Kritikpunkte

  • Christoph Becker (FAZ): Der DOSB wählt den Gleichschritt [€]

    »[…] Allerdings sollten Weikert und Co. darauf achten, mit welchem Weltbild Frau Coventry Olympische Spiele aufzieht. Dass das IOC und die Olympischen Spiele von 1936 keinen Beitrag zur Propaganda der Nationalsozialisten geleistet haben, sie ebenso wenig Wladimir Putin 2014 beim Winterfestival an seiner Sommerresidenz in Sotschi in die Karten spielten, ist eine Sicht, die in ihrer Geschichtsvergessenheit und Verantwortungslosigkeit nicht satisfaktionsfähig ist.«

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  • Tim Kröplin (Watson): Olympia 2026: Wasser-Notstand in Alpen-Dörfern – fatale Kombination

    Während die Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina für Medaillenmomente sorgen, kämpft eine Region in Trentino mit akutem Wassermangel. Eingefrorene Quellen und der Olympia-Ansturm bringen die Trinkwasserversorgung an ihre Grenzen.

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  • Küppersbusch TV: Kein Gold für Olympia

    »… endlich ist es wieder soweit. Ich rufe die Luden der Welt […]. Jedenfalls, wo von Zuhältern die Rede ist, darf das Internationale Olympische Komitee, man nennt es ja auch den ›Epstein unter den Sportverbänden‹, nicht abseits der Piste wedeln. Das lukrative Geschäft mit dem frostigen kleinen Bruder Winterspiele kontrastiert auf das Frustigste mit der Lebenssituation von Spitzensportlern in Deutschland, z.B. nach dieser Studie von 2019 lag der durchschnittliche Stundenlohn für ›Dabeisein ist alles‹ bei 7,38 €, inzwischen knapp ein halber Mindestlohn.

    Und das empört nicht zuletzt die Sender, die eine geheimgehaltene dreistellige Millionensumme für diese und die nächsten Sommer- und Winterspiele zusammen gezahlt haben sollen.

    So traurig.

    Zum Trost kann man für nur fünf Spitzensportler Stundenlöhne auf der Merchandise Seite des IOC das schmucke Herren-T-Shirt – Erbe der Olympischen Spiele ’36 in Berlin – kaufen. Da prankt das historische Logo der ja allgemein als Nazi-PR-Show geächteten Olympiade von Franz Theodor Würbel. Das ist ein österreichischer Kunstmaler gewesen, der sein Glück in Berlin fand. Das machte man damals so. Das IOC befleißigt sich im Begleittext klarzustellen, der erhobene rechte Arm des Athleten auf dem T-Shirt-Motiv sei der Olympische Gruß und dergestalt geläutert war der gesinnungsstarke Lappen binnen kürzester Frist ausverkauft. Sport Heil«

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    Nachweise unter Google-Docs https://docs.google.com/document/d/e/2PACX-1vQKLo4NhsqWem30Q8psC0y7hov6hb44NiE7l3h7WWGSim2ZfP74paZ34vphHwlpWwawUHgEPHX9KVt6/pub

  • RBB: Kritik aus der Politik NS-Ästhetik? IOC verteidigt Verkauf von Shirts zu Olympia 1936 in Berlin

    »Das Internationale Olympische Komitee (IOC) verkauft ein T-Shirt mit einem Motiv zu den Olympischen Spielen von 1936 in Berlin
    Kritik aus der Politik: Shirt würde ästhetisch an NS-Regime anknüpfen
    IOC verteidigt den Verkauf, stellt den Sport [??? wohl eher das Markenrecht = Geld] in den Vordergrund
    […] Das IOC betonte, dass es damit auch sein geistiges Eigentum schütze. Dass diese Markenrechte weiterhin gültig seien, hänge davon ab, dass diese weiter genutzt werden. Ansonsten könnten diese von anderen genutzt werden. […]«
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  • BR: »Die Last der Spiele – Druck. Leere. Post-Olympia-Depression?«

    »Olympia als Lebenstraum – und danach das mentale Tief: »Die Last der Spiele – Druck. Leere. Post-Olympia-Depression?« mit Esther Sedlaczek zeigt die oft unsichtbare Schattenseite der Olympischen Spiele: die mentale Belastung und die sogenannte Post-Olympia-Depression. Spitzensportlerinnen wie Jessica von Bredow-Werndl, Ricarda Funk und Anna-Maria Wagner berichten von Leere, Traurigkeit, Antriebslosigkeit und Schlafstörungen nach dem größten Wettkampf ihrer Karriere. Olympia-Teilnehmer Axel Jungk und ARD-Skisprung-Experte Sven Hannawald geben Einblicke in die Höhen und Tiefen einer Sportlerkarriere. Gemeinsam mit Sportpsychologe Moritz Anderten sowie Vertretern von »Athleten Deutschland« und des Deutschen Olympischen Sportbundes geht die Doku der Frage nach, wie groß der psychische Druck im Spitzensport ist, was hinter dem Phänomen Post-Olympia-Depression steckt und warum mentale Gesundheit im Leistungssport noch immer ein Tabu-Thema bleibt.«
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  • Sophie Wolf (Scientists for Future Österreich): Spiele zu welchem Preis?

    »Vom 6. bis 22. Februar finden die Olympischen Winterspiele 2026 (WS26) in Oberitialien statt, verteilt über die Provinzen Lombardei, Trentino-Südtirol und Veneto. Die offiziellen Kosten liegen aktuell bei über 5 Milliarden Euro. Den Preis, den die Umwelt zahlt, ist noch höher: rund 15 Millionen Tonnen Gletschereis und 2,3 Quadratkilometer Schneebedeckung dürften durch die mit den WS26 unmittelbar verbundenen Treibhausgasemissionen insgesamt verloren gehen. Dazu kommen dann noch Bodenversiegelung, Waldverlust und Wasserverbrauch. Doch alles schön der Reihe nach. […]«
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  • Berliner Morgenpost: Inzwischen ausverkauft. Fragwürdiges Geschäft: IOC verkauft Shirt zu Olympischen Spielen 1936 in Berlin

    »Im offiziellen Shop der Olympischen Spiele wird ein T-Shirt mit dem Motiv der Nazi-Spiele 1936 in Berlin angeboten. Binnen kurzer Zeit war es ausverkauft.[…] Dass das IOC mit einem solchen T-Shirt Geld macht, kann man durchaus als skandalös bezeichnen. […]«
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  • Benedikt Paetzholdt (Tagesspiegel): Olympia macht Mailands Probleme sichtbar: »Man muss sich schon fragen, ob es das alles wert ist« [€]

    »Am Samstag kam es zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Demonstrierenden und der Polizei. Der Widerstand gegen die Olympischen Spiele hat viele Ursachen. Ein Ortsbericht. […] Die Gewerkschaften sind ganz grundlegende Akteure des Widerstandes. Dass für große Sportereignisse Geld vorhanden ist, während im Gesundheitswesen, in Schulen und im öffentlichen Verkehr gespart werde, sei nicht hinnehmbar. Olympia, so ihr Tenor, verschärfe soziale Schieflagen, statt sie zu lindern. […]«
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  • Lisa Weiß (ARD): Teure Winterspiele, teurer Wintersport

    »Ski-Touristen, die während Olympia in den italienischen Alpen urlauben wollen, müssen tief in die Tasche greifen: Für Übernachtungen werden saftige Preise verlangt. Und auch alles andere ist teuer. […] Aber nicht nur die Hoteliers, auch ganz normale Wohnungsbesitzer versuchen, aus Olympia Kapital zu schlagen. Schon im September hätte sie Schwierigkeiten gehabt, eine Mietwohnung in Predazzo für das ganze Schuljahr zu finden, erzählt zum Beispiel eine Lehrerin. Die meisten hofften, ihre Wohnung während Olympia teuer an Touristen zu vermieten […]«
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  • ZDF: Doping. Der Fall Walijewa und die Folgen in Mailand

    2022 erschütterte der Dopingfall der erst 15-jährigen russischen Eiskunstläuferin Kamila Walijewa die Sportwelt. Vier Jahre später in Mailand beschäftigt der Fall sie weiterhin – diesmal wegen ihrer umstrittenen Trainerin Eteri Tutberidse.
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    Dazu auch:
    Christoph Becker (FAZ): Tutberidse Bei Olympia?. »Beim Gedanken an ihre Anwesenheit ist mir unwohl« [€]
    05.02.2026, 15:10
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  • Andreas Rüttenauer (taz): Olympiaproteste in Mailand. IOC, ICE? Nein, danke: CIO!

    In Mailand eskalieren die Anti-Olympia-Proteste und werden niedergeschlagen. Derweil formiert sich eine antinationale Bewegung für guten Sport.
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  • Tagesschau: Mailand. Krawalle bei Demonstration gegen Olympia

    »[…] Tausende Demonstrierende zogen am ersten vollen Wettkampftag durch Mailand, um für eine Vielzahl von Anliegen Stellung zu beziehen. Eine von Gewerkschaften und Umweltschützern organisierte Kundgebung richtete sich unter anderem gegen explodierende Mieten und wachsende soziale Ungleichheit. […] Auch Umweltbelastungen durch die Winterspiele standen im Fokus der Proteste. Olympia-Gegner bemängeln vor allem die Auswirkungen der Großveranstaltung auf das Ökosystem sowie den wasser- und energieintesiven Einsatz von Kunstschnee. […]«
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  • Hajo Seppelt, Josef Opfermann und Jörg Mebus (ARD Sportschau): Anti-Doping-Kampf. Das olympische Märchen vom »level playing field«

    Faire Wettkampfbedingungen? Während der Olympischen Spiele weist der Anti-Doping-Kampf erhebliche Lücken auf. Eine Analyse der ARD-Dopingredaktion.
    Der positive Doping-Test von Rebecca Passler kurz vor den Olympischen Spielen und Umfragen zur Häufigkeit von Doping-Tests werfen Fragen zur Glaubwürdigkeit der WADA auf.

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  • ZDF: Krawalle bei Demo von Olympia-Gegnern

    »Umweltbelastung, Wohnungsnot, Kostenexplosion – Gegner der Winterspiele sind in Mailand auf die Straße gegangen.[…] Olympia-Kritiker machen Umwelt und Wohnungsnot zum Thema. Gegner der Olympischen Winterspiele bemängeln vor allem deren Auswirkungen auf das fragile Ökosystem der Bergwelt sowie den wasser- und energieintensiven Einsatz von Kunstschnee. Demonstrierende hielten Transparente hoch, auf denen sie die Verwendung von Kunstschnee kritisierten oder das Fällen von Bäumen anprangerten. Auch die Wohnungsnot in der Finanz- und Modemetropole Mailand thematisierten die Teilnehmer der Kundgebung. […] ›Diese Spiele wurden als nachhaltig und kostenneutral beworben‹, kritisierte auch Alberto di Monte, einer der Organisatoren des Protestmarsches, zu dem Gewerkschaften und Aktivisten aufgerufen hatten. Da es sich jedoch um eine geografisch besonders weit verstreute Veranstaltung handelt, seien Milliardenbeträge für den Bau von Straßen ausgegeben worden anstatt für den Schutz der Berge, sagte di Monte. […] Der 69-jährige Demonstrant Giovanni Gaiani kritisierte die Entscheidung, hunderte Bäume zu fällen, um die umstrittene Bobbahn Mailand-Cortina zu bauen. […]«
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  • Deutschlandfunk: 25. Winterspiele. Olympia belastet die Alpen

    Massentourismus, Freizeitghetto, Verstädterung: Die Alpen werden immer mehr dem Kommerz geopfert, kritisiert Kulturgeograph Werner Bätzing. Der Gigantismus der Olympischen Winterspiele zerstöre die Natur und nutze auch den Einheimischen nicht.
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  • Mark Hertsgaard (taz): Petition an das Olympische Komitee. Sport­le­r*in­nen wollen keine fossilen Sponsoren

    Tausende Wintersportler warnen, die Olympischen Winterspiele schmölzen »buchstäblich dahin«. Sie fordern, die Zusammenarbeit mit Fossilen zu beenden.
    Einige der weltweit besten Wintersportler haben das Internationale Olympische Komitee IOC aufgefordert, keine Gelder mehr von der fossilen Industrie anzunehmen, darunter auch vom italienischen Ölkonzern ENI, »Premium-Partner« und offizieller Sponsor der Olympischen Winterspiele 2026.
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  • ZDF heute-show: Wie nachhaltig sind die Olympischen Winterspiele?

    »›Es sind die nachhaltigsten Spiele aller Zeiten‹, heißt es… Sind diese Spiele denn wirklich nachhaltig?…Ja, hieß es, wir nutzen nur bereits vorhandene Sportstätten. Von wegen! Eine nagelneue Bobbahn haben die da schon wieder in die schöne Landschaft geknallt… Die Kosten trägt der italienische Steuerzahler… Neubau statt Umbau der Skischanze… neue Eishockeyhalle in Mailand, die Kunsteisbahn von Cortina, ich sag mal, wirklich nachhaltig ist nur Tina, das Maskottchen der Winterspiele… Seien wir ehrlich. Wintersport ist immer einer Art Krieg gegen die Natur…«
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  • Christoph Becker (FAZ): Die einen sehen Spektakel, die anderen Zerstörung [€]

    Die Rückkehr der Olympischen Spiele in die Alpen wird als Triumphgeschichte inszeniert. Doch aus dem alpinen Ursprung ist eine Tourismusindustrie entstanden, die Mensch und Natur überfordert.
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  • ZEIT: Hunderte demonstrieren in Mailand gegen ICE-Beamte

    Mehrere Hundert Menschen sind in Mailand friedlich gegen die US-Einwanderungspolizei ICE auf die Straße gegangen. In Italien sollen die Beamten US-Politiker schützen.
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  • Katja Weber (RBB): Die Weber: OHlympia oder NOlympia – in welchem Team sind Sie?

    »[…] Gegner der Spiele, wie das Bündnis NOlympia Berlin, fordern: Statt prestigeträchtige Sportstätten zu bauen, solle lieber im großen Stil in die Sanierung von Schulsporthallen investiert werden. Frei nach dem Motto: Breitensport statt Spitzensport. Auch bezweifeln die Gegner der Olympiabewerbung, dass etwa der öffentliche Nahverkehr Olympia gewachsen wäre. Nicht zuletzt verweisen sie auf unklare Kostenrisiken für den ohnehin klammen Berliner Haushalt und die Gefahr, dass Olympia die Verdrängung auf dem Berliner Wohnungsmarkt weiter verschärft.[…]«
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    Zum Podcast (Beitrag von NOlympia-Sprecher Uwe Hiksch ab Minute 22:30)