An Klima und Sozialem sparen, aber den IOC-Bossen großspurig unsere Kohle hinterherschmeißen. Zynisch.
»Klingbeil gibt Hamburg auf der Bühne noch die Garantie, dass der Bund sich an den rund 4,6 Milliarden kalkulierten Kosten für eine Olympiade in der Stadt beteiligen würde – ›und zwar, egal wie leer die Kassen sind‹« (Ann-Kathrin Leclère, taz, 7.5.2026)
Passend dazu Ökonom Budzier: »Der Bund hat keine magischen Geldquellen für Olympia. Wenn mehr nach Hamburg [oder München/Berlin/NRW] fließt, wird woanders gekürzt. Hinzu kommt: Der Bund müsste im Zweifel auch für Kostenrisiken geradestehen.« (Zeit, 30.4.2026)
Aktion
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Klingbeil und die magischen Geldquellen
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NOlympia Berlin: Gigantomanie in Zeiten leerer Kassen
Berlin, 5.5.2026: Der Berliner Senat stellt heute offiziell sein Olympiakonzept vor, mit dem er den innerdeutschen Wettbewerb gewinnen möchte. Obwohl die Berliner*innen in vielen Umfragen und auch im gerade gestartenen Volksbegehren von Nolympia Berlin ihren Widerwillen gegen den Glitzerevent deutlich zeigten und zeigen, verschleudert der Senat erneut hohe Geldsummen, während andernorts der Rotstift angesetzt wird.
Dazu sagen die Vertrauenspersonen des Volksbegehrens und die Bürgerinitiative 100% Tempelhofer Feld:
Prof. Dr. Johannes Verch (Sportwissenschaftler): »Die Olympiapläne zeigen, dass es dem Berliner Senat nicht um nachhaltigkeitsbezogene Investitionen in die Zukunft der Stadt geht, sondern darum, ohne Rücksicht auf Verluste ein gigantisches symbolaufgeladenes Großevent auszurichten.«
Carmen Schultze (BUND Berlin): »Es werden uns CO2-neutrale und klimapositive Spiele versprochen. Allerdings sind die Ringe um den Fernsehturm, die temporäre Brücke aufs Brandenburger Tor oder die goldene Pyramide auf dem Tempelhofer Feld noch nicht einmal im symbolischen Sinn nachhaltig.«
Dr. Gabriele Hiller (Die Linke Berlin): »Der Berliner Senat wünscht sich eine ›Hauptstadt der Ringe‹ und unterwirft die ganze Stadt symbolisch dem IOC. Doch Berlin ist nicht Disneyland. Hier wohnen Menschen. Und diese Menschen zahlen am Ende die Zeche!«
Uwe Hiksch (NaturFreunde Berlin): »Schon die geplante Lichterinszenierung auf dem Tempelhofer Feld erinnert unweigerlich an Albert Speers Lichtdome und demonstriert, warum Berlin die Finger von 100 Jahre Nazi-Spiele lassen sollte.«
Klara Schedlich (B’90/Die Grünen Berlin): »Der Senat verpulvert Milliarden für einen Event, während nicht einmal alle Kinder in dieser Stadt schwimmen lernen können? Solange es an funktionierenden Bädern und Sportstätten fehlt, darf Olympia nicht wichtiger sein als der Breitensport für unsere Kinder. Möge er erst die Schultoiletten und die Schulhallen vergolden, bevor er die Schauseite der Stadt vergoldet!«
Christoph Witt von 100% Tempelhofer Feld e.V. fügt hinzu: »CDU und SPD lassen keinen Vorwand aus, um das Tempelhofer Feld zu bebauen – jetzt also eine goldene Pyramide für die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele. Wenn die Regierung etwas für den Sport in Berlin tun will, soll sie das Feld schützen, denn es ist der wichtigste Ort für vereinsungebundenen Breitensport in ganz Berlin.«
Am 26. September wird der DOSB entscheiden, wer den Zuschlag zur Bewerbung erhält. NOlympia Berlin sammelt derzeit Unterschriften für ein Volksbegehren, mit dem die Bürger*innen selbst abstimmen dürfen, ob sie sich die Spiele ans Bein binden.
Unterschriftsbögen für das Volksbegehren zum Download (ausdrucken-handschriftlich unterschreiben-per Post abschicken)
https://nolympia.berlin/wp-content/uploads/2026/04/Unterschriftsliste_NOlympia.pdf
Die Bündnis-Organisationen sammeln in den nächsten Wochen Unterschiften bei unterschiedlichen Veranstaltungen, so am 8. Mai beim Demokratiefest auf dem Tempelhofer Feld, am 9. Mai auf der Langen Buchnacht in der Oranienstraße, auf dem Karneval der Kulturen und am 7. Juni auf dem Umweltfestival am Brandenburger Tor.
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BUNDjugend: Die Olympischen Spiele führen in die nächste Kürzungswelle!
Die sozial kalten und politisch kurzsichtigen schwarz-roten Haushaltskürzungen der letzten zwei Jahre gefährden den Zusammenhalt und die Zukunftsfähigkeit Berlins. Eine mögliche Austragung der Olympischen Spiele würde die Lage ungemein verschärfen, zumal allein für die Bewerbung und unter Berücksichtigung der schlechten Aussichtschancen Berlins, zusätzliche Milliarden zum Fenster rausgeworfen werden.
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GRÜNE LIGA Berlin: Bündnis für Berlin, gegen die Olympischen Spiele

Seit dem 22.04.2026 sammelt das Bündnis NOlympia Berlin Unterschriften für das Volksbegehren „Für Berlin – gegen Olympia. Wir sagen Nein zu einer Bewerbung um Olympische Spiele in den Jahren 2036, 2040 und 2044!“. NOlympia Berlin ist ein Bündnis von Menschen und Organisationen, die sich gegen eine Bewerbung für die Olympischen Spiele in Berlin einsetzen. Zu diesem Bündnis gehört auch die GRÜNE LIGA Berlin.
Ziel ist es, in den nächsten Monaten mehr als 20.000 Unterschriften zu sammeln, um ein starkes Signal an den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) zu senden, dass es aus der Bevölkerung durchaus Widerstand gegen die Bewerbung gibt. Der DOSB wird im September darüber entscheiden, wer für Deutschland zur Ausrichtung der Olympischen Spiele ins Rennen geschickt wird.
Berlin ist schon jetzt mit 60 Milliarden € verschuldet
Schon jetzt gibt zu wenig Gelder für Investitionen in die soziale Infrastruktur und für den Breitensport, zum Beispiel für Schwimm- und Turnhallen. Wenn Berlin Olympiastadt werden würde, hätte dies zur Folge, dass noch weniger Gelder bereit stehen würden, aber auch, dass noch mehr Schulden aufgenommen werden.
Wichtige Infrastrukturprojekte müssen unabhängig von Olympischen Spielen nach Dringlichkeit und Haushaltslage durchgeführt werden. Der Senat knüpft nun jedoch Zusagen zur Finanzierung von längst überfälligen Projekten in den Bezirken an eine positive Haltung gegenüber der Bewerbung Berlins für 2024 oder 2028.
Teilt ihr unsere Meinung? Dann unterschreibt bei uns in der Geschäftsstelle, auf dem Ökomarkt am Kollwitzplatz oder am 7. Juni beim UMWELTFESTIVAL am Brandenburger Tor.
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Basismitglieder der SPD Lindweiler starten Petition: Offener Brief an den Deutschen Olympischen Sportbund
»Sehr geehrte Damen und Herren,
wir wenden uns als Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten aus der Breite der Parteibasis an Sie, um unsere begründete Ablehnung einer möglichen Ausrichtung Olympischer Spiele in Köln bzw NRW zum Ausdruck zu bringen.
Olympische Spiele sind ein Fest des Sports, der internationalen Verständigung und gesellschaftlich, kulturübergreifender Begegnung. Für eine erfolgreiche Durchführung ist eine Bewerbung auf Grundlage von realistischen, transparenten und belastbaren Rahmenbedingungen unabdingbar. Eine Betrachtung der Rahmendaten in NRW / Köln zeigt gravierende Mängel in vielen Bereichen operativer Mindestanforderungen.
Die von der Stadt Köln und weiteren Akteuren vorgetragenen Argumente erscheinen in zentralen Punkten nicht tragfähig und teilweise eventpolitisch konstruiert. Besonders schwer wiegt für uns das Fehlen eines seriösen und nachvollziehbaren Kostendarstellung. Die Erfahrungen vergangener Olympischer Spiele zeigen deutlich, dass Kosten regelmäßig unterschätzt werden und erheblichen Steigerungen unterliegen. Ohne ein belastbares, transparentes und überprüfbares Finanzkonzept ist eine Bewerbung politisch unverantwortlich – gerade gegenüber den BürgerInnen, denen grundlegende Bereiche von Daseinsversorgung zukunftsorientiert und nachhaltig zu gewähren ist.
Bei den infrastrukturellen Versprechen wird für die Region Rhein/Ruhr suggeriert, dass innerhalb Nordrhein-Westfalens alle relevanten Sportstätten vom Olympischen Dorf aus in kürzester Zeit erreichbar seien. Die Behauptung, sämtliche Austragungsorte könnten innerhalb einer Stunde erreicht werden, entbehrt aus unserer Sicht jeder realistischen Grundlage. Marode Verkehrssysteme in der Region stoßen regelmäßig an ihre Grenzen, eine verlässliche ÖPNV-Nutzung im Kölner Norden wird aktuell nicht gewährleistet. Inwieweit notwendige, alltagstaugliche Aus- und Neubauten den Voraussetzungen einer gelingenden Olympiade genügen, erscheint mehr als fraglich.
Zusätzlich erschüttert uns die Umsetzung der Bürgerbeteiligung. Schon bei der Auszählung der Bürgerbefragungen kam es zu eklatanten Pannen. So war die Stadt Köln nicht in der Lage, einen simplen Livestream aufrechtzuerhalten, und das Auszählungschaos dauerte bis nachts um 3 Uhr, während alle anderen beteiligten Städte ihre Ergebnisse bereits deutlich früher vollständig vorgelegt hatten. Ein solches Vorgehen trägt nicht dazu bei, Vertrauen in ein Projekt dieser Größenordnung zu schaffen.
Das Ergebnis der Bürgerbefragung selbst gibt Anlass zu großer Skepsis. Trotz einer massiven und kostspieligen Werbekampagne, die einseitig auf Zustimmung ausgerichtet war und den Bürgerinnen und Bürgern kaum eine ausgewogene, faktenbasierte Entscheidungsgrundlage bot, wurde eines der schwächsten Zustimmungsergebnisse in ganz Nordrhein-Westfalen erzielt. Die Projekt-Kommunikation geschah zuwachsorientiert ohne Darstellung zu erbringender Voraussetzungen in prestigeträchtigen Innenstadt-Locations. Ein Gespräch mit direkt betroffenen Bürgern (Olympiadorf /temporäres Stadion – Ableger vom geplanten neuen Stadtviertel, 16km außerhalb der Stadt) wurde bislang nicht gesucht. Eine vorliegende mit hoher Expertise und Bürgerbeteiligung erstellte Stadtteilplanung wird olympiaabhängig unnötig verzögert.
Die geringe Zustimmung und eine Ablehnungsquote von 42,6% in Köln sollte als deutliches Signal verstanden werden, dass es in der Bevölkerung erhebliche Vorbehalte gegenüber dem Vorhaben gibt.
Darüber hinaus blicken wir mit großer Skepsis auf die bisherige Umsetzung großer Infrastruktur- und Kulturprojekte in Köln. In der Vergangenheit wurden zahlreiche Vorhaben weder im geplanten Zeitrahmen noch innerhalb der vorgesehenen Kosten realisiert. Beispiele hierfür sind Opernhaus, Römisch-Germanisches Museum, Ost-West U-Bahn, Nord-Süd-Bahn, Villa Culturalis, Jüdisches Museum, sowie Zeughaus. Diese wiederkehrenden Verzögerungen und Kostensteigerungen werfen erhebliche Zweifel auf, ob ein Projekt der Größenordnung Olympischer Spiele in Köln verlässlich umgesetzt werden kann.
Zusammenfassend sehen wir in prinzipieller Zustimmung gelebter olympischer Praxis die Gefahr, dass vor Ort Erwartungen geweckt werden, die weder organisatorisch noch finanziell eingelöst werden können. Eine solche Entwicklung würde das Vertrauen der Bevölkerung in politische Entscheidungsprozesse weiter beschädigen.
Als Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten stehen wir für eine verantwortungsvolle Haushaltsführung, für Transparenz und für eine Politik, die sich am Gemeinwohl orientiert. Vor diesem Hintergrund lehnen wir eine Bewerbung Kölns für Olympische Spiele in der derzeit diskutierten Form entschieden ab.
Wir fordern den Deutschen Olympischen Sportbund auf, vorgelegte Detailpläne des Bewerbers Köln/NRW kritisch abwägend in Sachen Realisierbarkeit zu prüfen. Nur Bewerbungen, die auf soliden, überprüfbaren und ungeschönten Grundlagen basieren können einen gewünscht optimalen Veranstaltungsverlauf gewährleisten.
Mit freundlichen Grüßen
Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten von der Basis
Erstzeichner:
Wolfgang Steves
Matthias Vilgis
Karola Fischer-Wolff
Gerhard Wolff
Dirk BachhausenZur Petition
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Pressemitteilung NOlympia Berlin zum Start des Volksbegehrens: Olympische Spiele in Berlin? Lasst uns gemeinsam entscheiden!
(Berlin, 22.4.2026) Am 22. April 2026 um 11.00 Uhr startet das Bündnis NOlympia Berlin offiziell mit der Unterschriftensammlung zur Vorbereitung eines Volksbegehrens gegen die Berliner Bewerbung um Olympische Spiele 2036, 2040 bzw. 2044.
Ziel ist es, in den nächsten Monaten mehr als 20.000 Unterschriften zu sammeln, um ein starkes Signal an den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) zu senden, dass es aus der Bevölkerung durchaus Widerstand gegen die Bewerbung gibt. Der DOSB wird im September darüber entscheiden, wer für Deutschland zur Ausrichtung der Olympischen Spiele ins Rennen geschickt wird.
NOlympia Berlin ist ein Bündnis von Menschen und Organisationen, die sich gegen eine Bewerbung um die Olympischen Spiele in Berlin einsetzen. Die Argumente für das Volksbegehren spiegeln die breite Kritik an der Berliner Bewerbung.
Dazu sagen die fünf Vertrauenspersonen des Volksbegehrens:
Prof. Dr. Johannes Verch (Sportwissenschaftler): »Der Berliner Senat treibt eine Bewerbung für Olympische Spiele voran. Doch bislang gibt es weder transparente Kostenpläne noch überzeugende Konzepte für Infrastruktur, Nachhaltigkeit oder Nutzung der Sportstätten nach den Spielen.«
Carmen Schultze (BUND Berlin): »Ein solches Mega-Projekt hätte enorme Auswirkungen auf unsere Stadt: finanziell, sozial und ökologisch. Es geht um Milliarden an öffentlichen Geldern, um Bauprojekte, Verkehr, Flächenverbrauch und Prioritäten für die Zukunft Berlins. Das ganze Verfahren würde sich unter Umständen über fünfzehn Jahre erstrecken. Es umfasst die gesamte Entwicklung der Stadt, sowohl im finanziellen, personellen, kulturellen Bereich. Es würde die Arbeit von mindestens zwei Legislaturperioden dominieren.«
Dr. Gabriele Hiller (Die Linke Berlin): »Eine so weitreichende Entscheidung wie die Bewerbung für Olympische Spiele und möglicherweise deren Ausrichtung kann nicht von einigen wenigen Politiker*innen und Sportfunktionären getroffen werden kann. Dieses gigantische, mit vielen Risiken behaftete Projekt muss von großen Teilen der Bevölkerung unterstützt werden.«
Uwe Hiksch (NaturFreunde Berlin): »Darum starten wir nun mit den Vorbereitungen zu einem Volksbegehren. Wir werden in der ersten Stufe des Verfahrens bis zur Wahl im September 2026 über Zwanzigtausend Stimmen sammeln und dann in weiteren Schritten im Frühjahr 2027 einen Volksentscheid einleiten. Wir geben damit den Berliner*innen die Chance, über diese wichtige Entscheidung unserer Stadtentwicklung mitzuentscheiden.«
Klara Schedlich (B’90/Die Grünen Berlin): »Wir fordern alle Berliner*innen auf, sich aktiv an diesem Meinungsbildungsprozess zu beteiligen. Unterschreibt unseren Antrag: »Für Berlin – gegen Olympia. Wir sagen Nein zu einer Bewerbung um Olympische Spiele in den Jahren 2036, 2040 und 2044!«
Die Bündnis-Organisationen sammeln in den nächsten Wochen Unterschriften bei unterschiedlichen Veranstaltungen, so am 1. Mai auf dem DGB Fest und Tempelhofer Feld sowie am 7. Juni auf dem Umweltfestival am Brandenburger Tor.
Unterschriftsbögen zum Download: https://nolympia.berlin/wp-content/uploads/2026/04/Unterschriftsliste_NOlympia.pdf
Sammelstellen und weitere Infos unter: https://nolympia.berlin/volksbegehren/
Pressemitteilung als PDF
Website: nolympia.berlin
Mail: nolympia@naturfreunde-berlin.deIm Bündnis NOlympia arbeiten zusammen:

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rbb: Olympia-Anlauf stößt auf Widerstand. Bündnis NOlympia Berlin startet Unterschriftensammlung
»Berlin und Olympia, das war schon immer eine schwierige Kombination. 1936 nutzten die Nazis die Spiele als Propaganda-Show, eine Bewerbung für das Jahr 2000 endete in einem Desaster. Jetzt will die Stadt sich erneut für die Spiele bewerben. Eine Gesamtbefragung der Berliner gibt es aus verfassungsrechtlichen Gründen nicht, stattdessen haben ausgewählte Berliner gestern Handlungsempfehlungen an den Senat übergeben. Das Bündnis NOlympia Berlin beginnt heute offiziell mit einer Unterschriftensammlung für ein Volksbegehren gegen eine Olympia-Bewerbung. darüber sprechen wir mit Gabriele Hiller, eine der Sprecherinnen und Gründungsmitglied von ›NOlympia Berlin‹.«
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Hier die Unterschriftsliste (pdf)
Ausdrucken – unterschreiben – 4 weitere Unterzeichner*innen finden – Brief an NaturFreunde Berlin, Paretzer Str. 7, 19713 Berlin schicken oder bei einer Sammelstelle abgeben 🙂
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Martha Lippert (taz): Interview mit Uwe Hiksch (NaturFreunde Berlin und Vertrauensperson des NOlympia-Volksbegehrens): »Lasst die Finger von Berlin!«
NOlympia setzt sich gegen eine Bewerbung Berlins als Austragungsort für Olympische Spiele ein. Das Geld werde dringend woanders benötigt, sagt Mit-Initiator Uwe Hiksch.
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Linksfraktion Pankow: Kostenexplosion im Jahnsportpark: Verschwendung stoppen – Breitensport schützen
Die Linksfraktion Pankow kritisiert die jüngsten Entwicklungen zum Umbau des Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportparks scharf. Offensichtlich wird versucht, die massiven Kostensteigerungen möglichst geräuschlos durch die parlamentarischen Gremien zu bringen. Doch die Dimensionen sind politisch brisant und müssen öffentlich gemacht werden.
Die vorliegenden Zahlen, die im Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses am 15.04. vorgestellt wurden, belegen eine eindeutige Tendenz: Aus den ursprünglich veranschlagten Gesamtkosten von rund 20 Millionen Euro sind Schritt für Schritt deutlich höhere Summen geworden. Allein im ersten Bauabschnitt sind die Kosten bereits auf 22,4 Millionen Euro angestiegen. Der Ausgangswert lag bei 14 Millionen Euro. Weitere Erhöhungen sind absehbar, da der Rückbau des Stadions noch nicht abgeschlossen ist. Damit drohen beim zweiten Bauabschnitt zusätzliche Millionenbelastungen durch Verzögerungen. Für diesen Bauabschnitt fehlt also faktisch bereits die Finanzierung.
Dr. Jaana Stiller, sportpolitische Sprecherin der Linksfraktion Pankow, erklärt:
„Besonders problematisch ist, dass die Finanzierungslücken offenbar durch das Verschieben und Zweckentfremden von Mitteln geschlossen werden sollen. Gelder, die eigentlich für den Schul-, Vereins- und Freizeitsport vorgesehen sind, werden so indirekt zur Kompensation der Kostenexplosion eingesetzt.“
Die Konsequenz ist klar: Diese Politik geht auf Kosten der Bürger*innen, die auf funktionierende Sportinfrastruktur angewiesen sind. Insbesondere Schüler*innen und Vereine werden die Leidtragenden sein. Der Breitensport hat insgesamt das Nachsehen.
„Vor dem Hintergrund der aktuellen Olympia-Debatte erhält diese Entwicklung zusätzliche Brisanz. Während über milliardenschwere Großprojekte diskutiert wird, zeigt sich am Beispiel des Jahnsportparks bereits jetzt, wie schnell Kosten aus dem Ruder laufen und wer am Ende die Rechnung dafür zahlt,“
ergänzt Maria Bigos, Vorsitzende der Linksfraktion Pankow.
In der kommenden Woche startet die Unterschriftensammlung für das Volksbegehren „NOlympia“. Aktuelle Prognosen zeigen, dass rund 67% der Berliner*innen gegen eine Olympia-Bewerbung sind. Die derzeitigen Vorgänge unterstreichen, wie notwendig eine kritische und öffentliche Debatte über Prioritäten in der Sport- und Investitionspolitik ist.
Deshalb fordern wir Transparenz zu den tatsächlichen Kosten und den Einsatz öffentlicher Mittel für den Breitensport, statt für Prestigeprojekte mit unkalkulierbaren Risiken.
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PM Linksfraktion Tempelhof-Schöneberg: Mehrheiten für CDU-Antrag nur mit AfD – Protokoll der BVV bestätigt: Zu Olympia fällt Brandmauer in Tempelhof-Schöneberg
Das heutige Protokoll mit der namentlichen Abstimmung bestätigt: die sogenannte „Brandmauer“ ist in der Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg gefallen. Der CDU-Antrag „Olympische und Paralympische Spiele für Berlin“ hätte ohne die AfD keine Mehrheit gehabt. Linke und Grüne stimmten gegen den Antrag, die SPD hatte sich enthalten. Die Christdemokraten hatten eine Sondersitzung am 25. März beantragt. Auf Antrag der CDU sollte sich das Bezirksamt geschlossen hinter eine Berliner Olympiabewerbung stellen. Das Ergebnis war politisch eindeutig. CDU und FDP kamen in dieser Sitzung zusammen auf nur 17 Stimmen. In der Debatte positionierten sich jedoch Linke, Grüne und das BSW gegen den Pro-Olympia-Antrag der CDU. Die SPD-Fraktion enthielt sich. Insgesamt votierten 17 Bezirksverordnete mit Nein. Der Antrag erhielt am Ende jedoch 20 Ja-Stimmen, 17 Nein-Stimmen und 11 Enthaltungen. Damit hat die CDU in der Bezirksverordnetenversammlung von Tempelhof-Schöneberg nur mit den drei Stimmen der AfD eine Mehrheit gefunden. Auf die Verkündung des Ergebnisses reagierte die CDU-Fraktion mit lautem Beifall.
Dazu die sportpolitische Sprecherin der Linken Tempelhof-Schöneberg, Katharina Marg: „Es gibt keine demokratischen Mehrheiten mit Faschisten und Menschenfeinden. Dass die Union dies offenbar billigend in Kauf nimmt, ist ein fatales Zeichen. CDU und AfD handeln damit wieder gegen die Interessen der Allgemeinheit. Eine Bewerbung Berlins für Olympia ist objektiv betrachtet für unsere Stadt finanziell, schul- und sportpolitisch, sowie ökologisch unsinnig[1]. Olympische Spiele 2036 wären geschichtsvergessen.[2] Während das IOC T-Shirts mit Originalplakaten aus der Nazi-Diktatur im Onlineshop verkauft[3], auf denen der Schriftzug „Germany Berlin 1936 Olympic Games“ zu lesen ist, schafft die CDU in Tempelhof-Schöneberg für schlecht gemachte Anträge die Mehrheiten mit der AfD für eine Politik, die den Menschen in Berlin schadet. Die Mieten steigen, Leute mit weniger Geld werden verdrängt, der reguläre Tourismus geht zurück und der Nahverkehr, der jetzt schon personell und finanziell überlastet ist, droht unter die Räder zu kommen. Wir unterstützten den Volksentscheid NOlympia.“
[1] https://www.gew-berlin.de/aktuelles-beschluesse/detailseite-beschluesse/ablehnung-einer-bewerbung-der-stadt-berlin-fuer-die-olympischen-spiele
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Olympiateilnehmern,_die_in_NS-Konzentrationslagern_starben
[3] https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/trotz-kritik-ioc-verkauft-shirts-zu-olympia-1936-in-berlin,VAzzqdN
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Es ist soweit – Das Bündnis NOlympia Berlin startet mit einer Presseaktion die Unterschriftensammlung für das Volksbegehren!
Berlin bewirbt sich aktuell um die Austragung von Olympischen Spielen. Diese bergen erhebliche finanzielle Risiken und könnten neue Kürzungen nach sich ziehen – auf Kosten sozialer und ökologischer Projekte. Daher plant das Bündnis NOlympia einen Volksentscheid, um den Senat dazu aufzufordern, die Bewerbung zurückzuziehen.Deshalb hier der Aufruf:Kommt zur Auftaktkundgebung des NOlympia Volksbegehrens!»Für Berlin – gegen Olympia. Wir sagen Nein zu einer Bewerbung um Olympische Spiele in den Jahren 2036, 2040 und 2044!«📅 Mittwoch, 22.04.2026🕚 11:00 Uhr📍 Rotes RathausDort startet auch das Sammeln der Unterschriften und Ihr seid herzlich dazu eingeladen mitzusammeln. Bringt gerne (selbstgemalte) Banner, Schilder und viel gute Laune mit!Lasst uns gemeinsam ein Zeichen für ein sozial gerechtes und klimafreundliches Berlin setzen – statt für teure Olympische Spiele! Wir freuen uns, viele von euch vor Ort zu sehen! -
Nordstadtblogger (Dortmund): NOlympia: Die Kehrseite der Medaille oder: Argumente gegen eine Olympia-Teilnahme
»Olympia 2036, 2040, 2044 oder doch lieber gar nicht? Vor dieser Entscheidung stehen rund 440.000 Dortmunder:innen. Aus der Politik sind die meisten Parteien für die Bewerbung der Stadt als ein Austragungsort der olympischen Spiele, es gibt aber auch Widerspruch – unter anderem von der Dortmunder Fraktion „Die Linke und Tierschutz“. Diese organisierte am vergangenen Samstag, dem 28.März, eine Informationsveranstaltung zum Thema (N-)Olympia. […]«
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NOlympia Hamburg: Ist die Schule ein besonders geschützter Raum für politische Bildung?
»Am 5.02. erhielten die Schulpostfächer in Hamburg eine Email mit einem „Schulbrief“, der sich an alle Schulleitungen und Lehrkräfte wendete. Auf dem Briefkopf der “Behörde für Inneres & Sport”, im Olympiakampagnen-Look und unterschrieben vom Vorprojektteam für die Olympischen und Paralympischen Spiele wurde dem Lehrkörper anläßlich des bevorstehenden Referendums folgendes angekündigt:
Unterrichtsmaterialien zu Olympischen Werten und dem Hamburger Bewerbungskonzept
Unterstützung bei der Einbindung in schulsportliche Veranstaltungen
Aufruf zu ehrenamtlichem Engagement von Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern als Volunteers.
Interessierte konnten sich an
olympia-paralympics@sommerspiele.hamburg.de wenden.[…]Im Beutelsbacher Konsens, der politische Bildung im schulischen Kontext seit langem prägt, heißt es dazu, dass Schülerinnen und Schüler nicht im Sinne einer politischen Position beeinflusst werden sollen (Indoktrinationsverbot).
Weder die Unterlagen für die Klassen 8-10 noch die für die Klassen 11-13 fördern die Auseinandersetzung mit dem Tool des Bürgerschaftsreferendums in seinen olympiabewerbungsbezogenen Entstehungungs- und bislang ausschließlichen Anwendungskontext ein. Keine der Unterlagen bindet das zivilgesellschaftliche Instrument der Stellungnahme ein, das 2015 und auch 2026 zur Anwendung kommt und welches in besonderem Maße die Kontroversität des Anliegens auf den Punkt bringt. Das Beutelsbacher Prinzip des Gebots der Kontroversität fordert im schulischen Kontext, dass politisch-gesellschaftlich kontroverses auch im Unterricht kontrovers dargestellt werden soll. […]«
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NOlympia Berlin »sitzt am längeren Hebel«. Nicht unsere Spiele. Florian Kasiske von NOlympia im Talk mit Emily Laquer
»Geld, Macht und Spiele: Wer kassiert, wer zahlt, wer wird verdrängt?
Wir haben mit Florian Kasiske von NOlympia Hamburg diskutiert.«
Zum Youtube-Video (3.3.2026)
Florians Einschätzung zur Berliner Olympiabewerbung: »Die Bewegung [NOlympia] sitzt am längeren Hebel«. (1:32:44) -
+++ GEW Berlin unterstützt NOlympia-Bündnis: Gemeinsam gegen Olympia – für eine Stadt, die für alle da ist +++
Ein klares Signal aus der Bildungs- und Wissenschaftspolitik: Der Landesvorstand der GEW Berlin hat am 23. Februar 2026 den Beschluss gefasst, das Bündnis NOlympia Berlin zu unterstützen.
Diese Entscheidung ist mehr als eine politische Erklärung – sie ist ein Mahnung an die Politik, ein Zeichen der Solidarität mit den Menschen in Berlin und ein klarer Appell für eine Stadt, die für alle da ist.
Warum die GEW Berlin das Bündnis unterstützt
Die GEW – die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft – steht für:
– Gute Bildung für alle
– Faire Arbeitsbedingungen für Lehrkräfte und Beschäftigte
– Demokratische Mitbestimmung in Schule, Hochschule und VerwaltungDiese Werte sind genau das, was die Olympischen Spiele in Frage stellen:
– Milliardenkosten statt Investitionen in Schulen und Kitas
– Vertreibung von Menschen für Bauprojekte
– Kostenüberschreitungen und finanzielle Risiken für die StadtDass die GEW Berlin diese Risiken erkannt hat und sich klar gegen eine Bewerbung der Stadt für die Olympischen Spiele ausspricht, ist ein wichtiger Meilenstein.
Vorläufige Entscheidung – jetzt wird es konkret
Bereits im Dezember 2025 hatte die Landesdelegiertenversammlung der GEW Berlin die Ablehnung einer Bewerbung der Stadt Berlin für die Olympischen Spiele beschlossen:
»Die GEW Berlin spricht sich gegen eine Bewerbung der Stadt Berlin für die Austragung der Olympischen Spiele aus. Sie fordert den Berliner Senat auf, von einer Bewerbung abzusehen und stattdessen die öffentlichen Mittel für den Ausbau und die Sanierung von Bildungseinrichtungen, Sportstätten an Schulen, für sozialen Wohnungsbau sowie für Erhaltung und Ausbau der sozialen Infrastruktur zu verwenden.«
Die Begründung der GEW findest du hier!
Wir danken der GEW Berlin – und bleiben gemeinsam stark
Wir vom Bündnis NOlympia Berlin freuen uns sehr über diese Unterstützung.
Die GEW ist eine der wichtigsten Stimmen in der Bildungs- und Wissenschaftspolitik – und ihre Stellungnahme ist ein starkes Zeichen der Solidarität.Denn:
– Bildung ist kein Luxus – sie ist eine Grundvoraussetzung für eine gerechte Gesellschaft.
– Die Stadt braucht keine Spiele – sie braucht eine Zukunft, die für alle da ist.Was jetzt kommt: Die Vorbereitung zu einem Volksbegehren
Mit der Unterstützung der GEW Berlin wird unsere Kampagne noch stärker.
Wir arbeiten weiter an der Vorbereitung eines Volksbegehrens, das sicherstellt:
»Keine Olympiabewerbung ohne Beteiligung der Bürger*innen!« -

Grundsätzliches. Das Problem mit der »Volksbefragung von oben«
Volksbefragungen, die von der Regierung initiiert werden, sind kein echtes Instrument der direkten Demokratie. Diese »Volksbefragungen von oben« geben der Regierung Kontrolle über Inhalt, Formulierung und Zeitpunkt – und verwandeln so ein eigentlich demokratisches Werkzeug in ein Mittel zur Stärkung ihrer eigenen Macht. Darum halten wir »Volksbefragungen von oben« für eine Demokratiesimulation – eine Form, die den Anschein von Bürgerbeteiligung erweckt, aber die Macht bei der Regierung belässt.

Als Beispiele dienen hier drei unterschiedliche Modi von Volksbefragungen zur Olympiabewerbung 2036/2040/2044:🔴 Beispiel München (2025): »Volksbefragung von oben«
Vor dem Münchner Bürgerentscheid zur Olympiabewerbung wurde von der Stadtregierung ein einseitig argumentierender Flyer mit dem Slogan »Olympiabewerbung München – Miteinander Großes schaffen!« den Wahlunterlagen beigelegt. Gegenargumente von beispielsweise NOlympia München jedoch fehlten. Eine fundierte Entscheidung war unter diesen Bedingungen kaum möglich. Am 26. Oktober 2025 stimmten über 60 % für eine Bewerbung – unter eindeutig einseitiger Informationslage.
🟡 Beispiel Hamburg (2026): »Volksbefragung von oben« + Direkte Demokratie
Dort setzte die Initiative NOlympia Hamburg mit direkter Demokratie (Unterschriftensammlung) durch, dass auch ihre Gegenargumente in die Wahlunterlagen für das Bürgerschaftsreferendum über die Olympiabewerbung aufgenommen werden. So können die Bürger*innen am 31. Mai 2026 eine einigermaßen informierte Entscheidung treffen.
🟢 Beispiel Berlin (2026): »Volksbefragung von unten« = Direkte Demokratie
In Berlin ist eine »Volksbefragung von oben« verfassungsrechtlich nicht möglich – und das ist auch gut so. Das Bündnis NOlympia Berlin startet darum mit dem Volksbegehren »Für Berlin – gegen Olympia. Wir sagen Nein zu einer Bewerbung zu Olympischen Spielen in den Jahren 2036, 2040 und 2044!« eine »Volksbefragung von unten«. Die Kontrolle bleibt weitgehend in eigenen Händen. Eine öffentliche Debatte mit Pro- und Contra-Argumenten ist gewährleistet. Die Bürger*innen haben über einen längeren Zeitraum hinweg ausreichend Gelegenheit, sich zu informieren – und können am Ende informiert abstimmen.
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PM NOlympia Hamburg: NOlympische Bilanz Milano Cortina 26
»Heute enden die Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d’Ampezzo. Die Bilanz spricht klar gegen das IOC und Olympische Spiele und ist für die Debatte um eine Hamburger Olympiabewerbung relevant:
Öffentlicher Haushalt
Geplant: 1.3 Milliarden Euro. Realisiert: 5.7 Milliarden Euro[1].Eintrittspreise
Zutritt zur Eröffnungsfeier: Durchschnittspreis ca. 870–1200 Euro. Sportereignisse: ganz überwiegend ab 100 Euro[2].Freiheitsrechte
Einführung von ›Sicherheitsdekret‹ in Italien. Ein präventiver Sicherheitsgewahrsam ermöglicht, die ›Feinde Italiens‹ , also diejenigen, die gegen Olympia demonstrieren, bei Verdacht wegzusperren[3].Klimaschutz
Das CO2 Schätzbudget von Milano Cortina beträgt eine Millionen Tonnen CO2 – für 14 Tage.[4] Das ist mehr als das Doppelte des C02-Budgets Hamburgs in 2040 & 2044 für 365 Tage und alle Sektoren (0.4 Millionen Tonnen CO2). Im Unterschied zum Hamburger Klimaschutzgesetz ermächtigen die IOC Bilanzregeln dazu, mittels Zertifikatekauf CO2 zu kompensieren. – Paris 2024 (2.1 Millionen Tonnen CO2) entsprach dem fünffachen der in Hamburg 2040 und 2044 zulässigen Menge.Neutralität des Sports
Das IOC kaufte die Filmrechte für Leni Riefenstahls Aufnahmen von 1936. Während der Winterspiele konnten Motive der 1936er Spiele im Fan-Shop erworben werden.[5]Immobilienpreise
Daten des Immobilienportals Idealista weisen in eine ähnliche Richtung wie die Studie zu PyeongChang 2018[6], die eine deutliche Verteuerung von Immobilien aufgrund der Spiele nachwies. Die Idealista-Daten, die auch nicht-olympische Effekte enthalten, zeigen eine Beschleunigung von 6–8% jährlich gegenüber der vor-olympischen Periode.Dazu Eckart Maudrich, Pressesprecher von NOlympia: ›Ob Winter– oder Sommerspiele – die Altlasten der Spiele ähneln sich: die Allgemeinheit zahlt massive Ausgabenüberschreitungen, die Top 10%, die sich die hohen Eintrittspreise leisten können, haben Spaß, während für alle die Immobilienpreise nachhaltig durch die Decke gehen, Freiheitsrechte beschränkt werden und ein CO2-Fußabdruck erzeugt wird, der nur im Wege des Ablasshandels zukunftsfähig ist. Mit dem Kauf der Filmrechte für Leni Riefenstahls Aufnahmen der 1936er Spiele, sowie dem Verkauf von Motiven der Nazi-Spiele sollte nun auch dem letzten klar sein, welche Werte das IOC vertritt.‹
[1] https://www.theintelbriefing.com/p/why-a-staggering-57-billion-price
[2] s. PM vom 6.02.
[3] https://taz.de/Rechtswende-in-Italien/!6153398/
[4] Fondazione Milano Cortina 2026: GHG Management Strategy, S12
[5] https://www.sportandpolitics.de/olympic-heritage-coventrys-failure-riefenstahl-nazi-olympics/
[6] Hur/Kim:The anticipated legacies of mega sporting events. 2022. Gastgeberdistrikte lagen um 6.6% über Nicht-Gastgeberdistrikten«
Download PDF mit ergänzenden Grafiken
Zur Pressemitteilung
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PM NOlympia Hamburg: »19.423 Unterschriften für ein ausgewogenes Meinungsbild in den Wahlunterlagen fürs Olympiareferendum«
Die Initiative NOlympia [Hamburg] hat heute 19.423 Unterschriften an den Landeswahlleiter übergeben – beinahe doppelt so viel, wie erforderlich gewesen wären. Damit setzt die Initiative durch, dass den Wahlunterlagen für das Bürgerschaftsreferendum über Olympische und Paralympische Spiele in Hamburg eine olympiakritische Stellungnahme beigefügt wird.
Dazu Clara Ihring, Pressesprecherin von NOlympia Hamburg: ›Wir sind überwältigt, wie viele Menschen in den vergangenen drei Wochen bei Minusgraden Unterschriften gesammelt haben. Wir sind dankbar für die vielen Gespräche auf der Straße. Darin wurde deutlich: Sehr viele Menschen wollen nicht, dass Milliarden für ein Megaprojekt ausgegeben werden, das Geld in die Kassen weniger spült, während die Mehrheit der Hamburger*innen unter den Folgen leidet. Hamburg gibt viele Millionen allein für die aktuelle Bewerbung aus, spart aber an anderen Stellen: Wir leben in einer Stadt mit maroden Schulen und Turnhallen, soziale Einrichtungen kämpfen ums Überleben, die Hochschulen sind unterfinanziert. Dieser Gegensatz macht viele Hamburger*innen wütend. Olympia bringt die Hamburger*innen nicht zusammen. Olympia spaltet die Stadt.‹
Historisch ist das Bürgerschaftsreferendum 2015 entstanden. Nach der Beratung im Verfassungs- und Bezirksausschuss, die unter dem Titel ›Selbstbefassung Ausführungsgesetz zum Olympiareferendum‹ firmierte, wurde das Bürgerschaftsreferendum 2015, nach vorheriger Verfassungsänderung, in das Volksabstimmungsgesetz eingefügt und angewendet. In Bezug auf die Artikulationsrechte wurde festgehalten: ›Da der Senat selbst vorschlagsberechtigt für ein Referendum ist, darf er auch eine eigene Meinung haben zum Abstimmungsgegenstand und zu möglichen Gegenvorlagen; er darf – unter Wahrung des Sachlichkeitsgebots – auch für seine Position werben.‹ (Drs. 21/600, S.9) Die Hamburger*innen entschieden sich gegen die Olympiabewerbung. Am 31. Mai 2026 kommt das Bürgerschaftsreferendum zum zweiten Mal zum Einsatz. Damals wie heute prüft der DOSB, ob die Bevölkerung hinter der Bewerbung steht. Im Unterschied zu 2015 hat Hamburg Wettbewerber und die Münchener haben im Oktober 2025 bereits für eine Bewerbung gestimmt.
Eckart Maudrich, Pressesprecher von NOlympia Hamburg: ›Hamburg ist nicht München. Den Münchner*innen wurde die Möglichkeit ausgewogener Information in ihren Wahlunterlagen in beschämender Weise nicht eingeräumt. Gesetzlich ist das in Hamburg anders: 19.423 Hamburger*innen und damit beinahe doppelt so viele wie gesetzlich gefordert, haben sich für ein ausgewogeneres Meinungsbild und damit für die Veröffentlichung unserer kritischen Stellungnahme in ihren Wahlunterlagen ausgesprochen. Ganz besonders haben uns beim Sammeln die Hamburger Olympiabefürworter*innen beeindruckt, die uns aus genau dieser demokratischen Überzeugung heraus ihre Unterschrift gegeben haben. Dass wir unsere Stellungnahme gesetzlich ab Einreichung am 15. Januar nicht mehr verändern dürfen, während Senat und Bürgerschaft dies bis kurz vor Druckunterlagenschluss im April dürfen, verursacht bei uns demokratische Störgefühle; vor allem auch deshalb, weil der Senat erst Mitte März sein Finanzierungskonzept und weitere Details veröffentlichen will. Überdies plant der Senat mit einem 1000-fachen unserer Spendenmittel in den Aufmerksamkeitskampf zu ziehen. Das mag man demokratisch finden. Wir finden es olympisch – also nicht Fairplay.‹«
Zur Pressemitteilung
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NOlympia-Volksbegehren: Amtliche Kostenschätzung oder Faschingsscherz?
Senat rechnet sich Olympia mit Phantom-Milliarden schön.Die vom Berliner Senat vorgelegte amtliche Kostenschätzung zum Volksbegehren gegen die Olympia-Bewerbung gleicht eher einer Büttenrede zum politischen Aschermittwoch als einer seriösen finanzpolitischen Analyse. Anstatt die realen Risiken für den Landeshaushalt zu benennen, operiert die Innenverwaltung mit völlig unbelegten Gewinnen und blendet die historische Kostenexplosion von Olympischen Spielen komplett aus.
In der Kostenschätzung wird behauptet, bei einem Stopp der Bewerbung würden dem Land Berlin Investitionen in einem »hohen einstelligen Milliardenbereich« entgehen. Gleichzeitig gibt der Senat selbst zu, dass eine belastbare Gesamtkalkulation »zurzeit nicht möglich« sei und zentrale Merkmale zur Finanzierung noch gar nicht feststünden.
Dazu erklärt Gabriele Hiller, Sprecherin des Bündnisses NOlympia Berlin:
»Diese Kostenschätzung ist eine politische Nebelkerze. Der Senat versucht, den Berlinerinnen und Berlinern weiszumachen, dass es teurer sei, die Spiele nicht auszurichten, als sie durchzuführen. Das ist eine klassische Milchmädchenrechnung. Es wird mit fiktiven Einnahmen aus der Wirtschaft und vom IOC argumentiert, die durch nichts belegt sind, während die realen Kostensteigerungen, die bei Olympischen Spielen die Regel sind, völlig unter den Tisch fallen.«Unsere Kritikpunkte im Detail:
Phantom-Gewinne statt Risikoanalyse: Der Senat behauptet, durch den Verzicht würden »langfristige wirtschaftliche Effekte« und Investitionen entfallen. Diese Annahme ignoriert sämtliche unabhängigen Studien, die belegen, dass Olympische Spiele für die Austragungsorte fast immer ein Verlustgeschäft sind.
Ausblendung der Folgekosten: Während der Senat zugibt, dass Ausgaben im »mittleren einstelligen Milliardenbereich« eingespart würden, wenn man die Bewerbung stoppt, fehlt jeder Hinweis auf die typischen Kostenexplosionen bei Infrastruktur und Sicherheit. Wer heute von 5 Milliarden Kosten spricht, landet bei Olympia erfahrungsgemäß am Ende bei 15 oder 20 Milliarden Steuergeldern.
Absurde Drohkulisse: Die Warnung vor einem »erheblichen internationalen Imageverlust« ist reine Panikmache. Der wahre Imagegewinn für Berlin wäre eine demokratische Absage an Gigantismus und Steuerverschwendung.
Verwaltungskosten: Die veranschlagten Kosten von »bis zu einer Million Euro« für die Rücknahme der Bewerbung sind vernachlässigbar im Vergleich zu den Milliardenrisiken, die Berlin bei einer Fortsetzung drohen.
Das Bündnis fordert den Senat auf, zur Sachlichkeit zurückzukehren und die Bevölkerung nicht mit schönfärberischen Rechnungen in die Irre zu führen. Wir werden das Volksbegehren mit aller Kraft vorantreiben, um Berlin vor diesem finanziellen Abenteuer zu bewahren.
Zur Kostenschätzung des Berliner Senats (pdf)
Im Bündnis NOlympia Berlin arbeiten zusammen:
BUND, BUNDjugend, Grüne Liga, NABU, NaturFreunde, Bürgerinitiative Jahnsportpark, Berliner Wassertisch, Fridays for Future, Roter Stern, Bündnis 90/Die Grünen, DIE LINKE, Grüne Jugend, Linksjugend, Jusos -
Sophie Wolf (Scientists for Future Österreich): Spiele zu welchem Preis?
»Vom 6. bis 22. Februar finden die Olympischen Winterspiele 2026 (WS26) in Oberitialien statt, verteilt über die Provinzen Lombardei, Trentino-Südtirol und Veneto. Die offiziellen Kosten liegen aktuell bei über 5 Milliarden Euro. Den Preis, den die Umwelt zahlt, ist noch höher: rund 15 Millionen Tonnen Gletschereis und 2,3 Quadratkilometer Schneebedeckung dürften durch die mit den WS26 unmittelbar verbundenen Treibhausgasemissionen insgesamt verloren gehen. Dazu kommen dann noch Bodenversiegelung, Waldverlust und Wasserverbrauch. Doch alles schön der Reihe nach. […]«
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