durchgeführt wurden. Olympia 1936 war ein stimmungsmäßiger Höhepunkt der NS-Diktatur und ein propagandistischer Meilenstein auf dem Weg zum folgenden Vernichtungskrieg und Holocaust.
    (Berlin, 31. Juli 2026) Ausgerechnet jetzt hat der Senat beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) eine Bewerbung für die Olympischen Spiele von 2036, 40 und 44 eingereicht. Ist die Bewerbung für 2036 erfolgreich, wird das IOC genau 100 Jahre nach den Nazi-Spielen seinen Kampf der Nationen mit Turnschuhen, Säbeln und Sportpistolen im Sinne der Völkerfreundschaft erneut in Berlin präsentieren. Viele Berliner*innen dagegen gruselt der Gedanke, dass 100 Jahre nach 1936 erneut ein IOC-Präsident [oder eine Präsidentin] im Olympiastadion die »Jugend der Welt« begrüßen könnte. Eine Jugend, die damals – als aus scheinbar harmlosen »Spiel« blutiger Ernst wurde – auf den Schlachtfeldern des Zweiten Weltkriegs verheizt wurde. 
    Das mangelnde Problembewusstsein des Senats bezüglich der Nazi-Spiele und der damit verbundenen Komplizenschaft des IOC verstärkt diese Bedenken. Eine spezielle inhaltliche Auseinandersetzung mit den ideologischen Schnittmengen zwischen Nazis und IOC führt der schwarz/rote Senat nicht. CDU und SPD bewerben sich nunmehr seit Jahrzehnten um Olympische Wettkämpfe. Das Jahr der hundertjährigen Wiederkehr der »Nazi-Spiele« ist da einfach nur der nächste Termin in der Reihe.
    Der schwarz/rote Senat ist der historischen Verantwortung des Datums nicht gewachsen. Das Olympia-Bewerbungskonzept beispielsweise geht lediglich mit einem einzigen Wort auf »1936« ein – ohne die damit verbundenen Begriffe wie »Nationalsozialismus«, »Rechtsextremismus«, »Nationalismus«, »Rassismus«, »Antisemitismus«, »Antisozialismus« oder »Antidemokratismus« auch nur anzuschneiden. Mit keinem Wort wird der Beitrag des IOC zum Gelingen der Naziherrschaft eingeordnet. Die ideologischen Schnittmengen zwischen Nationalsozialisten und Olympisten, die die damalige enge und langjährige Zusammenarbeit möglich machte, werden nicht reflektiert. Doch die Nazi-Spiele waren kein olympischer Betriebsunfall: noch nach der »Reichspogromnacht« 1938 plante das IOC, die Winterspiele für 1940 erneut nach Hitlerdeutschland zu vergeben.
    Der Sportwissenschaftler Prof. Johannes Verch weist darauf hin, »dass die Bewerbung schon allein vor dem Hintergrund problematisch ist, dass 2036 eine rechtsextreme Partei die Regierungsgeschäfte in Deutschland führen könnte. Das Olympiakonzept des Senats sieht in einem solchen Fall keine Absicherung vor, dass die hundertjährige Wiederkehr der Nazi-Spiele nicht erneut zur rechtsextremen Propagandashow wird.«
    Auch das IOC, dessen Gründer Pierre de Coubertin meinte, dass die Berliner Spiele von 1936 der Olympischen Idee ihre Weihe gegeben hätten, lässt eine ausreichende Aufarbeitung seiner Kooperation mit faschistischen und antisemitischen Diktaturen missen. Im IOC-Webshop werden noch heute T-Shirts mit dem Motiv der Hitler-Spiele von 1936 angeboten. Und auch gegenwärtig können sich zweifelhafte Regierungen anscheinend problemlos beim IOC mit Milliardensummen auf Kosten ihrer Bürger*innen propagandistischen Support einkaufen, um ihre Herrschaft zu festigen. 
    Dazu sagt die Vertrauensperson des NOlympia-Volksbegehrens Dr. Gabriele Hiller: »Angesichts der problematischen Geschichte des IOC in Berlin und seiner propagandistischen Beteiligung am Erfolg der nationalsozialistischen Herrschaft verbietet sich eine erneute Veranstaltung von Olympischen Wettkämpfen in Berlin.«
    Aus aktuellem Anlass weist Claudia Engelmann, Unterstützerin des Volksbegehrens »Für Berlin – gegen Olympia« und Sprecherin für feministische Politik, Gleichstellung, Sport der Linksfraktion Berlin darauf hin, dass der Senat auch in anderer HInsicht seiner Verantwortung nicht gerecht wird: »Es gibt beim Senat kein Problembewusstsein für die Situation damaliger Opfergruppen wie der durch das CSD-Attentat in den Fokus gerückten Queers. Zwar sieht der Senat nach eigener Aussage die neuen transdiskriminierenden Regelungen des IOC kritisch. Wie so oft folgen auf ein derartiges Bekenntnis keine Taten. In der Olympiabewerbung tritt der Berliner Senat mit keiner Zeile für die Rechte von trans Personen ein. So ist der Weg frei für Olympische Spiele, die nicht nur zum haushaltspolitischen Fiasko, sondern auch zur Bühne von trans- und intersexuellen Personen diskriminierendem Gedankengut werden.«
    Das Bündnis NOlympia wendet sich gegen eine Rückkehr des IOC nach Berlin 100 Jahre nach den Nazi-Spielen. Laut wissenschaftlichen Studien ist die einzige nachhaltige Wirkung Olympischer Wettkämpfe eine Steigerung nationaler Gefühle. Eine weltoffene Metropole wie Berlin sollte dagegen vorrangig Veranstaltungen finanzieren, die nationale Ressentiments vermeiden und den produktiven und vorurteilsfreien Austausch ihrer Bewohner*innen fördern. 
    Aus diesem und zahlreichen anderen Gründen haben wir das Volksbegehren »Für Berlin – gegen Olympia. Wir sagen Nein zu einer Bewerbung um Olympische Spiele in den Jahren 2036, 2040 und 2044!« gestartet, mit dem die Berliner*innen gegen die Olympiabewerbung des Senats stimmen können.
    Unterschriftsbögen für das Volksbegehren zum Download: 
    Bündnis NOlympia
  • Olympia-Gold 1936 · Mein Großvater und die Nazi-Spiele von Berlin

    Die Olympischen Spiele 1936 – das NS-Regime inszenierte sich als friedlich und weltoffen. Teil der Propagandashow: die Sportler. So wie vier Ruderer aus Würzburg. Waren die Olympiagewinner überzeugte Nationalsozialisten oder ließen sie sich täuschen?

    Zum Video (verfügbar bis 22.7.2026)

  • Sport als Propagandawerkzeug. MAGA unter den Ringen

    »Nach der WM steht mit den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles das nächste Großevent in den USA an. Die PR-Maschine läuft widerspruchslos weiter…Spitzensport will Geld. Geld gibt es vor allem für unethisches Verhalten. Und das passende Personal dafür findet sich immer….«

    Zum Taz-Artikel

  • Stell dir vor, es ist Klimawandel und der Berliner Senat will eine Naturwiese versiegeln und durch Kunstrasen ersetzen

    Jahn Bürger Sportpark LogoHitzewelle macht deutlich: Senat will Pankow zur Hitzeinsel machen

    Eigene Messungen belegen 29 Grad Unterschied zwischen Naturwiese und Kunstrasen – Bürgerinitiative fordert sofortigen Planungsstopp

    Während Berlin in dieser Woche unter einer anhaltenden Hitzewelle leidet, hat die Bürgerinitiative Jahn-Sportpark eigene Temperaturmessungen auf dem Gelände des Jahn-Sportparks in Pankow durchgeführt – mit einem alarmierenden Ergebnis:

    29 Grad Unterschied: Auf derselben Anlage, bei denselben Wetterbedingungen.

    Die Oberflächentemperatur auf der natürlichen Sportwiese betrug 43 Grad Celsius. Auf einer benachbarten Kunstrasenfläche maß die Bürgerinitiative zur gleichen Zeit 72 Grad Celsius.

    Senatsplanung sieht Versiegelung der Sportwiese ab 2027 vor

    Genau diese Naturwiese soll nach den aktuellen Plänen der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen ab 2027 im Zuge des geplanten Stadionneubaus am Jahn-Sportpark versiegelt und durch Kunstrasen ersetzt werden. Unter dem Titel „Sanierung und Erweiterung” werden Eingriffe geplant, die nach Einschätzung der Bürgerinitiative die klimatischen und sozialen Qualitäten des Geländes dauerhaft zerstören würden.

    Die Sportwiese ist heute die meistgenutzte Fläche des gesamten Jahn-Sportparks. Täglich treiben dort rund 20 verschiedene Sportgruppen Sport – Yoga, Tai Chi, American Football, Rugby, Kampfsport, Frisbee und mehr. Der Zugang ist kostenlos, vereinsunabhängig und barrierefrei. Die Fläche gilt als einziger barfußtauglicher Sportplatz Berlins.

    Drastische klimatische Folgen für den Kiez

    Prenzlauer Berg und Pankow gehören bereits heute zu den Berliner Kiezen mit der höchsten Hitzebelastung. Grünflächen, die Verdunstungskälte erzeugen und den Boden atmen lassen, sind in diesem Kontext keine Freizeitoption – sie sind Teil der städtischen Klimainfrastruktur.

    Ist die Fläche einmal unter Kunstrasengranulat und Kunststoffbelag verschwunden, lässt sich das nicht rückgängig machen. Kein Stadtentwicklungsplan und kein Förderprogramm bringt gewachsenen Boden zurück, der einmal versiegelt wurde.

    Forderungen der Bürgerinitiative

    Die Bürgerinitiative Jahn-Sportpark fordert:

    • den sofortigen Stopp der laufenden Ausschreibung für den Stadionneubau,
    • den dauerhaften Erhalt der Naturwiese als offene, kostenlose und klimawirksame Fläche,
    • den Verzicht auf jede weitere Versiegelung des Geländes,
    • eine transparente Überprüfung der Planungen unter Beteiligung des Bezirks Pankow und der Stadtgesellschaft.

    Zum Blogbeitrag vom 28. Juni 2026

    Dazu auch der Blogbeitrag vom 11. Juni 2026:

    Die Sportwiese im Jahn-Sportpark soll ab 2027 unter Kunstrasen verschwinden – Bürgerinitiative fordert Stopp der geplanten Versiegelung

    Im Pankower Jahn-Sportpark soll ab 2027 eine der meistgenutzten Flächen auf dem Gelände zubetoniert werden. Unter dem beschönigenden Titel „Sanierung und Erweiterung der Sportwiese“ plant das Land Berlin tatsächlich ihre Versiegelung: Mindestens zwei Drittel der rund 10.000 m² großen Wiese sollen einem Kunstrasenplatz weichen. Die Bürgerinitiative Jahnsportpark fordert sofortigen Stopp und hält das Vorhaben für einen klimaschädlichen Etikettenschwindel auf Kosten der Anwohnerschaft und des Bezirks. Die Zeit drängt: Laut Förderbedingungen soll das Projekt bereits 2027 beginnen.

    Kein „Sanieren“, kein „Erweitern“ – sondern Versiegeln

    Der offizielle Projekttitel ist irreführend. Geplant ist weder eine Sanierung noch eine Erweiterung, sondern der Neubau eines mindestens 6.500 m² großen Kunstrasen-Großspielfelds. Die Wiese soll dabei auf rund 30% ihrer heutigen Größe geschrumpft werden. Finanziert werden soll die Versiegelung ausgerechnet aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität über das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ (SKS), mit einer Fördersumme von rund 1,3 Millionen Euro. „Klimaneutrale“ Mittel für die Versiegelung einer Naturwiese einzusetzen, steht im Widerspruch zum Zweck des Programms, Neubauten sind ebenfalls nicht förderfähig. Hinzu kommt, dass von den vom Bezirk Pankow eingereichten Sanierungsprojekten kein einziges im Rahmen des SKS- Programms Förderung bekommen hat, aus unerklärlichen Gründen wird nur das vom Senat eingereichte Versiegelungsprojekt gefördert. Dabei fehlt jeder Euro, der hier investiert wird, anderswo – bei den vielen Sportstätten in der Stadt, die tatsächlich sanierungsbedürftig sind.

    Eine Wiese, die mehr leistet als der gesamte Sportpark

    Die Sportwiese ist niedrigschwellig, offen, kostenfrei, naturnah und damit eine ideale Ergänzung zu den übrigen Angeboten des Jahnsportparks. Rund 20 verschiedene Sportarten finden hier statt: Vom Yoga über Frisbee bis zu American Football und Rugby. Die Wiese ist offen für alle: Kinder, Senior*innen, Familien, Menschen mit Behinderung, Vereinssport und vereinsungebundenen Freizeitsport. Genau hier liegt der zynische Kern des Vorhabens: Das Land Berlin verkauft das Vorhaben als einen Schritt zu einer „inklusiven Sportanlage“ und zerstört dafür einen Ort, der bereits heute gelebte Inklusion ist.

    Dieser Wert ist vielfach belegt: Über 1.000 Menschen unterzeichneten 2023 binnen kürzester Zeit eine Petition für ihren Erhalt. Auch das Bezirksamt Pankow mahnte im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung zum Bebauungsplan 3-87: „Weiterhin ist der Erhalt der Sportwiese anzustreben, sie entlastet den Mauerpark und mindert Nutzungskonflikte.” [1]

    Hitzeinsel statt Klimaanpassung

    In Zeiten von Hitzesommern ist die Versiegelung der Wiese auch ein klimapolitischer Offenbarungseid. Messungen der Bürgerinitiative an Hitzetagen belegen: Während sich die Naturwiese auf rund 39 °C erwärmt, heizen sich Kunstrasenflächen zur gleichen Zeit auf bis zu 65 °C auf. Die Wiese kühlt ihre Umgebung durch Verdunstung, ein Kunstrasen kann das nicht leisten. Auch hierzu äußerte sich das Pankower Gesundheitsamt kritisch: „Die aktuelle Hitzebelastung für dieses Gebiet ist bereits erhöht und eine Bodenentsiegelung, nicht eine Verdichtung durch die Bebauung, wären daher aus gesundheitlichen Aspekten zu fordern. [Es ist] zu überlegen, die Nutzung auf lokal zu nutzende Sportangebote zu begrenzen und den Anteil an unversiegelten Grünflächen zu erhöhen.“ [2]

    Faktencheck: Gebrochene Zusagen

    Senatsvertreterinnen haben den Erhalt der Wiese öffentlich zugesichert. So erklärte Staatssekretärin Nicola Böcker-Giannini: „Bei der Sportwiese ist es ganz klar so ausgewiesen, dass sie in einer vergleichbaren Größe geplant wird”, Staatssekretärin Petra Kahlfeldt versicherte: „der Erhalt der Sportwiese oder die Schaffung eines vergleichbaren Angebots in mindestens gleicher Größe und Qualität”[3] sei aufgenommen. Statt „vergleichbarer Größe” ist nun eine Verkleinerung auf rund ein Drittel geplant, statt „gleicher Qualität” ein Kunstrasen. Mit der ab 2027 geplanten Versiegelung werden diese Versprechen damit gebrochen.

    Ein Neustart ohne Stadionneubau – mehr Platz für Vereine und Bürger

    Bislang wurde in allen Planungen unhinterfragt am Neubau eines Stadions festgehalten. Dabei lohnt es sich, diese Prämisse grundsätzlich zu hinterfragen. Weder das alte noch das geplante neue Stadion war oder wäre je wirklich ausgelastet. Gigantische Summen für ein Bauwerk, das an den meisten Tagen des Jahres leer steht – während gleichzeitig eine der beliebtesten Freiflächen des Kiezes versiegelt werden soll.

    Ein Verzicht auf den Stadionneubau böte eine echte Alternative: Auf der freiwerdenden Fläche ließen sich gleich mehrere neue Sportplätze sowie weitere Infrastruktur für Vereine, Schulen und Bürger*innen schaffen. Die Naturwiese könnte vollständig erhalten bleiben und den Berliner Sporttreibenden könnte insgesamt weit mehr angeboten werden als je zuvor. Nicht zuletzt könnten erhebliche Haushaltsmittel eingespart werden – ein wichtiger Beitrag zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Steuergeldern.

    Wir fordern:

    • den sofortigen Stopp aller Pläne zur Versiegelung der Sportwiese und den vollständigen Erhalt in ihrer heutigen Größe und Beschaffenheit,
    • den Verzicht auf Bundes- und Landesmittel für ein klimaschädliches und nicht nachhaltiges Versiegelungsprojekt,
    • eine ergebnisoffene Prüfung des B-Plans sowie der vorliegenden alternativen Konzepte, die für Kostenersparnis, Schaffung von zusätzlichen Sportflächen und Nachhaltigkeit stehen und aufzeigen, dass eine Modernisierung des Sportparks auch ohne einen kostenintensiven Stadionneubau möglich ist.

    Quellen:
    [1] S. 590, https://www.parlament-berlin.de/ados/19/IIIPlen/vorgang/d19-2441.pdf
    [2] S. 649-650, https://www.parlament-berlin.de/ados/19/IIIPlen/vorgang/d19-2441.pdf
    [3] Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=5antL7wTcS4; Protokoll: https://www.parlament-berlin.de/ados/19/Sport/protokoll/sp19-006-wp.pdf

  • Olympische Spiele in Berlin? Lasst UNS entscheiden! (Flyer NOlympia Berlin)

    Unterstützen Sie das Volksbegehren für eine Abstimmung über Olympia!

    Der Berliner Senat treibt eine Bewerbung um Olympische Spiele voran. Doch wollen wir das eigentlich?

    Olympia kostet Milliarden
    » Wissenschaftliche Studien belegen: Massive Kostenüberschreitungen sind bei Olympischen Spielen die Regel, nicht die Ausnahme.
    » Schon die Kosten für die innerdeutsche Bewerbung sind rasant von 500.000 auf 6 Mio. € gestiegen.
    » Die Gesamtkosten für die Spiele werden sich auf mindestens 6 Mrd. € + X, wahrscheinlich jedoch auf bis zu 16 Mrd. € oder mehr belaufen.
    » Der Berliner Senat hat bislang keine belastbare und vollständige Kostenaufstellung vorgelegt.

    Finanzierung unsicher
    » Die Kosten für die Olympischen Wettkämpfe binden Haushaltsmittel, die an anderen Stellen wie Schulen, Krankenhäusern, Universitäten, Brücken, im ÖPNV etc. fehlen.
    » Das Internationale Olympische Komitee (IOC) übernimmt keinerlei Haftung. Egal, was passiert: Berlin trägt das volle finanzielle Verlustrisiko.
    » Der Senat spekuliert auf Zuschüsse vom Bund und IOC – aber die sind nicht sicher, und auch der »Bund hat keine magischen Geldquellen« (Ökonom Budzier).
    » Berlin ist mit über 70 Mrd. € verschuldet. Es droht eine Haushaltsnotlage. Olympia würde Berlin (und den Bund) noch tiefer in die Schuldenfalle treiben.
    » Zurückzahlen müssen die Schulden spätere Generationen: Olympische Wettkämpfe sind ein Elitenprojekt auf Kosten der Jugend Berlins.

    Olympia macht Wohnen teurer
    » Sobald eine Stadt den Zuschlag bekommen hat, wächst die Immobilienspekulation.
    » Immobilien und Mieten verteuern sich.
    » Aufwertung bedeutet immer auch Gentrifizierung.
    » Anwohner*innen werden verdrängt, ›Unerwünschte‹ werden aus dem ›Stadtbild‹ vertrieben.
    » Überwachung und Kontrolle des öffentlichen Raums wird vorangetrieben (s. Paris).
    » Der »Olympische Partner« Airbnb befeuert die Wohnungsmisere zusätzlich.
    » Ausgleichsmaßnahmen können nicht mehr finanziert werden, weil schlicht kein Geld mehr da ist.

    Olympia schadet der Sportstadt
    » Sportanlagen und Bäder schieben derzeit einen Sanierungsstau von über 1 Mrd. € vor sich her.
    » Schulsport fällt aus, jeder vierte Drittklässler kann nicht schwimmen.
    » Über 13.000 Kinder stehen auf Wartelisten von Sportvereinen.
    » Das IOC stellt Ansprüche an Sportstätten, die an den Bedürfnissen des Breitensports vorbeigehen.
    » Olympische Spiele haben insgesamt keinen positiven Effekt auf den Freizeit- und Breitensport.

    Olympia bringt keinen wirtschaftlichen Aufschwung
    » Ein Mythos ist, dass Olympische Spiele Wirtschaft und Tourismus ankurbeln. Auch neuere Analysen zeigen bestenfalls kurzfristige und sehr geringe wirtschaftliche Effekte.
    » Viele Besucher*innen meiden Städte während großer Sportveranstaltungen.
    » Die Olympiamilliarden sind nach den Wettkämpfen verbrannt und stehen für echte Wirtschaftsförderung, z. B. durch Investition in Zukunftstechnologien, nicht mehr zur Verfügung.

    Olympische Spiele sind im Kern ein riesiges Umverteilungsprojekt. Gewinne werden privatisiert. Verluste verstaatlicht.

    Olympia ist undemokratisch
    » Der Senat präsentiert Olympia als ein Angebot, das man nicht ablehnen kann. Bei Bürgerbeteiligungen fehlt durchgängig die Möglichkeit, die Spiele abzulehnen.
    » Im Olympiakonzept des Senats wird eine »tragfähige demokratische Grundlage« mit einer entsprechenden Meinungsumfrage des Mitveranstalters DOSB begründet. Umfragen von neutraleren Akteuren ergeben jedoch regelmäßig negative Ergebnisse für Olympia.
    » Auch nach der Präsentation des Olympiakonzepts betrachteten in einer Umfrage nur 32% Olympia »eher« oder »eindeutig« als eine »Chance« (Civey). Das ist weniger als ein Drittel.

    Olympia und Politik
    » Olympische Wettkämpfe haben eine nationalisierende Wirkung, daher auch ihre Beliebtheit bei autoritären Regimen.
    » Bereits bei den ersten modernen Olympischen Wettkämpfen in Athen 1896 wurde das Stadion als »Schlachtfeld der Nationen« beschrieben.
    » Auch heute noch wird der Medaillen-Spiegel als Nationen-Ranking gedeutet.

    Greenwashing: Nachhaltig sind nur die Schäden
    » Der Senat behauptet, klimapositive Olympische Wettkämpfe durchführen zu können. Doch klimapositive Spiele sind ein Widerspruch in sich. Veranstaltungen dieser Größenordnung verursachen immer erhebliche Mengen an Emissionen, benötigen große Flächen und verbrauchen viele Ressourcen.
    » Berlin verfehlt bereits heute seine Klimaziele und steht vor großen Herausforderungen beim Umwelt- und Klimaschutz.
    » Temporäre Bauten und nur auf Olympia zugeschnittene, zusätzliche Infrastruktur stehen im Widerspruch zu langfristigen Klimazielen.

    Das Volksbegehren für einen Volksentscheid

    Wir wollen eine demokratische Abstimmung über die Olympiabewerbung. Der Weg dahin führt über das Volksbegehren:

    »Für Berlin – gegen Olympia.
    Wir sagen Nein
    zu einer Bewerbung um Olympische Spiele in den Jahren 2036, 2040 und 2044!«

    Für den Antrag auf das Volksbegehren brauchen wir bis Oktober 20.000 gültige Unterschriften.

    Unterschriftenliste (pdf)
    Ausdrucken – handschriftlich ausfüllen –
    das Original per Post an die NaturFreunde Berlin

    Danach folgt das Volksbegehren, für das ca. 170.000 Unterschriften nötig sind.

    Am Ende steht der Volksentscheid, bei dem alle Wahlberechtigten Berlins abstimmen können.

    Kontakt:

    NOlympia Berlin
    c/o NaturFreunde Berlin
    Paretzer Str. 7
    10713 Berlin
    Telefon: 030 810 560 250
    Email: info@nolympia.berlin
    Website: nolympia.berlin

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    Zum druckfähigen Flyer (pdf)